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Burnout: Gesundheitsrisiko Mutterschaft
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Kinder, Küche und Karriere: Immer mehr Mütter brechen unter der Last ihres Alltags zusammen. Sie entwickeln Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Depressionen. Lisa Harmann beschreibt, wie sich das anfühlt - und was ihr geholfen hat.

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pebcac 03.09.2014, 13:42
10. Lösungen

1. Frauen müssen Berufe erlernen, mit denen man eine Familie ernähren kann
2. Frauen müssen mit Männern Kinder zeugen, die weniger Geld als sie selbst verdienen
3. Frauen müssen ihre Überzeugung ändern, dass Mütter der wichtigere Elternteil sind und einsehen, dass die Kinder, spätestens nach dem Abstillen, besser beim Vater aufgehoben sind, egal ob sie eine Beziehung mit dem Vater führen oder nicht
4. Frauen müssen aufhören zu glauben, für die Kinderbetreuung besonders qualifiziert zu sein
5. Nächstes Jahr friert die Hölle zu

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Ein_Vater 03.09.2014, 13:43
11.

Zitat von ethera
(...) Ja. Genau. Ich habe keine Kinder, es war keine bewußte Entscheidung, ich habe einfach keinen Partner gefunden, mit dem das gegangen wäre. Aber seit einigen Jahren werden Menschen wie ich in der Presse und vielen Eltern als Egoisten, Karrieregeier, asoziales Pack gegeisselt, weil sie ja.....
Wenn es bei Ihnen mit Kindern nicht geklappt hat, dann tut mir das ehrlich sehr leid :-(

Sie gehören aber auch wahrscheinlich gar nicht zu der von mir angesprochenen Gruppe.

Nein, wir bekommen sicherlich die Kinder nicht nur "für den Staat", nichtsdestotrotz: Kinder sind finanziell ausschließlich für die Eltern eine Belastung, finanziell ausschließlich für die Gesellschaft ein Gewinn.

Und nein: Die finanzielle Belastung für Singles ist nicht höher als für Eltern. Es gibt - bei allem Glauben der Politik, dass es doch so sei - es gibt keine finanzielle Förderung für Familien.
Dass Sie möglicherweise mehr Steuern zahlen als ein "Familienvater" liegt einzig daran, dass es auch für Kinder einen steuerlichen Freibetrag für das Existenzminimum gibt. Das gibt es aber für jede in Deutschland lebende Person! Warum also nicht auch für Kinder (Ein "Ehemann" kann diesen Freibetrag übrigens auch für seine nicht arbeitende "Ehefrau" geltend machen. Warum also nicht auch für seine Kinder ...).

Vergessen Sie aber bitte nicht allein nur die finanziellen Belastungen, die auf Eltern zukommen, die Sie nicht haben: Kindergarten, Hort, höhere Miete, höhere Nebenkosten, Kleidung/Schuhe (permanent), Lebensmittel, Schulmaterial, Schulevents, etc. etc. etc. pp.

Wie gesagt. Wenn Ihnen der Kinderwunsch versagt blieb, tut mir das wirklich sehr sehr leid.
Nichtsdestotrotz profitieren Sie in Zukunft von den Kindern anderer, ohne dass Sie finanziell dazu beitragen.
Und nur das wollte ich beschreiben. Und Sie nicht "ächten" ...

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ant-ipod 03.09.2014, 13:49
12. Und jetzt?

Toll - wieder mal ein Problem beschrieben... und was tun wir jetzt?
Wie wäre es mit der kostenlosen Kinderbetreuung ab Geburt als Rechtsanspruch, finanziert aus Steuermitteln?
Wie wäre es mit einem konsequenten Durchsetzung der Steuerfahndung gegen Steuerhinterzieher und der Verunmöglichung von Steuervermeidunsstrategien für Konzerne - bspw. indem Gewinne dort versteuert werden müssen, wo sie erwirtschaftet werden?
Kein Holdingjumping von Steueroase zu Steueroase mehr?
Oder einer klar zeitlich begrenzten Substanzbeteuerung von Substanzvermögen zur Sanierung er Staatsfinanzen, damit Spielraum für eine sinnvolle Familienpolitik entsteht.

Wenn man die Steuerfreibeträge für Kinder mindestens verzehnfacht, könnte man auch ernsthaft über eine Abschaffung des Ehegattensplittings nachdenken, damit Familien und Alleinerziehende gefördert werden und keine DINK's.

Ferner könnte der Kinderwunsch mit medizinischer Hilfe eine komplette Kassenleistung werden in diesem Lande - da wäre ebenfalls eine Hilfe gegen die niedrige Geburtenrate und keine Selektion nach dem Geldbeutel.

Mutter-Kuren gibt es meiner Kenntnis nach bereits - doch was kann unternommen werden, um die negativen Effekte auf die Karriere zu vermeiden?
Vielleicht ist es generell an der Zeit, dass wir uns als Gesellschaft weniger darauf konzentrieren, wie effizient die Arbeitskraft eines Menschen ausgebeutet werden kann, um Reichtum bei einem Promill der Gesellschaft zu akkumulieren - sondern stattdessen das Allgemeinwohl gefördert wird, indem ein sinnvoller Ausgleich zwischen Berufs- und Arbeitsleben zur Normalität und nicht "fragwürdig" wahr genommen wird.

