Forum: Gesundheit
Alternativmedizin: Argument Nr. 4 wird sie von der Homöopathie überzeugen!
Erik Tham/ EThamPhoto/ Getty Images

Wenn es nach dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach geht, sollen die Krankenversicherungen nicht mehr für Homöopathie aufkommen. Er hat recht - oder?

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as@hbx.de 04.07.2019, 18:01
120. ok

Zitat von le-on
Seit Jahren lese ich hier immer wieder Artikel zu diesem Thema. Ich habe nicht verfolgt, ob es sich immer um den gleichen Verfasser handelt, aber ich nehme es an. Oder aber der Spiegel schreibt hier ganz direkt, was im die Pharmaindustrie in die Feder diktiert. Ich habe viel den Spiegel gelesen, weil ich ihn lange für ein einigermaßen objektiv berichtendes Medium gehalten habe. Nun aber platzt mir langsam der Kragen, weil hier die Berichterstattung alles andere als objektiv ist. Im Gegenteil, sie könnte tendenziöser nicht sein! Und der "Witz", den sich der Spiegel in diesem Artikel nun erlaubt, könnte nicht flacher sein. Nun weiß ich, daß man andere Meinungen in einer Demokratie auszuhalten hat - und das tue ich auch. Von einem Medium wie dem Spiegel erwarte ich aber, daß es verschiedene Meinungen ernsthaft darzustellen vermag und mir als Leser nicht versucht, mir irgend etwas aufzuoktroyieren. Wenigstens in der Frage der Homöopathie leistet sich der Spiegel ein Niveau, das sonst allenfalls noch von der Bild-Zeitung und Konsorten gepflegt wird. Und es würde mich interessieren, wie die Zahlungen der Pharmaindustrie dazu im Verhältnis stehen. Es ist nämlich mitnichten so, daß bei jedem konventionellen Medikament die Wirksamkeit bewiesen wäre. Mitnichten! Und somit muß es nach wie vor jedem frei stehen, ob er sich mit Chemie belasten möchte, Nebenwirkungen eingeschlossen, oder ob er da nicht dem Mainstream folgt. Zahlen tut die Allgemeinheit so oder so - ob der einzelnen nun gezwungener Maßen Chemie einwirft, oder ob er sich freiwillig für etwas anderes entscheiden kann. "Gezwungener Maßen" schreibe ich für alle, die nicht die finanziellen Mittel haben, sich vollkommen frei zu entscheiden - also wohl für die große Mehrheit. Wir haben aber schon genug reale Zwei-Klassen Medizin - und es ist traurig, daß der Spiegel indirekt für ein "mehr davon" plädiert.
Doch wo ist Ihr Gegenargument zum SPON-Artikel?

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cuwygt 04.07.2019, 18:02
121. Bezahlt den Ärzten Gesprächszeit,

denn die Aufmerksamkeit, Zuwendung und Erklärung ist das Einzige, was in der Homöopathie hilft. Das aber wirklich.

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draco2007 04.07.2019, 18:02
122.

Zitat von carlitom
Sind Sie der HNO-Arzt und Allergologe (oder gar der Lungenfacharzt), der meinem Sohn prognostizierte, er würde sein Asthma ein Leben lang mit Hammermedikamenten behandeln müssen? Witzig. Unser Homöopath hat ihn nach einem halben Jahr asthmafrei bekommen. Besonders witzig: der Lungenfacharzt war bei den Untersuchungen ganz stolz, dass dank seiner Medikamente "erstaunlich schnell" die Werte die eines Gesunden waren. Daraufhin er: "gut gemacht, jetzt nimmst du das die nächsten Jahre weiter so und kommst alle drei Monate zur Untersuchung"... Haben wir gelacht...!
Schön ihr Sohn hatte Glück und bei ihm hat der Placebo Effekt voll angeschlagen. Ich gratuliere (mein Ernst).
Darüber hinaus hätte das auch richtig in die Hose gehen können....

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toll_er 04.07.2019, 18:02
123.

Zitat von uhligfd
Falls Sie sich verletzt haben, den Fuss verknackst, am Tisch gestossen (Bluterguss), oder nach einer Operation, nachSpritzen beim Zahnarzt usf, so nehme man Arnika 6X oder 30C alle paar Stunden und die Heilung geht viel schneller und das Gehen ist bald wieder schmerzfrei. Und viel schneller als mit Schmerztabletten. Aber wie man es halt will, so soll man auch leiden.
Ja, ist klar. Sogar der Homöopath sagt, dass nichtähnliches Leiden bei jedem Menschen mit den gleichen Kugeln behandelt werden kann. Aber Sie wissen es besser: Arnika 6X oder 30C bei Bluterguss und verstauchtem Fuß. Toll. Kenn ich von meiner Oma. Wenn ich da als Kind zu Besuch war, tauschte die mit ihren Nachbarinnen beim Kaffeeklatsch auch immer alles mögliche an Pillen aus. 'Hier, nimm mal: Wirkt bei mir ganz toll.' Die Wirksamkeit lässt sich leider nicht mehr nachprüfen. Sind alle mittlerweile gestorben.

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HeisseLuft 04.07.2019, 18:03
124. Inspirierend, Homöopathie kann sinnvoll sein!

