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"Biggest Loser"-Diätstudie: Jojo-Effekt XXL
AFP

Erst abnehmen, dann wieder zunehmen - dieser Effekt hat auch die meisten Teilnehmer der US-Reality-Show "The Biggest Loser" getroffen. Forscher haben sie sechs Jahre lang begleitet und liefern eine Erklärung.

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spon_3055608 06.05.2016, 12:43
80. Der Dicke ist schuld?

Die Studie kann bei aller Objektivität und Bemühung nicht erklären warum es heute sovielmehr übergewichtige und fettleibige Menschen gibt als früher. Mit früher meine ich noch nicht einmal 30 Jahre. Man muss nur zB. alte amerikanisch Filme anschauen. Völlig außer acht gelassen wurde der Einfluss der heutigen Nahrung, die eigentlich mehr ein Chemiecocktail ist:
Diverse Weichmacher aus der Verpackung, die hormonell aktiv sind, Rückstände von Östrogenen und andern "Masthormonen" im Trinkwasser, ein in Ihrem Zusammenwirken nicht mehr durchschaubarer Chemiemix aus Stabilisatoren, Farbstoffen, künstlichen Aromen und Geschmacksverstärkern, Konservierungsmitteln Rückständen von Pestiziden und Herbiziden, Antibiotika, die auch zu einer Veränderung der Darmflora führen und Mitteln aus der Tiermast. Nicht zuletzt zeigt eine Arbeit der Universität Peking der Einfluss von Luftschadstoffen und Feinstaub als Dauer-Enzündungsfaktoren und Dickmacher
All das gab es vor 30 Jahren noch nicht in dem Ausmaß und vor 50 Jahren so gut wie garnicht.
Man kann es sich einfach machen und sagen die Dicken essen ganz einfach zuviel.
Es ist aber nicht so. Aus vielen Auslandsaufenthalten in Drittwelt-Ländern weitab vom Schuss weiß ich, dass ich dort mühelos und ungewollt abnehme, trotz mindestens doppelter Nahrungsaufnahme und hierzuland auch bei äusserster Vorsicht langsam aber sicher zunehme.
Es gibt m.E. keine monokausale Ursache und auch nur sehr eingeschränkt ein individuelles Fehlverhalten. Es ist mehr ein Problem der durchgängig versauten Lebensbedingungen.

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lindareicher 06.05.2016, 13:11
81.

Zitat von fblars
Die Studie wird hier schon mal richtig schön auseinandergenommen: https://youtu.be/obBTaSxk9U0
Die Person in dem Video würfelt 2 grundverschiedene Studien zusammen, um etwas zu widerlegen.

In der Studie selber wird genau 1(!) Messgerät (TrueOne metabolic cart, ParvoMedics, Sandy, UT) benutzt.
Die andere Studie, die diese Person dahernimmt, zeigt einzig und alleine die Messungenauigkeiten zwischen verschiedenen(!!) Messgeräten.
Aussagekraft des Vidoes -> 0, obwohl der Autor wohl ein gewisses Maß an Verstand zu haben scheint.

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harryholdenwagen 06.05.2016, 13:14
82.

Zitat von Airkraft
Der Fehler liegt schon in der Annahme, dass das Problem mit einer Diät nach ein paar Wochen erledigt sei und man wieder zu den alten Gewohnheiten zurückkehren könne. Das aber ist grundfalsch! Abzunehmen und danach das Gewicht zu halten ist ein nicht endender, lebenslanger Prozess. Um sein Gewicht zu kontrollieren gibt es dafür eine bewährte Vorrichtung die sich Waage nennt ;-)
Wenn man sein persönliches, gesundes Essverhalten gefunden hat, ist das auch kein lenbenslanger Prozess, sondern geht in den Alltag über.
Früher hat Person XY jede Woche Pizza bestellt und heute ttrifft Person XY mit Freunde einmal im Monat und kocht zusammen Pizza.

Genießen in Maßen und nicht Massen. Man muss das Gleichgewicht finden von jeden Abend eine Tafel Schokolade/Tüte Chips und ich esse bewusst heute ein bisschen Schokolade oder ein paar Chips.
PS man kann auch nur ein paar Chips essen. Bei mir hilft es, dass ich mir eine Portion Chips in eine Schüssel gebe und den Rest wieder in den Schrank lege. Ich bin dann zu faul extra aufzustehen um mir Chips zu holen. Wenn die Tüte neben einem liegt und man immer wieder reingreift, merkt man nicht wie viel man isst und irgendwann ist die Packung leer.

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javfraelgrande 06.05.2016, 13:14
83.

Für mich ist der beste Weg um abzunehmen, ist das mediterranean Diät und olivenöl. Ich kaufe in www.aceitecsb.es ein

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moev 06.05.2016, 13:21
84.

