Forum: Gesundheit
Auswirkungen von Luftverschmutzung auf Babys: Feinstaub gelangt in die Plazenta
Roslan Rahman/ AFP

Feinstaub belastet nicht nur die Gesundheit von Kindern und Erwachsenen, die Partikel können während einer Schwangerschaft sogar bis in den Mutterkuchen vordringen. Die Folgen sind noch nicht geklärt.

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1zelner 19.09.2019, 10:47
20.

Zitat von Das Grauen
Gibt es Feinstaub etwa erst seit gestern? Nein! Und früher war die Luftverschmutzung noch viel schlimmer. Von dadurch ausgelösten Fehlbildungen an Extremitäten ist nichts bekannt, allerdings von solchen durch Contagen (also ganz anderes Thema). Die aktuellen Fälle in NRW haben daher wahrscheinlich nichts mit Feinstaubbelastung zu tun. Im übrigen verbrennen E-Zigaretten nichts, sondern verdampfen das sogenannte Liquid (ob das in der Schwangerschaft eine gute Idee ist, ist eine andere Frage). Dabei werden tatsächlich weniger toxische Schadstoffe als beim Rauchen freigesetzt (idealerweise nur Nikotin). Auch in dieser Hinsicht macht Ihr Kommentar also keinen Sinn. Ehrlich gesagt halte ich ihn für reine Anti-Dampfer-Trollerei.
Es gibt eine große Vielzahl von Aromen und Zusatzstoffen, die in den Verdampfern zu gesetzt werden. Diese Aromen beinhalten die vielfältigsten Wirk-Stoffe die über die Atmung direkt in das Blut gelangen. Dieser besondere Feinstaub enthält somit nicht nur mögliche Allergene, sondern auch Wirkstoffe, die Zellwachstum und Zellentwicklung beeinflussen können - bis hin zu neurologischen Veränderungen.
Die Lunge (Atmung) ist der Teil des Körpers, über den am leichtesten und schnellsten Wirkstoffe nicht-invasiv in den Körper gelangen können.

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ich2010 19.09.2019, 11:05
21.

Zitat von wizzard74
https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftschadstoff-emissionen-in-deutschland/emission-von-feinstaub-der-partikelgroesse-pm25#textpart-1 a) Feinstaubquelle ist nicht nur das Auto, auch wenn das nicht zur persönlichen Agenda passt b) hat sich die Emission der gefährlichen kleinen Partikel in D seit 1995 halbiert. Geht es nicht einfach auch mal unemotional und faktenbasiert?
Würde man sich nur auf Fakten konzentrieren käme folgendes dabei raus:
- Prüfung realisierbarer und bezahlbarer ökologischer Stromlieferanten --> AKW zurück ans Netz, Kohlekraftwerke abschalten (mit
- Wie kann man die schädlichen Abgase aus dem Individualverkehr reduzieren --> Umrüsten der Benziner auf Gas (geht jetzt schon), Investition in Wasserstoffantriebe und Bereitstellung eines flächendeckenden ÖPNV mit günstigen Pendlertickets (günstige Alternativen werden i.d.R. genutzt)
- Flächendeckender Ausbau von Windkraft. Ja dann wird halt die Landschaft zugepflastert. Was ist wichtiger - Ergebnisse zu erzielen oder der Ausblick aus dem Wohnzimmer?
- Home Office Regelung bei allen Tätigkeiten, die das zulassen (natürlich kann ein Handwerker nicht von zu Hause aus arbeiten). Das allein reduziert den Pendlerverkehr schon mal deutlich.
- und meinetwegen auch Tempolimits.

Aber pseudoreligiöse Verzichtsphantasien á la wir müssen auf Wohlstand verzichten, auf Individualverkehr, auf bestimmte Nahrungsmittel (gibt schon"Analysen" wie schädlich der Anbau von Getreide und Co ist) ohne Alternativen zu bieten und ohne den ärmeren Teil der Bevölkerung zu berücksichtigen, das wird nicht funktionieren. Man kann eine Gesellschaft nicht von jetzt auf gleich einfach mal radikal umkrempeln. Und schon gleich gar nicht, wenn das für sehr viele Menschen Armut trotz Arbeit bedeutet.

