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Burnout: Gesundheitsrisiko Mutterschaft
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Kinder, Küche und Karriere: Immer mehr Mütter brechen unter der Last ihres Alltags zusammen. Sie entwickeln Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Depressionen. Lisa Harmann beschreibt, wie sich das anfühlt - und was ihr geholfen hat.

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skal666 03.09.2014, 23:57
50. Arbeit ungleich Gehirn beschäftigen

Zitat von DerSponner
Und was denn nun - ist es anspruchsvoll oder nicht, Mutter zu sein? Ihrer Aussage nach braucht man wohl kein Hirn dafür, sondern das Hirn einer Frau kann nur im Beruf ausreichend ausgenutzt werden?
Arbeiten gehen ist nicht die einzige Art seinen Intellekt zu beschäftigen, und nicht jede Art von Arbeit ist gehirnloses Malochen. Gerade im akademischen Bereich nicht... Durchaus vorstellbar, daßes da Leute gibt, welche in ihrer Arbeit aufgehen. Wird zwar nicht jede berühmt wie Marie Curie, aber diese Art von Leidenschaft dürfte es auch ohne Ruhm geben. Weiß ich nicht aus eigener Erfahrung, ich habe mich selbst auf ein Sackgassengleis in der Wirtschaft hinmanövriert, sehr zu meinem Bedauern. Also werden bei mir wieder die Hobbies herhalten müssen.

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boeseHelene 04.09.2014, 02:47
51.

Zitat von hörnchen76
Sie verpassen aber auch was wunderbares. Muss jeder selber wissen aber Kinder schreieen nicht nur, machen nicht nur in die Windeln etc. sondern sie bringen auch einen Haufen Spaß und Freufe. schreibt eine teilzeitarbeitende Mutter die nebenbei noch Zeit f. Partnerschaft und Freunde hat. Alles eine Frage der Organisation aber mir war auch immer klar wenn eins leiden muß, dann ist es eben der Haushalt. Und wem das nicht passt, der kann gerne wegbleiben!
Ich hoffe sie haben vorgesorgt, denn im Alter kann sich gerade für Frauen die Teilzeitarbeit bitter rächen. Wenn jemand etwas nicht vermisst bzw. kein Bedürfnis danach hat, dann verpasst er auch nichts.

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boeseHelene 04.09.2014, 02:49
52.

Zitat von Ein_Vater
... liebe Kinderlosen, für die ganzen tollen Ratschläge ! So lebensnah und mit unglaublich viel Erfahrung. Warum kann man nicht einfach mal sagen: "Respekt, was Ihr Eltern alles leistet, damit es uns allen später mal gut geht!" Nein, da wird kleinkindartig immer "mimimi, selbst schuld, früher war auch alles so wie heute ..." etc. von sich gegeben, nur damit man nich über den wohl übergroßen Schatten des gegenseitigen Respekts springen muss. Schon peinlich so ...
Peinlich ist eher das Geheule der Eltern den die haben sich ihr Leben ja freiwillig so eingerichtet und das zu erwähnen werde ich mir nicht verbieten lassen im Gegenteil.

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nomadas 04.09.2014, 04:34
53. Somfy

Viele junge Frauen heute stammen selber aus dem "Hotel Mama", einem ungeeigneten Kontext dafür, selbst Mutter zu werden. Sie waren keine Töchter, nein sie waren Prinzessinnen. Gewohnt alles zu bekommen und zwar sofort. Oft gut ausgebildet suchen sie natürlich auch die Karriere, den passenden Mann und nicht selten, als Sahnehäubchen, das Baby dazu. Oh, wie schön, alles nach Plan, alles wie aus der Werbung. Mit einem Peng, fliegt dann dieses Style-life à la Somfy in die Luft. Denn die Realität -mit einem Neugeborenen umzugehen- kennen sie nicht. Woher auch? Getrieben vom eigenen Anspruch, dem Perfektionismus in allen Rollen, steuern sie auf den Crash zu, zwangsläufig. Die Kita ab dem zweiten Lebenstag wird es dann richten. Ach was? Von wegen! Die irre story geht weiter. Wird denn dort mein Alibi-Kind auch individuell, optimal gefördert? Selbstzerfleischung setzt ein. Qualvolle Gedanken drehen sich, Schuldgefühle, schlechtes Gewissen. Rabenmutter etc. pp Wenn dann noch die Beziehung den Bach runter geht, dann, ja dann, Prost Mahlzeit. Und wer ist schuld? Natürlich, die Gesellschaft. Eine Projektion erster Klasse. Nein, meine süßen girls, ihr selber seid verantwortlich für euch, ganz einfach. Werdet endlich einmal erwachsen!

