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Angst vor Impfungen: Warum wir Erzählungen mehr glauben als Zahlen
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Die diffuse Angst vor Impfungen lässt Verschwörungstheorien und Mythen entstehen. Anstatt nur mit Zahlen und Fakten zu argumentieren sollte Aufklärung über Impfungen sollten auch den Faktor Psyche berücksichtigen.

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sau.ron 21.03.2015, 07:00
50. Erschreckend

...finde ich nur, dass man ueberhaupt keine Zahlen ueber Impfschaeden bekommt.
Ich halte einige Impfungen durchaus fuer sinnvoll, allerdings gibt mir zu denken, dass wir zwar seit einigen Jahren eine Meldepflicht fuer Impfschaeden haben,
diese Daten aber unter Verschluss gehalten werden.
Warum ist das so?
Ich habe noch nie Jemanden an den Masern sterben sehen, allerdings 2 nachgewiesen impfgeschaedigte Kinder im Bekanntenkreis.
Jetzt habe ich selbst ein Kind, und bin nicht sicher wie ich mich da verhalten soll.
Vertrauen in die Pharmaindustrie habe ich nicht sehr viel.

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Indigo76 21.03.2015, 07:14
51.

Zitat von Mario V.
Auch wenn der Autovergleich (wie immer) hinkt, es geht in beiden Fällen um Kontrolle. Man fährt lieber Auto, weil man jederzeit anhalten und aussteigen kann, ein Unfall bei weitem nicht unbedingt tödlich ist. Im Flugzeug hat man keine Kontrolle. Klar passieren im Schnitt weniger Flugzeugunglücke, aber wenn mal was passiert ist die Wahrscheinlichkeit für einen tödlichen Ausgang ziemlich hoch.
Und trotzdem hinkt der Vergleich NICHT! Wenn in einem Flugzeug etwas passiert, dann ist es zu 99 Prozent nicht tödlich, weil nämlich der Pilot die Kontrolle behält. Sie als Passagier kriegen davon überhaupt nichts mit. Nur ein verschwindend geringer Anteil aller Flugzeugunfälle sind Abstürze.

Wenn sie einen Flugzeugunfall mit einem Absturz gleichsetzen, dann müssen sie einen Autounfall mit einer Frontalfahrt mit 200 KmH gegen eine Wand gleichsetzen. Und die ist zu absolut 100 Prozent tödlich.

Darüber hinaus sterben im Autoverkehr mehr Menschen, die keine Kontrolle über ein Unfallfahrzeug haben, als Menschen mit Kontrolle: Beifahrer, Fußgänger, Radfahrer und Fahrer anderer in den Unfall unverschuldet verwickelter Fahrzeuge.

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Jan-Christian_Lewitz 21.03.2015, 08:18
52. Diffuse Angst, beliebtes Mittel, um Menschen zu beeinflussen

Zitat von spätaufsteher
Dass unter den Impfkritikern eine ganze Reihe Spinner unterwegs sind - unbestritten. ... Erschreckend in der Impfdebatte finde ich auch, dass Medizin und Wissenschaft mit einer weitgehend zweifelsbefreiten Haltung reagieren ... Zur Erinnerung: Atomkraft war auch mal absolut sicher und über jeder Kritik erhaben. Wer auf Gefahren hinwies galt noch in den 1970er Jahren als emotionaler Spinner. ...
Keine Technologie ist absolut sicher. Die Kritikresistenz der Atombranche war sicher ein Problem, weil damit eine der Kontakt zum Bürger in großen Teilen verloren gegangen ist.

Auf der anderen Seite haben es leider Atomkraftgegner mit der Wahrheit nicht so genau genommen, wie zum Beispiel Frau Prof. Inge Schmitz-Feuerhake mit der Behauptung von Reaktorplutonium in der Elbmarsch bei Hamburg 1998:
https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/1998/erste7116.html
Da ging es auch um die diffuse Angst, die zu Lasten der kranken Menschen verbreitet wurde.

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Indigo76 21.03.2015, 08:40
53.

Zitat von breakthedawn
Sie haben es leider nicht verstanden. Alle infos sind für jeden kostenfrei zugägnlich. Bitte informieren sie sich erst bevor Sie schreiben. Sie dürfen sich auch gerne mit Aluminium vergiften. Das stört sicher niemanden. Wie heisst es so schön: "wer nicht hören will muss fühlen"
Den Aluminiummythos hatten wir auch schon länger nicht. Wenn sie irgendwann in ihrem Leben schon mal eine Folienkartoffel gegessen haben, haben sie mehr Aluminium zu sich genommen, als wenn sie sich wöchentlich impfen lassen würden. Plappern sie doch nicht irgendwelche Phrasen nach.

