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Bier und Wein: Schon kleine Alkohol-Mengen könnten Gehirn verändern
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Das tägliche Glas Wein schädigt das Gehirn möglicherweise mehr, als bislang gedacht. Darauf weist eine aktuelle britische Studie hin. Demnach ist besonders das Gedächtnis gefährdet.

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**Kiki** 07.06.2017, 10:06
60. Es nervt.

Können die Tugendterroristen von der Public-Health-Front wirklich keinen einzigen Tag vergehen lassen, ohne ihre lebensunfrohen Erweckungsbotschaften zu verbreiten? Man könnte glatt meinen, man liest nicht "Spiegel Online", sondern den "Wachtturm".

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g_bec 07.06.2017, 10:08
61. Ok.

Zitat von Pela1961
Das dumme ist nur, dass es einen offensichtlichen Zusammenhang zwischen gewalttätigen Auseinandersetzungen und Alkoholkonsum gibt. Es gibt auch einen Zusammenhang zwischen Verkehrsunfällen und Alkoholkonsum. Es gibt Millionen von Menschen, die unter dem Trinkverhalten eines Familienmitgliedes, Kollegen, Nachbarn, Lehrer oder sonstwem leiden. Nee, übermässiger Alkoholkonsum ist KEINE Privatsache. Sonst bräuchte man sich nicht so viele Gedanken darüber zu machen, wie man die "Penner" aus dem Straßenbild entfernt. Alkohol ist solange gesellschaftlich akzeptiert, bis eine Abhängigkeit da ist. Dann ist der bis dahin gern gesehene tolle Feierer, der Partyhengst oder die immer gut gelaunte Nachbarin auf einmal nur noch ein Säufer oder eine Säuferin, die man am besten gar nicht kennt. Und wehe, da hört einer auf zu trinken. In der ersten Zeit muss er sich vor all denen rechtfertigen, nichts mehr zu trinken, die in seiner Trinkzeit auf ihn runterguckten. Klar - oft ist es ja so, dass er gar nicht so viel mehr getrunken hat als diejenigen, die sich überlegen fühlen. Und wenn so einer sich dann hinstellt und sagt, er wäre Alkoholiker - was ist dann mit einem selbst? Da ist sie wieder - die mehr oder weniger gestörte Selbstwahrnehmung.
Alkoholkonsum und gewalttätige Auseinandersetzungen hängen also zusammen. Wie dumm, dass einige der gewalttätigsten Regionen der Welt qua "Gesetz" abstinent leben müssen und Alkoholkonsum sowie auch Besitz mit Gewalt bestraft wird. Irgendwie kann diese Argumentation also nicht stimmen.

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scoopx 07.06.2017, 10:09
62. Wein und Philosophie

Zitat von Martin Franck
[...] Wer alkoholische Getränke konsumiert, beweist was Sokrates sagte, daß: "ein Leben ohne Selbsterforschung aber gar nicht verdient, gelebt zu werden." Sprich man macht etwas ohne nachzudenken, weil es immer so gemacht wurde, und es alle anderen so machen. Deshalb ein Zitat von Betrand Russell: "Drunkenness is temporary suicide: the happiness that it brings is merely negative, a momentary cessation of unhappiness." Zusammen gefasst, also verdient ein Leben mit Alkohol gar nicht gelebt zu werden, denn offensichtlich hat man sich nicht mit den Daten befasst, sondern lässt sich leicht beeinflußen. Genau genommen ist es sogar eine Flucht vor dem Leben.
Hegel zum Beispiel war ein starker Trinker. Seine Weinrechnungen trieben ihn schier in den Bankrott. Ich hatte schon immer den Verdacht, daß die berühmte Lithographie, die ihn mit Berliner Studenten zeigt, in Wahrheit eine freche Karikatur ist, die ihn bei einem schweren Kater darstellen soll. Man schaue sich nur an, wie er sich über das Katheder beugt!

Und gibt es nicht einen Platon-Dialog, der "Symposion" heißt? Das Wort wird meist mit "Gastmahl" übersetzt. Das war aber nur der Anfang, danach ging es in ein Trinkgelage über.

Schließlich: als Bertrand Russell jung war, gab es in England überall "Temperance Societies", die Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Massenbewegung wurden. Russell war davon gewiß nicht unbeeinflußt.

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Martin Franck 07.06.2017, 10:10
63. Mitleid für den Sauertopf

Zitat von Mardor
Sauertöpfe wie Sie, die aufgrund einer derart rigiden, jedem Talib am Hindukusch zur Ehre gereichenden "Philosophie" faszinierende sinnliche Genüsse wie sie z.B. ein großer Bordeaux oder ein komplexer Single Malt bereithalten rundheraus ablehnen, die verdienen m.E. vor allem eines: Mitleid.
Wer sich sein Leben schön trinken muß, weil es sonst so sauertöpfisch ist, verdient Mitleid.

Nun habe ich den Vorteil, daß ich mich nie an den Genuß von Alkohol gewöhnen konnte. Jedesmal wenn mir jemand ein so ganz tolles Getränk anbot, sagte ich: Schmeckt ja ganz gut, aber was ist dieser unagenehme Nebengeschmack?
Nun das ist der Alkohol.
Das ist ja auch der Vorteil der alkoholischen Mischgetränke, daß man den Alkohol gar nicht mehr spürt.
Dann gab es welche, die mir zeigen wollten, daß natürllich der billige Fusel auch kein Genuß sei, sondern man die richtigen guten Weine kosten müsse.
Komischerweise, fand ich keinen Unterschied. Erst später fand ich das Video: https://www.youtube.com/watch?v=5PeKcWCC-tw
Wine Snobs Are Faking It

Wer sich also die Sucht mit Genuß schön reden muß, der verdient für sein trauriges Leben tatsächlich Mitleid.

