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Kinder, Küche und Karriere: Immer mehr Mütter brechen unter der Last ihres Alltags zusammen. Sie entwickeln Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder Depressionen. Lisa Harmann beschreibt, wie sich das anfühlt - und was ihr geholfen hat.

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intschutschuna 04.09.2014, 11:02
70. Ausgangspunkt

Zitat von Anonymous456
Ausgangspunkt in der Diskussion war doch, dass Eltern egoistisch sind und deswegen nicht jammern dürfen. Ich sage nur Kinderlose sind nicht minder egoistisch. Nur im Gegensatz zu Kinderlosen tragen Eltern eine größere Last und die gesamte Gesellschaft profitiert ebenfalls davon. Das ist eben so. Und das meine ich vollkommen wertungsfrei. Um mehr geht es mir doch gar nicht. Warum muss man sich dann dazu aufschwingen zu bewerten ob und wie Eltern auch mal auf ihre Belastungen hinweisen dürfen? Warum dann sinnfrei kommentieren, Eltern sind ja selbst Schuld. Ist richtig, geht nur am Thema vorbei. Und wer sich als bewusst Kinderloser bei solchen Artikeln genötigt fühlt sich für seine legitime Entscheidung zu rechtfertigen, der sollte sich vielleicht fragen ob er wirklich mit sich selbst im Reinen ist und Eltern bei den Themen nicht mal ihre Jammerei gönnen und seine Freiheiten genießen kann. ;)
war ein Post, der behauptete, Kinderlose seien egoistisch. Ich habe nur aufgezeigt, dass Eltern genauso egoistisch sind. Eltern können gern auf ihre Belastungen hinweisen, nur sollen sie nicht danach schreien, dass die Gesellschaft diese Belastungen für sie übernimmt. Das tun leider viele. Heutzutage muss zB die Schule die Erziehung übernehmen. Nö. Wenn ich mich für Kinder entscheide, muss ich die Arbeit, die sie mit sich bringen auch selbst übernehmen. Tatsächlich rechtfertige ich mich nicht. Warum auch? Ich kann Kinder nicht ausstehen, wäre in der Tat nicht im Reinen, wenn ich welche hätte. Für andere sind sie die Erfüllung. Jeder so wie er's mag. Nur das Gejammer ist dann halt fehl am Platz.

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holger.w 04.09.2014, 11:17
71. Stellt euch nicht so an !!!

jetzt muss ich mal provokativ werden. Ich kann das elende Gejammer nicht mehr hören. Meine Großmutter (und Generationen vor ihr) hat 6 Kinder großgezogen und nebenbei in der Landwirtschaft einen Vollzeitjob erledigt. Sie hat zwei Weltkriege überlebt und ist glückliche 84 Jahre alt geworden. Ebenfalls kenne ich die Zustände in Entwicklungsländern sehr genau. Ich unterstelle, dass 99,99% der Menschheit in den letzten 2.000 Jahren und 99% der heute lebenden Mütter weltweit sofort und ohne Zögern mit einer ach so belasteten Mutter in Deutschland tauschen würden.
Mutter sein ist eine enorme Aufgabe, noch schwerer wenn man auch noch arbeiten muss, aber liebe Leut, lasst die Kirche mal im Dorf...... manchmal vergessen wir, dass Glück, Stress und Zufriedenheit nichts mit externen Kriterien zu tun hat, sondern mit unserer eigenen Bewertung unserer Situation bzw. den Referenzen, welche wir zur Bewertung hinzuziehen.

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person012 04.09.2014, 12:07
72.