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ich2010 19.09.2019, 11:07
22.

Was ist eigentlich mit dem Bremsstaub von Zügen? Es reicht wenn man unter einer Bahnunterführung steht und es fährt ein Zug über die Brücke, der gerade bremst. Da reicht schon der beißende Geruch. Ich möchte nicht wissen, was da sonst noch in die Luft gepulvert wird - und zwar sprichwörtlich.

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g_bec 19.09.2019, 15:07
23. Interessant.

Zitat von 1zelner
... Das Problem mit den "Verdampfern" ist unter anderem, dass die Gase mit dem Feinstaub sehr viel tiefer in den Atemwegstrakt gelangen als die normale Atemluft. (Früher nannte man den Unterschied "auf Lunge rauchen"). Heute könnte man sagen: "auf Bronchiole/Alveole rauchen".
Woraus genau besteht denn der beim Verdampfen in der E-Zigarette entstehende Feinstaub? Dass dies "Staub" in herkömmlichen Sinne, also feste Partikel wären, klingt ja zunächst unlogisch, da kein Feststoff verbrannt wird.
Oder reden Sie von Flüssigkeitströpfchen, die so fein sind, dass sie als "Feinstaub" zu betrachten wären? Und wieviel entsteht davon und kommt auch im Körper an, um Schaden anzurichten? Also im echten Körper, nicht auf der Zellkultur und nicht in der Maus und nicht bei maschinellem Zug am Gerät.

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g_bec 19.09.2019, 15:09
24. Ok.

Zitat von 1zelner
Es gibt eine große Vielzahl von Aromen und Zusatzstoffen, die in den Verdampfern zu gesetzt werden. Diese Aromen beinhalten die vielfältigsten Wirk-Stoffe die über die Atmung direkt in das Blut gelangen. Dieser besondere Feinstaub enthält somit nicht nur mögliche Allergene, sondern auch Wirkstoffe, die Zellwachstum und Zellentwicklung beeinflussen können - bis hin zu neurologischen Veränderungen. Die Lunge (Atmung) ist der Teil des Körpers, über den am leichtesten und schnellsten Wirkstoffe nicht-invasiv in den Körper gelangen können.
Ok, aber wäre dann nicht auch Kochen, Backen und Braten höchst gefährlich wegen der "Aromen und Zusatzstoffe"? Oder entsteht dabei kein Aerosol oder nur grobtröpfiges?

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intercooler61 19.09.2019, 15:12
25. Gewagte Behauptungen

Zitat von hanfiey
[17. Ultrafeinstaub gibt es noch nicht allzu lange in diesen Konz.] Früher gab es Staub und Gase, der Feinstaub war zwar Lungengängig aber konnte nicht weiter durch das Blut bis in das Hirn vordringen, dies gelingt erst dem Ultrafeinstaub und der nimmt bedenklich zu in unseren Ballungsräumen. Dieser besondere Staub ist es um den wir uns Sorgen machen müssen und um den es hier offensichtlich geht. Das hat überhaupt nichts mit Kohleheizung oder Öl zu tun, es sind vornehmlich die Autos in den Städten die uns vergiften und die Schiffahrt mit ihren schwimmenden Städten.
Woher wollen Sie denn wissen, dass es "früher" keinen (bzw. wesentlich weniger) Ultrafeinstaub gab?

Meines Wissens ist man auf diese besondere Problematik erst ab den 1990ern aufmerksam geworden, nachdem der grobe Feinstaub weniger geworden war. Ich glaube nicht, dass man davor in der Breite regelmäßig gemessen hat (was sehr aufwändige, zählende Messverfahren voraussetzt).

Die Anwesenheit gröberer Rußpartikel ist jedenfalls kein Indiz für die Abwesenheit kleinerer. Deshalb ist es m.E. auch nicht unbedingt eine gute Idee, den Ersatz von Gas- durch Pelletheizungen zu fordern, wie von MdB H-J Fell (GRÜNE) und seiner "Energy Watch Group" erst vor wenigen Tagen verbreitet (nachzulesen auf SpOn).

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