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ichsagseuch 04.09.2014, 07:50
54. @DerSponner

Und da ist sie gleich wieder, die Feindseligkeit. Ich habe einen Beruf, mit dem ich die Familie ernähren könnte und mein Mann ebenfalls. Wir haben die Elternzeit für unsere beiden Kinder jeweils geteilt. Und ja: die Betreuung eines 0-3jährigen Kindes ist zwar zeitintensiv und anstrengend, aber nicht gerade eine intellektuelle Herausforderung (Bilderbücher und so...). Darüber hinaus beträgt das unverhandelbare gesetzliche Beschäftigungsverbot der Mutter gerade mal 8 Wochen - alles andere ist Sache der Familien. Es steht also jedem frei, seine Situation so zu planen, wie er es möchte. Mir ist es egal, ob Sie mit Ihrer Frau entscheiden, dass sie sechs Jahre mit den Kindern zu Hause bleibt und sich dann die Rente verschiebt. Da ich genauso viel gearbeitet habe, wie mein Mann, wird das bei uns nicht nötig sein.

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Anonymous456 04.09.2014, 08:04
55. Egoismus

Sicher, Kinder bekommt man aus egoistischen Gründen (wobei Fortpflanzung immer noch Urtrieb ist, heutzutage ist das aber plan- und kontrollierbar), aber einen ganz konkreten Nutzen hat auch die Gesellschaft davon. Wer hier Eltern Egoismus vorwirft und selbst aus egoistischen Gründen keine Kinder bekommt (aber von der gesamtgesellschaftlichen Infrastruktur profitiert), der führt seine Aussage ad absurdum.

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bekkawei 04.09.2014, 08:07
56.

Zitat von eckusch
Dürften wir denn mal erfahren warum Sie Kinder haben? Weil sie Belastungen lieben oder warum? Immer wieder ein Rätsel warum sich Eltern beschweren, sie wussten doch genau was auf sie zukommt. Uns wird doch immer erzählt es ist deren Lebenstraum sich zu vervielfältigen, da kann es doch nicht so eine schlimme Belastung sein, oder?
Ich gebe Ihnen Recht, obwohl ich selbst 3 Kinder hatte (sind jetzt erwachsen).

Man darf nicht alles auf einmal wollen. Zumindest einer der Partner sollte das nacheinander machen: Kinder und Beruf. Dann ist es keine Belastung. Heißt dann eben auch Verzicht, aber das weiß man ja.

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bekkawei 04.09.2014, 08:16
57.

Zitat von ichsagseuch
Ich stimme der Autorin vollständig zu und finde es eine Frechheit, wenn immer verlangt wird, Frauen sollen gefälligst mit der Nur-Mutterrolle zufrieden sein. Wir haben schließlich auch einen Kopf mit einem durchaus funktionierenden Gehirn.
Das verlangt doch niemand.

Es gibt aber Muetter, die sich die ersten drei Jahre selbst um ihr Kind kuemmern moechten. Haben die dann in der Zeit kein funktionierendes Gehirn?

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bekkawei 04.09.2014, 08:22
58.

