Forum: Gesundheit
Alkohol, Medikamente, Glücksspiel: So süchtig ist Deutschland
Frank Rumpenhorst/ DPA

Das Jahrbuch für Sucht listet auf, wie abhängig die Menschen in der Bundesrepublik sind. Es zeigt: Nicht illegale Drogen sind das Hauptproblem. Jeder sechste Erwachsene gilt als Risikotrinker.

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Die linke Kobra 17.04.2019, 18:55
60. Die Pointe habe Sie vergessen

Zitat von qoderrat
Ganz ehrlich, wenn ich überlege wie früher auch in der Arbeit bei jeder Gelegenheit Alkohol konsumiert wurde, hat sich da in den letzten 10-15 Jahren doch sehr viel geändert. Selbst die Bauarbeiter der Gebäudesanierung nebendran tragen morgens nur noch Wasserkisten auf die Baustelle. Das kenne ich von früher auch ganz anders.
Die Mauerer, Gipser, usw. mit der Kiste Bier am Tag gibt nicht mehr. So mit 50 Jahren haben die den Löffel abgegeben. War abschreckend für den Nachwuchs. Unfälle, Krankheiten und Pfusch waren die Begleiter. Wer das miterlebt hat, bei klarem Verstand war, und es noch lassen konnte, hat damit aufgehört. Auch die Unternehmer dulden das nicht mehr. Bei mir würde jeder Handwerker rausfliegen, der Alkohol trinkt. Gesoffen wird erschreckenderweise inzwischen in Sportvereinen, wo es früher zum Teil eher verpönt war.

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Max Kellermüller 17.04.2019, 18:56
61. Dass ich nicht lache

«Risikotrinker ist, wer täglich einen halben Liter Bier trinkt.» Es gibt anscheinend Leute, denen es einfach nicht wohl ist, wenn es keine Probleme gibt, die sie für ihre Mitmenschen lösen können. Nun haben offenbar wieder einmal die Spassbremsen das Sagen, und Freude macht ihnen das Bremsen nur, wenn sie mit Fingern auf ganz normale Leute zeigen können, die am Feierabend zwei (!!!) Bier trinken.

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ddcoe 17.04.2019, 18:57
62. Ich plädire dafür

das Alkohol im öffentlichen Raum geächtet wird wie das Rauchen. Zu Hause kann jeder machen was er will. Aber von alkoholisierten Menschen sollten wir in der Öffentlichkeit schon geschützt werden.

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fördeanwohner 17.04.2019, 18:58
63. -

Zitat von ddcoe
werden nicht einfach Mal die Kosten erfasst - inklusive verursachten Unfälle, die durch den Suff entstehen? Ich vermute, weil man einfach Angst vor dem Ergebnis hat. Es könnte ja sein, dass man mit dem Rauchen das falsche Übel bekämpft hat? Weil auch wer nur zu Hause säuft - er verursacht die Allgemeinheit Kosten, wie das Rauchen auch. Aber das eine verteufeln und für das Andere im Bierzelt selbst Werbung machen? Albern und lächerlich.
Ewiges Leben ohne Alkohol? Mein Opa hat jeden Tag mindestens einen Schnaps (38 bis 40%) getrunken und ist fast 100 geworden, dabei ist er mit 60 in Rente gegangen. Ohne Alkohol würde er vermutlich noch leben (117) und hätte dann nicht nur 40 sondern 57 Jahre Rente bezogen und müsste ärztlich behandelt werden.
Die Rechnung geht nicht wirklich auf, denn wer früher stirbt, kostet die Allgemeinheit auch viel weniger. Daher würde ich mal behaupten, dass es sich hier um ein sog. Nullsummenspiel handelt.
Gilt im Übrigen auch fürs Rauchen. Und überhaupt, man raucht für Deutschland. Die Steuern auf Zigaretten sind nämlich so hoch, dass der Staat nur ungern auf Zigarettenraucher verzichtet.

