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Bandscheibenvorfall: Operation ist das letzte Mittel der Wahl
TMN

Starke, stechende Schmerzen, die plötzlich auftreten: Das ist ein Anzeichen für einen Bandscheibenvorfall. Oft helfen Physiotherapie und Medikamente, so dass eine OP nicht nötig ist.

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sabrina74 10.03.2016, 20:48
10. kann mich nur anschließen ...

... auch ich habe mit der OP viel zu lange gewartet: Es wurde über ein halbes Jahr herumgedoktort - Gymnastik, Spritzen, Stufenbett etc. Als ich gar nicht mehr liegen (und demzufolge wochenlang nicht schlafen) konnte, die erlösende OP. Aus der Narkose aufzuwachen und endlich keine Schmerzen mehr zu haben, war unglaublich befreiend. Seither bin ich (seit zehn Jahren) beschwerdefrei, nur das Gefühl im linken Bein wird wohl nie wieder zurückkommen. Ich hab damals einfach zu lange gewartet ...

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manicmecanic 10.03.2016, 21:32
11. psychosomatisch ja klar

Das ist der größte Unsinn den man hier lesen konnte.Ich bin mit Ausnahmen immer Facharbeiter gewesen und hatte dank voll miesen Arbeitsbedingungen schon als junger Mann Rückenprobleme.Damals ging das noch weg mit Training aber das letzte Mal konnte ich Laie auf dem Bild die zerquetschte Bandscheibe sehen.Nach OP hätte ich den Schrott sogar mitnehmen können,psychosomatisch!Mieser war daß bei mir zulange gewartet wurde,die OP ist nun Jahre her aber mein linker Fuß ist immer noch taub.

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andreas.spohr 10.03.2016, 21:54
12. Bandscheiben-OP als letztes Mittel

schon wieder das Thema! Wer das immer wieder propagiert, hat meist anderes im Sinn. Sicher hilft es - nicht unbedingt dem Patienten -, wenn der Arzt erst mal fleißig rumspritzt oder -kathetert (ohne einen bestimmten zu meinen!). Operieren kann man dann immer noch!
Warum die Ursache gleich beheben, wenn man stattdessen einen Fünfjahrestherapieplan erstellen kann und dadurch nicht nur seine eigene, elegante Praxiseinrichtung finanzieren kann sondern auch anderen, dankbaren Therapeuten zuarbeiten kann. Operieren kann man dann zum Schluß ja immer noch!
Natürlich ist der reine Rückenschmerz in aller Regel keine OP-Indikation, auch nicht als letztes Mittel. Die Indikation muß eben stimmen und da kann und muß die Operationn sogar auch mal das erste und einzige Mittel sein, wenn dem Arzt die Gesundheit des Patienten mehr am Herzen liegt als seine Brieftasche.
Aber genau die, die immer wieder das verkünden, operieren doch oft indikationslos jede verdächtige Bandscheibe, aber am besten erst nach Ausschöpfung aller konservativer und mikroinvasiver Maß- bzw. Einnahmen!

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luganorenz 10.03.2016, 22:20
13. @5 Bruwi

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob Sie da nicht etwas durcheinander gebracht haben. Ihr Beitrag betrifft vom Inhalt her das Schmerzsyndrom "nichtspezifischer Rückenschmerz". Dieser ist tatsächlich eine psychosomatische Diagnose, bei der Operationen eher das Gegenteil erreichen. Oft wird im Rahmen der Diagnostik ein Kernspin angefertigt, das dann eventuell durch Zufall einen Bandscheibenvorfall zeigt. Wenn dieser dann als Ursache für die Symptome verantwortlich gemacht wird und es zur Operation kommt, dann ist der Patient in Teufels Küche. Ein symptomatischer Bandscheibenvorfall mit Nervenausfall bleibt ein dringender Notfall

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practicus 10.03.2016, 23:23
14. eigentlich

ist das Ganze sehr einfach:
Da jeder 2. über 40-Jährige mindestens einen, in der Regel symptomfreien BS-Vorfall mit sich herumträgt, haben Schmerzen und Schnittbilder erst mal nichts miteinander zu tun.
Nur wenn der Vorfall eindeutig die Ursache der Beschwerden ist, lohnt sich die Operation.
Einen "echten" Bandscheibenvorfall diagnostiziert man klinisch - also durch eine sorgfältige, körperliche Untersuchung! MRT und CT dienen der Bestätigung und genauen Lokalisation des Befundes, nicht der Diagnose!

