Forum: Gesundheit
Alternativmedizin bei Plasberg: Von Impfgegnern und Geistheilern
DPA

Der Plasberg-Talk über Impfgegner und alternative Heilmethoden war zwar unterhaltsam aber wenig konstruktiv. Weil Kritik an Impfungen pauschal als Esoterik abgetan wurde, blieben wichtige Fragen offen.

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lillime2 24.03.2015, 09:39
50. Herdenschutz...

Natürlich profitieren die Impfgegner vom Herdenschutz, nur weil viele geimpft sind, können sie es sich leisten, nicht zu impfen. Viele vergessen, dass Pocken, Polio usw. ganz schreckliche Krankheiten sind, von denen man heutzutage verschont bleibt, weil es die Impfung gibt. Die Homöopathie/Naturheilkunde wird immer als sozial/menschlich dargestellt, ist sie aber teilweise nicht. Da sich dort im Graubereich einig schwarze Schafe tummeln, die ihr Geld mit Charisma ("Heiler") verdienen. Wie auch schon im vorherigen Film schön dargestellt >> "Ich heile Sie!". Für 180€ für zwei Stunden. Habe selbst bei Homöopathie 200€ Honorar pro knappe Stunde erlebt (legal nach GOÄ).

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pinky_zi 24.03.2015, 09:40
51.

Ihre Kommentare:
"Daher kann es nur eine Antwort geben nämlich eine Impfpflicht. Oder zumindest drastische Konsequenzen, wenn man sich verweigert. Jeder ungeimpfte ist eine Tickende Zeitbombe. ": wie verhält sich das dann mit Kindern die aufgrund Ihres Gesundheitszustands (Erkältung, sonstige Krankheiten die keine Impfung zulassen, evtl. auch für einen längeren Zeitraum) auch von Impfbefürwortenden Ärzten nicht geimpft werden? Sollte man diese Kinder nicht am besten wegsperren...oder ist das gar schon unwertes Leben?

"Sie abzulehnen ist wissenschaftlich in die gleiche Ecke zu stellen wie Kreationismus.": wat? haben sie kurz mal gelesen was Sie da schreiben?

Fakt ist, dass sich die Hygienebedingungen über die Jahre in Europa und Lebensumstände deutlich gebessert haben, so dass zum Einen weniger Erreger unterwegs sind und zum Anderen der Mensch "gesünder und robuster" ist. Wie ich bereits erwähnte: es gibt keinerlei Langzeitstudien die eindeutig belegen, dass alles NUR und ausschließlcih auf Impfungen zurückzuführen ist.

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pinky_zi 24.03.2015, 09:42
52. kommentar zum Kommentar

Kommentar: "Diskussionen über Sinn oder Unsinn einzelner Impfungen sind aus meiner Sicht nur für Medizinerkreise geeignet. ":
Wenn die Diskussion offen und nicht durch Lobbyisten der Pharmaindustrie beeinflußt würde sicherlich. Nur führt die Diskussion niemand, schon aus Sorge, dann (wie hier öfter zu lesen) als Esotheriker gebranntmarkt zu werden.

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EvaBaum 24.03.2015, 09:48
53. Das wird

Zitat von Berg
Wenn man den paar Impfgegnern ein gleichberechtigtes Podium mit all denen, die sich um Impfschutz bemühen, bietet, dann verbreiten sich die Verschwörungstheorien gegen Impfungen immer mehr. Deswegen sind solche öffentlichen Gesprächsrunden kontraproduktiv und schädlich.
So leid es mit tut, die Impfbefürworter sind keinesfalls in der Überzahl auch haben diese Menschen- im Gegensatz zu den oft schädliche Impfstoffen- weder die Weisheit mit dem Löffel gefressen, noch die Wahrheit für sich gekauft. Es geht ja um das Thema "Impfpflicht" und da dürfen sehrwohl alle mitreden. Ob es Ihnen passt passt oder nicht, mein Körper gehört mir und ich werde niemals sinnlos Gift schlucken. Ich hatte als Kind die Masern und habe damit meinen Kindern einen Wirksamen Nestschutz mitgegeben, sie wurden als Säuglinge nicht krank. Geimpfter Mütter können das nicht.

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hardner 24.03.2015, 09:49
54. Atommodell ?