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zzipfel 17.04.2019, 19:05
64. Man kann die Verfolgung von Straftaten nicht deshalb aufgeben

Zitat von ChristianKnows
Interessant wäre zu wissen wie viel Steuergelder in die Strafverfolgung fließen. Umgekehrt könnte man nun auch fragen, was durch eine Legalisierung von Cannabis und Co. an Steuergelder gespart oder sogar zusätzlich (durch z.B. staatlich regulierter Verkauf von Cannabis) eingenommen werden würde.
weil die Juristerei Geld kostet. Es dürften so sehr viel weniger Menschen illegale Drogen wie Cannabis regelmäßig konsumieren und in die Abhängigkeit geraten.

Es macht keinen Sinn, die Zahl der Drogenabhängigkeit durch Aufhebung der Strafverfolgung erheblich zu erhöhen, schon jetzt sieht man ja daß die meisten Abhängkgkeiten im Nikotin- und Alkoholbereich bestehen, WEIL man dies legalisiert hat. Seit Nikotingebrauch durch Rauchverbote zurückgedrängt wurde, sinkt auch die Zahl der Nikotinabhängigen.

Es kann nicht geschellschaftliches Ziel sein, ebensoviele Cannabisabhängige zu erzeugen.

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elkacko 17.04.2019, 19:05
65.

Noch zu Beginn der Nullerjahre konnte sich kaum jemand vorstellen, dass die Dominanz der Raucher mal so stark einbricht. Bis dahin galt noch in allen öffentlichen Bereichen, vom Restaurant bis zum Behördenflur, Feuer frei. Plötzlich ging alles sehr schnell, Nichtraucherschutzgesetze wurden durchgesetzt und die bis dahin übermächtige Zigarettenlobby guckte dumm aus der Wäsche. Seitdem fristen die verbliebenen Raucher ein eher erbärmliches Dasein, aus dem einstigen Geschmack von Freiheit und Abenteuer wurden Rauchverbote in Gaststätten, am Arbeitsplatz, öffentlichen Gebäuden und Ekelbilder auf der Zigarettenpackung.
Von einer solchen Entwicklung ist Alkohol im Moment noch weit entfernt. Noch strahlen fröhlicheTrinker von den Werbeplakaten und die rund um die Uhr verfügbaren Schnaps Flaschen haben hübsche Etiketten. Ob das so bleibt wird sich zeigen.

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fördeanwohner 17.04.2019, 19:08
66. -

Zitat von tulius-rex
Kein Film, Kein Theaterstück, keine Sportveranstaltung oder Sportübertragungen ohne Alkoholwerbung oder Alkoholgenuss. Zeitschriften- und Zeitungsbeilagen Werbung für 6er-Packs vom Weingut XY. Die Deutschen sind ein Volk von Alkoholikern und Co-Alkoholikern. Wer nicht trinkt wird schief angesehen und verliert „Freunde“. Unfälle unter Alkoholeinfluss gelten immer noch als Kavaliersdelikte. In Bayern wird morgens um zehn schon getrunken... eins, zwoa, gsuffa. Ein einzige Schande ist das.
Ich gehe weiter: Menschen sind allesamt suchtgefährdet.
Mein Fr***, sogar im hochgelobten Schweden wird heimlich gesoffen, was das Zeug hält. Natürlich kauft man nicht alles im Systembolaget, um dem Staat nicht die Statistik zu versauen.
Selbst als Schweden noch nicht in der EU war und man somit kaum legal an größere Mengen Alkohol kommen konnte, wurde gesoffen, nämlich schwarz gebranntes Zeug, was keineswegs so lustig war, wie es vielleicht erscheinen mag. Und was dann der schwedische Staat auch selbst eingesehen hat.
Und dies ist nur ein Beispiel für saufende Nichtdeutsche.

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Theophanus 17.04.2019, 19:08
67. Die Diesel Fahrer...l

Zitat von ddcoe
Ich nehme Rücksicht auf Kinder - was machen die Diesel Fahrer? Und wer säuft. gefährdet nichts und niemanden? Sehe ich als Nichttrinker deutlich anders und fühle mich durch Betrunkene erheblich belästigt.
...nehmen genauso Rücksicht, ja sogar noch mehr, die sparen CO2 ein.

