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ADHS: Hamburger Kinder bekommen am meisten Methylphenidat
DPA

Trauriger erster Platz für Hamburgs Schulkinder: Im Bundesvergleich schlucken sie am meisten Medikamente gegen das Zappelphilipp-Syndrom ADHS, so der Verband der Ersatzkassen. Rheinland-Pfalz und Bremen belegen Platz zwei und drei. Kritiker beobachten die Entwicklung mit Unbehagen.

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guteronkel 31.07.2013, 19:32
10.

Genau das aber wollen wir doch. Kinder an unsere Welt anpassen war und ist das höchste Ziel dieser Familienpolitik. Selbstverwirklichung der Frau durch Arbeit, Kinder in den Hort-am besten gleich nach der Geburt, Mutti geht für 350,-- Euro den Monat jobben. Ja, so sieht sie aus diese neue schöne Welt.
In den 1970er Jahren hat man im Westen verächtlich in den Osten gezeigt-was die da mit den Kindern machen- heute machen wir es selbst so und meinen, dass das gut so ist. Wir werden spätestens, wenn eine ganze Generation an Drogen und Konsum verloren gegangen ist bemerken, dass etwas falsch war an diesem Modell. Einige weinige sehen es heute schon, aber diese Warnungen werden in den Wind geschlagen. Also, was solls. Kinder braucht das Land.

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clausde 31.07.2013, 19:35
11.

"Zappelburg" im hohen Norden? Warum sollen Kinder dort anders sein als im Rest der Republik? Verschwörungstheoretiker könnten einen Komplott von Ärzten und Pharmaindustrie vermuten. "Patientenbeschaffung" durch Kindergärten, Schulen und "besorgten Müttern".
Kinder müssen sich bis zur Erschöpfung austoben dürfen. Stundenlanger Trashkonsum vorm TV und kinderfeindlicher Lebensraum vor der Haustüre. Darin dürften die wirklichen Ursachen liegen. Gebt Ihnen Freiräume sich zu entwickeln, so wie wir sie auch hatten....

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Boandlgramer 31.07.2013, 19:36
12. Eltern auf Medikinet

Als Vater eines ADHS-Kindes könnte ich sovieles beitragen, aber das meiste davon würden die meisten hier nicht mal verstehen...

Aber eine wichtige Information muss ich beisteuern: Medikinet "funktioniert" auch bei Erwachsenen. Kinderärzte hab in großem Umfang das Problem, dass die Eltern die Dosen der Kinder verfrühstücken. Das könnte einen erheblichen Teil des permanenten Anstiegs gut erklären...

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Pfaffenwinkel 31.07.2013, 19:49
13. Kinder dürfen heute einfach alles,

dann kommen sie in die Schule und müssen plötzlich diszipliniert sein. Und wenn das nicht klappt, bekommen sie die entsprechenden Medikamente.

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polltroll 31.07.2013, 19:53
14. Damals im Osten?

"In den 1970er Jahren hat man im Westen verächtlich in den Osten gezeigt-was die da mit den Kindern machen- heute machen wir es selbst so und meinen, dass das gut so ist." Hm... also damals im Osten gabs auch kein ADHS, aber es gab auch keine Kinderpsychologen an jeder Ecke und Ritalin kannte auch kein Mensch. Da ist sie wieder die Frage: Was war zuers da? Das Huhn oder das Ei? :-)
Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber das alles klingt nach einem neuen gesellschaftl. Problem! Vielleicht sollte man den Kindern einfach mal wieder mehr zuhören und sie nicht mit medialer Dauerbeschallung versuchen ruhig zu stellen? Das wäre meine Idee dazu. Ich kann natürlich auch falsch liegen... ;-)

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P.Delalande 31.07.2013, 19:57
15.

Zitat von willgence
Wo waren die AHDS-Kinder früher? Gab es keine? Wurden die Kinder damals noch erzogen und nicht "diskutiert"? Irgendwas lief früher wohl anders . . . .
Ich weiß zumindest was bei mir anders lief. Mittags war die Schule aus, dann gab es Zuhause Mittagessen, danach wurden Schularbeiten gemacht und dann ging es raus...Sommer oder Winter, Regen oder Sonnenschein, vollkommen egal...und da wurde getobt, gerannt, Fußball gespielt, Radrennen veranstaltet, etc...
Wenn wir abends wieder nach Hause kamen, waren wir erledigt.

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Petra Raab 31.07.2013, 19:57
16.

Zitat von sysop
Trauriger erster Platz für Hamburgs Schulkinder: Im Bundesvergleich schlucken sie am meisten Medikamente gegen das Zappelphilipp-Syndrom ADHS, so der Verband der Ersatzkassen. Rheinland-Pfalz und Bremen belegen Platz zwei und drei. Kritiker beobachten die Entwicklung mit Unbehagen.
Seltsamerweise haben nur Kinder in westlichen Ländern das ADHS Syndrom.
In den Ländern, in denen die Menschen kein Geld für Ritalin haben,
sind die Kinder alle gesund.

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P.Delalande 31.07.2013, 20:04
17.

Zitat von M_3000
Und - zack - da tobt der Stammtisch, da ist es wieder, die Märchen von der geldgeilen Pharmaindustrie, das Gerede von "ADHS gab's früher nicht", die Mär von der heute mangelnden Kindererziehung und das dumme Geschwätz vom süchtigmachenden Ritalin ...
Nun ja, Ritalin ist nichts anderes als Speed und Speed macht nun mal süchtig. Kindern Drogen zu geben, damit sie, im Sinne der Erwachsenen, "besser" funktionieren, ist ein Verbrechen.

Ritalin: Ich bin ein Zombie, und ich lerne wie eine Maschine | ZEIT ONLINE

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Kanzleramt 31.07.2013, 20:07
18.

Zitat von sysop
Trauriger erster Platz für Hamburgs Schulkinder: Im Bundesvergleich schlucken sie am meisten Medikamente gegen das Zappelphilipp-Syndrom ADHS, so der Verband der Ersatzkassen. Rheinland-Pfalz und Bremen belegen Platz zwei und drei. Kritiker beobachten die Entwicklung mit Unbehagen.
Das wird die erste Generation, die nichts Neues machen wird und will, die nicht ihre Elterngeneration in Frage und Kritik stellen wird. Unkreativ, ideenlos. Ohne eine eigene, selbst entwickelte Meinung und ohne eigene Ideale. Ohne Fähigkeit über den eigenen Tellerrand zu schauen. Unfähig für Veränderungen. Gleichförmiges, angepasstes, ruhiggestelltes Arbeits- und Schlachtvieh. Ängstliche Lämmer.

Ich hoffe, ich habe Unrecht.

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beatbox 31.07.2013, 20:10
19. Wenn man keine Ahnung hat

Sollte man vielleicht erstmal nachdenken.
Ausgerechnet in unserer Pharmaphobischen Zeit
Sollen Eltern Kindern leichtfertig Medikamente verabreichen? Wenn diesen Kindern das Gefühl erspart bleibt, ewige Looser und Störenfriede zu sein, muss man zu einer Schadensabwägung kommen.

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