Forum: Gesundheit
Bundesverwaltungsgericht erlaubt einem Schmerzpatienten privaten Cannabis-Anbau
AP/dpa

Wem keine andere Therapie zur Verfügung steht, darf Cannabis zu medizinischen Zwecken anbauen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden.

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fleischzerleger 06.04.2016, 18:10
1.

Und wann wird es endlich als Medikament von den Kassen uneingeschränkt bezahlt?

Geld für "Gesundheits"-Apps und "Fitness"-Armbänder als Bonus scheinen sie ja zu haben, obwohl deren Effekt nicht bewiesen ist.

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jkleinmann 06.04.2016, 18:19
2.

Es gibt doch industriell hergestellte THC-Präparate und kontrolliert abgegebenes Cannabis. Damit fällt das Argument der fehlenden Alternativen doch durchgehend weg? Wie im Artikel geschrieben unterliegt selbst angebautes Marihuana starken Schwankungen in der Wirkstoffmenge, wie jede unkontrolliert angebaute Arzneipflanze. Abgesehen davon ist das Theater, welches um Cannabis gemacht wird grotesk. Nicht nur hinsichtlich der Doppelmoral, wenn es um Alkohol geht...

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hanfiey 06.04.2016, 18:22
3. gute Entscheidung

Wenn das alles an Nebenwirkungen ist wundert es schon sehr das Cannabis nicht weiter verbreitet ist. CBD, ein weiterer Wirkstoff aus dem Hanf hat fast keine dieser Nebenwirkungen und ist völlig legal zu bekommen,

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Rechtschreibprüfer_der 06.04.2016, 18:29
4.

'Cannabis aus dem Eigenanbau sei qualitativ schlechter als das aus der Apotheke'

Die Aussagen in einschlägigen Grow-Foren sprechen da aber eine ganz andere Sprache.

Fakt ist, dass Canna aus politischen Gründen verboten bleiben muss. Schliesslich generieren Pharmaunternehmen mit Schmerzmedikamenten erhebliche Umsätze. Verständlich und nachvollziebar, dass sie diesen Markt ungern dieser "Teufelsdroge" überlassen wollen.

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BettyB. 06.04.2016, 18:30
5. Seltsame Begründung

Wenn es an THC im ersten Joint fehlt, raucht er eben einen zweiten. Aber im Sinne der Apotheker ist das BfArM natürlich dagegen. Wen wundert das wirklich?

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m.m.s. 06.04.2016, 18:44
6. Psychose

Die Gefahr in eine Psychose zu kommen würde ich nicht unterschätzen. Allerdings gibt es genug Spieler in diesem Prozess die anscheinend ein zumindest gestörtes Verhältnis zu deren Kunden haben. Das ist dann eine Sozialpsychose.

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siggi-aus-utrecht 06.04.2016, 18:51
7. Na endlich...

Es würde ja mal langsam Zeit, daß sich etwas bewegt! Aber es mal wieder zum kotzen, daß bei Dingen die helfen die Kassen nicht zahlen. Auch bei Vorbeugenden Maßnahmen zählt die Kasse keinen Cent! Aber ist man mal krank, dann wird eine Klinik-therapie nach der anderen bezahlt, obwohl die überhaupt nix bringen. Deutschland und seine unendlich lange dauernden Testperson... Die Testen sich irgendwann mal zu Tode. In anderen Ländern werden schon längst Medikamente und Natürliche Homöopathie erfolgreich verwendet. Da werden Krankheiten geheilt, Die bei uns noch den sicheren Tod bedeuten! Hier quält man die Menschen zu Tode! Wann lernen die Menschen endlich, daß in der Natur für jedes Zipperlein wie auch gegen jede Beschwerde ein Kraut gewachsen ist... Ich bin leidenschaftlicher Bushcrafter und weiß was ich sage! Die Pflanzenheilkunde haben die Menschen im Mittelalter gekannt, aber leider wieder verlernt durch unsere ach so heilige Schulmedizin... Leute Leute, nachdenken und lernen....Gruß aus Utrecht

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7eggert 06.04.2016, 18:53
8.

Zitat von jkleinmann
Es gibt doch industriell hergestellte THC-Präparate und kontrolliert abgegebenes Cannabis. Damit fällt das Argument der fehlenden Alternativen doch durchgehend weg? Wie im Artikel geschrieben unterliegt selbst angebautes Marihuana starken Schwankungen in der Wirkstoffmenge, wie jede unkontrolliert angebaute Arzneipflanze. Abgesehen davon ist das Theater, welches um Cannabis gemacht wird grotesk. Nicht nur hinsichtlich der Doppelmoral, wenn es um Alkohol geht...
Klar kann man die 1600-€-Medikamente spielend als Schmerzpatient jeden Monat erarbeiten.

Die schwankende Wirkstoffmenge ist kein Problem bei einem Medikament, dessen schlimmste Nebenwirkung das Verpassen eine Samstagabends ist - oder daß die Patienten bei Unterdosierung eventuell abgemildert die lebensverhindernden Schmerzen haben, die man jetzt diese Patienten "zu deren Schutz" leiden läßt.

Interessant ist übrigens, ob man den medikamentierten Patienten die Ersatzstrafe Führerscheinentzug auferlegt. Vermutlich schon.

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schumbitrus 06.04.2016, 18:56
9. Hinweis auf BfArM ging ja schon in die richtige Richtung ..

Auch wenn es klar ist hätte man bei dem Satz

"Tatsächlich ist aber noch nicht viel bekannt über den Nutzen der Substanz als Arznei, wie eine Studie aus dem vergangenen Jahr zeigt."

noch anfügen können, dass die Pharma-Industrie an Cannabis/THC nichts verdienen kann - und das deshalb so wenig darüber bekannt ist. Dass die Pharma-Industrie natürlich nicht in einen billiges Konkurrenz-Produkt investiert, ist klar. Dass aber offenbar auch die öffentliche Hand bzw. ffentliche Forschungsinstitute davon abgehalten werden, ein offenkundig wirksames Schmerzmittel genauer zu untersuchen, ist erwähnenswert und das sollte auch Irritationen auslösen.

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