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Angst vor Impfungen: Warum wir Erzählungen mehr glauben als Zahlen
DPA

Die diffuse Angst vor Impfungen lässt Verschwörungstheorien und Mythen entstehen. Anstatt nur mit Zahlen und Fakten zu argumentieren sollte Aufklärung über Impfungen sollten auch den Faktor Psyche berücksichtigen.

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les2005 20.03.2015, 14:50
1. Leider

Leider ist dieses Problem nicht nur bei Impfkritikern zu beobachten, sondern so ziemlich allen Themen, die man kontrovers diskutieren kann - sei es Klimawandel, Ukraine oder Atomkraft.

Viele Menschen scheinen bereit zu sein alles zu glauben was sie im Internet finden, solange es ihre vorgefaßte Meinung bestätigt. Die Tatsache, daß immer mehr Webseiten wie Google oder Facebook Ergebnisse so zusammenstellen, daß sie der Erwartungshaltung des Nutzers entsprechen, verschärfen das Problem noch.

Daß Lobbies z.B. von Industriverbänden aber auch politische Organisation noch gezielt Desinformation streuen, verschärft das Problem weiter.

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licorne 20.03.2015, 14:53
2. Nicht impfen lassen

ist etwa so, wie ungeschützter Sex mit fremden Personen ohne sich darum zu kümmern, ob man sich mit HIV angesteckt hat oder es sogar weitergibt.

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dr.u. 20.03.2015, 15:03
3. Leider oft genug keine VerschwörungstTHEORIEN

"dass Nebenwirkungen verheimlicht werden. Berichte über verunreinigte Impfstoffe oder fragwürdiges Vorgehen von Pharmafirmen in Entwicklungsländern sind häufig die Basis für Verschwörungstheorien."

Leider sind diese Aspekte oft genug Basis für strafrechliche Ermittlungen oder Schadenersatzforderungen gegen die Pharmaindustrie oder verspätete Rücknahme der Medikamenten-Zulassung:
* KPV Impfung in Indien
* Lipobay-Skandal
* Vioxx-Skandal
* Acomplia-Skandal
* Flecainid-Skandal
* Thalidomid
* ...

Es geht in der Pharma-Branche nunmal nicht um bestmögliche Heilung, sondern um größtmögliche Gewinnerzielung.

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bluestar2000 20.03.2015, 15:28
4.

Zitat von dr.u.
"dass Nebenwirkungen verheimlicht werden. Berichte über verunreinigte Impfstoffe oder fragwürdiges Vorgehen von Pharmafirmen in Entwicklungsländern sind häufig die Basis für Verschwörungstheorien." Leider sind diese Aspekte oft genug Basis für strafrechliche Ermittlungen oder .....
Genau diese Argumentationsweise spricht der Artikel ja an: Fakten zurechtsuchen, die ausschließlich die eigene vorgefertigte und unverrückbare Meinung zementieren. Was haben bitteschön allgemeine Verfehlungen und Unrecht der Pharmaindustrie mit der ganz konkreten Wirksamkeit von Impfungen zu tun? Dass die Pharmaindustrie sehr viel Krankheitserfindung betreibt, um ihre Medikamente abzusetzen, das wissen wir ja zur genüge. Aber wenn es schon zu DDR-Zeiten ein umfassendes (und teures) Impfwesen gab, wo ganz sicher keine finanziellen Intererssen dahinter gestanden haben können, dann müsste doch jedem klar sein, dass hier nur falsche Gurus und Untergangsverschwörer am Werke sind, die Impfungen schlecht zu reden!

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loesje 20.03.2015, 15:46
5. Ein guter Bericht!

Ich befürchte nur, dass ihn wieder alle, die ihn lesen sollten, so oder so nicht erreichen.

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Mario V. 20.03.2015, 15:50
6. Kontrolle

Auch wenn der Autovergleich (wie immer) hinkt, es geht in beiden Fällen um Kontrolle.
Man fährt lieber Auto, weil man jederzeit anhalten und aussteigen kann, ein Unfall bei weitem nicht unbedingt tödlich ist. Im Flugzeug hat man keine Kontrolle. Klar passieren im Schnitt weniger Flugzeugunglücke, aber wenn mal was passiert ist die Wahrscheinlichkeit für einen tödlichen Ausgang ziemlich hoch.

Beim Impfen ist es ähnlich. Mancher impft vielleicht lieber nicht, weil einige der Krankheiten, gegen die man sich impfen lassen soll, in der Regel harmlos verlaufen, wenn man ein intaktes Immunsystem hat, wenn man sie denn bekommt. Impfungen hingegen können schwerwiegende Nebenwirkungen haben. Das sind zwar nur wenige Einzelfälle, aber was nützt das, wenn es einen erwischt. Man hat keine Kontrolle über das, was die Impfung mit einem macht. Wie beim Flugzeug.

