Forum: Gesundheit
Achtsamkeit: Entspannung als angenehme Nebenwirkung
Corbis

Anspannung ist eine sinnvolle Reaktion, wenn wir Herausforderungen bewältigen müssen. Viele Menschen sind aber dauerhaft gestresst, sagt Volkmar Höfling von der Frankfurter Goethe-Universität. Im Interview erklärt der Psychologe, wie man gegensteuern kann.

ingo-wolf kittel 27.02.2013, 22:37
1. Völlig richtig!

Eine selten zu lesende, aber völlig richtige Klarstellung von Dr. Hölfling: Entspannung ist "weniger das unmittelbare Ziel, als eher eine angenehme Nebenwirkung" von Achtsamkeitsmeditationen (...jeder Art - zur Vieldeutigkeit des Begriffs Achtsamkeit s. die hier verlinkten Texte)

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ingo-wolf kittel 27.02.2013, 22:47
2.

Zitat von ingo-wolf kittel
Eine selten zu lesende, aber völlig richtige Klarstellung von Dr. Hölfling: Entspannung ist "weniger das unmittelbare Ziel, als eher eine angenehme Nebenwirkung" von Achtsamkeitsmeditationen (...jeder Art - zur Vieldeutigkeit des Begriffs Achtsamkeit s. die hier verlinkten Texte)
leider hat die verlinkung hierher ACHTSAMKEIT - Ein vieldeutig gewordener Begriff | Arbor Seminare nicht geklappt... - sorry

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ralfhettich 28.02.2013, 10:32
3. Achtsamkeit ist kein Ziel

Wenn Sie sich vornehmen in den nächsten 20 Minuten oder gar zwei Wochen achtsam und bewusst leben zu wollen, dann befindet sich dieses Ziel in der Zukunft und Sie sind nicht mit der Gegenwart beschäftigt.

Dies ist ein grundlegendes Paradoxum: Bewusst und achtsam zu leben ist kein Ziel, sondern ein Ist-Zustand. Jetzt. Dies ist es. Sie sind bereits hier.

Dies sich alles vorzustellen und zu verinnerlichen, verdeutlicht folgende kleine Geschichte: Zwei Affen sitzen nebeneinander und meditieren. Der jüngere der Affen schaut den älteren Affen mit einem fragenden Blick an, auf den der Ältere nur antwortet: Nichts passiert als nächstes. Dies ist es!

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Shantam 28.02.2013, 11:06
4. Stressfördergesellschaft

Leider haben Uni Psychologen wenig Ahnung von Meditation und Entspannung. Der "Deutsche" und Autogenes Training das passt überhaupt nicht zusammen die konzentrieren sich dann so stark das dies in Richtung Stress geht. Es gibt in unseren Regionen keine Entspannungskultur. Es gibt ja nicht mal Entspannungsmassagen. Die Therapeuten müssen extrem viel Arbeiten um ihre Umsatzsteuer bezahlen zu können und sollen, dann selbst Gestresst, Menschen in 15 Min. Entspannen. Der Statt verdient sich dumm und dämlich am Stress der Gesellschaft warum also etwas Verändern ?

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katjanella 28.02.2013, 11:58
5. Vhs

Die VHS - u.a. - sind längst vom Eso-Virus infiziert. Der komplett verblödete Wohlstandsbürger merkt aber dies wie vieles andere längst nicht mehr. Will er ja auch gar nicht. Denken schadet der Illusion.

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nilaterne 17.03.2013, 22:31
6. Denken schadet der Illusion? (eine Antwort auf katjanella)

Achtsamkeit bedeutet sich genau um das Hier und Jetzt zu sein und NICHT DARÜBER NACHZUDENKEN WAS GLEICH KOMMT ODER WAS GESTERN WAR.Wir Menschen neigen alle dazu zu grübeln, uns zu überlegen was wir wann antworten werden oder besser geantwortet hätten. Aber die Vergangenheit kann keiner ändern und wir wissen noch gar nicht welche Frage von wem auch immer kommt. Darüber grübeln wir aber so intensiv, leider oft auch negativ) nach, daß der Augenblick nicht mehr wahrgenommen wird. So vergehen manchesmal Tage so schnell, daß wir abends nicht mehr wissen was wir am Tag gemacht haben, was wir gegessen haben oder welche Gespräche wir wirklich geführt haben. Deshalb ist achtsames Wahrnehmen des Momentes wichtig. Das "Entschleunigt" die eigene Wahrnehmung und es geht uns wieder besser. Denkt an due guten Dinge Tag für Tag und es geht uns wieder gut.