Wer schon ad hominem argumentiert, beweist damit, daß er keine Argumente hat. Wer Taliban und Puritaner anführt hat schon sein Maß verloren. Schön wenn man sich selbst disqualifiziert.

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Morpheus Nudge 07.06.2017, 10:12
64.

Ich war nie Kostverächter und ich bin kein Antialkoholiker. Außerdem bin ich der Meinung, dass ein nicht ungesundes Maß an Genuss und Rausch auch zum Menschsein gehört. Der Organismus ist schon in der Lage, ein überschaubares Maß an (im weitesten Sinne) "Giften" zu vertragen und abzubauen.

Ich habe mir allerdings schon vor vielen Jahren abgewöhnt, als Single allein zu Hause Alkohol zu konsumieren, weshalb es sich ergeben hat, dass ich so gut wie nichts trinke.

Seitdem merke ich, wie sich schon wenig Alkohol auf einen "stattlichen Kerl" wie mich auswirkt und sehe die gesellschaftlich akzeptierte Alltagsdroge Alkohol deutlich skeptischer und bin unbedingter Verfechter von 0 Promill am Steuer.

Was mir außerdem häufig auffällt: Jeder gesellschaftlich akzeptierte Anlass "übermäßigen" Alkoholkonsums hat regen Zulauf.

Es mag einerseits schön sein, dass wir es uns leisten können, auch ein normales Arbeitsleben zur ständigen Party zu machen, viel und oft feiern und trinken zu können, aber andererseits produziert Gewohnheitskonsum auch (mindestens potentielle) Wracks am Fließband.

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Christian Huebner 07.06.2017, 10:14
65. Schutz des Ungeborenen

Alkohol schädigt schon in geringen Mengen in der Schwangerschaft den Fötus. Daher sollte auf jede Flasche Alkohol wie beim Tabak Warnbezeichnungen angebracht werden und Schwangere unbedingt aufgeklärt werden. Alkohol nur noch in spezielle Fachgeschäfte verkauft und höher besteuert werden.
Danke an den Spiegel,das er als einziges großes Nachrichtenportal der Alkohol Lobby Paroli bietet.

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helmut.alt 07.06.2017, 10:18
66. Wenn Alkohol so schädlich ist,

dann müssten hunderte von Millionen Menschen, die keinen Alkohol trinken wie z. B. die Moslems, doch von Alkohol typischen Krankheiten verschont sein. Gibt es denn da keine Statistik?

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socketuning 07.06.2017, 10:18
67.

Zitat von Martin Franck
... Wer alkoholische Getränke konsumiert, beweist was Sokrates sagte, daß: "ein Leben ohne Selbsterforschung aber gar nicht verdient, gelebt zu werden." Sprich man macht etwas ohne nachzudenken, weil es immer so gemacht wurde, und es alle anderen so machen. Deshalb ein Zitat von Betrand Russell: "Drunkenness is temporary suicide: the happiness that it brings is merely negative, a momentary cessation of unhappiness." ....
"Die Unvernunft einer Sache ist kein Grund gegen ihr Dasein, sondern vielmehr eine Bedingung desselben. "
Nietzsche

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oil.domi1 07.06.2017, 10:20
68. hin und her

Vor Jahren hat eine Studie herausgefunden das jeden Tag ein Glas Rotwein gut fürs Herz ist, Jetzt sind wieder kleinste mengen total schädlich und verkürzen das Leben. Phosphat in Schmelzkäse, Glyphosat in Gemüse und Salat, Fleisch und Wurst ist Krebserregend...
Was können und sollen wir heute eigentlich noch Konsumieren. Diese ganzen Studien bringen garnichts ausser nur Verunsicherung wenn die Politik nicht mehr dafür sorgt das undsere Lebensmittel gesünder werden.

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merenlähellä 07.06.2017, 10:21
69. Und ich ...

Zitat von viwaldi
Viele trinken um zu vergessen. Ich trinke aus Spaß. Na und? Dieses ganze Pseudogelaber beeindruckt mich nicht. Alle tun so, als ob sie ewiges Leben erlangen könnten, wenn sie sich nur ganz korrekt verhalten, kleiden, reden und ernähren würden. Puritanisches Spießbürgertum ist das. Leute, lebt euer Leben, aber verbringt nicht eure Zeit. Mit 80 will ich mich wahrscheinlich gar nicht mehr an alles erinnern können. Solange ich die Rotweinflasche dann noch mit Genuss öffnen und trinken kann, will ich fröhlich sein. Auch die veganen Jogger werden sterben, soviel steht fest.
vergesse gerade zu trinken...
Scherz beiseite: Sie können davon ausgehen, dass die meisten "puritanischen Spießbürger" nur per Erhöhung von Steuern/Abgaben an unser Geld wollen. Ob jemand (zu viel) trinkt, ist denen prinzipiell egal, so lange es nicht in ihrer Familie oder im Freundeskreis ist. Von den anderen möchten sie nur Bares.
In diesem Sinne: Prost!

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