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emobil 21.03.2015, 09:59
54. grober Unfug!

Zitat von dr.u.
Es geht in der Pharma-Branche nunmal nicht um bestmögliche Heilung, sondern um größtmögliche Gewinnerzielung.
Auch der Ausbruch von Krankheiten und Epedemien spült jede Menge Profite in die Kassen der Pharma-Konzerne, nämlich für die Medikamente zur Behandlung der Krankheiten.
Also am Besten: der Natur ihren Lauf lassen und dann verdienen auch die bösen Pharmaisten nix mehr. Nur noch die Leichenbestatter.

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salomonh71d 21.03.2015, 09:59
55. Es gab schon immer Impfgegner!

Although the time periods have changed, the emotions and deep-rooted beliefs—whether philosophical, political, or spiritual—that underlie vaccine opposition have remained relatively consistent since Edward Jenner introduced vaccination. "Auch wenn die Zeiten sich ändern, bleibt die Impfopposition, ..., relativ konstant. (siehe historyofvaccines.org) ... mehr Transparenz und Aufklärung ist besser als Zwang und Basta-Propaganda. Wo bleiben die Impfpflaster? Die sind schon seit 2000 in der Entwicklung. Zunehmend wird immer mehr mit Arzneipflastern umgesetzt. Warum gibt es die Impfpflaster nicht in der Apotheke? Warum wird nicht massiv Geld in sichere und wirksame Impfstoffe investiert? Das sind die Fragen, die kein Arzt oder Pharmareferent beantwortet. Warum erwirbt man mit dem Durchmachen einer Krankheit lebenslange Resistenz (Immunität) und mit einer Impfung nur 1-5-10 Jahre? Warum haben die Immunologen darauf noch immer keine Antwort?

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exil-teutone 21.03.2015, 10:05
56.

Zitat von peroxyacetylnitrat
und sie tun genau das, was im Artikel beschrieben wird. zuerst mal, die 40.000 toten durch nosokomiale keime und die 20% Kinder daran sind von dem vorposter, dem sie da beispringen, vollkommen aus der Luft gegriffen. Ebenso ihre Behauptung, man könne ein Virus nicht ausrotten, lesen Sie mal nach was mit den Pocken passiert ist und warum. und dass "big pharma" sich an Seren etc. Reich verdienen will und sie deswegen das Ziel Ausrottung der Masern ausgeben, obwohl sie wüssten dass es nicht erreichbar sei... ganz ehrlich, das ist grober Unsinn und wirkliche Verschwörungstheorie. recherchieren sie mal, wer wieviel an einer Impfung verdient. und dann versuchen sie mal herauszufinden, wie viel die Behandlung von kranken kostet, wenn man sie nicht impfen lässt. Und wenn sie ehrlich sind und diese Frage kritisch beantworten und unvoreingenommen, dann kann man vielleicht anfangen sich hier vernünftig zu unterhalten. Der Artikel legt zwar nahe, dass sie sich durch meinen Beitrag wahrscheinlich nicht zum nachdenken anregen lassen werden, aber ich versuche es trotzdem mal :-)
Sie werfen Nebelkerzen.

Es ging nicht um die Zahlen, die verglichen wurden, sondern um die Art und Umstände, unter denen die Zahlen zustande kommen.

Ihre Taktik ist eine sehr beliebte Taktik der Angstmachererei: "Es sterben jährlich Tausende von Menschen an Masern, deshalb müssen wir uns unbedingt impfen lassen!" Das einzige, was an dieser und ähnlichen Aussagen richtig ist, ist der Verweis auf die vielen Toten durch Masern, alles andere ist Mumpiz. Diese Menschen sterben letztlich an Masern, weil ihr Immunsystem durch Mangel- Fehl- und Unterernährung bereits so dermaßen geschwächt ist, dass es den Masern nichts mehr entgegenzusetzen hat. In einer solchen Situation kann man auch sehr gut an einer ganz normalen Erkältung sterben.

Es geht der Impflobby dabei nicht um die wirkliche Ursachenbekämpfung (d.h. Verbesserung der Lebensumstände, sondern lediglich um das Symptom, die Auswirkungen der Masern unter diesen Umständen. Recherchieren sie doch mal, warum insbesondere in Afrika die ach so segensreiche Entwicklungshilfe (ob von staatlicher Seite oder durch gutmeinende non-profits) mehr und mehr verhaßt ist.

