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Kinder, Küche und Karriere: Immer mehr Mütter brechen unter der Last ihres Alltags zusammen. Sie entwickeln Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Depressionen. Lisa Harmann beschreibt, wie sich das anfühlt - und was ihr geholfen hat.

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intschutschuna 04.09.2014, 08:57
60. Naja,

Zitat von interessierter Laie
Schade! Wenn Ihre Eltern genauso gedacht hätten, wäre mir dieser Beitrag erspart geblieben. Ihnen ist auch hoffentlich klar, dass die Schreihälse der anderen, später Ihre Rente bezahlen. Und kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit Ihrem Rentenbeitrag. Den bekommen ihre Eltern. Zudem können Sie mit einer so krassen Verkürzung und Übertreibung auch wirklich alles ablehnen. Auch im Urlaub gibt es mal Scheißwetter, nervige andere Gäste oder schlechtes Essen. Trotzdem würde wohl kaum jemand Urlaub so definieren. Wenn Sie diese Einschätzung aber wirklich ernst meinen, dann verraten Sie mir jetzt mal den Sinn des zweiten Satzes. Ein Egoist, der das freiwillig tut, müsste schon sehr seltsam veranlagt sein oder nicht?
Sie erfüllen ja nicht den Wunsch der Kinder auf die Welt zu kommen, sondern Ihren ganz eigenen Wunsch Kinder zu bekommen. Dazu sagen Sie noch, dass Sie dies tun, damit Sie später eine Rente bekommen. Das ist ziemlich egoistisch.

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intschutschuna 04.09.2014, 09:03
61. Die

Zitat von Anonymous456
Sicher, Kinder bekommt man aus egoistischen Gründen (wobei Fortpflanzung immer noch Urtrieb ist, heutzutage ist das aber plan- und kontrollierbar), aber einen ganz konkreten Nutzen hat auch die Gesellschaft davon. Wer hier Eltern Egoismus vorwirft und selbst aus egoistischen Gründen keine Kinder bekommt (aber von der gesamtgesellschaftlichen Infrastruktur profitiert), der führt seine Aussage ad absurdum.
gesamtgesellschaftliche Struktur ist aber vornehmlich aus Steuergelder finanziert, die von Nichteltern ebenfalls bezahlt wird. Gleiches gilt auch für die Krankenkasse, in der die Kinder kostenlos (!) mitversichert werden, wofür andere - auch Kinderlose - aber aufkommen müssen. Elternbekommen Kindergeld, dass auch von Kinderlosen über Steuern finanziert wird, die Liste ist lang. Ihre Argumentation hinkt da schon gewaltig.

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Anonymous456 04.09.2014, 09:39
62. @ intschutschuna

Warum so aggressiv? Ich finde es nur nicht ok Eltern, die zu Recht auf Belastungen hinweisen, böswilligen Egoismus zu unterstellen, vor allem wenn man aus egoistischen Gründen keine Kinder bekommt. Sie haben Recht: Die Gesellschaft unterstützt Eltern und Kinder (über das richtige Maß kann man streiten). Damit natürlich auch Kinderlose. Nur wer sorgt denn für die Steuerzahler von Morgen? Das sind eben Eltern und nicht die Kinderlosen. Wer zahlt denn später Ihre Rente und wer hat finanzielle Einbußen hingenommen für den zukünftigen Steuerzahler? Wer sind denn die Konsumenten von Morgen? Man kann es drehen und wenden wie man will: Ohne Kinder gäbe es nur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stillstand. Von Kindern profitiert die gesamte Gesellschaft, auch wenn Kinderlose oft so tun als gehe sie das nichts an und sie würden anderen nur den egoistischen Kinderwunsch finanzieren.

Und damit wir uns nicht missverstehen: Ich gönne es jedem sein Leben so zu leben wie er es für richtig hält und sich soweit wie möglich selbst zu entfalten. Nur man muss auch mal darauf hinweisen dürfen, dass Familien in einer immer egoistischeren und individualistischeren Gesellschaft zunehmens darum kämpfen nicht abgehängt zu werden. Das war früher anders.

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aliena1967 04.09.2014, 09:57
63. #7

Haben Sie vielen Dank! Mir geht es genauso - auch ich bin nicht freiwillig kinderlos, muss mir aber diese und ähnliche Vorurteile anhören. Angeblich wolle ich nur "dreimal im Jahr in den Urlaub" fahren etc. pp.. Ah, ja ...

