Forum: Gesundheit
Ärzte bezweifeln Sinn von Grenzwerten: Der Feinstaub-Wirbel
imago/Bernd Friedel

Fahrverbote müssen sein, denn der Feinstaub in der Luft gefährdet die Gesundheit: So argumentieren Umweltschützer und Experten. Jetzt sagen Lungenfachärzte: Das sei doch gar nicht bewiesen. Wem soll man glauben?

Seite 44 von 45
Miere 27.01.2019, 23:56
430. Guter Artikel. Die Diskussion ist um Jahre überfällig.

Schön wäre auch, wenn man öfter berichten würde, wie dieser ominöse 40 Mikrogramm-Grenzwert damals zustande gekommen ist, nämlich mehr so als Schätzwert aus Verlegenheit, weil man irgendeine Zahl brauchte. Und wenn man auf diese Horror-Zahlen mit den NOX-Toten und verlorenen Lebensjahren verzichten könnte, denn die Zahlenwerte sind doch in etwa so sinnvoll wie das Gleiche mit Toten durch rotes Fleisch oder zuckerhaltige Limonade.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
NMarian 27.01.2019, 08:17
431. Diskurs? Nicht gewollt. Das Ergebnis könnte nicht jedem passen.

Ein Diskurs ist von den Grün_innen-Ideologen, die ja mittlerweile die Deutungshoheit des moralisch überlegenen Menschen für sich beanspruchen, ist nicht gewünscht und wird im Keim erstickt. Lungenfachärzte zb. werden an nur einem Tag zum inakzeptablen Reichsbürger degradiert. Unter solchen feigen Attacken, lässt sich keine Debatte führen. Es ist Verständlich, dass die Grün-Populisten halt nicht wieder eines ihrer Instrumente verlieren wollen, wie zb. das große Waldsterben in den 80ern, das böse Ozonloch der 90er oder die vielen anderen Ängste, diegeschürt wurden, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Link:https://twitter.com/DJanecek/status/1088191988321665025

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Alf der Michl 27.01.2019, 11:12
432. Mal rechnen

Das Umweltbundesamt geht von max. bis zu 82000 verlorenen Lebensjahren aus. (Link im Artikel). Verteilt auf roundabout 82 Millionen Bundesbürger ergibt das rund ein tausendstel Jahr pro Bürger. Entspricht etwa 8 Stunden. Fürchte mich gleich viel weniger! Wer will hier wen erschrecken und warum?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
michl_zapp 27.01.2019, 11:29
433.

Was an den ganzen Grenzwerten zum Himmel stinkt, ist dass am Arbeitsplatz ein um vielfaches höherer Grenzwert gilt! Bin ich als Arbeitnehmer robuster? Weniger wert? Oder was?
Durch diese ganze Sch... werden Milionen Dieselbesitzer enteignet, die Automobilkonzerne, und spreche hier von allen weltweit, die kümmert es nicht die Bohne, was mit ihren Altfahrzeugen passiert. Danke Umwelthilfe, dass ihr es geschafft habt mit eurer sch.. Haltung vorwiegend die kleinen Leute zu schädigen. Ihr seid das Letzte, mit ich in meinem Umfeld zu tun haben möchte! Und anscheinend seid ihr auf eure "Verdienste" auch noch stolz.
Wo ist euer großer Aufschrei zu den Feinstaugrenzwerten am Arbeitsplatz? Und dieses wäre nur eine Frage in einer langen Liste.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Alf der Michl 27.01.2019, 11:56
434. Nochmal rechnen

Volkswagen hat im Jahr 2017 knapp 12 Milliarden Gewinn gemacht. Die Nachrüstung von 2 Millionen Diesel a 3000.-Euro hätte 6 Milliarden gekostet. Wären immer noch 6 Milliarden für die Anteilseigner übrig gewesen !
Für das Ansehen der Deutschen Industrie wäre es enorm wichtig gewesen, für den entstandenen Schaden auch einzutreten. Ich kann nicht glauben in welchem Land wir mittlerweile leben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DietrichHorstmann 27.01.2019, 12:42
435. Die Versuchsergebnisse liegen vor.

Die Nazis haben Versuchsreihen mit Autoabgasen zur Tötung von Behinderten längst durchgeführt. Zu langsam . Ergebnis : Das Unkrautvernichtungsmittel Zyklon B ist geeigneter, weil schneller und wirtschaftlicher. Auch die Profitrate für die deutsche Chemieindustrie war gesichert. Makabre Ironie Ende. Kann ich verstehen, wenn Sie das nicht bringen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Groundspoiler 28.01.2019, 13:09
436.

Zitat von ardbeg17
100 Lungenspezialisten waren bereit, sich einer öffentlichen Polemisierung und medialen Verfolgung auszusetzen. Wie viele Ärzte in entscheidenden Punkten Köhlers Meinung sind, wissen wir nicht. Ich vermute mindestens 80%..
...hochdramatisch. "Öffentliche Polemisierung" und " mediale Verfolgung". So kann man das nennen, wenn man Probleme mit qualifiziertem Widerspruch hat und nur seine eigene Meinung gelten läßt.

