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Bluthochdruck: "Unsere Lebensweise ist ein explosives Gemisch"
Corbis

Bluthochdruck ist weit verbreitet. Um das Risiko für einen Schlaganfall, Herzinfarkt und Organschäden zu verringern, ist es wichtig, den Blutdruck unter einen Wert von 140/90 mmHg abzusenken. Dafür ist eine gute Therapie notwendig.

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chen-men 14.12.2013, 01:47
1. Effektive Blutdrucksenkung seit Jahrtausenden bekannt

Schon in der Antike war bei "rotem Hochdruck" (pulsus durus = harter Puls bei gut durchbluteter Haut) der Aderlaß indiziert.
Daß dies wirksam ist, ist durch zahlreiche moderne Studien bestätigt - weiß das der Hochdruck-"Experte" nicht, oder will er es nicht wahrhaben? Ich verweise etwa auf die Studie von W.Zidek (heute Charité-Ordinarius) et al. von 1985, oder auf die bisher wohl eindrucksvollste Aderlaßstudie von Francesco S. Facchini und Kami L. Saylor in den Ann NY Acad Sci 2002.
Der Wirkmechanismus ist der Entzug von Eisen mit dem Blut, das war mir schon 1993 klar - scheint aber bei den "Hypertonologen" noch nicht angekommen zu sein...

Sinnvollerweise gehen Menschen aus Hypertoniker-Familien zum Blutspenden (win-win-Situation), älteren Landärzten war das noch bekannt. Otfried Müller und Parisus nannten in ihrem Buch "Die Blutdruck-Krankheit" von 1931 Aderlässe und vegetarische Ernährung als Therapie des Hochdrucks. Davon wollen die profitgierige Pharma-Industrie und ihr hörige (Uni-)Mediziner natürlich nichts wissen...

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chen-men 14.12.2013, 02:43
2. Wo ist eigentlich das Problem?

Seit "ewig" ist bekannt, daß Aderlässe (= Blutspenden) bei der "essentiellen" Hypertonie hochwirksam sind - aber dieses Wissen widerspricht natürlich den Profit-Interessen der Krankheits-Industrie, wird deshalb seit langem mit einer hochprofessionellen Desinformations-Strategie bekämpft. Das geht beispielsweise bis in Wikipedia hinein:
Entsprechende Beiträge werden innerhalb kürzester Zeit von einer Art "Polizei" gelöscht, habe ich selbst erlebt.

Aushängeschild dieser Volksverblöder (Entschuldigung) ist Professor Edzard Ernst, gerne vom SPIEGEL interviewt / zitiert, der in jüngeren Jahren zusammen mit seinem Mitarbeiter Matrai zahlreiche wichtige Beiträge lieferte (Thema Blutviskosität / Rheologie), sogar eine bemerkenswerte doppeltblinde Aderlaß-Studie ("Hämodilution") im LANCET veröffentlichte, alles beispielsweise via PubMed leicht zu finden.
Dann nahm er vor 2 Jahrzehnten einen Lehrstuhl an der englischen Uni Exeter an - und etwa seit dieser Zeit "hetzt" er regelrecht gegen den Aderlaß, der angeblich schädlich, lebensgefährlich sei. (Immer wieder Verweis auf George Washington - während Hahnemann bei seinen wüsten Attacken gegen Aderlässe auf einen einheimischen Landesfürsten verwies. Der VfA / Verband forschender Arzneimittelunternehmen brachte früher auf seinen Seiten den früh verstorbenen Mozart als Beispiel...)

In dem Buch von Singh & E.Ernst ?2007 kann man bei Amazon nach dem Stichwort Aderlaß suchen und diese "Hetze" des Herrn Prof. quer durch dieses Werk nachvollziehen. E.Ernst ist gegen Kritik an seiner Desinformation völlig resistent - ich habe es über Jahre wiederholt versucht, er verweiigert jegliche Diskussion, dokumentiert damit, daß er punktuell die Propaganda über die Wissenschaft stellt.
Wie können Aderlässe schädlich / gefährlich sein, wenn Blutspenden jedes Jahr 'zig-millionenfach ausgeführt werden, was natürlich nur deshalb zu rechtfertigen ist, weil es sich um eine der risikoärmsten Prozeduren der Medizin handelt?!

Jeden kann sich selbst in frühen Arbeiten, nicht zuletzt auch Büchern, von E.Ernst über seine große Nähe zu Pharma-Firmen informieren und dann seine Schlüsse ziehen, warum sich der Herr "Professor" wohl so verhält.

In Deutschland wird ja sehr gerne Goethe zitiert - aber die Tatsache, daß Goethe, beginnend mit dem großen C.W. Hufeland in jungen Jahren, den größten Teil seines Lebens immer wieder zur Ader gelassen (und damit "steinalt") wurde, selbst voll von dieser Methode überzeugt war, ist nur sehr mühsam zu belegen, scheint von interessierten Kreisen unterdrückt zu werden...
Egal ob Goethe oder moderne Wissenschaft (Beiispiele auf Nachfrage, wichtige Autoren etwa Tuomainen, F.S. Facchini): wenn die Profit-Interessen der Krankheits-Industrie betroffen sind, wird nach allen Regeln der Kunst vernebelt, "tarne und täusche".

