Forum: Gesundheit
Ausbruch in Berlin: Die wichtigsten Fakten zu Masern und Impfung
Corbis

In Berlin grassieren die Masern. Ein Kleinkind ist an den Folgen der Erkrankung gestorben. Zu Krankheit und Impfung gibt es viele Fragen - und leider auch grobe Fehlinformationen. Die wichtigsten Fakten im Überblick.

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krebs66 24.02.2015, 19:09
1. Danke!!!!

Danke für diesen Artikel. Ich hoffe es wird einige Zweifler bekehren und sie dazu bringen ihre Kinder impfen zu lassen.

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Freedom of Seech 24.02.2015, 19:40
2. Machen Sie bitte eine Blitzumfrage

Der Artikel ist sehr gut. Ich bezweifle aber, dass irgend ein Impfgegner sich davon überzeugen lies - fragen Sie doch mal nach. Es sind eben nicht die rationalen Argumente die zählen - es ist eine Hirnwindung die während der menschlichen Entwicklung bei einigen weg gemendelt wurde bei anderen aber nicht. Funktion dieser Hirnwindung: eigentlich keine außer Magisches Denken, Paranoia und Irrationalität

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SamuelTee 24.02.2015, 20:06
3. Impfgegner vs. Impfbeführworter

Was mich an der ganzen Diskussion extrem stört, ist die generelle Verurteilung von Eltern, die ihre Kinder nicht impfen: "Wer sein Kind nicht impft, ist egoistisch." So lautet die in meinen Augen viel zu einfache Formel der Impfgegner-Gegner. Die Gründe, warum jemand sein Kind nicht impfen lässt, können vielseitig sein und lassen sich nicht auf ein einfaches "Die sind dumm und alles Egoisten" reduzieren. Nachdem unserer Tochter nach ihrer ersten Sechsfachimpfung schwere allergische Reaktionen mit Krankenhausaufenthalten und sehr langen Heilungsprozessen durchmachen musste, überlegen wir bei jeder Impfung sehr genau, wie das Risiko/Nutzenverhältnis aussieht. Und das hat nichts mit Egoismus zu tun.

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Babsi03 24.02.2015, 20:16
4. Also...

...so vehement ich damals bei der Einschulungsuntersuchung mrines Sohnes zugetextet wurde - ne gefühlte Stunde, kann ich gar nicht verstehen, dass so viele ihre Kinder nicht impfen lassen oder vllt gerade deshalb nicht?

Bei mir war das ganze Belehren trotzdem vergeudete Zeit. Die Dame vom Gesundheitsamt kapierte bis zum Ende nämlich nicht, dass mein Kind kurz nach einer Chemotherapie noch nicht bereit war für einen Lebendimpfstoff.
Und natürlich wurde das zu gegebener Zeit nachgeholt.

Gegen die Windpockenimpfung - die wollte sie mir auch aufdrängen, hätte ich meinen Sohn aber höchstwahrscheinlich nicht impfen lassen, auch wenn bei der Studie rausgekommen wäre, dass mein Sohn seine bereits erworbene Immunität durch die Chemotherapie verloren gehabt hätte.

Die HPV-Impfung find ich da weitaus sinnvoller.

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nica27 24.02.2015, 20:44
5. ...

Zitat von SamuelTee
Was mich an der ganzen Diskussion extrem stört, ist die generelle Verurteilung von Eltern, die ihre Kinder nicht impfen: "Wer sein Kind nicht impft, ist egoistisch." So lautet die in meinen Augen viel zu einfache Formel der Impfgegner-Gegner. Die Gründe, warum jemand sein Kind nicht impfen lässt, können vielseitig sein und lassen sich nicht auf ein einfaches "Die sind dumm und alles Egoisten" reduzieren. Nachdem unserer Tochter nach ihrer ersten Sechsfachimpfung schwere allergische Reaktionen mit Krankenhausaufenthalten und sehr langen Heilungsprozessen durchmachen musste, überlegen wir bei jeder Impfung sehr genau, wie das Risiko/Nutzenverhältnis aussieht. Und das hat nichts mit Egoismus zu tun.
Ihre Tochter ist doch aber genau so ein Fall der dringend die Herdenimmunität benötigt. Ich halte auch nichts von den Mehrfachimpfungen, weil eben genau das passieren kann wie bei Ihrer Tochter. Sie haben gute Gründe nicht zu impfen aus der Erfahrung heraus, dass Ihre Tochter das nicht verträgt. Sie sind mit Sicherheit kein Egoist oder dumm. Es sollte den Eltern freigestellt sein ob sie Mehrfachimpfungen oder Einzelimpfungen wollen, zumindest bei kleinen Kindern.

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Freedom of Seech 24.02.2015, 21:02
6.