Zitat von frittentüte
Frau Kleinert ist also von der Wirksamkeit der Homöopathie überzeugt. Dann glaubt sie sicher auch, dass der Schnee von Frau Holle und der Regen von der Regentrude kommt. Sie sprach ständig von "winzigen Mengen Wirkstoff" in homöopathischen Zubereitungen. In gängigen Präparaten wie D30 Verdünnungen sind aber keine winzigen Mengen Wirkstoff, sondern Garnichts. Nicht ein einziges Molekül der Urtinktur. Sie soll sich einmal von Dr. Marc Beneke zeigen lassen, wie dieser eine D30 Zubereitung auf der Basis von Hundekot oder Aasfliegen trinkt. Nicht, weil Beneke ein Punk ist, sondern weil er weiß, dass davon nichts mehr vorhanden ist. Drum hat ja ein homöopathisches Präparat keine Nebenwirkungen. Weil es keine Wirkung hat. Zum Wohl!
Diese beliebige Zerteilbarkeit ("Potenzieren") eines (Wirk-)Stoffes wird durch moderne Atommodelle nicht gestützt - schon gar nicht durch Quantenphysik.

Zu Zeiten von Hahnemann's Ähnlichkeitsprinzip von 1796 war die Vorstellung von kleinsten Teilchen - Atome, Moleküle - als Bestandteil jeglicher Materie wenig geläufig oder wurde abgelehnt. Sie wurde durch Avogadro 1811 (und Andere wie z.B. Dalton) bewiesen. Ab 1865 zeigte Loschmidt auf, wieviele Atome/Moleküle pro Masse eines bestimmten Stoffes vorhanden sind. Diese Zahl ist zwar riesig. Aber durch "Potenzieren" ab D25 gelangt man rechnerisch dazu, dass danach nur ein Bruchteil eines "Atoms" (Moleküls) vorhanden sein kann. Da eine mechanische Teilung eines Atoms/Moleküls aber nicht geht, bleibt nur übrig, dass gar keins mehr da ist.

Gruss,
hardner.

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kratzdistel 24.03.2015, 09:50
55. auch schulmedizin muss lernen

die Schulmedizin ist an ihrem vertrauensverlust mit schuld, weil sie oft Heilmethoden und Medikamente
anwendet, deren nutzen fraglich ist aber gewinnbringend sind. viele Studien über die Wirksamkeit von Medikamenten und heilbehandlungen der letzten jahre wurden revidiert, weil sie nicht nach wissenschaftlichen Standards durchgeführt worden waren. das macht natürlich auch misstrauisch. aber wenn es um die großen Krankheiten geht, denen mit Impfschutz begegnet werden kann, sind die Studien schon wissenschaftlich durch die hochschulforschung und unbefangene Institute intersubjektiv abgesichert. Schulmedizin ist nicht alles. früher gab es für Zipperleins naturmedizin und erst ab einer bestimmten schwelle Medikamente. heute heißt das komplementärmedizin. wenn Kapazitäten der Borreliose Erkrankung als fuzzis bezeichnet werden und heilversprechern mehr geglaubt wird, dann ist es leider wie bei psychisch kranken, die mit absoluter Gewissheit von der Richtigkeit ihrer wahrnehmung überzeugt sind, dass der teufel durch das schlüsselloch kam.es gibt heiler
die haben erfolg und es gibt auch Homöopathen die erfolg haben. man darf nicht alles in einen topf werfen. es gibt auch schulmediziner, die noch so praktizieren, wie sie es vor 40 jahren gelernt haben.viele lesen ihre fachzeitschriften nicht und kennen dann auch nicht die Heilmethoden nach dem heutigen stand der wissenschaft.
eine fortbildungsverpflichtung für Ärzte gibt es wohl nicht.
das ist auch ein Defizit. nur Schulmedizin versagt, wenn sie keine heilungsalternativen außer Medikamenten anbietet. unsere Medizin ist auf hohem wissenschaftlichen Standard bei schweren Erkrankungen und da ist immer der Arzt und nicht ein heiler kompetent.

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mirage122 24.03.2015, 09:51
56.