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Hornblower 03.09.2014, 13:50
13. Wenn man Kinder hat

ist bei den Frauen der Körper entsprechend umgestellt.
Will sagen, ab da gibt es vor allem die Zerreissprobe mit den Wünschen des Vaters.
Entsprechend finden wir eben im Tierreich oft alleinerziehende Mütter.
Also sehe ich das Stressproblem nicht als romantischen Versuch an der alten Aufgabenteilung festzuhalten.
Die Aufgabenteilung hatte ihren Sinn und damit meine ich nicht den Sinn, den es für die Männer hatte.
Zur Stärkung der Frauen ist die Berustätigkeit so ziemlich unabdingbar.
Damit das aber funktioniert muss die Situation von Alleinerziehenden verbessert werden, bzw. als völlig normale Option erkannt werden.
Eine Frau entscheidet "sich" im Normfall für die Kinder.
Ich weiss nicht, wie das chemisch bei Männern abläuft, aber da könnte einiges gestört sein?
Frau kann auch einfach ihrem Ich folgen und das in der Beziehung leben.
Es gibt auch Männer, die das merken und denen sich eine neue Welt in der Partnerschaft öffnet.
Übrigens, wenn Frau Schwesig so locker über die Vereinbarkeit von Ehe, Kindern und Arbeit gesprochen hätte wie Nr. 4 schreibt, dann könnte sich diese Umstellung von der ich sprach in ihrem Körper evtl. nicht vollzogen haben?
Grundsätzlich rate ich eigentlich allen Leuten: Bevor ihr euch von anderen locker erklären lasst, wie einfach doch alles ginge, überlegt, ob bei denen alles in Zu-ordnung ist.

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glen13 03.09.2014, 13:54
14.

Niemand kann zugleich perfekte Mutter, herausragende Arbeitskraft und hingebungsvolle Ehefrau sein. Wann kapiert ihr das mal und vor allen Dingen: Warum wollt ihr das alles überhaupt?

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diedeutschesteuerzahlerin 03.09.2014, 13:56
15. Dieses ewige Gejammere geht mir auf den Keks

Wer sich nicht in der Lage fühlt, sich um 1, 2, oder 3 Kinder zu kümmern und dabei selbst nicht zu kurz zu kommen, der soll halt verhüten! Das Problem ist Hausgemacht, wer setzt den die Messlatte so hoch an? Das sind die Mütter doch selber! Kommt mal klar und get a life! Ich kann jetzt von meiner Situation als Alleinerziehende mit einem Kind und Vollzeitbeschäftigte nur sagen, dass es absolut ok ist. Das Kind hat ja auch noch einen Vater und Großeltern.

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diedeutschesteuerzahlerin 03.09.2014, 13:58
16.

Das heißt also, ich kann mich echt nicht beklagen, dass ich keine zeit für mich habe. Man muss als Mutter halt auch mal das Kind abgeben können ohne in gleich in Panik zu verfallen. Rabenmutter? Seh ich nicht so, denn geht's mir gut, kann ich auch dem Kind gegenüber viel ausgeglichener sein.

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ethera 03.09.2014, 14:00
17. @Ein_Vater

Ja, die finanzielle Belastun gist immens, das bestreite ich gar nicht. Aber es gibt eben auch viele Vorteile:
In HH bereits 5 h pro Tag kostenlos KITA - bezahlt von allen Steuerzahlern. Bei der Krankenkassen: Die Familie ist kostenlos mitversichert.
Als Single: Hohe Lebenshaltungskosten (kleine günstige Wohnungen zu finden ist ein Alptraum), Versicherungen etc. Die steuerliche Belastung ist hoch, absetzen kann man hier gar nichts.

Und zum Klischee: Singles können dreimal im Jahr Urlaub machen? Ha, wie lustig. Mein Urlaub ist in diesem Jahr ausgefallen, weil ich meine Zähne richten lassen muß.

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giovanniconte 03.09.2014, 14:07
18. Puh, das sind aber harte Worte...

Zitat von bekkawei
...und so genau getroffen. Der Aufschrei wird groß sein. Zitat von Widerstandsgewächs: "Kritik an all die Frauenbefreierinnen, die offensichtlich immer noch nicht mitbekommen haben, dass Mutter sein, ein Vollzeitjob ist und seit tausenden von Jahren, Männer und Väter bereit stehen, dies zu honorierien, Frauen zu ernähren und zu versorgen! Nicht aus patriachalischem . [ ... ] Leider ist die Überlastung der Mütter keine Erfindung oder Entwicklung, die durch Männer gestaltetet wurde, sondern durch Frauen....."
Männer und Frauen sind NICHT gleich! Ohne den alten Spruch "Kirche, Küche,Kreissaal" wieder befeuern zu wollen, aber genau daran hapert es doch. Die totale Überforderung der Frau ist doch die Folge, die Ursache für solche "Bild der Frau" Artikel hier im Stern, äh, nein, wir sind ja im SPON, erkennt man eigentlich ja kaum mehr. Niveauregulierung?

Aber nun mal zurück. Doppelverdienende Eltern und Schlüsselkinder gab es auch schon in meiner Kindheit. Was ist aus denen geworden? Alles soziale Totalversager? Nein, sicher nicht, aber gefehlt, oft, hat die Mutter doch, selbst als Erwachsener möchte man es nun anders machen,...und kann und darf nicht.

Ja, Schade auch, arme Welt...

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boeseHelene 03.09.2014, 15:19
19.

mein Mitleid hält sich in Grenzen zumindest in Deutschland bekommen die meisten Frauen freiwillig ihre Kinder. Ansonsten sollten sich die ach so gestressten Damen mal fragen wie es die früheren Generationen so geschafft haben ihre Kinder groß zu ziehen ohne Strom fließendes Wasser und vor allem mit viel mehr Kindern.

Mutti als Hausfrau gab es nämlich nur eine sehr kurze Zeit davor haben viele Frauen gearbeitet um die Familie über die Runden zu bringen genauso wie der Mann und die reicheren Leute wie der Adel hatten Ammen und Kindermädchen.

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