Zitat von DerSponner
Wie schon gesagt wurde - wenn Frauen so gerne Arbeiten müssen sie sich Jobs suchen mit denen sie die Familie ernähren können. Männer die lieber Zuhause bleiben würden als zu Arbeiten sind sicher nicht schwer zu finden. Ich finde diese Behauptung aber nicht sehr realistisch. Eher ist es doch so daß Zuhause zu bleiben und nicht zu arbeiten ein Privileg ist. Dieses steht eben den Frauen zu, da sie auch die Schwangerschaft durchgestanden haben. Davon abgesehen ist die Zeit des Zuhausebleibens doch ohnehin sehr kurz. Spätestens mit 3 Jahren kommen die Kinder in die Kita, in vielen Bundesländern schon mit 1 Jahr. Da Frauen im Durschschnitt 7 Jahre länger leben als Männer liesse sich die schreckliche arbeitslose Zeit mit den Kindern eigentlich problemlos wieder aufholen, indem Frauen einfach 6 Jahre später in Rente gehen als Männer. Da Frauen so wild auf Arbeiten sind wäre das doch ein toller Vorschlag?
Das mit dem Maenner, die liebe zu Hause bleiben, funktioniert in der Praxis leider nicht immer so gut. Maenner langweilen sich sehr schnell "immer nur zu Hause" und betrachten die Kinderbetreuung als alleinige Aufgabe. Dass der ganze unselige Haushaltskram mit dazugehoert - ja, auch den nassen Feudel schwingen - uebersehen sie sehr gerne. Es gibt sicher Ausnahmen.

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ich2010 04.09.2014, 08:39
59.

Zitat von Ein_Vater
Wenn es bei Ihnen mit Kindern nicht geklappt hat, dann tut mir das ehrlich sehr leid :-( Sie gehören aber auch wahrscheinlich gar nicht zu der von mir angesprochenen Gruppe. Nein, wir bekommen sicherlich die Kinder nicht nur "für den Staat", nichtsdestotrotz: Kinder sind finanziell ausschließlich für die Eltern eine Belastung, finanziell ausschließlich für die Gesellschaft ein Gewinn. Und nein: Die finanzielle Belastung für Singles ist nicht höher als für Eltern. Es gibt - bei allem Glauben der Politik, dass es doch so sei - es gibt keine finanzielle Förderung für Familien. Dass Sie möglicherweise mehr Steuern zahlen als ein "Familienvater" liegt einzig daran, dass es auch für Kinder einen steuerlichen Freibetrag für das Existenzminimum gibt. Das gibt es aber für jede in Deutschland lebende Person! Warum also nicht auch für Kinder (Ein "Ehemann" kann diesen Freibetrag übrigens auch für seine nicht arbeitende "Ehefrau" geltend machen. Warum also nicht auch für seine Kinder ...). Vergessen Sie aber bitte nicht allein nur die finanziellen Belastungen, die auf Eltern zukommen, die Sie nicht haben: Kindergarten, Hort, höhere Miete, höhere Nebenkosten, Kleidung/Schuhe (permanent), Lebensmittel, Schulmaterial, Schulevents, etc. etc. etc. pp. Wie gesagt. Wenn Ihnen der Kinderwunsch versagt blieb, tut mir das wirklich sehr sehr leid. Nichtsdestotrotz profitieren Sie in Zukunft von den Kindern anderer, ohne dass Sie finanziell dazu beitragen. Und nur das wollte ich beschreiben. Und Sie nicht "ächten" ...
schon etwas schwarz weiß, oder nicht?! ich habe ebenfalls keine kinder, zahle demzufolge den vollen steuersatz ohne jedwede erleichterungen. genauer gesagt geht ca. 50% meines einkommens flöten. aber ich will mich nicht beschweren - lediglich eines klarstellen:

ja, ihre kinder finanzieren die rente von uns bösen kinderlosen mit. aber was glauben sie wer denn die kindergärten, schulen, unis, schulbusse usw finanziert? diejenigen, die steuern und abgaben zahlen.

insofern finanzieren auch die bösen egoistischen kinderlosen die erziehung der kinder mit.

ich habe kein problem damit als single ohne kinder entsprechend belangt zu werden. kann ich akzeptieren. was ich aber absolut nicht akzpetieren kann ist das bashing auf sämtliche kinderlose. gerade so als ob wir alles geschenkt bekommen. viele von uns stecken in einer 40-50 stunden woche im dauerstress. sind oftmals ohne partner und vollkommen auf uns selbst gestellt. aber das ist ja so leicht im vergleich dazu wenn man familie hat.

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