Forum: Gesundheit
Alternativmedizin: Argument Nr. 4 wird sie von der Homöopathie überzeugen!
Erik Tham/ EThamPhoto/ Getty Images

Wenn es nach dem SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach geht, sollen die Krankenversicherungen nicht mehr für Homöopathie aufkommen. Er hat recht - oder?

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Ambrosicus 04.07.2019, 17:37
80.

Amüsanter und weitgehend richtiger Artikel.
Außer ein kleiner (aber bedeutsamer) logischer Fehler: Es gibt bei 4. nichts, das verdünnt werden konnte, die Verdünnung von nichts ergibt natürlich auch nichts.
Im Gegensatz dazu bleibt bei der Homöopathie am Ende zwar auch nichts übrig, am Anfang der Verdünnungsteihe steht jedoch doch ein Etwas, potential sogar etwas Hochgiftiges wie ein Belladonnaextrakt.

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lomexx 04.07.2019, 17:38
81. Argument 5:

Der furchtbarschlümme Placebo-Effekt hat keinerlei Nebenwirkungen und: er wirkt nachweislich. Was ist an Globuli-Einwerfen-und-aufgrund-eines-irrationalen-Glaubens-Gesund-Werden schlechter als Schulmedizin-Einwerfen-und-das-Hauptsymptom-gegen-die-Nebenwirkungen tauschen? Klar, bei akuten schweren Krankheiten sollte man auf Homöopathie lieber verzichten - aber wenn ich bei meinem Kind bei einem leichten Heuschnupfen die Wahl zwischen Cortison und Zuckerperlen+Dranglauben habe, wähle ich doch erstmal Letzeres. (Ob das die Krankenkasse übernehmen sollte, ist natürlich eine andere Frage...)

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Hartmut-Schlomm 04.07.2019, 17:38
82. Glaube

Bei all den Beiträgen, die diesbzgl. auf Spiegel online erscheinen, wird immer so getan, als ginge es hier um Wissenschaft, die gegen Zauberer und Kurpfuscher zu verteidigen wäre. Spätestens in den Kommentaren wird schnell klar, dass vor allem diejenigen, die sich auf Seiten der Wissenschaft wähnen, einen Glaubenskrieg führen mit der Vehemenz der Ablehnung, der Hetzerei gegen Andersdenkende und der Ignoranz gegenüber denjenigen Mitmenschen, die mit der Homöopathie gute Erfahrungen machten. Wenn in der gleichen Weise über die Verfehlungen jeder Art in der Schulmedizin (egal ob Ärzte, Pharmaindustrie etc.) berichtet würde, wäre kein Platz mehr für irgendein anderes Thema. Wenn die Wissenschaft nicht stofflich erklären kann, warum Homöopathie wirkt, kann man das ja schlecht der Homöopathie anlasten - das ist die Umkehrung der Beweislast, denn dass Homöopathie wirken kann (so wie auch schulmedizinische Medikamente gut wirken können, aber es beileibe nicht immer bei jedem tun), lässt sich ja schlechterdings bestreiten. Nur das "Wie und Warum" lässt sich nicht greifen - dann wird mit dem Placebo-Effekt argumentiert und versucht, die Wirkung zu diskreditieren. Was ist denn der Placebo-Effekt? Er besagt doch gerade, dass etwas wirken kann, obwohl es keine nachweisbaren Wirkstoffe enthält. Was man den Placebos also zugesteht, gilt für homöopathische Mittel nicht? Dann wirkt es eben nur, weil man dran glaubt und das zählt bekanntlich nicht - recht so: Verbietet den Glauben an etwas, an alles am besten, Religionen z. B., sperrt die Motivationstrainer, Coaches und Unternehmensberater ein, die den Glauben an sich selbst propagieren, wenn etwas gelingen und erfolgreich sein soll - und erklärt vor allem Jesus Christus posthum zum Verbrecher (Glaube versetzt Berge). Wenn ein Placebo oder ein homöopathisches Mittel wirkt bzw. dazu führt, dass eine Wirkung eintritt (warum auch immer und ohne Nebenwirkungen) - warum nicht?
Es gibt so Vieles, für das mein Steuergeld im Gesundheitswesen verschwendet wird, dass es einen Aufstand rechtfertigen würde - und ihr kommt mit einem Feldzug gegen die Homöopathie - das ist lächerlich!

