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Befragung von Eltern: Kinder machen glücklich - wenn sie ausziehen
Julian Stratenschulte/dpa

Sind Eltern die zufriedeneren Menschen? Ja, sagen Forscher. Aber nur langfristig.

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madameping 21.08.2019, 19:06
1. Unglückliche Eltern können keine glücklichen Kinder hervorbringen

Der Blick darauf, ob Kinder nun glücklich machen oder nicht, dürfte eher auf den Einzelfall anzuwenden sein.
Wir befinden uns noch immer in den Grenzen unserer Vorurteile; Frauen wollen Kinder und die, die keine wollen, sind irgendwie keine Frauen und dadurch irgendwie unnatürlich.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Frage nach dem persönlichen Glück darauf herunterbrechen lässt, ob man Kinder hat oder nicht.
Der gedankliche Prozess, sich gegen eigene Kinder zu entscheiden, folgt oft einer Vita, die nicht selten mit dem eigenen Unglück in der Kindheit verknüpft ist - das wiederum auf zumeist unglückliche Eltern zurückzuführen ist. Das gilt selbstverständlich nicht übergreifend, denn dazu ist die Frage viel zu komplex.
In jenen Fällen aber wird hier wesentlich sorgfältiger abgewogen als in den Fällen jener Eltern, die sich einfach irgendwie (Nachahmung, unkritisches Befolgen von Ratschlägen von leuten, denen es eigentlich völlig wurscht sein kann etc.) auf diese Aufgabe einlassen und schließlich vor einem Berg stehen, bei dem sie feststellen, ihn nicht erklimmen zu können.
Wenn es also heißt, dass Eltern oft erst glücklich sind, wenn ihre eigenen Kinder ausziehen, dann geht dem nicht selten ein großes Unglück voraus, das sich garantiert in die Seelen der Kinder gebrannt hat.
Und jede/r Kinderlose, die ihre Kinderlosigkeit bewusst und gründlich durchdacht haben, sind garantiert glücklicher, als jene Eltern, die es bereuen, Eltern geworden zu sein.
Auch DAS sollte man unbedingt bedenken.

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HISXX 21.08.2019, 19:25
2.

Wir haben zwei Kinder und sind glaube ich eine intakte Familie. Unsere Große macht in 2 Jahren Abi und will dann irgendwo studieren. Der Gedanke, dass unsere Kinder in wenigen Jahren ausziehen macht mich traurig.

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burlei 21.08.2019, 19:34
3. Die Studie hat Recht

Meine Güte, was waren wir glücklich, als die Blagen endlich ausgezogen waren! Von der ersten vollen Windel über das übliche abendliche Geschrei "Ich will abba noch nicht ins Bääääätt!" bis zum ersten, zweiten, dritten Liebeskummer.... nur Theater! Dann waren sie raus, hurra! Dann starb nach 45 Ehejahren meine Frau und Gott sei Dank! Deine Kinder stehen Dir zur Seite, halten Dich, machen sich Sorgen um Dich, kümmern sich um Dich! Was ein Quatsch, was diese Studie behauptet. Man ist glücklich, wenn man seine Kinder nicht nur liebt, man ist glücklich, wenn sie Dich zurück lieben.

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Pfaffenwinkel 21.08.2019, 19:38
4. Ohne Kinder bleibt das Leben leer

Und ja, Kinder machen Arbeit, sind mitunter stressig, brauchen Zuwendung und Liebe, kosten Geld. Also, nichts für Egoisten. Aber wirklich glücklich im Leben machen nur Kinder, jede Mutter, jeder Vater weiß das.

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protoscorsair 21.08.2019, 20:08
5. Kann ich nachvollziehen

Mit dem zweiten Kind hört der Spass wirklich auf. Es wird eine der nächsten gesellschaftliche Durchbrüche sein, dass Eltern über negative Aspekte des Elzernseins sprechen dürfen, ohne dass ein Shitstorm folgt. Ich (zwei Kinder, Frau mit Burnout, keine Verwandschaft in der Nähe) vermisse nach 6 Jahren die kleinen Dinge: samstags mal ausschlafen, nachmittags mal ein Buch lesen, Flexibilität und Spontanität. Ich habe gerne Kinder, aber ich Berichte im Freundeskreis offen darüber, dass es ein 24/7 K ochenjob mit wenig Anerkennung ist.

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pracz 21.08.2019, 20:38
6. Glücklich ohne Kinder?

Ich weiß nicht wie solche Studien entstehen, habe aber meine Zweifel. Ich weiß nur, dass die glücklichste Momente in meinem Leben sind und waren die Zeit mit meinen Kindern. Vom Anfang an bis jetzt, wo sie 17 und 19 sind. Wer keine Kinder hat, mag sich glücklich fühlen, oder eine dickere Geldbörse haben. Er hat aber keine Ahnung was er verpasst hat.

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lahozdeoro 21.08.2019, 21:15
7. Erfüllung

Das Gerede vom "Glücklichsein" erscheint mir doch sehr künstlich, als wäre das ein klares und eindeutiges Kriterium. Das Leben ist doch so wechselhaft, dass niemals ein einziger Faktor darüber bestimmt, ob man längerfristig (oder vielleicht auch nur zeitweilig?) "glücklich" ist. Eher ist es für mich eine echte Erfüllung, Kinder zu haben. Über 12 Jahre war ich alleinerziehender Vater, alles sehr, sehr anstrengend und dennoch möchte ich das nicht missen, die Intensität der Erlebnisse mit meinen Kindern, die Freude an den Geburtstagen, die Erfahrung, zwei kleine Menschen aufwachsen zu sehen mit all ihren Freuden und Anstrengungen, wunderbar.

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freigeistiger 21.08.2019, 21:49
8. Statistiken interpretieren

„... gaben etwas häufiger an, zufrieden im Leben zu sein ... ." Die Frage ist, ist es eine relevante Größe, oder nur eine statistisch messbare. Die Überschrift suggeriert etwas anderes, obwohl sie wortwörtlich genommen nicht unrichtig ist. "Sie waren auch glücklicher als Gleichaltrige, die keine Kinder hatten." Weiter im Text kommt die relevante Erklärung. Der Mensch ist ein Rudeltier. Menschliche Beziehungen sind existenziell und machen zufriedener. Dazu gehört auch Familie mit Kindern.

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patrick6463 21.08.2019, 21:51
9. Hat hier keiner Studiert?

Der Artikel bezieht sich auf Wissenschaftliche Studien. Diese werden durch Erfassen vieler Daten und statistischer Auswertung derselben erzeugt. Jetzt will ich eine Studie an zweifeln, mit der Begründung das der eigene Einzelfall ja gaaanz anders ist?

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