Zitat von SamuelTee
Was mich an der ganzen Diskussion extrem stört, ist die generelle Verurteilung von Eltern, die ihre Kinder nicht impfen: "Wer sein Kind nicht impft, ist egoistisch." So lautet die in meinen Augen viel zu einfache Formel der Impfgegner-Gegner. Die Gründe, warum jemand sein Kind nicht impfen lässt, können vielseitig sein und lassen sich nicht auf ein einfaches "Die sind dumm und alles Egoisten" reduzieren. Nachdem unserer Tochter nach ihrer ersten Sechsfachimpfung schwere allergische Reaktionen mit Krankenhausaufenthalten und sehr langen Heilungsprozessen durchmachen musste, überlegen wir bei jeder Impfung sehr genau, wie das Risiko/Nutzenverhältnis aussieht. Und das hat nichts mit Egoismus zu tun.
...die Gründe sind nicht vielfältig, aber es gibt einzelne begründete Fälle, ihr Fall mag einer davon sein, wo es abzuwägen gilt. Fast bei jeder Therapie müssen individuelle Kontraindikationen berücksichtigt werden. Das Problem sind nicht Personen wie Sie, das Problem sind die 99% der Impfgegner die vielfältige, aber eben an den Haaren herbeigezogene Gründe anführen die medizinisch einfach irrational sind.

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juergen_heymann 24.02.2015, 21:16
7. Es ist nicht so einfach!

Es wird hier etwas zu einfach argumentiert und polemisiert. Meine Tochter ist autistisch und das begann schlagartig und drastisch 2 Tage nach der MMR Impfung. In USA hat Autismus in den letzten Jahren so stark zugenommen (8x) dass es alle anderen Behinderungen übertrifft.
Es gibt nicht nur Wakefield sondern viele weitere Studien die eine Verbindung mit speziell der MMR Impfung nahelegen, wobei allerdings viele Faktoren zusammenkommen. Es ist auf jeden Fall eine sehr ernste Krankheit die hunderttausende Leben zerstört. Meines Wissens ist aber eine separate Impfung ohne Thiomersal ungefährlich. Und das Kind sollte völlig gesund sein.

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kain1 24.02.2015, 21:27
8. Nur schwarz und weiß ?

Wir stehen gerade vor der Herausforderung für unser Kind zu entscheiden wie, was und wann geimpft werden soll. Nach einiger intensiven Beschäftigung mit dem Thema Impfen ist es für mich nicht so einfach die Welt in scharz und weiß, Befürworter und Gegner des Impfens einzuteilen.
Es ist sehr schwer wirklich gute Information für eine sinnvolle Abwägung der Risiken zu bekommen, leider spielt das RKI hier mit recht einfachen "alles kein Risiko" oder "konnte nicht nachgewiesen werden" (was aber nicht heißt das die Unschädlichkeit belegt wurde). Insbesondere der MMR-Impfstoff ist Studienmäßig sehr schlecht erforscht was zum eine die Wirksamkeit anbelangt, als auch was seine Unbedenklichkeit betrifft (Demicheli 2005, 2012) .

In dem Artikel wird suggeriert, das eine Ausrottung der Masern bei ausreichender Impfung möglich wäre. Dies ist falsch. Dadurch das Masern anscheinend zum einen bei Wildtieren existieren und zum anderen eine natürliche "Boosterung" durch die hohen Impfraten nicht mehr stattfindet wird die Erkrankung nur in kritischere Altersgruppen verschoben - eine Ausrottung ist hier nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

P.S. Persönlich werden wir unser Kind gegen Masern impfen - aber es ist halt auch Schatten wo Licht ist

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sbi 24.02.2015, 21:32
9. Das ist Hysterie

Jedes Kind, das stirbt, ist sehr tragisch. Aber was hier abgeht, ist wirklich hysterisch. Täglich sterben in Deutschland z.B. ca. 30 Menschen an multi-resistenten Keimen, und nach denen kräht kein Hahn. (Es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass am selben Tag wie dieses Kind in einem Berliner Krankenhaus ein anderes Kind an solchen Keimen gestorben ist.) Und gegen multi-resistente Keime kann man auch was machen! Aber so eine Nachricht macht sich natürlich nicht so gut in den Medien, wie die von Eltern, die angeblich vorsätzlich ihrer Kinder Leben gefährden. Und darum geht es doch hier: Klicks zu generieren...

Auf der anderen Seite empfiehlt die ständige Impfkommission z.B. die Windpocken-Impfung. Das hatte mich damals, als meine Kinder soweit waren, sehr gewundert, denn ich dachte immer, Windpocken sind was nerviges, aber harmloses. Aber vielleicht ja wegen der Gürtelrose bei den Alten..? Also habe ich nachgeschaut und herausgefunden, dass die Impfung gegen Windpocken "aus volkswirtschaftlichen Gründen" empfohlen wird. Sprich: damit wir als Eltern unsern Arbeitgebern nicht so viel fehlen.

Ich finde schon, dass es angesichts dieser Tatsachen angebracht ist, den Sinn der einzelnen Impfempfehlungen zu hinterfragen. Das muss in einem freien Land erlaubt sein. Und am schlimmsten sind ja all die, welche ohne jedwede Überlegung dumpf allen Empfehlungen gefolgt sind, und jetzt hier am lautesten schreien, dass die, welche sich intensiv mit der Materie beschäftigt haben, und dabei zu anderen Entscheidungen fanden, allesamt ungebildete Idioten sind.

P.S.: Meine Kinder sind übrigens alle gegen Masern geimpft. Gegen Windpocken aber nicht.

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