Forum: Gesundheit
Begleiteter Suizid: Ethiker wollen Ärzten Sterbehilfe erlauben
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Gesundheitsminister Gröhe fordert ein striktes Sterbehilfeverbot, dagegen regt sich Widerstand. Jetzt fordern Palliativmediziner, Juristen und Ethiker: Ärzte müssen sterbenskranke Patienten in den Tod begleiten dürfen.

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ein-berliner 26.08.2014, 16:19
1. Warum gerade Ärzte?

Deren Aufgabe wird durch ihren Eid definiert und es gibt somit keine Rechtfertigung für legale Tötungen.
Soll doch ein verbrecherischer Staat wieder Scharfrichter für diese Wünsche einsetzen mit Fallpauschale und dem ganzen Brimborium vo Rechtfertigungen.
Einzig zusehen sollten die Götter in Weiß dürfen, nichts anderes ist hier unter Begleitung zu verstehen.

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klarobello 26.08.2014, 16:19
2. Tabubruch

Das Tötungs-Tabu ist tief in uns und der Gesellschaft verankert, wird es gebrochen, geschieht ein langsamer Dammbruch, denn ist es einmal ausser Kraft, so wird sich bei Entscheidungen in der Zukunft, immer wieder darauf berufen. Es folgt ein langsames Aufweichen des Tabus, was wohl irgendwann mal ermöglichen wird Arbeitslose von ihrem "unnützen Leben" zu befreien. Leute die etwas Blick fürs Ganze haben, sollten bei so etwas nicht mitziehen.

Ausserdem sind die Schmerzmittel inzwischen so gut geworden, dass auch von daher kein so grosser Druck mehr besteht.

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frubi 26.08.2014, 16:25
3.

Als freier Mensche, der auch beim Italiener zwischen 24 verschiedenen Eissorten wählen kann, möchte ich auch die Art meines Todes sowie den Zeitpunkt selber bestimmen. Ich möchte nicht, dass das Schicksal für mich entscheidet. Es muss doch möglich sein, dass Menschen wie ich eine Chance zum Freitod haben ohne das sich die älteren Menschen in unserer Gesellschaft bedrängt vielen. Es soll und darf ruhig jeder 90 Jahre alt werden. Bei mir ist Schluss sobald mein Körper den Geist aufgibt (Beweglichkeit, Kreislauf, Verdauung etc.).

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spon_2277428 26.08.2014, 16:42
4. Henker und Heiler

sollen bitte schön getrennt bleiben, krasser könnten sich zwei Berufe nicht entgegenstehen! Das nennt man sonst Gewaltenteilung und Vermeidung von Interessenkollision. Schon vergessen? Oder sind Ärzte (und Mörder) keine Menschen?

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fusselsieb 26.08.2014, 16:42
5. Ich kann es verstehen

Wenn man selber mal eine pflegebedürftige Person hatte, die darum bettelt, sterben zu dürfen...

Der fade Beigeschmack bleibt allerdings, daß das erst in Zeiten der knappen Kassen in den Renten- und Sozialversicherungen kommt.

Trotzdem. Jeder bei klarem Verstand muß über sein Schicksal selbst entscheiden dürfen.

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b.ivanova 26.08.2014, 16:43
6.

Welche Ethik? ... Die 'Euthanasie' ist unter dem § 216 StGB. Gleiches gilt für die 'Abtreibung' unter dem § 218a StGB. Übrigens diese beiden Gesetze sind unter starker Debatten und es gibt in vielen Ländern sehr stabil Gründ und Motiven. Embryonen mit genetischer Defekt sehr ernst Grund für Abtreibung sind.

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guenzi 26.08.2014, 16:44
7. Aus Erfahrung: JA!

Aus den Erfahrungen im Rettungsdienst (Patienten im präfinalem Stadium, deren Angehörige aus Verzweiflung den Notarzt rufen) kann ich nur sagen - die Schweizer Lösung ist gut.

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mizuno lob wedge 26.08.2014, 16:44
8. Die Stars der Gesellschaft. Wie niedlich

Zitat von ein-berliner
Deren Aufgabe wird durch ihren Eid definiert und es gibt somit keine Rechtfertigung für legale Tötungen. Soll doch ein verbrecherischer Staat wieder Scharfrichter für diese Wünsche einsetzen mit Fallpauschale
Welcher Eid?
Ärzte leisten seit Jahren keinen mehr, da "man ja sonst belangbar wäre".
Man presst mit Verantwortung Spitzeneinkommen ab und trägt keine Haftung.

Die von Ihnen angeführten Scharfrichter sind quasi die Ärzte.

Die Ethikkomission sollte sich mit 90 Prozent Behandlungsfehlern, Gier, Psychopathie im Arztberuf auseinandersetzen.

Dass ein Mitglied konstatiert, es gäbe unter Rechtsbruch schon die Sterbehilfe zeigt doch, mit welchen moralischen Glanzleistungen ,die deutsche Universitätsmedizin auftrumpft.

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spon_2277428 26.08.2014, 16:47
9. Wer den Freitod will, bitte!

Aber dann soll er gefälligst alleine die ganze, auch praktische Verantwortung dafür übernehmen und niemand sonst auch noch mithineinziehen. Wenigstens dafür!

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