Zitat von
Es geht um die Stichhaltigkeit des derzeitigen Grenzwertes für Stickoxide und die daraus abgeleiteten Fahrverbote, die völlig überzogen sein könnten
So absurd "argumentiert" die "LIndner-Partei" auch.
Zitat von
Gefahr, "Quacksalbern" (entsprechend ihrer Definition) in die Hände zu fallen, laufen sie u.a. in: Klinikum Dortmund Knappschaft Do, Klinikum Essen, Thoraxzentrum Ruhrgebiet, Charité, LMU München, Unikliniken Heidelberg, Göttingen, Marburg, Gießen....
Woher nehmen Sie die Begründung/Qualifikation für diese Verleumdungen?

Köhler ist ein emeritierter Mediziner, der jetzt medial wirksam "gegen den Mainstream" lamentieren will. Gestern bei Anne Will. Solche Typen kann man nicht ernst nehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ardbeg17 28.01.2019, 15:08
437. @groundspoiler #436

Die Polemisierung ("Ärzte für mehr Luftschafstoffe") konnte man hier bereits lesen. Dazu Falschberichterstattung (pauschales "zweifeln Schadwirkung an"), der Versuch, das Papier mit der Nähe zur Autoundustrie zu begründen (und somit die Ärzte als korrupt darzustellen) sowie die glatte Lüge, der hier abgedruckte Dr. Beeh widerspräche der Aussage des Positionspapiers. Dazu die wiederholte Titulierung der Unterzeichner als "Quacksalber".
Dass viele Ärzte das vorausgeahnt und deshalb nicht unterschrieben haben, erscheint mir absolut plausibel. Im Übrigen habe ich von einer Liste mit Unterschriften, die eine Schadwirkung von 50mcg NO2 für eindeutig erwiesen hält (was die eigentliche Grundlage für die Fahrverbote ist), noch nicht gehört. Nicht einmal Prof. Peters hat sich so klar festgelegt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
H21K 28.01.2019, 17:51
438. Wie hoch darf's denn sein?

Zitat von DietrichHorstmann
Die Nazis haben Versuchsreihen mit Autoabgasen zur Tötung von Behinderten längst durchgeführt. Zu langsam . Ergebnis : Das Unkrautvernichtungsmittel Zyklon B ist geeigneter, weil schneller und wirtschaftlicher. Auch die Profitrate für die deutsche Chemieindustrie war gesichert. Makabre Ironie Ende. Kann ich verstehen, wenn Sie das nicht bringen.
Doch heutzutage ist "Zu langsam." geradezu ein unschätzbarer Vorteil für beide: Die Pseudologen (kein Schreibfehler ;-) merken die Schäden nicht, und die Dieselindustrie kann weiter ungehemmt ihre Profitrate steigern.

Langsamer UND witschafticher geht also auch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
georgia.k 28.01.2019, 20:34
439. am Ruhrschnellweg zu wohnen, Berufskraftfahrer und Raucher zu sein,

das galt mal unter Medizinern als sicheres Abo auf Lungen-/Bronchialkrebs. Lange unentdeckt zu bleiben - trotz regelmäßiger Untersuchungen - dann mit Wucht einen bis dahin sportlichen und jünger erscheinenden Mann innerhalb eines dreiviertel Jahres bis zum bitteren Ende dahinsiechen zu lassen, wirft schon einige Fragen auf. Ein Arbeitsmediziner "aus dem Ruhrpott" meinte, ein Haferzellkarzinom sei eine sehr schnell wachsende Krebsform. Und der Zellbiologe Dr. rer. nat. Uwe Kirstein, seinerzeit am Institut für Zellbiologie (Tumorforschung) Universität Gesamthochschule Essen legte bei einer Podiumsveranstaltung dar, dass die Entartung der Zellen ca. 20 Jahrevor der Feststellung einsetzte, die Möglichkeiten der Entdeckung seien eben noch sehr begrenzt. Lt. Kirstein waren 30% aller Tumore durch Rauchen von Tabak und weitere 30% durch ernährungsbedingte Faktoren bedingt. Wer will also schon sagen, ab welchem Tabakkonsum, bei welcher Fehlernährung und bei wieviel Jahren München (Landshuter Allee), Essen (Gladbecker Straße) etc. Krebs entsteht. Die Schädlichkeit selbst dürfte sicher zu beweisen sein, auch wenn gerade in prekären Verhältnissen Lebende weniger gesundheitsbewusst leben können und häufig auch noch in diesen gefährdeten Bereichen wohnen.
Feinstaub- und Stickoxidbelastung war seinerzeit nicht Thema.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 44 von 45