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zzipfel 17.04.2019, 19:13
68. Dieses Suchtverhalten ist aber nunmal massiver

Zitat von purple
Ich trinke seit meinem 12ten Lebensjahr mindestens eine Flasche Bier am Tag mit der Tendenz zu deutlich mehr (momentan eher 3-5). Ich habe normale Leber -und Harnsäurewerte und ich bin nicht im entferntesten süchtig. Mir schmecken nur keine süßen Getränke, deswegen auch häufig trockener Wein. Dieser ganze Mist wird von spaßbefreiten verklemmten Kontrollsüchtigen erfunden um andere Menschen damit zu belästigen und zu "Erziehen". Um nichts anderes geht es.
Alkoholismus. Zur Alkoholkrankheit gehört auch das Leugnen der Sucht. Und - wer hat Ihnen seit dem 12ten Lebensjahr täglich Alkoholika zur Verfügung gestellt? Das ist ja schon sehr kriminell desjenigen.

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libero777 17.04.2019, 19:19
69. Nun einmal ruhig Blut

Zitat von aliof
.. die Alkoholmissbrauch-Folgekosten schlagen bei Weitem alle ggf. Steuereinnahmen. .. und nein , für die Krankenpfleger ist es alles andere als ein Genuß, die fast am Ende ihres sozialen Abstiegs Angekommenen in den Entgiftungskliniken immer und immer wieder aufzunehmen, .. sozusagen die verlorene Selbständigkeit bei der Grundpflege wieder aufzunehmen helfen .. Nein, weder Freude noch Gewinn, also kein 'Klientel' sondern pure Caritas. Ach ja, die 'Kollateralschäden' :: geprügelte Ehefrauen , vernachlässigte Kinder. Fazit :: ich hoffe für Sie , daß Sie sich hier nur als Troll gerieren, .. ernst kann man Sie definitiv nicht nehmen!
Na, Sie kann aber auch definitiv keiner ernst nehmen. Immer fröhlich den Teufel an die Wand malen und alles miteinander verquicken. Neulich habe ich gelesen, dass häusliche Gewalt oftmals in muslimischen Familien vorkommt. Die sind jetzt nicht irgendwie als Freunde des Alkoholkonsums bekannt.

Vielleicht sind es aber auch ihre persönlichen Erfahrungen, die Sie hier niederschreiben, wofür Sie natürlich mein Mitgefühl hätten.

Der von Ihnen kritisierte Verfasser hat schon recht. In der Tat ist es so, dass die Grenzwerte immer weiter nach unten verschoben werden. Das gehört nun einmal zum Geschäft und zum Interesse von Gruppierungen, die gerne jeden und alles bis ins letzte Detail bevormunden, respektive umerziehen möchten. Außerdem gäbe es ja sonst nichts mehr zu meckern oder verbessern und damit Geld zu scheffeln, weil wir sonst merken würden, wie gut es uns geht.

Noch vor einem Jahr lag die Empfehlung für die Tagesdosis an Alkohol für Männer bei 20 g, also in etwa einer Flasche Bier. Nachzulesen in einem Artikel der Ärztezeitung von 2018:
https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/article/969751/globale-lancet-studie-wieviel-alkohol-trinken-deutsche.html
Da steht übrigens auch, dass Deutschland schon lange nicht mehr zu den führenden Bier-Trink-Nationen gehört. Das war in den 70-ern definitiv anders.

Ich trinke gerne hin und wieder eine Halbe oder ein Viertel Wein. In guter Gesellschaft und bei fröhlicher Laune oder zu einem guten Essen. Das lasse ich mir von einem solchen Artikel oder ihren Kommentar auch nicht vermiesen.

Cannabis und ähnliches, was hier nach der Façon der Alternativen und heutigen „Öko“-Fraktion am besten legalisiert werden sollte, finde ich hingegen extrem problematisch - gerade für junge Menschen. Nicht nur, dass es meist der Einstieg zu härteren Drogen ist, wird die geistige Entwicklung beeinträchtigt. Und das hat es gemein mit der eigentlichen Super-Droge unserer heutigen Gesellschaft, dem Smartphone / Tablet / usw.

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