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Sokol 04.09.2014, 10:04
64. Immer diese Zerfleischung

Ja, ich wollte Kinder. Ja, ich tue mir täglich das Geschrei und alles dazu Gehörige an. Und ja, ich würde es immer wieder machen, denn ich liebe meine Racker.
Was mich allerdings stört, ist, dass es durchaus genügend Väter gibt, die zwar sagen, Kinder haben ist okay, aber sich dann nicht entsprechend an allem beteiligen. Die wenigsten sind solche Vorzeigemänner, wie manche sich hier im Spon darstellen. Es wird erwartet, dass man sich um das Essen, den Haushalt, die Kinder, deren Erziehung und Schule kümmert und dann auch noch als willige Frau zur Verfügung stehen muss. Sorry, aber das funktioniert so nicht. Und dann kriegt man noch zu hören, wieviel der Mann ja arbeitet und leistet für seine Familie und man als Frau ja mit dem bisschen Haushalt überhaupt keinen Stress haben dürfte. Bei anderen (er vergisst, da ist die Frau zu hause) sieht es ja auch ständig super geleckt aus, da kann man ohne Probleme Besuch ins Haus lassen. Ist ja alles super easy.

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intschutschuna 04.09.2014, 10:08
65. Keineswegs aggressiv.

Zitat von Anonymous456
Warum so aggressiv? Ich finde es nur nicht ok Eltern, die zu Recht auf Belastungen hinweisen, böswilligen Egoismus zu unterstellen, vor allem wenn man aus egoistischen Gründen keine Kinder bekommt. Sie haben Recht: Die Gesellschaft unterstützt Eltern und Kinder (über das richtige Maß kann man streiten). Damit natürlich auch Kinderlose. Nur wer sorgt denn für die Steuerzahler von Morgen? Das sind eben Eltern und nicht die Kinderlosen. Wer zahlt denn später Ihre Rente und wer hat finanzielle Einbußen hingenommen für den zukünftigen Steuerzahler? Wer sind denn die Konsumenten von Morgen? Man kann es drehen und wenden wie man will: Ohne Kinder gäbe es nur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stillstand. Von Kindern profitiert die gesamte Gesellschaft, auch wenn Kinderlose oft so tun als gehe sie das nichts an und sie würden anderen nur den egoistischen Kinderwunsch finanzieren. Und damit wir uns nicht missverstehen: Ich gönne es jedem sein Leben so zu leben wie er es für richtig hält und sich soweit wie möglich selbst zu entfalten. Nur man muss auch mal darauf hinweisen dürfen, dass Familien in einer immer egoistischeren und individualistischeren Gesellschaft zunehmens darum kämpfen nicht abgehängt zu werden. Das war früher anders.
Ich mag es nur nicht, dass Kinderlose als egoistisch dargestellt werden. Kinder bekommen ist genauso egoistisch. Das tut man für sich selbst und nicht für andere. Was die finanzielle Seite angeht, so haben Kinderlose eben keine Steuervorteile und finanzieren zum großen Teil die Infrastruktur für Kinder und finanzielle Vorteile der Eltern. Und die Rente? Die gehört reformiert und nicht auf stetigen Nachwuchs angewiesen. Geht in anderen Ländern doch auch (Schweiz zB). Und früher: warum glauben Sie, ist die Geburtenrate heute so gering? Weil Frauen jetzt selbst bestimmen können, ob und wann sie Kinder wollen (!). Glauben Sie lieber nicht, dass die Gesellschaft "früher" kinderlieber war als heute. Früher konnten die Frauen nur nichts gegen das Kinderkriegen unternehmen - und wollten kein 4 Kinder, sondern eigentlich nur 2. Und genau deshalb ist die Geburtenrate seit Erfindung der Pille stetig gesunken. Übrigens hatten die Mütter früher nicht nur mehr Kinder sondern auch sehr viel mehr zu tun. Der Haushalt war seinerzeit nicht halb so leicht und automatisiert wie heute. Komischerweise haben die Mütter sich damals nicht so beschwert wie die Damen und Herren Eltern heutzutage. Und es hat auch früher niemand verlangt, dass die Gesellschaft für die eigene Erziehung-, Betreuungs- oder Finanzierungspflicht der eigenen Kinder aufkommt.

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DerSponner 04.09.2014, 10:11
66.

Zitat von ichsagseuch
Und da ist sie gleich wieder, die Feindseligkeit. Ich habe einen Beruf, mit dem ich die Familie ernähren könnte und mein Mann ebenfalls.
Die "Feindseligkeit" kommt von der Behauptung Schuld an der Misere seien ja nur die Männer weil sie sich bei der Kinderbetreuung verweigern würden. Damit haben Sie die Eröffnung geliefert.

Daß ihr Job zur Familienernährung ausreicht ist toll, aber es ist leider nicht die Regel. Ebensowenig sind anspruchsvolle Jobs die Regel, die wirklich interessanter sind als Kinderbetreuung.

