Forum: Gesundheit
Bayern: Neun Jäger offenbar an Hasenpest erkrankt
DPA

Bei einer gemeinsamen Jagd sollen sich in Bayern neun Männer mit dem Erreger der Hasenpest angesteckt haben - sie werden bereits im Krankenhaus behandelt. Wie häufig sind die Infektionen und was hilft?

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skoodge 08.11.2018, 11:07
10. offensichtlich nicht..

Zitat von gg0815
sie meinen also vor der "Erfindung" des Lebens. Die Frage erübrigt sich denk ich. Der "Gnadensch(l)uss" ist übrigens, ähnlich wie Tierschutz und vor allem Tierrecht, auch nur der menschlichen Gefühlswelt geschuldet das wild lebende Tier in der Natur braucht all das nicht.
..keine "Erfindung" des Lebens. Ließe sich ja auch aus dem Zusammenhang erkennen, dass es um die Institutionalisierung des Jägers handelt, der Treibjagden veranstaltet und ähnliches, was man von sadistischen Persönlichkeiten erwarten kann. Aber vllt setze ich immer noch zu viel Denkvermögen, oder zumindest die Bereitschaft dazu, voraus..
Den Gnadenschuss sollte man etwas differenzierter betrachten, Ihrem Kommentar zufolge müsste man davon ausgehen, dass Tiere gegenüber Schmerzen zumindest gleichgültig wären (oder masochistisch veranlagt). Tatsächlich versuchen sie aber in aller Regel, genau wie wir Menschen (nur noch mal als Erinnerung für religiöse Fanatiker: Teil der Gruppe der Säugetiere), Schmerzen zu vermeiden (in der Kindheit vielleicht mal eine Katze am Schwanz gezogen?). Wer sich noch weiter mit dem Thema Schmerzen (auch psychische) von Tieren auseinandersetzen will, dem sei die oskarprämierte Doku "Die Bucht" ans Herz gelegt.

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treime 08.11.2018, 12:40
11. Früher war mehr Lametta

Zitat von skoodge
Immer wieder lustig, diese Jagd Befürworter.. wie hat die Natur das nur vor der Erfindung des Jägers gemacht.. douhhhh.. klar gibt es auch kranke Tiere, bei welchen ein Gnadenschuss nicht falsch wäre, dieser Anteil steht aber in keinem Verhältnis zu der im Namen der Jagd begangenen Tierquälerei
Ja, die Natur hat das früher vielleicht einigermassen selbst steuern können. Da gab es dann aber auch genügend Jagdtiere (Wölfe, Luchse, etc.). Hinzu kommt ja, dass die Naturgebiete heute klein und endlich sind und es teils wenige Kilometer braucht, bis eine Ortschaft kommt.
Eine Bestandreduzierung kann durchaus Sinn machen, wenn a) für zuviel Wild zu wenig "natürliches" Futter da ist, wenn b) zuviele Jagdtiere zu wenige andere Tiere in der Existenz bedrohen.

Oder sollen wir die Natur machen lassen und um alle Wälder Zäune packen? Wenn sich dann ein Wolfsrudel, welches viele viele Quadratkilometer für sich beansprucht, am Bestand satt gefressen hat - findet es entweder eine Lücke im Zaun oder frist sich selbst auf...
Jagd zum Spaß verachte ich aufs alleräußerste! In Südafrika werden Tiere speziell für die Jagd gezüchtet (Löwen, Elefanten, Giraffen, etc.), damit reiche Möchtegerns sie abknallen und als Trophäe präsentieren können. Geht gar nicht.

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juttakristina 08.11.2018, 13:18
12. Gelten Feldhasen

Gelten Feldhasen in Deutschland nicht noch immer als "gefährdet"? Wobei ich gerade gelesen habe, dass in Bayern wohl die meisten Hasen erlegt werden... Hätten sie mal besser Wildschweine oder Rehe gejagt. Ja, ich weiß, vor allem Rehe sind niedlich und haben wunderschöne Augen, aber Fakt ist, dass zu viele davon dem Wald schaden. Mein Mitleid mit den betroffenen Jägern hält sich in sehr überschaubaren Grenzen.

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manni.1951 08.11.2018, 14:52
13. Ihre Beurteilung der Jagd...

Zitat von isistgt
Menschenverachtung ist mindestens genauso widerlich wie Tierquälerei. Wobei Jagd richtig und im rechtlichen Rahmen ausgeführt gewiss keine Tierquälerei ist.
...ist lediglich eine sehr subjektive und selbstgerechte Phrasendrescherei, die hier gewiss niemandem weiterhilft.

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MatthiasPetersbach 08.11.2018, 14:59
14. ...also irgendwie ein wenig daneben....

...wenn so eine interessante, aber eher weniger wichtige Nachricht gleich wieder als Plattform "Bambistreichler vs. Schweinemörder" missbraucht werden muß.
80 % der normalen Leute wollen wohl NICHT die ewig gleichen Grabenkriege der verfeindeten Fraktionen lesen.
Wir brauchen Brückenbauer, keine Gräbenzieher.

Und wegen der Erkrankung der Betreffenden jetzt "selbst schuld" und ähnliches zu verlautbaren zu lassen, ekelt einen nur noch an. Es mögen Leute sein, die für andere Leute Unverständliches tun - aber es sind MENSCHEN. Mit Recht auf Leben, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. Wie alle.

