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Bier und Wein: Schon kleine Alkohol-Mengen könnten Gehirn verändern
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Das tägliche Glas Wein schädigt das Gehirn möglicherweise mehr, als bislang gedacht. Darauf weist eine aktuelle britische Studie hin. Demnach ist besonders das Gedächtnis gefährdet.

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Knossos 07.06.2017, 12:22
90. Fusel in der Untersuchung berücksichtigt?

Wird bei einer solchen Untersuchung zwischen Alkohol und Sorten an Fusel unterschieden, wie sie phantasiereiche Panscher in Ländern mit Prohibition zusammenmischen? Es ist mir nicht geläufig, woraus diese Mischungen in plagiierten Flaschen mehr oder weniger bekannter Marken an zumeist Whiskey oder Wodka bestehen, die da zu extrem hohen Preisen gedealt werden. Man bekommt davon einen Flash, der einem leichten Schwips ähnelt und nach etwa 20 Minuten wieder weicht, um nicht selten Kopfschmerzen Platz zu machen.

Methylalkohol wird sehr vermutlich in dieser Statistik nicht aufgenommen sein.

Der kommt ja immer wieder mal in Umlauf und hinterläßt Verletzte und Tote, während dessen Panscher oft keine ernsthafte Strafverfolgung zu fürchten haben, da klerikal-moralistische Justiz die verheerende Wirkung als Strafe für den Verstoß hinnimmt bis gutheißt. Ironischer Weise indes sind ausgerechnet Würdenträger und Geistliche solch drakonischer Bevormundung und Ächtung dafür verrufen, sich für hunderte Dollar per Flasche originales Schmuggelgut liefern zu lassen, und aus bigott wohlgefüllten Schatullen die besten Kunden der Schmuggler abzugeben.

Jene Zentiliter, welche ihre Untertanen unterdessen laut Statistik jährlich konsumieren sollen, bestehen oft aus über 90%igem Äthylalkohol aus dem Medizinbedarf, welchen bbeflissene Obrigkeit wohlweißlich und gern mit einem Stoff versetzen läßt, der ihn geschmacklich ungenießbar macht, dem geneigten Verbraucher ohne Kapital und Alternative nichtsdestoweniger zu gelegentlichem Anlaß herhält.

Nach Jahren solcher Beobachtung und Enthaltsamkeit könnte man ein gutes Pils und selbst noch schlappes Kölsch mit solcher Begierde wegpicheln, daß man nicht mehr fragte, ob 0,3 oder erst 0,5l zum Schaden gereichen.

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Knossos 07.06.2017, 12:23
91.