Zitat von Ein_Vater
... liebe Kinderlosen, für die ganzen tollen Ratschläge ! So lebensnah und mit unglaublich viel Erfahrung. Warum kann man nicht einfach mal sagen: "Respekt, was Ihr Eltern alles leistet, damit es uns allen später mal gut geht!" Nein, da wird kleinkindartig immer "mimimi, selbst schuld, früher war auch alles so wie heute ..." etc. von sich gegeben, nur damit man nich über den wohl übergroßen Schatten des gegenseitigen Respekts springen muss. Schon peinlich so ...
Also, alle Nicht-Kinderlosen, die ich kenne, haben Kinder, weil sie welche haben wollten, nicht, damit es der Gesellschaft gut geht.
Warum soll man ständig Leute dafür in den Himmel loben, dass sie (zumindest was die Kinder betrifft) so leben, wie sie wollen???

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sinistra666 04.09.2014, 12:17
73. Bestätigung

Und das meine sehr verehrten Damen und Herren Politiker usw. ist der Grund, warum ich, weiblich, 31 Jahre, Vollzeit beschäftigt, NIEMALS Kinder haben werde- Haushalt, Arbeit, Kindererziehung, im schlimmsten Fall vielleicht noch alleinerziehend... Und selbst in einer Partnerschaft verdient einer alleine nie so viel, dass er eine ganze Familie ernähren könnte, die Zeiten sind seit der Euroeinführung vorbei. Auch als Frau möchte man ein lebenswertes Leben führen. Unter diesen Bedingungen verzichte ich lieber auf Kinder und lasse mich von den Müttern beneiden, die auch nie Kinder bekommen hätten sie den ganzen Stress vorher geahnt...

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cruzael 04.09.2014, 12:33
74. Stressiger Haushalt?

Also Kinderbetreuung ist schon mal nicht stressig, jedenfalls nicht wenn man sich ein Kind gewünscht hat. Und warum kommen immer alle mit dem Haushalt, ich bin nun seit 2 Jahren mit meinem Kind zu Hause und ich brauche nicht mehr als "1 Stunde" um den Haushalt zu erledigen, Der Rest der Zeit ist für das Kind da. Sogar eine Pause gibts Mittags wenn es schläft. Wie kann das so stressig sein? Wenn ich dagegen meine Frau ansehe wenn sie nach 8h gestresst von Arbeit kommt, dagegen bin ich noch total tiefenentspannt.

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snowbow 04.09.2014, 12:42
75. Handabdrücke

Zitat von ugt
Sie haben etwas vergessen. Aus dem Kindergarten bringen Kinder nur Infektionskrankheiten, Parasiten und Schimpfworte mit. Außerdem kleben Kinder. :-D
Und sie tatschen alles an mit ihren klebrigen Händen, so dass man überall Handabdrücke auf den Möbeln und Wänden hat.

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Anonymous456 04.09.2014, 12:43
76. Seltsam

Zitat von intschutschuna
war ein Post, der behauptete, Kinderlose seien egoistisch. Ich habe nur aufgezeigt, dass Eltern genauso egoistisch sind. Eltern können gern auf ihre Belastungen hinweisen, nur sollen sie nicht danach schreien, dass die Gesellschaft diese Belastungen für sie übernimmt. Das tun leider viele. Heutzutage muss zB die Schule die Erziehung übernehmen. Nö. Wenn ich mich für Kinder entscheide, muss ich die Arbeit, die sie mit sich bringen auch selbst übernehmen. Tatsächlich rechtfertige ich mich nicht. Warum auch? Ich kann Kinder nicht ausstehen, wäre in der Tat nicht im Reinen, wenn ich welche hätte. Für andere sind sie die Erfüllung. Jeder so wie er's mag. Nur das Gejammer ist dann halt fehl am Platz.
Warum zitieren Sie gerade diesen Post? Ich sage Kinderlose sind egoistisch in ihrem Wunsch gegen Kinder, genauso wie die Eltern in ihrem Wunsch nach Kindern. Damit setze ich beide Gruppen gleich und ihre Anliegen legitim. Das kritisieren Sie? Das finde ich etwas seltsam. Aber gut, nicht jeder ist in der Lage die ausgestreckte Hand zu nehmen.

