Forum: Gesundheit
Alternativmedizin: Argument Nr. 4 wird sie von der Homöopathie überzeugen!
Erik Tham/ EThamPhoto/ Getty Images

Wenn es nach dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach geht, sollen die Krankenversicherungen nicht mehr für Homöopathie aufkommen. Er hat recht - oder?

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carlitom 04.07.2019, 17:28
60.

Zitat von Grummelchen321
recht.Die wirksamkeit des Hokuspokus wurde bis zum heutigen Tag nicht bewiesen.Mit dem Argument "wer heilt hat recht" wird es auch nicht besser.Wer sich damit behandeln lassen will so es selbst zahlen nicht die Allgemeinheit dafür aufkommen müssen.
Naja, Sie wissen schon, dass unendlich viele Medikamente der Schulmedizin - vom Hustensaft bis zur Chemotherapie - auch sehr häufig nicht heilen und damit unwirksam sind. Aber die bezahlen wir alle, obwohl sie allzu häufig nur zur Verlängerung des Leidens, des Sterbens und zum Reichtum der Ärzte beitragen. Ihr Argument ist nicht logisch.

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Hans.Meier 04.07.2019, 17:28
61. An Realist111

Sie scheinen es sehr auf Impfen und Operationen abgesehen zu haben. Das ist aber ein Whataboutism, der nichts an der wissenschaftlichen Studienlage zur Homöopathie ändert. Zudem nennen Sie ja selbst keine Quellen zu Ihren Behauptungen, verlangen es aber von Andren. Impfen und Operationen haben jedenfalls allein schon aufgrund ihrer physikalischen Funktionsweise zwingend eine Wirkung, welcher Art auch immer. Homöopathie nicht.

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AufzweiNeue 04.07.2019, 17:28
62.

Vor 20 Jahren habe ich mal einen Ferienjob in der Homöopathie gehabt. Jenseits von D10 haben die Abfüller, wenn sie mal was Süßes wollten, einfach eine Handvoll Pillen (Globuli gab es noch nicht) in den Mund geschaufelt. Ob Digitalis (der Wirkstoff des Fingerhuts) oder Sulfur (zu deutsch Schwefel), ob Belladonna (Tollkirsche) oder Selenium, das machte keinen Unterschied. Es gab allerdings keine radioaktiven Mittelchen, da hätten sie vielleicht überlegt. Ich habe dort nicht einen Herzinfarkt gesehen, trotz Digitalis D30.

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draco2007 04.07.2019, 17:29
63.

Zitat von daddeldumm
mit schöner Regelmäßigkeit (gefühlt alle 6 Monate) ätzt und hetzt SPON gegen die Homöpathie. Warum dann nicht auch gegen die nutzlosen orthopädischen Operationen? Oder braucht da vielleicht etwas mehr Sachkenntnis? Aber da die Homöopathie ja mit so leicht und überzeugend mit so griffigen Argumenten angegangen werden kann, darf sich wohl jeder SPON-Praktikant daran ausprobieren? Lasst es doch einfach bleiben. Ihr schreibt doch auch nicht alle paar Monate über Bachblüten oder Reiki.
Bachblüten sind KEINE Homöpathie. Bachblüten sind NATURHEILKUNDE.
Das ist ein Himmelweiter Unterschied.

In Bachblüten ist der Wirkstoff wissenschaftlich nachweisbar.
Der Unterschied liegt nur darin, dass der Wirkstoff direkt aus der Pflanze gewonnen wird und nicht synthetisiert wird.

Homöpathie würde diesen Wirkstoff nun "potenzieren", ein anderes Wort für verdünnen. Und zwar so lange, bis wissenschaftlich KEIN Wirkstoff mehr nachgewiesen werden kann.

Und DAS ist Humbug.

Soviel zu ihrer "Sachkenntnis".

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carlitom 04.07.2019, 17:29
64.

Zitat von draco2007
Doch der Placebo-Effekt wurde auch schon bei Tieren nachgewiesen...
Naja, "nachgewiesen" ist sehr nett ausgedrückt. Man hat ihn zur Erklärung dessen genommen, was man nicht erklären konnte oder können wollte.

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hajoschneider 04.07.2019, 17:30
65. Wirkungsnachweis?

