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Ärzte-Debatte: Ist Übergewicht eine Krankheit?
Roos Koole/ Moment Open/ Getty Images

In Großbritannien diskutieren Mediziner, ob Übergewicht zur Krankheit erklärt werden soll. Was dafür spricht - und was dagegen.

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Niteftef 23.07.2019, 21:51
1. Niemand* muss Übergewichtig sein

Nicht umsonst sind alle Ausdauersportler schlank. Es liegt in der eigenen Hand, alles andere sind Ausreden.
Natürlich wäre es trotzdem zu begrüßen, wenn die Gesellschaft es einem leichter machen würde.

*ausgenommen die vereinzelten Sonderfälle, die tatsächlich eine spezielle Krankheit haben.

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bissig 23.07.2019, 22:16
2. Ich lach mich tot

Regierungen und Lebensmittelindustrie sollen's richten? Die kriegen ja noch nicht einmal eine verbraucherfreundliche Ampelregelung bei Lebensmittel hin.

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krassper 23.07.2019, 22:21
3. Schwieriges Thema.

Zuerst: ich musste selber 2x > 30Kg abnehmen und habe das beide Male wunderbar geschafft, da mein Stoffwechsel sehr gut auf Sport reagiert. bin jetzt locker 12 Jahre stabil bei ca 65-70 Kg mit meinen 173cm. Bei mir war es wirklich falsche Ernährung und zu wenig Bewegung damals. Aber es gibt durchaus Menschen die tun können was sie wollen und es fast garnicht schaffen können abzunehmen, so wie ich auch Menschen kenne, die sich über Jahre 10.000 KKalorien/Tag reinpfeifen ohne ein Gramm zuzunehmen, beides krankhaft wenn man mich fragt, beide Typen von Menschen leiden darunter.

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freigeistiger 23.07.2019, 22:23
4. Wieder die Symptomdebatte

Bevor sich wieder die Küchentischexperten melden. Es gibt einen Zusammenhang von stressigen Lebensverhältnissen und Fettleibigkeit, beziehungsweise von sicheren Lebensverhältnissen und einem guten Umfeld und Normalgewicht. Stress macht krank. Der Artikel ist wieder nur der Augenmerk auf die Auswirkungen, nicht die Gründe. Wenn ein Auto nicht anspringt nützt es auch nichts reflexhaft mit elektrischen Kabeln Starhilfe zu geben, wenn der Motor kaputt ist oder das Benzin alle ist. Nur weil man es immer so macht. Einfacher Test, man muss sich nur die schlanken und die fettleibigen Menschen anschauen, und kurz mit Ihnen sprechen. Dann erhält man einen Eindruck über die Situation. Ratschläge sind nur für die „Therapeuten“ gut. Der Klient soll Erwartungen erfüllen, zu eigenen Bestätigung.

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Luemgi 23.07.2019, 22:29
5.

Woher kommen denn solche Gewohnheiten wie das Essen von mindestens drei Mahlzeiten am Tag? Und dann wird ggf. noch auf dem Tisch ausgebreitet, was der Kühlschrank hergibt. Essen, wenn man hungrig wird, ist sinnvoller. Aber Hunger wirklich mal zuzulassen gilt ja schon wieder als ungesund.

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benhadschiomar 23.07.2019, 22:55
6. Meine Elterngeneration war in den 50er und 60er Jahren

gertenschlank. Da hat niemand über BMI diskutiert. Die wenigen Ausnahmen waren krankheits- / genetisch- bedingt. Ob die in der grossen Mehrheit der Bevölkerung andere Gene hatten als die Heutigen? Nein, es liegt weithin nur am Essen (Menge und Qualität). Man frisst und säuft. Das wohl auf Krankenschein?

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m.meinung 23.07.2019, 23:00
7. Dick sein ist keine Krankheit

es ist das Missverhältnis von Energiezufuhr und Energieverbrauch.
Wenn es eine Krankheit ist, sind alle fein raus. Die Verbraucher weil eine Krankheit ja nunmal Schicksal ist. Die Pharmaindustrie weil sie doch kranken Menschen hilft. Und die Lebensmittelindustrie weil sie mit ihren energiehaltigen Lebensmitteln ja nicht die Schuld haben kann. Weil dicksein nun eben Schicksal ist.

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DrBio 23.07.2019, 23:04
8. @ Niteftef

Um es mit Dieter Nuhr zu sagen: wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten. Prävention gegen Übergewicht wird nicht funktionieren, so lange wir gesetzlich zulassen, daß 80% aller verkauften Lebensmittel prozessiert und hochkalorisch sind. Es ist einfach wissenschaftlicher Unsinn nur auf individueller Ebene zu intervenieren und zu versuchen, daß Menschen diesen Barrieren in ihrem Leben, die sie an einem gesunden Lebensstil hindern selber nur überwinden sollen. Unsere gesamte Infrastruktur und Arbeitswelt ist darauf ausgelegt, daß wir uns möglichst wenig bewegen. Soviel Sport nach Feierabend kann man gar nicht machen, um 10 Stunden Büroarbeit zu kompensieren. Genauso, wie wir als Gesellschaft tolerieren, daß die meisten Lebensmittel, die verkauft werden, ungesund sind. Ohne regulatorische Eingriffe werden alle individuellen Präventionsmaßnahmen scheitern. Arbeite selbst in der Feld seit fast 10 Jahren wissenschaftlich und kenne die Studienlage sehr gut. Leider funktioniert der Körper und Metabolismus nicht so, daß ich nur die Energiezufuhr senken muß und den -Verbrauch anheben, um abzunehmen. Biologie ist komplizierter und komplexer. Genetik und insbesondere Epigenetik und das Microbiom im Darm tun ihr übriges.

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Frida_Gold 23.07.2019, 23:06
9.

Zitat von Niteftef
Nicht umsonst sind alle Ausdauersportler schlank. Es liegt in der eigenen Hand, alles andere sind Ausreden. Natürlich wäre es trotzdem zu begrüßen, wenn die Gesellschaft es einem leichter machen würde. *ausgenommen die vereinzelten Sonderfälle, die tatsächlich eine spezielle Krankheit haben.
Natürlich sind alle Ausdauersportler schlank. Die, bei denen Sport nicht diesen Effekt hat, werden in der Regel nicht Ausdauersportler - weil sie übergewichtig sind.
Klar, oft ist es wirklich Faulheit, aber längst nicht immer. Eine gute Freundin von mir kämpft seit Jahren hart, aber erfolglos gegen das immer weiter ansteigende Gewicht. Arbeit, Nebenjob, Kind, da hat man keine Zeit für mehrere Stunden Sport in der Woche. Hinzu kommen durch das Übergewicht Sehnenentzündungen und Knieprobleme. Sie geht trotzdem weiter tapfer zweimal wöchentlich ins Fitnessstudio und versucht so oft wie möglich abends spazierenzugehen. Mit so ziemlich genau Null Erfolg. Sie kocht selbst und Süßkram gibt's nur noch selten. Bringt nix. Jede Kalorie wird gnadenlos eingelagert. Die nimmt an einem Wochenende mit Grillen ungelogen gleich mal 2-3 Kilo zu. Was soll die machen? Ist genetisch. Bei ihrer Mutter ist das genauso.
Ich hatte dagegen Glück. Wenn ich mal im Winter erkältungsbedingt zwei Wochen keine Bewegung habe und aus Frust eine Tafel Schokolade am Tag exe, habe ich vielleicht auch mal 500 Gramm mehr auf der Waage. Sobald ich mich wieder normal bewegen kann und normal esse, sind die wieder weg ...

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