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Hubini 21.03.2015, 10:28
57. Sicherheit der Masern-Impfung ist unklar

Eine grosse Cochrane-Analyse zur Masernimpfung ergab, dass die Datenlage zur Sicherheit der Masernimpfung ungenügend sind.("The design and reporting of safety outcomes in MMR vaccine studies, both pre- and post-marketing, are largely inadequate.", http://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/22336803/?i=9&from=measles cochrane). Aber es ist halt niemand daran interessiert, diese Datenlage zu verbessern. Am Ende kommt ja etwas heraus, dass das Gedankengebäude zum Einsturz bringt.

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exil-teutone 21.03.2015, 10:39
58.

Zitat von salomonh71d
Warum wird nicht massiv Geld in sichere und wirksame Impfstoffe investiert? Das sind die Fragen, die kein Arzt oder Pharmareferent beantwortet. Warum erwirbt man mit dem Durchmachen einer Krankheit lebenslange Resistenz (Immunität) und mit einer Impfung nur 1-5-10 Jahre? Warum haben die Immunologen darauf noch immer keine Antwort?
Industrie ist relativ träge, betriebswirtschaftlich gesehen: Solange das momentane Geschäftsmodell zufriedenstellende Profite abwirft, wird nichts geändert, denn jede Änderung verursacht Kosten, die zunächst mal den Gewinn schmälern, bevor sichergestellt ist, ob und wann sich die avisierte Änderung überhaupt amortisiert.

Es gibt recht interessante Studien zum Thema Immunität bei Impfung vs. natürliche erworbene Immunität. Zunächst einmal gibt es drastische Unterschiede, wie eine Infektion "erworben" wird: Intravenös bzw. intramuskulär bei Impfungen (die letzte Schluckimpfung die ich kenne war gegen Polio, bis man merkte, daß sich der Poliovirus noch einige Zeit danach im Rachenraum befand) gegenüber den hauptsächlich über Schleimhäute und Magen-Darmtrakt erworbenen natürlichen Infektionen. Das ist der erste Unterschied, der durchaus Auswirkungen auf die Art und Wirksamkeit der Immunisierung haben kann.
Der zweite Unterschied, der weitaus mehr untersucht wurde, ist die Art und Weise, wie der Körper mit der Infektion umgeht. Im Falle einer Impfung wird die Antikörper-Reaktion des Immunsystems angesprochen - diese werden mit den vielzitierten Titertests verifiziert. Das Problem hierbei ist, dass die antikörperbasierte Immunreaktion die *akute* Abwehr darstellt - die Konsequenz ist, daß im Laufe der Zeit Antikörper wieder abgebaut werden, somit der Titertest negativ ausfällt und man nachimpfen muß. Im Unterschied dazu wird bei der natürlich erworbenen Immunisierung auch die langfristige Immunisierung angesprochen - sogenannte "memory cells" (ich kenne den korrekten deutschen Begriff nicht) speichern auf (zumindest mir) noch unbekannte Weise die Charakteristika des Infektionsverursachers für spätere Infektionen. Es sind diese memory cells, die die lebenslange Immunisierung ausmachen.

Weitere Studien gehen davon aus, daß heutige Impfseren durch ihre Zusammensetzung de Funktionsweise der memory cells lebenslang schädigen. Dies würde auch erklären, warum geimpfte Kinder/Menschen insgesamt gesehen anfälliger für andere Erkrankungen zu sein scheinen.

Sie sehen, es gibt durch aus interessante und wie ich finde vielversprechende Untersuchungen, - ziehen Sie ihre eigenen Schlüsse daraus, warum sie nicht die Aufmerksamkeit erfahren, die sie meiner Meinung nach erfahren sollten.

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Hubini 21.03.2015, 11:34
59. Impfen schützt, ABER...

Nach der aktuellen Studienlage kann man wohl schon davon ausgehen, dass Impfen vor der entsprechenden Krankheit schützt. Was allerdings nicht klar ist, ist, ob nicht andere Krankheiten hervorgerufen werden. Das Hauptargument ist dann immer, es gäbe dafür einen Anhalt.
Aber das ist eben der Punkt: die Impfstudien haben einen viel zu kurzen Nachbeobachtungszeitraum, um Dinge wie Allergien, Neurodermitis, GBS, MS, Autismus, etc. zu erfassen. Es müsste mindestens 1-2, besser 20 Jahre nachbeobachtet werden, aber das ist teuer und würde wahrscheinlich der selektiven Wahrnehmung der unkritischen Impfbefürworter nicht ins Bild passen.

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