Forum: Gesundheit
Achtsamkeit mit Nebenwirkungen: Verdammt, entspann dich!
Corbis

Auf der Suche nach Entspannung kommen Stressgeplagte kaum an Achtsamkeitsübungen vorbei. Doch Meditation und ähnliche Techniken sind nicht für jeden geeignet, manche führen zu Frust und Schmerz.

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yunee 04.09.2014, 13:25
1. Ernsthaft jetzt?

Wollen sie jetzt allen Ernstes den Leuten Angst machen indem sie ihnen erzählen das Meditieren wie ein Drogentrip sein kann. Und glauben sie wirklich wenn sie uns hier irgendwelche `Experten` nennen glauben wir das? Auf keinen Fall alleine experimentieren! und bestimmt finden sich auch die meisten in ihrer Tabelle unten wieder..
Also wirklich, gar nicht mal schlecht gemacht diese Angstmacherei...schön subtil..
Ich gebe ihnen ne 2+

ich mach ab jetzt mal screenshots von meinen Kommentaren..und werde andere ebenfalls ermutigen..
ist doch wirklich unfassbar diese Zensur..

LG

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sonnemond 04.09.2014, 13:40
2. Wenn ich richtig Stress habe,

mache ich seit Jahren die "Dynamische Meditation" oder etwas softer die "Kundalini Meditation". Kann man sicher googeln.

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5b- 04.09.2014, 13:41
3. Buddhistischer Kontext

Moderne Formen der Achtsamkeitsübungen sind aus dem Buddhistischen Kontext gerissen. Wobei John Kabatt-Zin versucht hat traditionelle religiöse/spirituelle Praktiken zu analysieren um daraus Therapeutische Behandlungsformen abzuleiten sind formen wie TC und Goinko ohne jeglichen Kontext. Es geht angeblich "nur" ums Wohlbefinden uns Stress-Reduktion.
Der beschriebene Freak-Out ist ein bereits bekanntes Phänomen. Meine persönliche Meinung ist, dass der philosophische, kulturelle und spirituelle Kontext ein Muss für solche Praktiken ist wenn man den Nutzen voll ausschöpfen will.
Das größte Problem, welches Uninformierten entgegen kommt, ist das Unwissen dass es der Sinn dieser Übungen ist an die Erkenntnis herangeführt zu werden dass es kein substanzielles "ich" gibt. Wenn man vorher in die Philosophie eingeführt wurde, weiß man was einen erwartet. Die Erkenntnis dass es kein substanzielles ich gibt erschrickt viele die sich nicht ausführlich damit beschäftigt haben. Dieses Erschrecken führt zu dem erwähnten Freak-Out.
Im Buddhismus, besonders dem Tibetischen, ist es essentiell einen qualifizierten Lehrer aufzusuchen, den man erst nach einer Phase des des Abtastens akzeptieren soll. Wenn man kein gegenseitiges Vertrauen hat sollte man es lieber sein lassen.
Eigentlich können diejenigen die so stark auf Meditation reagieren sich glücklich schätzen, da sie eine Methode gefunden haben wie sie die Natur des Geistes ergründen können.

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bradnex 04.09.2014, 14:39
4. 5b - grds. richtig, aber

Ich selbst habe eine Yoga-Lehrer Ausbildung genossen und und bin zum Yoga über den Wunsch gekommen, etwas gegen Stress und für Entspannung zu tun. Ich habe mich zunächst für MEditation entschieden und anschließend erst Yoga und in einem weiteren Schritt die Auseinandersetzung mit den spirituellen Hintergründen hinzugezogen. Derzeit praktiziere ich kein Yoga mehr und keine Meditation. Warum? Weil ich bemerkt habe, dass ich die spirituellen Ziele nicht erreiche und mich dies zunehmend "frustrierte". Als ich die Praktik einstellte war mir der Hintergrund hierzu nicht bewußt. Heute ist mir dies deutlicher geworden.
Ich sehe es durchaus so, wie es in dem Artikel seitens psycholog. Experten ausgeführt wurde. Menschen, die oben beschriebene Probleme/Beschwerden haben können Gefahr laufen bei der "Konzentration" auf das Auflösen des Egos, dass das eigentliche Problem ihrer Psyche nicht gelöst wird. Sie versuchen gewissermaßen das Problem zu umschiffen (der Ausweichende). Jedoch besteht allgemein fast nur dann eine Chance das Problem zu lösen, wenn man es bearbeitet und durch die damit verbundenen negativen Gefühle hindurch geht. Dieser Prozess ist für viele betroffene, die in professioneller Begleitung sind, schon derart schwer, dass dies im Rahmen von nicht fundiert angeleiteten Meditationspraktiken zu negativen Denkmuster (ich kann auch das nicht - Frust bspw. bei Selbstkritikern oder auch den Entschleunigern) führt.
Sofern eine spirituelle Ausbildung hier auch ansetzen kann, kann ich mir vorstellen, dass es klappt.
Ich für meinen Teil glaube, dass dies schwierig ist. Insofern sind die Anmerkungen in diesem Artikel durchaus richtig.
Jedoch glaube ich, dass die Technik der Achtsamkeit bei diesem Prozess helfen können. Beispielsweise beim Erfühlen von vermiedenen (verdrängten) Gefühlen in Folge von Kindheitstraumas. Jedoch sollte dies gezielt und von geschulten Personen eingesetzt werden.