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jparedes 04.07.2019, 17:38
83. Es wird Zeit

Wir sind in einem hochentwickelten Land, in dem noch ein Placebo als effektive Medizin gilt. Die Regierung soll die Verschwendung von der Geldmittel stoppen

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harbo 04.07.2019, 17:39
84. Was ist euer Problem

Ich gebe le-on in allen Punkten recht. Was ist euer Auftrag liebe SPON-Redaktion? Seit Jahren kommentiert und kritisiert ihr komplett einseitig auf einem Niveau, dass selbst der Focus kaum zu unterbieten vermag. Dieser Artikel und der wirklich schlechte Witz ist ein weiterer Tiefpunkt. Meine Krankenkassenbeiträge sind mit Sicherheit nicht wegen ein paar Kügelchen derart hoch, sondern wegen einer verfehlten Gesundheitspolitik, nicht notwendiger Operationen und der absurd übersteigerten Margen der Pharmaunternehmen.

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carlitom 04.07.2019, 17:40
85.

Zitat von huz6789
...den seit mindestens 150 Jahre alten Streit um die Homöopathie immer wieder aufzuwärmen. SPON hat in allen mir bekannten Artikeln immer gegen H. angeschrieben. Das ist unausgewogen und langweilig. Vor allem aber wird dabei immer das Wichtigste übersehen: 1. Homöopathie ist eine extrem BILLIGe Medizin. Fast immer viel billiger als die Standardmedizin. 2. Ob sie wirkt oder nicht entscheidet keine Studie oder Diskussion der Welt, sondern allein der PATIENT 3. Wer nicht an die Wirkung glaubt oder keine spürt, nimmt keine Globuli (mehr) und hat Null Schaden Man wäre geradzu dämlich, eine vom Patienten als heilend empfundene, äußerst billige Therapie nicht zu fördern.
Scheint ein Kreuzzug zu sein, den der Spiegel seit Jahrzehnten voller Hass und Inbrunst führt. Zu schade, wenn Journalisten plötzlich ihren hinterfragenden und kritischen Geist ausschalten. Gerade beim Thema Homöopathie ist das offenbar sehr häufig der Fall. Oder es ist eine Vorgabe von oben, bei der man tatsächlich die Frage nach dem wirtschaftlichen Motiv stellen darf. Verdächtig ist dieser wahnwitzige Hass auf alles Alternative in der Medizin ja wirklich, so extrem wie er hier geführt wird.

Billiger als Homöopathie gehts einfach nicht für die Kassengemeinschaft. Wenn es wirkt, muss es o.k. sein, ein anderes Intersse sollte auch die Kasse nicht kennen. Schädliche Nebenwirkungen sind ausgeschlossen - von welchem Medikament (selbst mit ach so bescheinigter Wirksamkeit) können Sie das sagen?

Wenn ich überlege, wie unhörbar bzw. nicht vorhanden der Aufschrei wegen unendlich vieler total nutzloser Schulter-, Knie und Wirbelsäulenoperationen ist..., da graust es mir. Vor allem, weil das ganz andere Beträge sind und die Effekte häufig sogar negative.

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Zaphod_4200 04.07.2019, 17:40
86. Studien

Ich fände es angemessen, den medizinischen Standard zu verlangen: randomisierte, doppelblinde prospektive Studien, so wie es lt. evidenced based medicine üblich ist. Wird hierbei der Nachweis der Wirksamkeit, Verträglichkeit und Nichtunterlegenheit erbracht, stünde einer Erstattung nichts im Wege - außer natürlich ein folgendes Amnog-Verfahren

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kpkuenkele 04.07.2019, 17:41
87. Klasse Argument!

Selten so gelacht! Und das ist genau das, was Homöopathie verdient: Gelächter.

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draco2007 04.07.2019, 17:41
88.

Zitat von le-on
Seit Jahren lese ich hier immer wieder Artikel zu diesem Thema. Ich habe nicht verfolgt, ob es sich immer um den gleichen Verfasser handelt, aber ich nehme es an. Oder aber der Spiegel schreibt hier ganz direkt, was im die Pharmaindustrie in die Feder diktiert.
Und genau DA kann man aufhören zu lesen.

Die Pharmaindustrie produziert schon lang genug SELBST Homöpathische Mittel, schlicht weil die Gewinnspanne exporbitant ist.

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Uniarzt 04.07.2019, 17:41
89. Homöopathie wird wohl weiter bezahlt werden

Die perverse Logik dahinter:
1.Homöopathie bringt Leute um, denn sie heilt nichts und verzögert oder verhindert gar wirksame Therapien. Echte Therapien dagegen kommen die Krankenkassen teuer zu stehen. Homöopathie ist im Schnitt immer noch günstiger als Medizin.
2.Wenn Menschen hohe Beträge in eine Krankenkasse einzahlen, nur Zuckerkügelchen konsumieren, statt teurer (weil erforschter) Medikamente, und dann an ihren Krankheiten versterben, dann lohnt sich das für die Krankenkassen.

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