Zitat von MashMashMusic
Der Punkt ist: wenn Sie Nahrung mit 3000 kcal zu sich nehmen, stehen Ihrem Körper nach der Verdauung nicht 3000 kcal zur Verfügung - wäre das so, würde die Verdauung mit 100%-er Effizienz arbeiten, und so eine Effizienz gibt es nicht, nicht mal annähernd.
Von Messfehlern bei der ermittlung der Kalorienangabe abgesehen stehen Ihnen danach aber eben auch keinesfalls mehr als 3000 kcal zur Verfügung.

Zum abnehmen ist es in der Tat eine gute Faustregel nicht mehr als den Grundbedarf zuzuführen, damit man nach der Verdauungsineffizienz etwas weniger als den Grundbefarf tatsächlich zur Verfügung hat

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Lisa_can_do 06.05.2016, 13:40
85.

Zitat von spon_3055608
Die Studie kann bei aller Objektivität und Bemühung nicht erklären warum es heute sovielmehr übergewichtige und fettleibige Menschen gibt als früher. Mit früher meine ich noch nicht einmal 30 Jahre. Man muss nur zB. alte amerikanisch Filme anschauen. Völlig außer acht gelassen wurde der Einfluss der heutigen Nahrung, die eigentlich mehr ein Chemiecocktail ist: Diverse Weichmacher aus der Verpackung, die hormonell aktiv sind, Rückstände von Östrogenen und andern "Masthormonen" im Trinkwasser, ein in Ihrem Zusammenwirken nicht mehr durchschaubarer Chemiemix aus Stabilisatoren, Farbstoffen, künstlichen Aromen und Geschmacksverstärkern, Konservierungsmitteln Rückständen von Pestiziden und Herbiziden, Antibiotika, die auch zu einer Veränderung der Darmflora führen und Mitteln aus der Tiermast. Nicht zuletzt zeigt eine Arbeit der Universität Peking der Einfluss von Luftschadstoffen und Feinstaub als Dauer-Enzündungsfaktoren und Dickmacher All das gab es vor 30 Jahren noch nicht in dem Ausmaß und vor 50 Jahren so gut wie garnicht. Man kann es sich einfach machen und sagen die Dicken essen ganz einfach zuviel. Es ist aber nicht so. Aus vielen Auslandsaufenthalten in Drittwelt-Ländern weitab vom Schuss weiß ich, dass ich dort mühelos und ungewollt abnehme, trotz mindestens doppelter Nahrungsaufnahme und hierzuland auch bei äusserster Vorsicht langsam aber sicher zunehme. Es gibt m.E. keine monokausale Ursache und auch nur sehr eingeschränkt ein individuelles Fehlverhalten. Es ist mehr ein Problem der durchgängig versauten Lebensbedingungen.
Mit Verlaub: ja, dicke Menschen sind schuld, wenn sie dick sind. Und Schwangere (und der Mann dazu) sind schuld, dass sie schwanger sind. Es geht nur nicht um Schuld. Sondern es geht um Lösungen und die liegen in unser aller Verbesserung katastrophaler und von uns selbst herbei geführter Umstände, die uns krank machen und denen wir 'erlauben' uns krank zu machen. Ein Steak für 1,50 € - kein Problem. Garantiert mit Antibiotika. Aber Ihre Argumentation ist unlogisch. Noch nie konnten wir so sehr auswählen, sicher für ärmere Menschen nicht gerade leicht, aber die Mehrheit kann wählen zwischen Salat oder Pommes, zwischen vegetarisch oder täglich Billig-Fleisch, zwischen regional und Importe aus Ländern, wo es gar keine Kontrolle usw. gibt.

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hemithea 06.05.2016, 14:12
86. an MashMashMusic Teil 1

Wie passend, dann sind wir Kollegen. Aber auch die Tatsache, dass man nicht ein Kaloriemeter ist, kann man super in die Betrachtung ziehen.
Sie nehmen nicht zu, heißt doch, dass sie für sich ein GGW gefunden haben.

Ich persönlich habe erlebt, an meiner Mama und an mir, welche macht Hormone haben. Meine Mutter hatte echt Schwierigkeiten anfangs in den Wechseljahren, ua auch Gewichtsschwankungen. Sie trägt jetzt wieder seit 4 Jahren Kleidergrösse 36/40 und hat ihre Ernährung angepasst, ihr Sportverhalten auch und wieder abgenommen. Sie hält dieses Gewicht.
Ich hingegen muss ständig dagegen kämpfen, nicht abzunehmen. Eine Mahlzeit ausgelassen und zack bumm, 2-3 kg weniger auf den Rippen.

Man kann das Gewicht unter Kontrolle bringen, wenn man will.

