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Biomarker-Test bei Brustkrebs: Diesen Kampf wollte ich unbedingt gewinnen
Pradit Ph/ iStockphoto/ Getty Images

Es kann eine Frage von Leben und Tod sein: Chemotherapie bei Brustkrebs - ja oder nein? Künftig zahlt die Krankenkasse einen wichtigen Test für Patientinnen. Endlich. Viele haben lange darauf gewartet. Auch ich.

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noalk 21.06.2019, 12:38
1. Andere entscheiden sich, ...

... sich der Behandlung sogar bei geringem Risiko zu unterziehen (Zitatende). Frauen, die sich so entscheiden, bräuchten den Test nicht.

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sumse123 21.06.2019, 12:54
2. Es ist ein Test über die Wahrscheinlichkeit...

nicht über das ja oder nein.
Ein mir unvergessliches Beratungsgespräch zu einer eventuellen Fruchtwasseruntersuchung war eine beispiellose Vorlesung über Stochastik - und es hatte nichts menschliches!
Mir hat das alles nicht geholfen sondern noch viel mehr Angst und Ratlosigkeit bescheert.
Ein Test macht aus meiner Erfahrung heraus Sinn, wenn er eindeutig ist. Alles andere ist Roullette!

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eismond 21.06.2019, 13:19
3. Wird auch Zeit!

Meinen Frau hatte glück das Sie vor 4 Jahren in die Studie auf genommen worden ist und so nur der Eigenanteil von 350€ zu bezahlen war. Ohne diesen Test hätte meine Frau ein Chemo machen sollen, aber der Test erbrachte das 3% der Mortalitätsrate nur verbessert wird aber bei 50% die Leber geschädigt wird, wegen einer erblich bedingten Vorerkrankung. Durch diesen Test könnten viel Chemos gespart werden, was den Patienten hilft und den Kassen. Der Test kosten nur eine Bruchteil der Chemo und den Folgeerkrankungen.

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supernicky_reloaded 21.06.2019, 13:26
4.

Eindeutigkeiten gibt es aber bei Krebs nicht, nur Wahrscheinlichkeiten. Das ist ja die Crux.

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isar56 21.06.2019, 13:28
5. Glück gehabt

als ich vor einigen Jahren an Brustkrebs erkrankte, hatte ich das Glück keine Chemo zu benötigen. Da waren sich die Ärzte einig. Ich vermute, im Zweifel sprechen sich Onkologen sicherheitshalber eher für eine Chemo aus.
Mein "Alternativarzt" verhalf mir zu einer guten Wundheilung und Verträglichkeit der Bestrahlungen. Er machte mir Mut. Alles erdenklich Gute allen Betroffenen (Männer können auch an Brustkrebs erkranken).

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so-long 21.06.2019, 13:52
6. Eindeutig

Zitat von sumse123
nicht über das ja oder nein. Ein mir unvergessliches Beratungsgespräch zu einer eventuellen Fruchtwasseruntersuchung war eine beispiellose Vorlesung über Stochastik - und es hatte nichts menschliches! Mir hat das alles nicht geholfen sondern noch viel mehr Angst und Ratlosigkeit bescheert. Ein Test macht aus meiner Erfahrung heraus Sinn, wenn er eindeutig ist. Alles andere ist Roullette!
im Sinne von 100% richtig-positiver-Trefferquote gibt es nicht.
Vgl. sehr gut verständlich geschriebene Publikationen von Gerd Giegerenzer.

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andialpha 21.06.2019, 14:19
7. Kosten

Im Prinzip ist es gut dass dieser Test jetzt bezahlt wird weil es den Patienten/Aerzten bei der Entscheidung hilft. Aber in der Zukunft wird es solche Tests fuer viele Krankheiten geben. Der Oncotyp-Test wird die Krankenkassen 100 Mio pro Jahr kosten. Wenn solche "informativen" Tests fuer hunderte von Krankheiten vorliegen, wird das ein finanzielles Problem, da die Einsparungen bei der Therapie dies warscheinlich nicht ausgleichen. Daher wird es wohl so sein, dass in vielen Faellen die Tests privat bezahlt werden muessen und nur Tests die eine eindeutige Entscheidung fuehr die Therapie ermoeglichen werden von den Kassen bezahlt werden. Darum sollte jeder schon mal ein eigenes Sparkonto ueber ein paar tausend Euro fuer medizinische Zusatztausgaben anlegen. Wer's nicht macht hat halt dann spaeter Pech wenn er solche Tests moechte.

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viwaldi 21.06.2019, 14:31
8. Ziemlich blauäugiger Artikel

Eine der wichtigsten Fragen ist: für wen ist der Test überhaupt sinnvoll? Jedenfalls nicht für alle Patientinnen mit Brustkrebs! Andere bekannte und gut getestete Faktoren sind häufig so eindeutig, das der Test sinnlos ist. Und ob Multigentests , wie der Oncotype, wirklich die Zukunft darstellen, wird von vielen Fachleuten heftig bezweifelt. TMB ist der neue Focus.

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kumi-ori 21.06.2019, 14:37
9.

Zitat von sumse123
nicht über das ja oder nein. Ein mir unvergessliches Beratungsgespräch zu einer eventuellen Fruchtwasseruntersuchung war eine beispiellose Vorlesung über Stochastik - und es hatte nichts menschliches! Mir hat das alles nicht geholfen sondern noch viel mehr Angst und Ratlosigkeit bescheert. Ein Test macht aus meiner Erfahrung heraus Sinn, wenn er eindeutig ist. Alles andere ist Roullette!
Menschlichkeit und Empathie sollten Sie woanders suchen und hoffentlich finden.

Aus der Aufklärung über einen Gentest sollten Sie jedoch das Werkzeug gewinnen, dass es Ihnen ermöglicht, die Lösung zu finden, die zu Ihnen am besten passt, auch und gerade in Hinblick auf Ihre eigene menschliche Veranlagung.

Sie müssen sich überlegen, wie in der Klinik Entscheidungen im Allgemeinen getroffen werden. Wenn Ihnen zur Chemo geraten wird, und Sie für den Rest Ihres Lebens unter den Folgen leiden, ist der Arzt in jedem Falle rechtlich aus dem Schneider, auch wenn Sie ohne Chemo nie einen Rückfall erlitten hätten. Wenn alles dafür spricht, auf eine Chemo zu verzichten, die Rückfallwahrscheinlichkeit minimal ist, aber ausgerechnet Sie trifft es dann doch, dann hat Ihr Arzt ein gewaltiges Problem. Deshalb wird er Ihnen in jedem Falle zur Chemo raten. Prädiktionstests wie Oncotype und Mammaprint untersuchen, ob das entnommene Gewebe bereits in der Lage war, Absiedlungen zu bilden. Wenn dies nicht der Fall ist und die Tumorränder sicher entfernt wurden, gäbees eigentlich keinen Anlass zur Chemo. Für Mammaprint liegt die Rückfallwahrscheinlichkeit bei einem günstigen Testergebnis um ca. 1%, das ist weniger als das Risiko zum zweiten Mal von Neuem einen Brustkrebs zu bekommen.

Mehr kann Ihnen ein Test nicht bieten, und es wäre zutiefst unseriös, wenn Ihnen hier ein menschlicher Faktor vorgespielt würde. Holen Sie sich Menschlichkeit bei Familie und Freunden, und bei der Wissenschaft die Daten

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