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ruhepuls 04.09.2014, 15:06
5. Richtig machen...

Wer sonst wenig Zeit zum "zu sich selbst kommen" hat, der kann bei solchen Übungen tatsächlich ins Straucheln kommen. Das sind die gleichen Menschen, denen am Wochenende, wenn "nichts los ist", die Decke auf den Kopf fällt, weil sie dann merken, dass sie mit sich nicht viel anfangen können. Gerade denen täte es aber gut, die "Leere" auszuhalten - und dann zu entdecken, dass sich langsam wieder Impulse melden, die in der Hektik niemand mehr gehört hat.

Nur, wer sich auch hier unter Druck setzt und gar "schnelle Entspannung" anstrebt, wird scheitern. Das Geschehen lassen und das Anstreben schließen sich gegenseitig aus.

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pigtime 04.09.2014, 15:42
6.

Meditation, AT oder ähnliche Entspannungsübungen (wenn man sie so bezeichnen mag) sind nämlich auch unter Anderem genau das, Übungen!

Wer das ganze nicht in den Alltag überträgt, der hat dementsprechend wenig Nutzen davon.

Ist ja im Zen auch so, dass man die Grundaspekte des Zazen auf jede alltägliche Tätigkeit übertragen kann/sollte. Es ist eben eine umfassende Lebenseinstellung und kein geistiger Energydrink, den man mal zwischendurch runterkippt.

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best1964 04.09.2014, 15:49
7. Achtsamkeit.....

ist die Basis der Meditation. Wer tief in die Meditation eintreten möchte muss sich zuerst in Achtsamkeit üben. Das beginnt ganz gewöhnlich im Alltag, in dem wir uns, unsere Mitmenschen und unsere Umwelt beobachten und respektieren lernen.
Zu solchem Verhalten und Umgang sollten wir alle fähig sein - ohne Risiken und Nebenwirkungen!

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amalthea62 04.09.2014, 16:18
8. Mit der richtigen Anleitung hilft es sehr gut!

Im Mai 2006 musste ich zur Dialyse. Da ich gewohnt bin alles selbst zu erledigen, fiel es mir sehr schwer andere um einfache Dinge, wie etwas aufzuheben zu bitten. Daher habe ich mich zu nichts mehr fähig gefühlt. Aber an dieser Dialyse gab es eine Frau, die mir mit einer einfachen Methode (Sudoku) zeigte, dass ich doch was konnte. Diese Frau hat mich jahrelang begleitet und mir mit verschiedenen Methoden wie Gymnastik, Rätselspielen aber auch Mediationen sehr geholfen. Wir haben sogar ein Mantra erarbeitet, damit ich wieder Rolltreppe (Höhenangst) fahren konnte. Ich habe gelernt, dass nicht alle Meditationsformen für mich geeignet sind und mein Mantra nicht immer funktioniert. Auch hat sie mir Übungen beigebracht, so dass ich sie alleine machen konnte. Ich kann also voll bestätigen, was im Artikel steht. Am besten mit Anleitung und vor allem rausfinden und akzeptieren was geht und was nicht. Das hängt wirklich von der eigenen Persönlichkeit ab. Entschleunigen kann wirklich manchmal sehr unruhig machen. Und an dieser Stelle noch mal vielen vielen Dank!

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fatherted98 04.09.2014, 16:24
9. Jetzt...

...ist also Meditation schon schädlich...na das kann ja heiter werden...übrigens bei der Maus auf dem Bild könnte ich nicht meditieren...da würde ich nur an was anderes denken.

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