Im übrigen ist es nicht so, dass die Gesellschaft die Belastungen übernimmt, zumindest nicht in dem Maße, wie es sich viele wünschen (sonst würden wir hier nicht darüber reden) und wie es vielleicht erforderlich wäre. Wer hier die gesellschaftliche Aufgabe mit den Zahlen seiner Steuern gleichsetzt, der verkennt, dass eine Gesellschaft für Kinder und Familien mehr leisten muss als das bloße Überweisen von Transferleistungen. Das fängt irgendwo ganz konkret mit guter Kinderbetreuung an und endet ganz abstrakt mit einer allgemeinen allseitigen Akzeptanz von Kindern. Mir gehen auch langsam die Kommentare auf die Nerven, die meinen Kinderbetreuung soll so sein wie damals in der 50er Jahren (Westdeutschland, im Osten war man da schon Jahrzehnte voraus) mit dem Frauenbild aus der Nazizeit. Man sollte vielleicht erstens mal zur Kenntnis nehmen, dass es in anderen Ländern (nicht nur der ehemaligen DDR) auch anders sehr gut funktionieren kann und wir zweitens heute zum Glück ein wesentlich anderes Bild von Frauen, Männern und Familen haben als damals. Ziel kann es nicht sein, alte Rollen zu zementieren, sondern muss es sein die neue Vielfalt der Rollen (zwischen Hausfrau und Karrierefrau) sinnvoll zu ermöglichen. Kinderbetreuung ist da ein Schlüssel hierzu. Und nicht das oft zitierte Kindergeld. Größter Knackpunkt ist und bleibt nun mal die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, worüber sich hier viele Eltern auch zu Recht beschweren.

Im übrigen darf man auch mal im Grundgesetz Artikel 6 nachlesen.

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alasiaperle 04.09.2014, 12:46
77. Ironie

(ironie on)Aber...aber...unser Eltern und Großeltern haben Vollzeitjob und Erziehung mit links geschafft! Und nebenbei noch zwei Häuser gebaut, vielleich noch weiterführende Schule abgeschlossen und was weiß ich noch alles! Und wir sind trotz grobste Vernachlässingung was worden! (ironie off)

Kann einer mal sagen wie es wirklich war? Und wollen wir tatsächlich das übertreffen?

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hörnchen76 04.09.2014, 12:49
78. boese hexe

da machen sie sich mal keine Sorgen. Ich bin bestens abgesichert im Alter und zwar alles selbst erarbeitet. Geht auch mit Kind bzw. davor eben schon den entsprechenden Grundstein gelegt und wer mir mit jetzt muss ich auf tolle Reisen, Urlaube etc. verzichten weil.ich ein Kind habe. pah, alles vorher erledigt. Tja, geht eben auch anders und man muss nicht frustriert, verarmt sein weil man ein Kind hat.

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bekkawei 04.09.2014, 14:13
79.

Zitat von cruzael
Also Kinderbetreuung ist schon mal nicht stressig, jedenfalls nicht wenn man sich ein Kind gewünscht hat. Und warum kommen immer alle mit dem Haushalt, ich bin nun seit 2 Jahren mit meinem Kind zu Hause und ich brauche nicht mehr als "1 Stunde" um den Haushalt zu erledigen, Der Rest der Zeit ist für das Kind da. Sogar eine Pause gibts Mittags wenn es schläft. Wie kann das so stressig sein? Wenn ich dagegen meine Frau ansehe wenn sie nach 8h gestresst von Arbeit kommt, dagegen bin ich noch total tiefenentspannt.
Da musste ich jetzt lachen. Ein(!) Kind von 2 Jahren!

Stellen Sie sich mal drei Kinder vor von 1, 4 und 7 Jahren. Da reicht eine Stunde Haushaltsarbeit nicht.
Einkaufen, kochen, aufraeumen, waschen, putzen, hausaufgaben, rumkutschieren und dann alles wieder von vorne. Mittagsschlaf gibt eher nicht, da die Kleine
immer Angst hatte, was bei den grossen Geschwistern zu verpassen.

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