Und wie gesagt bezweifele ich daß die Mehrheit der Mütter es wirklich wollen. Warum sich 9 Monate in der Schwangerschaft abmühen wenn man das Kind danach so schnell wie möglich wieder loswerden will?

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hemithea 04.09.2014, 10:23
67.

Zitat von boeseHelene
Peinlich ist eher das Geheule der Eltern den die haben sich ihr Leben ja freiwillig so eingerichtet und das zu erwähnen werde ich mir nicht verbieten lassen im Gegenteil.
Jap, das haben wir. Wir haben uns freiwillig dafür entschieden...

Aber die Gesellschaft wird immer familienunfreundlicher...Ich meine damit ja nicht explizit Sie!

Aber lesen Sie doch auch in "Karriere-Spiegel-Foren" die Meinung: man mag Familienväter/-mütter seien faul und nicht bereit Überstunden zu machen usw.

Ja, das ist klar, man kann einfach keine Überstunden machen auch wenn man will. Die Kitas machen um 17 Uhr zu und wenn man Glück hat, kriegt man einen vollen Kita-Tag genehmigt. Unser KInd darf 9h in der Kita bleiben, wir könne trotzem keine Überstunden machen, da wir für Hin- und Rückweg fast 1h einplanen müssen.
Und dann, wenn man z.B. danach einkaufen gehen muss, da man ja während des Tages keine Zeit hat, wird man von Kinderlosen angemeckert, dass man mit einem Kind (1.5), welches plappert/quängelt ... einkaufen geht. Da kriegt man an den Kopf geworfen "Wenn man schon nicht arbeiten geht, kann man ja den Tag so planen, dass die, die sie durchfüttern, nicht gestört werden."
Ich bin ja jung (22) und sehe "leider" noch jünger aus, werde meist auf 16-18 geschätzt, aber sowas habe weder ich noch mein Mann nicht verdient.
Versuchen Sie mal mit Kinderwagen im Kinderwagenabteil bei Öffis einen Platz zu bekommen, obwohl die Tram/Bus/Sbahn halb leer ist. Man wird ignoriert.
Ich könnte ein Buch schreiben, was mir passiert ist, als ich schwanger war oder eben noch mit dem Kinderwagen unterwegs war.

Man nimmt irgendwie an, dass mit Kindergeld alles getan ist und man als Eltern nicht die Missstände anprangern kann und dass man dann nur Eltern sind und auf Sonstiges verzichten muss: Museen, Ausstellung, Restaurant müssen wir nun abschreiben. Urlaub sowieso ...
Wir würden auf KIndergeld gerne verzichten, wenn dieses Geld dann sinnvoll zur Verbesserung von Betreuungsmöglichkeiten, Bildung, Kitas, Erziehungsausbildung ...

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Anonymous456 04.09.2014, 10:35
68. #65

Ausgangspunkt in der Diskussion war doch, dass Eltern egoistisch sind und deswegen nicht jammern dürfen. Ich sage nur Kinderlose sind nicht minder egoistisch. Nur im Gegensatz zu Kinderlosen tragen Eltern eine größere Last und die gesamte Gesellschaft profitiert ebenfalls davon. Das ist eben so. Und das meine ich vollkommen wertungsfrei. Um mehr geht es mir doch gar nicht. Warum muss man sich dann dazu aufschwingen zu bewerten ob und wie Eltern auch mal auf ihre Belastungen hinweisen dürfen? Warum dann sinnfrei kommentieren, Eltern sind ja selbst Schuld. Ist richtig, geht nur am Thema vorbei.

Und wer sich als bewusst Kinderloser bei solchen Artikeln genötigt fühlt sich für seine legitime Entscheidung zu rechtfertigen, der sollte sich vielleicht fragen ob er wirklich mit sich selbst im Reinen ist und Eltern bei den Themen nicht mal ihre Jammerei gönnen und seine Freiheiten genießen kann. ;)

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danjell 04.09.2014, 10:46
69. Job?

Seit wann ist Kinderkriegen ein "Job"? Hab ich was verpasst? Sehen wir in Deutschland alles nur noch als Job, in dem wir als Leistungsträger einem Druck standhalten müssen? Warum tun wir uns das an? Mir scheint, als gelten für die Mehrheit der Bevölkerung unsere Kinder schon lange nicht mehr als Sinn und Inhalt des Lebens, sondern nur noch als Störgröße im Lebenslauf, als ein Hemmschuh bei der Selbstverwirklichung, als biologisch notwendiges Übel um nicht auszusterben. Armes Deutschland. Wieso gibt es nicht Kinder im Supermarkt in der Tiefkühltruhe? Fix und fertig, mit einem IQ von 130 und Manieren? Für 7,50... dann wäre doch alles viel einfacher... Ironie aus.

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