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az26 06.05.2016, 14:13
87. Stimmt

Zitat von Lisa_can_do
Mit Verlaub: ja, dicke Menschen sind schuld, wenn sie dick sind. Und Schwangere (und der Mann dazu) sind schuld, dass sie schwanger sind. Es geht nur nicht um Schuld. Sondern es geht um Lösungen und die liegen in unser aller Verbesserung katastrophaler und von uns selbst herbei geführter Umstände, die uns krank machen und denen wir 'erlauben' uns krank zu machen. Ein Steak für 1,50 € - kein Problem. Garantiert mit Antibiotika. Aber Ihre Argumentation ist unlogisch. Noch nie konnten wir so sehr auswählen, sicher für ärmere Menschen nicht gerade leicht, aber die Mehrheit kann wählen zwischen Salat oder Pommes, zwischen vegetarisch oder täglich Billig-Fleisch, zwischen regional und Importe aus Ländern, wo es gar keine Kontrolle usw. gibt.
Gerade jetzt im beginnenden Sommer bekommt man Unmengen schmackhaften Gemüses, z.B. Brechbohnen:
10 Min kochen, Bohnenkraut, Salz, Butter - fertig. Dazu vll. ein Kassler: chmackhaft, sättigend und gesund.
Statt ewig Kochshows mit sich übeschlagenden Koch-Profi-Amateuren sollte mal eine Sendung "Günstig & Gesund in 10 Minuten" starten - mal schaun, wer dann noch glänzen kann ...
Die teuerste und ungesündeste Ernährung ist unzweifelhaft die von der Tanke. Nachts um 11 Uhr noch den Mitternachtssnack aus Chips, Schokoriegel und Whisky-Cola eingekauft.

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hemithea 06.05.2016, 14:18
88. Teil 2

Ich mag bloß nicht, wenn Menschen rumjammern "ich bin jaaaa sooooooooooo dick" und gleich danach sich n Snickers reinpfeiffen. Dann stört es nicht.

Was ich als dünner Mensch schon alles gehört habe
- Magersucht
- Drogensucht
- Bulimie
- Krankheit

Ich habe offensichtlich doch gute Gene, aber man übersieht, dass Kleinigkeiten es ausmachen.

Ich nutze aus Prinzip weder Fahrstuhle, noch Rolltreppen. Ich nutze fast immer Fahrrad oder gehe zu Fuss + Öffis. Ich esse keine/kaum Süßes, ich esse immer ordentlich, ich trinke nur ungesusste Getränke (wenn Saft dann nur verdünnt), ich esse nur dann, wann ich Hunger habe usw.
Und ja, ich mache sehr viel Sport.

Ich muss mich bei Chips nicjt beherrschen, ich esse sie nicht.

Das würde bei den Meisten schon ausreichen.

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**Kiki** 06.05.2016, 14:39
89.

Zitat von Lisa_can_do
Mit Verlaub: ja, dicke Menschen sind schuld, wenn sie dick sind. Und Schwangere (und der Mann dazu) sind schuld, dass sie schwanger sind. Es geht nur nicht um Schuld. Sondern es geht um Lösungen und die liegen in unser aller Verbesserung katastrophaler und von uns selbst herbei geführter Umstände, die uns krank machen und denen wir 'erlauben' uns krank zu machen.
Was ist mit Schwangeren, die trotz bestmöglicher Verhütung schwanger geworden sind? Ist mir sage und schreibe zweimal in meinem Leben passiert - das hat mein Verhältnis zu Wahrscheinlichkeiten für immer verändert.

Was ich mich außerdem frage: Sind unsere Verhältnisse, die es uns erlauben, uns (möglicherweise) im höheren Alter durch das eigene Verhalten krank zu machen, aus Ihrer Sicht schlimmer als die Verhältnisse, die in Ländern ohne nennenswerte Übergewichtsprobleme dazu führen, daß ein vermutlich ungefähr entsprechender Anteil an Hungerkrankheiten - die nicht selbst herbeigeführt werden, sondern nicht aus eigener Kraft vermieden werden können - einkalkuliert werden muß? Obwohl die Lebenserwartung ausweislich entsprechender Statistiken bei uns weitaus höher liegt?

Aus Zoos ist das Problem bekannt, daß Tiere, denen ein höheres Futterangebot haben, auch nicht von alleine aufhören zu fressen, sondern mehr zu sich nehmen, als sie brauchen würden. So, wie eine artgerechte Haltung eigentlich für Tiere den Zwang zur gleichen mühsamen Futtersuche wie in freier Wildbahn voraussetzen würde, ist es beim Menschen wohl auch ... allerdings mit der häßlichen kleinen Nebenwirkung, daß es dann zwar keine überfütterten, wohl aber unterernährte Menschen gibt. Eines von beidem muß eine Gesellschaft wohl akzeptieren.

Die Zootiere werden übrigens dennoch im Durchschnitt ebenfalls deutlich älter als die in freier Wildbahn.

Ihr Nick ist doch sicherlich ein bißchen Programm, oder, Lisa_can_do? Ich weiß ja nicht, wie alt Sie sind, aber es fällt mir schwer, mir vorzustellen, daß jemand mit Lebenserfahrung so einen Nick wählen würde. Dazu stößt man im Lauf seines Lebens viel zu oft an die Grenzen dessen, was man für machbar gehalten hat. Das ist kein versteckter Vorwurf, bloß ein Denkanstoß, und auch das nur beim konkreten Thema. Optimismus ist ja nichts, wofür jemand sich schämen müßte, im Gegenteil. ;-)

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