Nachweisbar wirken Antibiotika = viele Tausend Tote in Krankenhäusern durch MRSA. Da kann sich die Homöopathie noch lange bemühen, solche Erfolge zu erzielen.

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K-Mann 04.07.2019, 17:30
66. Sorry, aber...

Ich kann zu diesem Thema immer nur wieder die Geschichte erzählen, wie ich vor etwa 18 Jahren mit massiven Bronchienproblemen diverse Schulmediziner aufsuchte. Mein Hausarzt wusste nicht weiter, der HNO-Arzt erklärte sich für nicht zuständig, der Lungenfacharzt machte diverse Untersuchungen und gab mir am Ende ein Asthmaspray. Nichts von alledem hatte mir geholfen, aber die Krankenkasse hat alles brav bezahlt. Dann ging ich zur Homöopathin, die ich damals noch selbst bezahlen musste, aber das war mir im Nachhinein jeden einzelnen Cent wert. Ich weiß nicht, ob es die Globuli waren oder das eineinhalbstündige Erstanamnesegespräch, oder auch beides zusammen, ich weiß nur, dass ich mich nach wenigen Tagen auf dem Weg absoluten Besserung befand. Diese Erfahrung kann mir niemand nehmen, kein Herr Böhmermann, kein Professor Lauterbach und auch kein Forist, der sich gerne darüber lustig machen möchte. Seitdem denke ich: wer heilt, hat Recht! Und sollte auch entsprechend bezahlt werden... Wenn ich der Krankenkasse damals die drei erfolglosen Facharztbesuche hätte ersparen können, dann hätte sie das sicherlich dankend angenommen.

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larsmach 04.07.2019, 17:31
67. Wir leben im postfaktischen Zeitalter der Esoterik und fallender IQs!

Liebe Nina Weber, die Argumente sind bestechend - ebenso wie evidenzbasierte Forschung es ist, der wir Europäer Wohlstand und eine mittlere Lebenserwartung zu verdanken haben wie noch nie in der Menschheitsgeschichte. Offenbar tritt aber eine Art Degeneration ein, hin zu Dekadenz und Idiotie. Abzulesen wäre dies an den sinkenden Intelligenzquotienten (wie SPON berichtet hat) und der Konjunktur für Esoterik-Messen und Homöopathie. Gerade wurde im Wein-Land Österreich Glyphosat verboten, obwohl das Nervengift Alkohol sich in der evidenzbasierten Wissenschaft als "sicher krebserregend" herausgestellt hat - der bald verbotene Stoff jedoch nicht. Auch hier gilt: Was der kleine Mann sich wünscht, mag er bekommen! Und er will eben nicht auf Alkohol verzichten, sondern den Schaden an seiner Gesundheit lieber anderen in die Schuhe schieben. Der gleiche Mechanismus funktioniert auch bei jenen Krankenkassen, die dem Wunsch ihrer Kunden entsprechen und deren Schamanenkult finanzieren. Es mag sein, dass der Zusammenhang zwischen Wohlstandsniveau und geistiger Degeneration evidenzbasiert ist - wohlmöglich wird daran gerade irgendwo geforscht. Für alle anderen gilt: Es ist etwas "bewiesen", weil es jemand behauptet hat. Genau da stehen wir heute!

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draco2007 04.07.2019, 17:31
68.

Zitat von Realist111
Wie kann man eine Schrift „verdünnen“, Frau Weber? Vllt. so ähnlich, wie man die Substanzen „verdünnt“, auf die ihr Körper allergisch reagiert, um sie dann den Patienten in kleiner Dosis in Tabletten oder Spritzen zu verabreichen? Eine Therapie übrigens, die in nur zwei Drittel aller Fälle wirkt ...
Zwischen verdünnen und dem homöopathischen "potenzieren" gibt es einen gravierenden Unterschied.
Die NACHWEISBARKEIT des Wirkstoffes.
In Homöpathie nicht mehr Nachweisbar in "normaler" Medizin muss der Wirkstoff nachgewiesen werden können.

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groth2 04.07.2019, 17:32
69. Punkt 4 mit der potenzierten Schrift

Einfach herrlich... ich werde mir daran ein Beispiel nehmen ;)

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