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Großauftrag 05.05.2015, 16:40
7.

keine Entspannungstechnik"? Stimmt das?
Ich habe von einer Reihe spannender Forschungsergebnisse über MBSR gelesen, die zum Beispiel von positiven Ergebnissen bei der Rückfallprophylaxe bei Depressionen und generellem Rückgang der Aktivität der Amygdala berichten. Vieles davon dürfte sich eher im täglichen Befinden und im Umgang mit anstrengenden Situationen im Alltag auswirken.
Meine persönlichen Erfahrungen mit MBSR sind diesbezüglich auch günstig. Ich kann mich jetzt gezielter in zuvor unangenehmen oder sogar gefährlichen Situationen auf ein sinnvolles Normallevel runterbringen. Zuvor fühlte ich mich gelegentlich meiner Aufregung ausgeliefert. Geschlafen habe ich allerdings immer schon sehr entspannt.

Ich würde mich freuen, wenn zu der These in dem Artikel nochmal jemand was sagen könnte.

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Großauftrag 05.05.2015, 16:42
8.

keine Entspannungstechnik"? Stimmt das?
Ich habe von einer Reihe spannender Forschungsergebnisse über MBSR gelesen, die zum Beispiel von positiven Ergebnissen bei der Rückfallprophylaxe bei Depressionen und generellem Rückgang der Aktivität der Amygdala berichten. Vieles davon dürfte sich eher im täglichen Befinden und im Umgang mit anstrengenden Situationen im Alltag auswirken.
Meine persönlichen Erfahrungen mit MBSR sind diesbezüglich auch günstig. Ich kann mich jetzt gezielter in zuvor unangenehmen oder sogar gefährlichen Situationen auf ein sinnvolles Normallevel runterbringen. Zuvor fühlte ich mich gelegentlich meiner Aufregung ausgeliefert. Geschlafen habe ich allerdings immer schon sehr entspannt.

Ich würde mich freuen, wenn zu der These in dem Artikel nochmal jemand was sagen könnte.

Mann, der Artikel ist zwei (!) Jahre alt.

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diskantus 06.05.2015, 09:09
9.

Lieber Herr Doktor Höfling,

auch Sie wissen nicht so ganz, worüber Sie sprechen. :)
Es gibt gar keinen Unterschied zwischen Entspannung und Achtsamkeit, denn:
Entspannung ist bereits Achtsamkeit. Wer sich bewusst (s. Techniken) entspannt, richtet seinen Fokus auf den Körper, auf die einzelnen Teile. Somit ist er achtsam. Andersherum ist derjenige, der achtsam ist, auch entspannt.

Was bedeutet "Achtsamkeit"?
Es bedeutet, seinen Geist zu konzentrieren und die Gedanken damit auszuschalten. Nur mit Gedanken-Leere kann man auch innerlich loslassen, und damit entspannt auch der Körper.

Entspannung - Gedankenleere - erreicht man durch Konzentration auf einen Punkt (hier: Körperteil), auf den Atem (ein-aus), auf eine Kerzenflamme (finde ich nicht so ideal für die Augen), auf ein Wort (daher kommt das "OM"), auf einen Ton (kann man summen), auf den Kosmos ... Aus der Konzentration auf einen Punkt wird nach viel Üben Konzentration auf nichts.

Das ist übrigens Meditation - und nicht, wie viele glauben, weil ihnen das eingeredet wird, irgendwelches Eso-Lotussitz-Getue. :))

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