Zitat von Martin Franck
Daß auch kleinste Mengen dieses Giftes schaden, ist ja nicht überraschend. So steht in https://de.wikipedia.org/wiki/Alkoholkonsum#Sonstige_gesundheitliche_Wirkungen "Alkoholkonsum wird daher in keiner Leitlinie empfohlen; da es keinen risikofreien Alkoholkonsum gebe" Warum sollte ein kanzerogenes Zellgift auch positive Effekte haben? Der einzige Grund warum jemand überhaupt Alkohol konsumiert, liegt daran, daß er in der Natur leicht vorkommt, und daher der Mensch schon früh von der berauschenden Wirkung wußte. Als die hygienischen Bedinungen sehr viel schlechter waren, hatten Getränke mit dem Gift versetzt, desinfizierende Wirkung, und waren weniger mit Keimträgern belastet, als unhygienisches Wasser. Mit der heute zu Verfügung stehenden Versorgung von Getränken, gibt es absolut keinen Grund mehr, noch an der seit der Steinzeit bis zur Moderne mit der neusten Geschichte reichenden Tradition fest zu halten. Leider sterben alte Traditionen nur sehr langsam. Vielleicht werden sich Geschichtsforscher in hundert Jahren voller Erstaunen fragen, wie weit verbreitet der Konsum von Alkohol wider besseren Wissens in unserer Zeit noch war. Wer alkoholische Getränke konsumiert, beweist was Sokrates sagte, daß: "ein Leben ohne Selbsterforschung aber gar nicht verdient, gelebt zu werden." Sprich man macht etwas ohne nachzudenken, weil es immer so gemacht wurde, und es alle anderen so machen. Deshalb ein Zitat von Betrand Russell: "Drunkenness is temporary suicide: the happiness that it brings is merely negative, a momentary cessation of unhappiness." Zusammen gefasst, also verdient ein Leben mit Alkohol gar nicht gelebt zu werden, denn offensichtlich hat man sich nicht mit den Daten befasst, sondern lässt sich leicht beeinflußen. Genau genommen ist es sogar eine Flucht vor dem Leben.
Zu Ihrer Bestandsaufnahme sollten Sie auch Untersuchungen gesellen, die z.B. drei Gruppen von Konsumenten unterschieden. Übermäßige Verbraucher, moderate und vollkommene Abstinenzler. Dabei stellte sich heraus, daß die beiden extremen Gruppen desolate Kindheit und Psyche aufwiesen.
Außerdem gibt es die psychologische Annahme, daß gelegentlicher Rausch als soziales Ereignis und Ausspannen der grauen Zellen auch einen erholsamen Effekt aufweist.
Etwas, das lange vor uns bereits die Tierwelt entdeckt hat, in der sich manche Spezies zur Saison ordentlich einen zu Gemüte führt. Den von Bäumen fallenden Affen und am Stamm angelehnten Elefanten fehlt offenbar noch Ihr moralinsaurer Vortrag.

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g_bec 07.06.2017, 12:27
92. Ihre Sicht der Dinge

Zitat von Martin Franck
... Leider sterben alte Traditionen nur sehr langsam. Vielleicht werden sich Geschichtsforscher in hundert Jahren voller Erstaunen fragen, wie weit verbreitet der Konsum von Alkohol wider besseren Wissens in unserer Zeit noch war. Wer alkoholische Getränke konsumiert, beweist was Sokrates sagte, daß: "ein Leben ohne Selbsterforschung aber gar nicht verdient, gelebt zu werden." Sprich man macht etwas ohne nachzudenken, weil es immer so gemacht wurde, und es alle anderen so machen. Deshalb ein Zitat von Betrand Russell: "Drunkenness is temporary suicide: the happiness that it brings is merely negative, a momentary cessation of unhappiness." Zusammen gefasst, also verdient ein Leben mit Alkohol gar nicht gelebt zu werden, denn offensichtlich hat man sich nicht mit den Daten befasst, sondern lässt sich leicht beeinflußen. Genau genommen ist es sogar eine Flucht vor dem Leben.
Das mag Ihre Sicht der Dinge sein. Man kann allerdings auch etwas anderes verstehen: Wer die Wirkung von Alkohol an sich selber nicht studiert hat, sollte zu diesem Thema besser den Mund halten. Und Herr Russel scheint viel mehr zu sagen, dass leider ein Rausch nur kurzfristig das Leiden unterbricht.

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josef001 07.06.2017, 12:38
93. Mormonen, Adventisten und Moslims trinken keine alkoholische Getränke

Ein Vergleich der Lebenserwartung dieser Gruppen z.B. in Frankreich, Italien, Spanien, Argentinien mit einem repräsentativen Teil der Bevölkerung der entsprechenden Länder gäbe wohl eine aussagekräftigere Antwort auf die Frage "leben Menschen die keinen Alkohol trinken länger als Menschen die mäßig aber ständig Alkohol trinken", als die in ihrem Artikel zitierte Studie. Dass Wissenschaftler nicht auf diese - offensichtliche - Ideee gekommen sind, lässt mich an der "Aufrichtigkeit" dieser Studie zweifeln. Wohl wiederum eine Auftragsuntersuchung?

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bernie_witzbold 07.06.2017, 13:07
94. Nun...