Da mag es Blutmangel geben - aber die nachgewiesene Schutzwirkung des Blutenzugs gegen vielfältige Alterskrankheiten, seit Jahrtausenden bekannt und genutzt, wird nicht für die Blutspendewerbung genutzt, jedenfalls hierzulande nicht.
Und das nennt sich "Land der Denker", "Land der Ideen"...

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goldeye 15.12.2013, 09:56
3. Was genau

hat eigentlich Hämodilution mit Aderlass zu tun? Wie genau war nochmal die PMID der von ihnen angesprochenen Studie von Ernst/Matrai? Und was genau beeindruckt sie an einer 30 Jahre alten Studie mit gerade mal 15 Probanden?

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suplesse 16.12.2013, 10:01
4. Hokuspokusmedizin!

Leider lassen sich viele Leute von esoterisch angehauchten Verfahren beeindrucken. Je spektakulärer es scheint, desto erfolgreicher ist der Zauber. Im falle von Bluthochdruck eifach mal ein bißchen Bewegung und weniger Junkfood in sich hineinstopfen. Dann den Alkohol reduzieren und das Rauchen aufgeben. Aderlässe und ähnlichen Zauber kann man sich dann schenken.

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mfins 16.12.2013, 10:27
5. Können Blutspenden Bluthochdruck nachhaltig senken?

Erste Zwischenergebnisse der Studie der Karl und Veronica Carstens-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Charité Berlin würden mich im Zusammenhang mit dem Thema: "medizinische Forschung muss auch an Menschen stattfinden" interessieren. Ärzte lehnen den sogenannten "Aderlass" ab und wollen - wie dieser Artikel einmal mehr beweist - Bluthochdruck vor allem mit Medikamenten bekämpfen, obwohl einer neu veröffentlichten Studie zufolge, ein experimenteller Aderlass den Blutdruck angeblich um durchschnittlich 16 mmHg etwa 3 Monate lang senken kann. Ein "Supergau" für die Pharmaindustrie? Wann kann mit ersten medizinisch relativ gesicherten Ergebnissen gerechnet werden?

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ruhepuls 16.12.2013, 10:28
6. Kein Allheilmittel

Bewegung ist gut. Ernährungsumstellung ist gut. Auch Aderlässe helfen (tatsächlich..). Nur, Allheilmittel, die jeden Blutdruck normalisieren sind das auch nicht.

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nsa 16.12.2013, 11:13
7.

Zitat von chen-men
Seit "ewig" ist bekannt, daß Aderlässe (= Blutspenden) bei der "essentiellen" Hypertonie hochwirksam sind - ... Das geht beispielsweise bis in Wikipedia hinein: Entsprechende Beiträge werden innerhalb kürzester Zeit von einer Art "Polizei" gelöscht, habe ich selbst erlebt. Aushängeschild dieser Volksverblöder (Entschuldigung) ist Professor Edzard Ernst, gerne vom SPIEGEL interviewt / zitiert, der in jüngeren Jahren zusammen mit seinem Mitarbeiter Matrai zahlreiche wichtige Beiträge lieferte (Thema Blutviskosität / Rheologie), sogar eine bemerkenswerte doppeltblinde Aderlaß-Studie ("Hämodilution") im LANCET veröffentlichte, alles beispielsweise via PubMed leicht zu finden.
Lancet ist eine der angesehensten Fachzeitschriften, kaum vorstellbar dass ein Verweis darauf bei Wikipedia gelöscht wird. Das würde ich als Vandalismus bezeichnen und kannst du den Admins melden.

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boekels 16.12.2013, 11:16
8. Die Frage nach dem

In Deutschland leiden 50% der Erwachsenen an Hypertonie. Und in 90% heißt es als Ursache "essentiell", was nur heißt, daß man nicht weiß, woher es kommt. Nebenbei explodieren die Zahlen für Diabetes, Allergien und noch vielen anderen Erkrankungen. Die Vorstellung, man bekäme das in den Griff, indem man Medikamente verschreibt, ist jedenfalls irrsinnig. Dann könnte man bald die Medikamente ins Trinkwasser mischen, weil ja eh alle betroffen sind. Das "Woher" muß ernster genommen werden. Die Salzampel zum Beispiel für Nahrungsmittel, Verhaltensschulung und Kochkurse schon ab der Grundschule, besseres Essen in den Kantinen. Leider dominieren die großen Lebensmittelkonzerne die politischen Entscheidungen, deren Budget für Werbung überschreitet das des Verbraucherschutzministeriums für Aufklärung um das Zigtausendfache.

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docmed40 16.12.2013, 11:34
9. Warum nur?

Warum nur kommen, wie auf Bestellung, bei diesem Schicksalsthema jeder Wohlstandsnation sofort wieder Scharlatane, Gurus, esoterische Heilsbringer und D6-Apostel aus ihren von Verschwörungssagen getriebenen Unterweltstollen? Jedes ernsthafte Medizinthema wird so zum Verwirrspiel für haltsuchende Patienten. Cui bono?!

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