Zitat von Bell412
.. weil sie mir diesen homöopathischen Dreck, dieses Parfümwasser, diesen gefärbten Zucker OHNE HINWEIS darauf angedreht hat. Und dies danach auch noch leugnete. Wo sind die Verdienstspannen eigentlich am höchsten, Drogen? Druckertinte? Homöopathische Betrugsmittel?
Ich denke, da sind Sie gerade an einem sehr klugen Gedanken vorbeigeschrammt. Homöopathie lässt sich sinnvoll einsetzen. Was ist mit Heroin- und Kokain-Globuli? Crack- und Crystal-Homöopathie?
So wie ich die Menschheit einschätze, könnte sich das sogar noch weit teurer verkaufen als die unverdünnten Substanzen.

Muss mich unbedingt mal kundig machen, ob das Verticken von Kokain-Globuli straffrei wäre. Schließlich verkaufe ich nur die Erinnerung an die Wirkung, oder?

Und gesünder wäre das vermutlich auch...

:-)

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draco2007 04.07.2019, 18:03
125.

Zitat von uhligfd
Falls Sie sich verletzt haben, den Fuss verknackst, am Tisch gestossen (Bluterguss), oder nach einer Operation, nachSpritzen beim Zahnarzt usf, so nehme man Arnika 6X oder 30C alle paar Stunden und die Heilung geht viel schneller und das Gehen ist bald wieder schmerzfrei. Und viel schneller als mit Schmerztabletten. Aber wie man es halt will, so soll man auch leiden.
Ok, dann hätte ich genau DAZU eine Doppelblind-Studie, die die Wirksamkeit nachweist und eben NICHT nur sie als EINEN Patienten.

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wusel8 04.07.2019, 18:04
126. Anamnese

Ich selbst bin Chemiker und auch für mich steht außer Frage, dass die homöopathischen Mittel bestenfalls Placebo-Effekte bewirken können (wobei auch die nicht zu unterschätzen sind). Dennoch fände ich es einen Rückschritt, wenn die Homöopathie nicht mehr im Krankenkassen-Programm enthalten wäre. Warum?

Es liegt an der ausführlichen Anamnese, die jeder homöopathischen Behandlung vorausgeht und die jeder herkömmlichen Diagnostik durch einen gehetzten Hausarzt, der nicht mal von seinem Tisch aufblickt, wenn ich das Behandlungszimmer betrete, überlegen ist. Wie oft werden Patienten falsch behandelt oder mit irgendwelchen Breitband-Medikamenten zugeschüttet, auf dass deren Nebenwirkungen die eigentliche Krankheit überdecken mögen!

Die Anamnese in der Homöopathie richtet die Aufmerksamkeit - sowohl des Patienten als auch des Arztes - auf Sekundärsymptome, falsche Lebensführung, psychische und physisch Prädispositionen usw., und damit auf die wahren Ursachen einer Erkrankung. Und alleine dadurch schon werden faktisch Heilungserfolge erzielt. Welche Kügelchen man dann am Ende schluckt, ist allerdings wohl wirklich egal.

Mein Vorschlag. Jeder Behandlung, nicht nur den homöopathischen, sollte eine ausführliche Anamnese Standard werden. Dann könnten wir uns auch viele teure und schädliche Pharmazeutika sparen.

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he-monsta 04.07.2019, 18:05
127. rly saved my day...

War klar, dass das Thema nach Böhmermann nochmal ausgeschlachtet werden muss, dennoch genial gemacht. Respekt!

Grundsätzlich besteht, wie schon Taleb erkannt hat, ein Interessenskonflikt zwischen Ärzten, Apotheken und Patienten. Die einen verdienen nur, wenn jemand krank ist, die anderen wollen nur gesund sein. Wäre doch mal ein interessanter Versuch, Ärzte und Pharmaunternehmen nur danach zu zahlen, wieviele Parienten sie wie schnell gesund gemacht haben

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mucschwabe 04.07.2019, 18:05
128. @ Pascal Meister Nr. 3

Umgekehrt muss es heißen. Wenn alle Homöopathische Mittel geprüft werden müssten wie pharmazeutische Medikamente. Die Pharmazie muss die Wirksamkeit nachweisen mit unabhängigen wissenschaftlichen Studien. In der Homöopathie gibt es eine Ausnahme. Da reicht der Binnenkonsens. Es müssen nur ein paar Heilpraktiker die Wirksamkeit bestätigen. Das reicht. Der Pharmazie ist es verboten, unwirksame Mittel zu verkaufen. Es ist ja auch Betrug. Bei der Homöopathie wird dieser staatlich erlaubt und das ist ein Skandal.

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Bernd.Brincken 04.07.2019, 18:06
129. Argument Nr. 5

Die Kassen zahlen, weil es für sie billiger ist, den Patienten wirkungslose Zuckerpillen zu geben, als echte Medikamente mit Nebenwirkungen.
So entsteht also ein optimales Verhältnis von Placebo-Effekt und Nebenwirkungen - wenn man dran glaubt.
Wer nicht dran glaubt - geht gar nicht erst zum Homeopathen.
Also wo ist das Problem?

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