Forum: Gesundheit
Buch über "Tyrannenkinder": Therapeutin warnt vor lebensunfähiger Generation
DPA

Kinder seien verhätschelt, leistungsverweigernd, tyrannisch, klagt die Wiener Therapeutin Martina Leibovici-Mühlberger und warnt: Auf diese Generation könne man nicht zählen. Andere Experten widersprechen.

Seite 17 von 29
Blindleistungsträger 08.04.2016, 20:23
160. Mesopotamien

Und wie lautete das mesopotamische Wort für "Helikoptereltern". Ich finde, das hätten sie mal recherchieren können. Oder gab es in früheren Zeiten etwa kein Helikopterelternäquivalent? Ich denke, die Existenz von Helikoptereltern zeigt erstens: Die heutige Situation ist nicht mit der in Mesopotamien vergleichbar. Und zweitens: Die Helikoptereltern sind meiner Ansicht nach auch bereits gestörte Persönlichkeiten. Deren Kinder stellen somit die zweite Welle dar.

Beitrag melden
knoebel77 08.04.2016, 20:41
161. Genau,

viele kids von heute kannste. Schuld daran sind die erziehungsunfähigen Eltern.

Beitrag melden
Blindleistungsträger 08.04.2016, 20:43
162. Wo ist das Problem?

Zitat von Nr.001
Um die Realität abzubilden, den Alltag, liefere ich mal ein typisches Beispiel in die heutige Elternschaft in Deutschland. So oder so ähnlich habe ich es noch oft selbst oder als Beobachter erlebt. Nachmittag. Supermarkt. Vor mir ein Vater mit 2 kleinen Kindern (zwischen 3 und 5 Jahren). Der kleine Junge steht vor einem leeren Palettenwagen der wiederum vor einer schmalen Rampe steht. Das Kind schubst den nicht gerade leichten Wagen die Rampe herunter. Der Wagen knallt mit voller Wucht gegen die Stahltür am Ende der Rampe. Reaktion des Vaters? Sanfte Stimme: "Du, das macht man aber nicht.". Der Wagen bleibt an der nun zerschrammten Tür stehen. Während das passiert, stehe ich hinter der Familie an einem Kühlregal, beuge mich nach vorn und will etwas heraus nehmen. In dem Moment macht die kleine Tochter einen Schritt nach hinten (Nicht als Schreckreaktion auf den rollenden Wagen. Das Ereignis war da bereits 2 Minuten alt.) und tritt mir mit dem Schuhabsatz schmerzhaft auf den Fuß. Im Reflex verdrehe genervt ich die Augen. Reaktion des Vaters? "SOFORT entschuldigen Sie sich bei meiner Tochter! Was fällt Ihnen ein, so die Augen zu verdrehen!" Um es kurz zu machen: Eine kleine Diskussion entstand und der Vater bot mir Prügel an, wenn ich mich nicht sofort entschuldigen würde. Derartige Aggressionen beobachte ich mittlerweile verstärkt. Buchstäblich jede kleine Regung eines Außenstehenden, die nicht mit "Ohhh, ist der Kleine aber süß!" beginnt, wird das bösartig und kinderfeindlich betrachtet.
Nach dem zu urteilen, was Sie schreiben, liegt das Problem zuerst mal bei den Eltern. Die Elterngeneration ist bereits verkorkst. Es stellt sich die Frage, wie wahrscheinlich schlechte Eltern die Gesellschaft mit guten Kindern bereichern können.

Beitrag melden
Chaosfee 08.04.2016, 20:54
163.

Zitat von SamuelTee
Das allseits beliebte Lamento: "Früher war alles besser. Vor allem die Jugend (denn das waren ja wir!)." Der Unterschied der heutigen Jugend ist, dass sie sich nichtmehr alles gefallen lässt. Es ist die verdammte Pflicht eines jeden Kindes und Jugendlichen die durch die Elterngeneration (oft willkürlich) gesetzten Grenzen in Frage zu stellen und zu sprengen. Denn nur so kann sich eine Gesellschaft entwickeln. Hätten alle Kinder immer auf ihre Eltern gehört, würden wir heute immernoch jeden Sonntag brav in die Kirche gehen und uns willig von den Lehrern verprügeln lassen!
Die Kinder von damals haben sich auch nicht alles gefallen lassen.
Aber wo ziehen Sie die Grenze zwischen gesunder Selbstständigkeit und asozialem Verhalten?
Nicht immer werden Grenzen willkürlich gesetzt und wer nicht ein Mindestmaß an gesellschaftlichem Umgang beherrscht (Respekt, Freundlichkeit, Umsichtigkeit), entwickelt keine neue Gesellschaft, sondern höchstens Anarchie.