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kernspalter 08.11.2018, 15:00
15.

Zitat von tailspin
Essen soll man die Biowaffen Hasen auch noch?
Sie wissen offensichtlich zu wenig über die Vorgehensweise bei der Erlegung und anschliessenden Verwertung von Wildbret, ich versuche mit meinem Beitrag diese Wissenslücke zu verkleinern.

Offensichtlich krankes Wild ist genußuntauglich. Um zu dieser Entscheidung zu kommen wird das Wild zunächst vor dem Schuss (lebend: Aussehen und Verhalten) beurteilt, dann nach dem Schuß der allgemeine Gesundheitszustand sowie der Zustand der inneren Organe bewertet. Das Ergebnis kann hier "einwandfrei", "bedenkliche Merkmale vorhanden" oder "nicht für den menschlichen Verzehr geeignet" lauten. In Fall 2 kann man je nach Zustand und Wert des Stücks noch eine bakteriologische Fleischhygieneuntersuchung veranlassen, oder, wie in Fall 3 verpflichtend, die Entsorgung in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt.

Selbst wenn in allen o.g. Schritten der Beschau alles vorbildlich in Ordnung ist könnte es sich um ein Stück handeln, das sich erst kürzlich infiziert hat und noch keinerlei Symptome zeigt. In genau diesem Fall hilft bei allen Bakterien und Parasiten das Fleisch gründlich zu erhitzen. Bei Viruserkrankungen kann das zu wenig sein, diese sind aber von Wild meist nicht auf den Menschen übertragbar.

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skoodge 08.11.2018, 15:09
16. genau darum geht es doch..

Zitat von treime
Ja, die Natur hat das früher vielleicht einigermassen selbst steuern können. Da gab es dann aber auch genügend Jagdtiere (Wölfe, Luchse, etc.). Hinzu kommt ja, dass die Naturgebiete heute klein und endlich sind und es teils wenige Kilometer braucht, bis eine Ortschaft kommt. Eine Bestandreduzierung kann durchaus Sinn machen, wenn a) für zuviel Wild zu......
und nein, die Natur hat das früher nicht "vielleicht einigermassen selbst steuern können", sie konnte das über Jahrmillionen (und kann das immer noch) sehr gut, allein der "zivilisierte" Mensch ist in der Lage, die Natur dermaßen zurgrunde zu richten, dass sie sich nicht mehr erholen kann (Bsp.: Osterinsel, Raubbau [ja, ist auch nur eine Theorie, kann jeder selbst auf Wiki nachlesen, klingt aber sehr schlüssig und sinnvoller als alles andere]). Klar werden ein paar Rehe im Zweifelsfall verhungern etc, damit wären wir wieder beim Thema Gnadenschuss. Aber Leiden gehört nun leider mal zum Leben dazu, wie auch Darwinismus, lassen wir das doch wieder mehr die Natur entscheiden, die hat mehr Erfahrung als der Mensch. Die (menschliche) Gesellschaft hingegen müsste nur mal entscheiden, dass man ethische Aspekte richtigerweise zu einem viel größeren Teil über kommerzielle Interessen stellt und Sadisten keine Rechtfertigung für Töten von Lebewesen gibt statt diesen auch noch eine Waffe in die Hand zu drücken.

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MatthiasPetersbach 08.11.2018, 15:15
17.

Zitat von manni.1951
(Ihre Beurteilung der Jagd...)...ist lediglich eine sehr subjektive und selbstgerechte Phrasendrescherei, die hier gewiss niemandem weiterhilft.
Mal ganz davon abgesehen, daß nicht wirklich ersichtlich ist, auf was Sie hinauswollen - der Forist hat recht.
Man freut sich nicht darüber, daß jemand krank ist. Punkt.

Egal, wer das ist - und was der in den eigenen Augen für Verfehlungen begangen hat. Wobei es hier nicht mal um Verfehlungen geht - sondern um irgendwas in Übereinstimmung mit den Gesetzen. Das hat NIEMAND anderen was anzugehen. Wer was gegen die Jagd hat, kann sich entsprechend engagieren. Und wer die jagd supertoll findet, der kann sich anderweitig engagieren. Jedem sein gutes Recht.
Aber deshalb steht keiner höher oder tiefer als der andere und sollte dem anderen Menschen seinen menschlichen Respekt nicht verweigern.

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MatthiasPetersbach 08.11.2018, 15:18
18. Nein, darum geht es nicht.

Zitat von skoodge
(aber darum geht es doch).....
Es ist ein Artikel über eine Begebenheit bei der Jagd. KEIN Artikel über "Jagd, ja oder nein" .

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MatthiasPetersbach 08.11.2018, 15:25
19.

Zitat von tailspin
Essen soll man die Biowaffen Hasen auch noch?
Es gibt einige Krankheiten und unverträgliche Stoffe, die im Fleisch unerkannt so rumschwirren können. Gilt im übrigen auch für Pflanzen. .
Ich denke nicht, daß jemand absichtlich einen infizierten Hasen verzehrt - aber da die Infektion nicht immer nachweisbar ist und/oder das Tier sich erst kürzlich angesteckt hat - oder sich Keime in totem Fleisch schnell vermehren oder oder oder gibts eben die Regel, daß man manches nur durchgegart verzehren soll, manches nur kurz liegen darf o.ä.
Das nennt sich Kochkunst und ist kulturelles Wissen. Unabhängig vom Hasen.

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