Allerdings wird das CT oder MRT opulent vergütet, ebenso die Spritzen und Infusionen beim "Facharzt", die wichtige klinische Untersuchung beim Hausarzt dagegen verschwindet in der RLV-Flatrate von 10€ pro Kopf und Monat...

Meinen eigenen Vorfall habe ich selbst ohne Hilfsmittel richtig diagnostiziert - eine 6-monatige Quadrizepsparese verdankte ich der Wartezeit aufs MRT

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Colnago 10.03.2016, 23:54
15. Keine OP

Zitat von dipl.inge83
Ich werde kommende Woche operiert obwohl ich das bisher weitgehend für mich ausgeschlossen hatte. [...] O-Ton Chirurg: austherapiert.
Ich hätte Ihnen gerne eine pm geschrieben, das geht hier leider nicht. Bevorn Sie sich unters Messer legen,
konsultieren Sie erst mal Prof. h.c. Dr. med. Rennollet in
Buschhoven bei Bonn. Mir wäre da kein Weg zu weit, ich war einst selbst ein angeblich hoffnungsloser austherapierter Fall.

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der_springende_punkt 11.03.2016, 01:47
16. Psychosomatisch Ursache und alternative Möglichkeiten

Ich habe seit meinem 18. Lebensjahr LW-Schmerzen (L5-S1), damals sogar Vorfall mit Fußheber Lähmung. Dem Leiden liegt eine mentale Bedrückung zu Grunde! Ein Geistheiler konnte mich für eine halbe Stunde völlig davon befreien, währenddessen bekam ich einen Lachanfall und alle Bedrückung wich von mir . Leider entwich dieser Zustand aus mir wie Luft aus einem Reifen der ein Loch hat und die Beschwerden kamen wieder! Sehr positive Erfahrung habe ich auch mit Spezial-Katheder-Spülungen mit Salzwasser im Wirbelkanal gemacht. - Dr. Karl Schlarb, 71522 Backnang. Danach war ich völlig Beschwerdefrei bis wieder Eiweiß aus der Bandscheibe gepresst wurde. (Ich mußte ja arbeiten). Ich bin leider inzwischen zu fett für eine erneute Behandlung. Er behandelt leider nur schlanke Patienten. Die Kasse zahlt diese Behandlung übrigens leider nicht!

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b5200 11.03.2016, 05:03
17. OP oder nicht gut überlegen. Infos sind wichtig

Manche Poster berichten, dass zu lang mit der OP gewartet wurde, manchen haben ohne OP 'die Kurve gekriegt'. Definitiv 2. Meinung von unabhängigem Arzt einholen, nicht gleich operieren lassen. Computertomografie ist ein Muss, um auch Weichteile abzubilden, zur Abklärung der aktuellen Lage. Weiss das aus eigener Erfahrung. Bitte auch selbst recherchieren; iss viel Info im Internet. Prinzipiell ist der Mechanismus so, dass die Bandscheiben eben altern, der Faserring kann Risse bekommen wie im Artikel beschrieben. Das hat zur Folge, dass die Bandscheiben zusammengedrückt werden und dann quasi über den Durchmesser der jeweiligen Wirbelkörper 'drüberquellen' (es kann auch besagter Gallertkern austreten). Je nachdem wohin sie quellen, verengt das den Spinalkanal und/oder die von angrenzenden Wirbelkörpern gebildeten 'Durchgangslöcher' (medizinisch: Foramen) für die Nervenwurzeln, die sich vom Rückenmark ausgehend in den Unterleib und Beine verzweigen. Je nachdem welcher Nervenstrang (Nervenwurzel) eingeengt und damit gedrückt wird, strahlen dann die Schmerzen in verschiedene Körperteile aus (Beine, in die Wade oder überall, Unterleibregion usw.) Die meisten Bandscheibenprobleme, so wie auch bei mir, ergeben sich am unteren Ende der Wirbelsäule, typisch sind die Positionen L4/L5.

