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Burn-out-Gefahr: Krankmachender Stress - das sind Alarmzeichen
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Ein Burn-out kommt nie plötzlich, es kündigt sich über Monate oder sogar Jahre an. Wer die Anzeichen für Überlastung erkennt und gegensteuert, kann Schlimmeres verhindern.

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krautrockfreak 14.03.2019, 17:39
1. Internet, E-Mail und Handy haben die Wertschöpfung verzigfacht - auf

Kosten der Menschen, die davon (fast) nichts haben, außer immer mehr Stress - geht mir auch so. Die Wirtschaft reibt sich die Hände, die Gewinne explodieren seit dem.
Was waren das früher doch für tolle Zeiten, man hat einen Brief geschickt und dann hat man mehrere Tage auf Antwort gewartet. Und heute? Nach 2 Minuten hat man die Antwort auf seine Anfrage und muss schon weiter machen mit dem Thema.
Keine gute Entwicklung und die Frage ist wieder: Wo endet das?

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01099 14.03.2019, 17:58
2.

Wenn mich etwas so stresst, dass ich die beschriebenen Symptome entwickle, dann würde ich, anstatt allerlei Maßnahmen dagegen zu ergreifen, einfach einmal darüber nachdenken, ob es eventuell die auslösende Situation oder Umgebung ist, der ich den Rücken kehren sollte. Das kann eine dysfunktionale Beziehung oder der falsche Job sein. Da halte ich es für einen grundfalschen Ansatz, mit z.B. Bewegung die Symptome zu verdrängen. Zudem würde ich beim Thema "Burnout" (eigentlich nichts anderes als eine Depression) mal über den zu hohen Anspruch an mich selbst und woher der kommt nachdenken. Was kompensiere ich durch Leistung? Warum kann ich mich nicht genug abgrenzen? Warum verlasse ich Lebensumstände oder Menschen nicht, die mich krank machen? Da fängt Selbstfürsorge an, wie ich auch erst lernen musste.

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01099 14.03.2019, 18:00
3.

Zitat von krautrockfreak
Kosten der Menschen, die davon (fast) nichts haben, außer immer mehr Stress - geht mir auch so. Die Wirtschaft reibt sich die Hände, die Gewinne explodieren seit dem. Was waren das früher doch für tolle Zeiten, man hat einen Brief geschickt und dann hat man mehrere Tage auf Antwort gewartet. Und heute? Nach 2 Minuten hat man die Antwort auf seine Anfrage und muss schon weiter machen mit dem Thema. Keine gute Entwicklung und die Frage ist wieder: Wo endet das?
Es zwingt Sie keiner, diesen Weg zu gehen!? Die digitale Welt hat einen riesen Vorteil - man kann sie einfach abschalten.

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mintyapple 14.03.2019, 18:29
4.

Zitat von 01099
Zudem würde ich beim Thema "Burnout" (eigentlich nichts anderes als eine Depression) mal über den zu hohen Anspruch an mich selbst und woher der kommt nachdenken. Was kompensiere ich durch Leistung? Warum kann ich mich nicht genug abgrenzen? Warum verlasse ich Lebensumstände oder Menschen nicht, die mich krank machen? Da fängt Selbstfürsorge an, wie ich auch erst lernen musste.
Dito. Das Problem ist, dass wir nicht so erzogen werden, dass wir diese Dinge hinterfragen. Da gelten eher Grundsätze wie "Schmeiß nicht immer gleich die Flinte ins Korn" oder "Wer A sagt, muss auch B sagen" und ähnlicher Mist, der bewirkt, dass wir zu lange in unerträglichen Situationen verharren. Wir sollen mit unseren Bedürfnissen möglichst nirgendwo anecken, das ist es doch, was alle von klein auf eingetrichtert bekommen. Das verinnerlichen einige von uns so sehr, dass wir die Bedürfnisse irgendwann gar nicht mehr erkennen.

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cindy2009 14.03.2019, 20:12
5. Sehr dumme Aussage

"----Abgesehen davon gibt es viele Möglichkeiten, Stressgefühle im Alltag abzubauen: "Wichtig ist, sich regelmäßig Zeit für Bewegung zu nehmen", sagt Burn-out-Coach Sabine Keiner. "Da reicht schon ein strammer Spaziergang jeden Tag." Allein durch die Bewegung baut der Körper Stresshormone ab---" Dieser Quatsch wird immer wieder verbreitet. Durch loses Rumlaufen wird sich nichts ändern. Wann hört es auf dass das in einer Therapie als Weg beschrieben wird? 100e habe ich kennen gelernt, die das so praktizierten und nicht vom Problem los kamen. Es geht nicht um das Bewegen, sondern um ein bewusstes Sein durch den Körper. Da kann man durchaus auch faul auf dem Sofa verweilen.

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sarang he 14.03.2019, 21:09
6. Es könnte schon viel Stress vermieden werden

Wenn z. B. Vorgesetzte mal glaubhaft erklären können warum augenscheinlich wenig Sinn machende Tätigkeiten doch nicht sinnfrei sind.

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upalatus 14.03.2019, 21:39
7.

Meiner Erfahrung nach sind nicht wenige Stressfaktoren schlicht Folgen und Ausdruck intern gewachsener, hausgemachter Kommunikationslosigkeiten, nutz/sinnloser aber trotzdem seit ewig hochheiligen Durcheinanderprocedere und spezieller firmenkultureller Verhaltensweisen/status quo. Wenn zb ein 'Brennen für die Sache' über allem steht und Blut und Schweiss unbedingt zum Codex gehört, dann mahlen halt die Mühlsteine den Menschen mürbe.

Und am Ende tönt dann der fatalistisch-resignierende blöde Satz 'Nur die Harten usw. ...' aus den Höhen der vorgesetzten Hierarchien zum Zerriebenen hinab...............

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mitch72 14.03.2019, 23:11
8. Mal ernsthaft

Wenn du Alleinverdiener in deiner Familie bist, da die Partnerin krank ist, nutzen dir diese Ratschläge gar nichts. Ich habe Verantwortung gegenüber
- meiner Familie
- meinen Abgestellten.
Auch wenn ich am Sonntag regelmässig versuche, 20km-Spaziergänge zu machen, bringt das nicht viel, da - sobald ich wieder zu Hause bin - die Grübelei wieder anfängt.

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eunegin 15.03.2019, 04:10
9. Sinnvolles und Sinnloses

Zitat von sarang he
Wenn z. B. Vorgesetzte mal glaubhaft erklären können warum augenscheinlich wenig Sinn machende Tätigkeiten doch nicht sinnfrei sind.
Manches, was uns beschäftigt und stresst ist sinnfrei, da muss mir niemand einen Pseudo-Sinn erklären. Durch zunehmende Geschwindigkeit und Parallelaufgaben (und -erwartungen!) im Beruf und im Privatleben muss man unbedingt Prioritäten setzen. Viele Vorgesetzte, aber auch das soziale Umfeld, erklären aber alles zur Priorität. Wenn man den Mut und noch die Kraft hat, dem entgegenzusteuern, ist schon viel geholfen. Außer im eigenen Leben geht es seltenst um Leben und Tod. So meine Erfahrung.

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