Zitat von josef001
Ein Vergleich der Lebenserwartung dieser Gruppen z.B. in Frankreich, Italien, Spanien, Argentinien mit einem repräsentativen Teil der Bevölkerung der entsprechenden Länder gäbe wohl eine aussagekräftigere Antwort auf die Frage "leben Menschen die keinen Alkohol trinken länger als Menschen die mäßig aber ständig Alkohol trinken", als die in ihrem Artikel zitierte Studie. Dass Wissenschaftler nicht auf diese - offensichtliche - Ideee gekommen sind, lässt mich an der "Aufrichtigkeit" dieser Studie zweifeln. Wohl wiederum eine Auftragsuntersuchung?
Die bei zwei dieser Religionsgruppen verbreitete Polygamie dürfte die positiven Folgen des Alkoholverzichts auf die Lebenserwartung mehr als ausgleichen.

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zeisig 07.06.2017, 13:41
95. Veränderung des Gehirns ? Gerne !

Es gibt Religionen und Kulturen, bei denen Alkohol verpönt oder verboten ist. Wenn ich mir die dazugehörigen Menschen anschaue, habe ich allerdings nicht den Eindruck, daß die in diesem Artikel erwähnte "Veränderung des Gehirns" negative Folgen für unsere alkoholkonsumierende Kultur aufzeigt.

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Stefan Sx 07.06.2017, 14:05
96.

Zitat von Anna Bolika
... Möchten Sie sich vielleicht outen? ICH bin von einem "Glaserl Wein" jedenfalls vom Zustand der totalen Anästhesie noch meilenweit entfernt - und auch von 5, wenn die Nacht lang genug ist.
ICH kannte mal jemanden, der war mit drei Promille immer noch gut in der Lage, zu stehen und sich, phonetisch gesehen, sauber zu artikulieren. Meilenweit von der Anästhesie entfernt, tatsächlich. Ist halt Übungssache, ganz einfach. Die Qualität dessen, was er formuliert hat, das muss man schon zugeben, hat in dem Zustand dann schon ein bisschen zu wünschen übrig gelassen. Da sehe ich gleich die zweite schöne Parallele zum obigen Zitat. Wenn jemand, der sich dem Alkohol gegenüber kritisch äußert, des süchtigen Saufens verdächtigt wird, dann ist das kein schöner Stil.

Und, BITTE, verschont mich mit Euren saufenden Opas! Diese Einzelfall-Statistik-Versuche sind einfach nur albern und eines denkenden Menschen nicht würdig.

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desoie 07.06.2017, 14:09
97. Letzter Artikel zum Thema ist gerade ein halbes Jahr her...

...und besagte genau das Gegenteil: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/toetet-alkohol-gehirnzellen-mythos-oder-medizin-a-1127007.html
"Fazit: Alkohol tötet keine Gehirnzellen, sondern stört ihre Kommunikation untereinander. Dadurch verlangsamt er unser Denken, aber nur für die Zeit des Rauschs. Eine Ausrede, ab jetzt immer ungehemmt zu trinken, ist das trotzdem nicht. Auf Dauer schadet der Alkohol dem Hirn nämlich indirekt - zum Beispiel über eine kaputte Leber oder einen Vitamin-B1-Mangel. "

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C.G.J. 07.06.2017, 14:43
98. Das ist doch schon seit mehreren Jahrausenden bekannt,

Wurden auch schon Gen spezifische Forschungen diesbezüglich betrieben (wie mit der Milch z.B.) und kann man in den Bildern der Kernspintomografie auch ablesen, was genau vergessen wird?
Würde mich in meinen Forschungen sehr weiter helfen.

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C.G.J. 07.06.2017, 14:59
99. Das ist doch schon seit mehreren Jahrausenden bekannt,

Wurden auch schon Gen spezifische Forschungen diesbezüglich betrieben (wie mit der Milch z.B.) und kann man in den Bildern der Kernspintomografie auch ablesen, was genau vergessen wird?
Würde mich in meinen Forschungen sehr weiter helfen.

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