Also: nun bin ich seit einigen Tagen 68 Jahre alt mit der Sturm- und Drang-Zeit in den 68gern. Ich glaube durch diesen Umstand habe ich das Glück gehabt, dass ich sämtliche Kinderkrankheiten "en natur" durchmachen durfte (inklusive Scharlach mit 6 Wochen zu Hause in absoluter Quarantäne). Nur meine Mutter durfte zu mir.
Impfung gab es nur gegen Kinderlähmung, Dyfterie und Pocken. So hat mein Körper gelernt

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Incubus6 24.03.2015, 09:51
57. Unsinn

Zitat von ruhepuls
Sie kämen ja auch nicht auf die Idee, zu raten, man solle jedes Medikament unkritisch schlucken, nur weil Medikamente es heute ermöglichen Krankheiten zu behandeln, an denen unsere Vorfahren starben.
Leider kennen sie nicht den Unterschied einer präventiven und einer kurativen Behandlung. Wenn sie gestern die Sendung verfolgt haben, muss ihnen eins auch ganz deutlich geworden sein.
Masern, Windpocken etc bezeichnet man als Kinderkrankheiten. Viele glauben der Namen kommt daher, weil man sie kinderleicht übersteht. Dies ist allerding ein schwerer Irrtum. Der Name kommt daher, dass aufgrund der starken Verbreitung dieser Krankheitserreger die meisten Menschen schon im Kindesalter betroffen waren.

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schwenker1970 24.03.2015, 10:03
58. So isses!

Zitat von Miere
Was man vielleicht öfter herausstellen sollte sind die Erfahrungen älterer Menschen, die noch erlebt haben, wie die Kinderlähmungs-Kranken in der Eisernen Lunge lagen oder sich an Krücken durch die Straßen schleppten. Meine Großmutter selig hat mir vorgespielt, wie ihr Bruder gejapst hat, als er mit Diphtherie im Sterben lag, und das verfolgt mich heute noch.
Sie haben genau das richtige geschrieben! Meine Mutter hat mir auch von den Diphterien und Polio Epidemien in ihrer Kindheit (sie ist Jahrgang 1933) erzählt. Auch Tollwut war damals ein ganz anderes Thema wie heute.
Jeder Impfgegner sollte sich mal mit Menschen aus dieser Generation oder aus Gebieten der Erde, in diesen diese Krankheiten noch höchst aktiv sind, unterhalten.
Aber das tut das niemand! Oder noch schlimmer, es werden obskure Theorien gestrickt, die erklären sollen, dass Viren diese Krankheiten gar nicht ausgelöst haben (wen es interessiert: es gibt auf Facebook eine Seite mit dem Namen "Deutschland verbrennt den Impfpass!"). Bspw. soll die Spanische Grippe durch eine Polio-Impfung verursacht worden sein!?
Solchen Verschwörungstheorien kommt man auch mit sachlichen Argumenten nicht bei, und deswegen habe ich es aufgegeben, mit Impfgegnern zu diskutieren, hat keinen Sinn!

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mcafro 24.03.2015, 10:06
59. ist das so?

Zitat von SamuelTee
Solange in Deutschland Alkohol und Rauchen (an denen jährlich nachweislich tausende Menschen sterben) auf breiter Front verharmlost werden ODER es eben gesellschaftlich akzeptierter Konsens ist, das es eben so ist (dass tausende daran unnötigerweise sterben), darf man sich schon darüber wundern, warum sich über die Impfgegner so aufgeregt wird. Bei Rauchern und Alkoholtrinkern und Fressüchtigen und Tempolimitgegner und überhaupt sehr vielen anderen "Themen" wird akzeptiert, dass "persönliche Freiheit" auch auf Kosten der Gesellschaft gelebt wird. Warum nicht beim Thema "Impfen"?
ist es nicht vielmehr so, dass auch hier der Staat genau dann, wenn mit diesem Verhalten das Wohl anderer in Gefahr gerät, Regeln erlassen werden, die diese Gefährdung unterbinden? Wurde nicht gerade deshalb das Rauchverbot eingeführt, um "Mitesser" und Personal in Restaurant vor den Folgen des Nikotin etc. zu schützen? Und die Promillegrenze bei Autofahrten dient doch letztendlich auch nur dazu, Eigentum und Wohl anderer zu schützen vor Leuten, die besoffen die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren... zumindest mein Verständnis. Mir wäre es schlicht sch... egal, ob sich ein 20jähriger impfen lässt, wenn es um Krankheiten ginge, die nicht sehr einfach übertragbar wären oder er die kommenden 70 Jahre alleine in einer abgelegenen Höhle leben will. Er ist alt genug und kann sich von mir aus gerne auch alternativ zu Tode saufen. Impfen hingegen ist eben NICHT eine individuelle Fragestellung, vielmehr entsteht die geringe absolute Anzahl schwerer Krankheitsverläufe auch bei ungeimpften nur dadurch, dass Ansteckungen aufgrund einer hohen Anzahl Geimpfter nur in sehr geringem Maße stattfinden.

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