Das Skelett wird zwar durch viele Bänder gehalten, aber nicht unterschätzen darf man die Stützfunktion der Muskeln. Entlang der Wirbelsäule gibt es viele kleine Muskeln (natürlich auch die grossen, die man bei Bodybuildern von aussen sehen kann), die dafür sorgen, dass die Belastung des Skeletts eben auch von den Muskeln mit getragen wird. Hat man nun einen Bürojob und bewegt sich ansonsten wenig schrumpfen die Muskeln und das Risiko steigt. Ebenso bei Jobs, die 'auf den Rücken gehen', z.B. mit viel Beugehaltung.

Jedenfalls kann ich aus jahrelanger Erfahrung bestätigen, dass durch regelmässiges gezieltes Krafttraining zur Stärkung des Bauch/Rücken/Schulter-Muskelgürtels, keine Beschwerden auftreten. Ich kann sogar vorhersagen, wann die Probleme wiederkommen: nach etwa 2 bis 3 Wochen ohne Training kommen die Schmerzen wieder, je nachdem wie inaktiv ich in der Zeit war.

Essen hat indirekt auch einen Einfluss; die Nahrung sollte so sein, dass Entzündungen nicht gefördert werden. Also wenig, am besten gar nichts süsses, weniger Fleisch usw. - nicht wirklich überraschend.

OP sollte man sich gut überlegen, vor allem drastische Methoden wie das Verbinden von Wirbelkörpern - damit hat man dann ein doppelt so langes 'steifes Stück' in der Wirbelsäule, d.h. die Bandscheibe unter und über dem 'steifem Stück' wird bei Beugung der Wirbelsäule stärker belastet. Zurück geht es danach nicht mehr.

Wie eingangs erwähnt, es gibt leider kein 'Kochrezept', ausser bei akuten Fällen wie Lähmungserscheinungen, für die Entscheidung OP oder nicht.

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der_bulldozer 11.03.2016, 06:39
18. Vor der OP auf jeden Fall alternative Methoden versuchen

Ich hatte meinen Bandscheibenvorfall vor 10 Jahren. Im Liegen, Laufen und Stehen plagten mich unsägliche Schmerzen. Der Orthopäde schob mich in die Röhre, spritze direkt in die Wirbelsäule, alles ohne Erfolg. Er besorgte mir den OP-Termin und ich absolvierte bereits die Vorbereitungsuntersuchung.

Dann erfuhr ich von einer Praxis für Naturheilkunde und unternahm meinen letzten verzweifelten Schritt, die Operation zu vermeiden. Nach der Auswertung der CT- und Röntgenaufnahmen behandelte mich der Heilpraktiker mit einer ziemlich rabiaten Methode, bei der richtig heftig bei mir im Gebälk knirschte. Die Schmerzen waren erst mal weg, ich konnte wieder laufen. Mir wurde allerdings gesagt, dass die Schmerzen erst mal wieder kommen und eine zweite Behandlung nach vier Wochen nötig ist. Genau so war es aber nach der zweiten Behandlung verschwanden die Schmerzen und ich bin bis heute schmerzfrei. Gesamtkosten für beide Behandlungen: 120 Euro.

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ein_verbraucher 11.03.2016, 07:46
19. Auch ich

hatte vor gut 8 Jahren einen Bandscheibenvorfall. Nachdem an mir fast 1 Jahr lang herumgexperimentiert wurde, kann ich sagen das ich nach wie vor jeden Morgen mit schmerzen aufwache, mich auf die Seite rollen muss um überhaupt aufstehen zu können. Alle Spritzen und andere "Maßnahmen" haben gar nichts gebracht. Nichts. Ich warte nun auf den nächsten, richtigen Vorfall, und hoffe dann operiert zu werden.Jeder der hier propagiert die OP bringt nichts oder man müsse erst die konventionellen Therapien bemühen redet unsinn. Das ist Fakt. Eine OP bringt Besserung wenn diese sofort durchgeführt wird. Wenn man natürlich Jahrelang damit wartet, hat man nach der OP meistens Probleme in den Beinen oder mit den Nerven.Sport hilft, aber immer nur für kurze Zeit. Eine OP ist unausweichlich wenn man eine 100%ige Bessserung möchte.

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