Hinzu kommt, dass einem Impfungen aufgedrängt werden, deren Nutzen umstritten ist oder deren Nebenwirkungen heruntergespielt werden, wie z.B. die Grippeschutz-, Zeckenschutzimpfung oder HPV, oder gar die nie gebrauchte Impfung gegen Vogelgrippe (oder war's Schweinegrippe?). Auch wenn Pharmakonzerne vor Schadenersatzklagen wegen Impfschäden geschützt werden, schafft das nicht unbedingt Vertrauen in die Impfungen.
Ja ich weiß, es gab einen Todesfall im Rahmen der Masernwelle (Kind mit Vorerkrankung), aber ein bisschen weniger Hysterie wäre trotzdem angebracht. Es gibt keinen 100%igen Schutz, egal wie viele Leute geimpft sind. Anstelle der Masern hätte u.U. ein Grippevirus das gleiche angerichtet.

Ich bin auf jeden Fall gegen eine Impfpflicht. Jeder muss selbst entscheiden dürfen, welche Impfungen man sich und seinen Kindern geben lässt. Heute ist es die Masernimpfung, die durchaus sinnvoll ist. Morgen ist es eine Impfung gegen was weiß ich was, ein vermeintlicher Schutz gegen eine aufkommende Pandemie, die schnell auf den Markt gebracht werden muss, ohne sie ausreichend testen zu können. Sowas will ich mir nicht in den Arm spritzen lassen.

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breakthedawn 20.03.2015, 15:53
7. Impfgegner?

Zitat von licorne
ist etwa so, wie ungeschützter Sex mit fremden Personen ohne sich darum zu kümmern, ob man sich mit HIV angesteckt hat oder es sogar weitergibt.
Ich bin kein Impfgegner, aber unnötige Impfungen würde ich vermeiden und nötige Impfungen nur mit Impfträgern, die kein Aluminium beinhalten.
Ich kann das auch nur jedem empfehlen, der nicht mit Alzheimer oder Parkinson enden will.
Aluminium ist ein toxisches Metall, das der Körper nicht ausscheiden kann und alle Barrieren im Körper durchbricht.
Hinzu kommt, dass mit Aluminium jede Allergie ausgelöst werden kann. Dabei spielt nur die Dosis eine Rolle.
Hinzu kommt, dass Aluminium Krebs verursachen kann. Besonders Brustkrebs kann durch Deodorants, die Aluminium enthalten, ausgelöst werden.

Die Aluminiumindustrie und korrupte Politiker bestreiten dies und verbreiten die Mähr über Verschwörungstheoretiker.

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spätaufsteher 20.03.2015, 16:01
8. schwieriger Artikel

Dass unter den Impfkritikern eine ganze Reihe Spinner unterwegs sind - unbestritten. Die Pauschalität mit der hier die Kritik an der Impfpolitik verunglimpft wird finde ich allerdings erschreckend. Kritischen Stimmen in Europa als quasi europäische Ideologie-Spielart der menschenmordenden Mafia-Terroristen der Boko Haram in Nigeria zu werfen ist schon ein starkes Stück.

Erschreckend in der Impfdebatte finde ich auch, dass Medizin und Wissenschaft mit einer weitgehend zweifelsbefreiten Haltung reagieren, die aus dem letzten Jahrhundert zu stammen scheint.

Zur Erinnerung: Atomkraft war auch mal absolut sicher und über jeder Kritik erhaben. Wer auf Gefahren hinwies galt noch in den 1970er Jahren als emotionaler Spinner.

Neben der sachlichen Kritik am Impfen (ja, die gibt es), erklärt sich ein Großteil des Unbehagens mit den Rahmenbedingungen. Weder Pharma-Industrie, noch Krankenkassen, noch gesundheitspolitische Entscheidungsfindungen zeichnen sich in Deutschland durch besondere Transparenz aus. Dass das misstrauisch macht, dürfter wenig überraschen.

Zumal die vom Vorposter angesprochenen vielen Pharma-Skandale ja auch nicht ausgedacht sind...

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dr.u. 20.03.2015, 16:02
9. So isses

Zitat von bluestar2000
Fakten zurechtsuchen, die ausschließlich die eigene vorgefertigte und unverrückbare Meinung zementieren.
Genau das ist das Problem. Auf beiden Seiten!
Für eine kritische Betrachtung des Themas Impfen empfehle ich als Literatur mal:
"Impfen - Das Geschäft mit der Angst"
Macht zumindest nachdenklich, sich nicht bedenkenlos jede Spritze setzen zu lassen...

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