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Alzheimer: Das Demenzrisiko sinkt
DPA

Die Bevölkerung wird älter, also steigt auch die Zahl der Demenzkranken. Doch Forscher haben festgestellt: Für den Einzelnen ist das Risiko heute niedriger. Woran liegt das?

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sharky_boston 15.02.2016, 13:56
1. Framingham, MA

Die Framingham Heart Study ist natürlich nicht in GB, sondern (seit 1948) im Städtchen Framingham, MA, USA angesiedelt. Die aktuelle Publikation in NEJM, auf die sich dieser Artikel u.a. bezieht, berichtet von dieser Studie.


- - - - Vielen Dank für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert.
K. Bonte/Redaktion

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olli08 15.02.2016, 14:07
2. Wer rastet ...

"Eine der entscheidenden Fragen dabei ist: Auf welchem Weg schützt Bildung vor Demenz?"

Ich vermute, dass ein geringer Bildungsgrad häufiger zu einer reduzierten Nutzung des Gehirns im Alter führt. Es ist aber grade die intensive Nutzung, die es dem Gehhirn ermöglicht, Funktionen aus schadhaften Arealen auszulagern.

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herbert_schwakowiak 15.02.2016, 14:15
3.

Meine Erfahrung:
Wer in seinen 60er Jahren schon dement wird, hat meist wirklich was neurologisch-organisches wie Alzheimer oder Creutzfeld-Jakob.
Später trifft es aber die meisten, die ersten kleinen Anzeichen kommen etwa mit 75, mit 80-85 wird es dann diagnositiziert.
Aber eins stimmt wirklich: Ein ehemaliger Professor ist meist bis zum Tode geistig fit.

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Lignite 15.02.2016, 14:16
4. Fängt aber früher an - wie ich an meinen jüngeren Kollegen sehe.

Der Titel ist also falsch: das Demenzrisiko im Alter lässt nach, weil es die Leute immer früher erwischt.

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0forearth 15.02.2016, 14:21
5. Alkohol?

Ich denke, dass es nicht Bildung als solche ist, die schützt, sondern eher ein gesünderer Lebensstil, den gebildetere Menschen haben. Oder sagen wir es umgekehrt, ein ungesunder Lebensstil der Menschen ohne Bildung könnte zu ihrem Alzheimer-Risiko beitragen. Ich war ziemlich überrascht, dass Alkohol als Risikofaktor in der Liste fehlt. Aus gesundem Menschenverstand würde man annehmen, dass starker Alkoholkonsum Gehirnzellen sehr effektiv zerstört, und alte Trinker im Bekanntenkreis scheinen diese Aussage zu bestätigen. Ist Alkoholkonsum also wirklich kein Risikofaktor für Demenz? Ich könnte mir sogar vorstellen, dass starker Alkoholkonsum in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat, zumindest bei den Männern. Es ist sozial nicht mehr so akzeptiert, wie es noch in früheren Jahrzehnten war, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Essen zu trinken, und es wird immer mehr über die Risiken gesprochen. Eine mögliche Erklärung oder liege ich mit dieser Vermutung ganz falsch?

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AllesKlar2014 15.02.2016, 14:25
6. Meine These ist viel einfacher

die Generation der über 50 Jährigen hat nie gelernt, regelmäßig Wasser zu trinken. Die Übersäuerungs-Prozesse konnten aber durch eine natürlich-basische Ernährung kompensiert werden. Die Demenz-Generation ist im Prinzip dehydriert und statistisch beträgt der Wasseranteil im Körper im Sterbefall nur noch

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calamillor 15.02.2016, 14:27
7. sind die Risiken

entscheidend für eine Alzheimer-Demenz? Gilt das nicht eher für die Nicht-Alzheimer Demenz, zB Multiinfarktdemenz?

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kurt. 15.02.2016, 14:28
8. Genetische Faktoren?

Neben den in dem Bericht erwähnten Faktoren gibt es insbesondere für die häufigste Demenzerkrankung, Alzheimer, genetische Faktoren, die das Risiko wesentlich bestimmen. Zu nennen ist hier vor allem das Apolipoprotein-E-Gen (APOE) und hier die Genotypen 3,4 und 4,4. Über Gensequenzierer wie 23andme kann jeder seinen Genotyp bestimmen lassen. Doch Obacht: Ändern kann man seine Gene nicht, sie sind Schicksal. Und einmal erlangtes Wissen lässt sich nicht vernichten, wenn es in der Welt und im Kopf ist.

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fox69 15.02.2016, 14:29
9. Korellation oder Kausalität

Ist die Bildung überhaupt direkt ursächlich für die geringere Demenz oder wird dies - wie bei vielen anderen Krankheiten - von gebildeteren Menschen durch einen gesünderen Lebenswandel erreicht.

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