Beitrag melden
j.cotton 08.04.2016, 20:55
164. Sabberzeug

Zitat von SamuelTee
Das allseits beliebte Lamento: "Früher war alles besser. Vor allem die Jugend (denn das waren ja wir!)." Der Unterschied der heutigen Jugend ist, dass sie sich nichtmehr alles gefallen lässt. Es ist die verdammte Pflicht eines jeden Kindes und Jugendlichen die durch die Elterngeneration (oft willkürlich) gesetzten Grenzen in Frage zu stellen und zu sprengen. Denn nur so kann sich eine Gesellschaft entwickeln. Hätten alle Kinder immer auf ihre Eltern gehört, würden wir heute immernoch jeden Sonntag brav in die Kirche gehen und uns willig von den Lehrern verprügeln lassen!
Das alles.
beispiel: Habe mir (als Rentner) mit meiner Nichte (30, akadem. Schreinerin, "sorgenfreies" Zuhause) ein denkmalgeschütztes Holzhaus gekauft, um gemeinsam Aufzubauen. Hätte ich lieber bleiben lassen. Schon von meiner Auflistung der Schäden/ zu erledigenden Restaurationen, sah sie sich überfordert: Ich würde Sie damit versuchen unter Druck zu setzen. Der rest: Totalausfall bzw Verweigerung besonders auch bei absolut notwendigen Sachzwängen. Ihr sehr ähnlicher (angebl. intelligenter) Freundeskreis beherrsch/ kennt genau dieselben vier Handstellungen:
Tütchendrehen, Öffnen einer Bier/Weinflasche, Hand aufhalten für Transfergelder u. ggf noch das in der Nase bohren.
Unbrauchbare Generation.

Beitrag melden
diezweitemeinung 08.04.2016, 20:59
165. Wenn Versager Kinder bekommen

Wenn man sich mit diesem Problem beschäftigt, stellt sich automatisch eine masslose, gegen die Eltern gerichtete Wut ein. Warum konnten diese Voll-Versager und Looser nicht darauf verzichten ihre wertlosen Gene weiterzureichen und andere Menschen in ihr Elend hinein zu ziehen? Doch Eines ist sicher: sie bekommen ihre gerechte Strafe, wenn sich ihre Kinder in den kommenden Jahren als egoistische, gefühlskalte Monster erweisen, die sich einen Scheißdreck um ihre Eltern kümmern. Warum sollten sie auch? Dann sind die Eltern fassungslos, dass ihre ehemals kleine Prinzessin kein Interesse an ihnen zeigt. Warum sollte man sich für einen willenlosen Sklaven interessieren, der bestenfalls als Mamma-Taxi zu gebrauchen ist?
Überrascht konstatieren die Versager-Eltern dann: "aber ich habe doch alles für Cindy getan...".
Wer zulässt, dass die Kinder mit einem Handy vor den Augen durch die Stadt gehen und diese nicht zur Liebe zu Tieren, der Natur, zu Büchern und klassischer Musik erzieht, der hat nur den Gefühls-Super-Gau verdient. Recht geschieht es ihnen.

Beitrag melden
Oberleerer 08.04.2016, 21:01
166.

Am meisten macht mir Sorge, daß die Jugendlichen mit Ende der Kindheit nicht ins "produktive" Leben finden. Die Schule zieht sich bis 20 Jahre, 5 Jahre Studium und weitere 5 Jahre "Jobs" schließen sich an.

Gerade die am besten ausgestattete Jugend findet also erst mit 30 seinen Platz im Leben, was völlig wiedernatürlich ist, zumal die Geschlechtsreife immer eher eintritt.
Im Mittelalter wurde man mit 18 schwanger und mit 30 war man fast schon am Lebensende und die Kinder konnten sich alleine durchschlagen.

Heute vergeht die energiereichste Zeit in Schule und Uni um dann mit 30 ein Leben aufzubauen und mit 35 keine Kraft mehr für Kinder zu haben.

Beitrag melden
judäer 08.04.2016, 21:30
167. Erziehung gestern und heute

Es ist nicht so einfach in der Erziehung den goldenen Mittelweg zu finden. Im alten Preußen wurde die sprichwörtliche "preußische Disziplin" vermittelt. Heute gibt es ein anderes Extrem, das zur Verwahrlosung und Gleichgültigkeit führen kann.

Beitrag melden
katjanella 08.04.2016, 21:43
168.

Kinder als Tyrannen zu bezeichnen ist alleine schon eine unverfrorene Boshaftigkeit. Im Gegenteil muss man Achtung vor den Kindern haben, wie sie sich durch eine von uns tyrannisch angelegte und forcierte Umwelt schlagen. Alle zusammengezimmerte Kritik an den Kindern schlägt also nicht zuletzt auf diese Frau selbst zurück und besagt mehr über sie selbst.

Beitrag melden
neo91 08.04.2016, 21:56
169.

war doch schon immer ein Feindbild. Haben wahrscheinlich auch schon die alten Griechen gesagt.

Beitrag melden
Seite 17 von 29
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!