Forum: Gesundheit
Cannabis-Konsum: Tägliches Kiffen senkt Chancen auf Schulabschluss
AFP

Wer jeden Tag kifft, hat schlechtere Chancen auf einen Schulabschluss und ein höheres Suizidrisiko, warnt eine australische Studie. Anfälliger für Depressionen sind Haschraucher demach allerdings nicht.

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Achim83 10.09.2014, 19:41
30.

Zitat von DMenakker
Für jemanden der TÄGLICH kifft vermindert sich die Chance auf einen höheren Schulabschluss um 60 %. Soso, ich möchte behaupten, wer TÄGLICH bis zum Rausch säuft hat eine um 100 % verminderte Chance.
Das stimmt sicherlich. Nur hat Alkohol im Vergleich einen "Vorteil" (sofern der Begriff hier überhaupt anwendbar ist): Wenn ich mir heute einen Rausch antrinke, werde ich definitiv morgen keine Lust haben, das zu wiederholen, weil es mir hundeelend gehen würde. Beim Kiffen ist das nach meiner Erfahrung nicht so.

Habe zu meiner Schulzeit selbst erlebt, wie die "Kiffer-Fraktion", die jeden Tag heftig am Kiffen war, zunehmend antriebslos und desinteressiert wurden und fast alle ihre schulische Ausbildung mehr oder weniger versemmelt haben. Bei den "Wochenend-Komasäufern" war die Quote deutlich geringer.

Ich befürworte dennoch eine Legalisierung von Cannabis. Der verantwortungsvolle Umgang damit ist mit Sicherheit nicht gefährlicher als das Trinken von Alkohol.

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otto_lustig 10.09.2014, 19:52
31.

Zitat von wrobel2
Täglich saufen auch! Das ist doch wieder dieser typisch Böses Marihuana berichte.. Drogen sind generell schlecht, für jugendliche und heranwachsende! Deshalb ist es ihnen auch verboten diese zu konsumieren (siehe Alkohol)! Also was soll bitte dieser Bericht.. Deshalb wird Marihuana trotzdem "bald" legal ..
Nun, die Anzahl der Kiffer ist im Vergleich zur Anzahl der Zigarettenraucher und Alkoholiker relativ gering. Wie viele Menschen werden jährlich von alkoholisierten Tätern getötet, etwa im Straßenverkehr, und wie viele von Kiffern? An Alkohol und Zigaretten verdient der Staat fleißig: neben der Mehrwertsteuer (19 %) hätten wir da noch die Tabaksteuer, die Branntweinsteuer, die Sektsteuer, usw. Kiffen macht keineswegs abhängig. Ich habe vor etwa 8 Jahren mal ein paar Joints geraucht und das war eine wirklich gute Erfahrung. Mehr als vier oder fünf waren es nicht. Ich spritze heute weder Heroin noch schnupfe ich Kokain. Meine "Drogenkarriere" war nach diesen fünf Joints beendet. Das eigentlich Problem ist, dass die Dealer von Mariuhana auch härtere Sachen anbieten. Erst ist es Hasch, dann werden härtere Sachen angeboten. So treibt man die anfangs überhaupt nicht Drogensüchtigen in die Hände der Dealer.

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UweZ+ 10.09.2014, 20:04
32.

Im Alter zwischen 12 und 17 Jahren "TÄGLICH" zu kiffen ist zweifelsohne ne reife Leistung.
Das ist ohne extrem starken Willen, grössten Ergeiz und aussergewöhnliche Beharrlichkeit ja kaum zu erreichen.

Es ist schlicht ein Wunder, dass die derart willensstarken Cannabis-Konsumenten überhaupt noch Zeit für die Schule hatten und sich deren "Chance auf einen High School Abschluss" nur gut halbierte.
Auch für ehrgeizigste Kiffer hat der Tag ja schliesslich selten mehr als 28 Stunden...:-)

P.S.:
Entweder ist die doch hoffentlich bedeutungsschwere, bundesdeutsche Messlatte für die im Artikel bezifferten 1,3 % der juvenil-"regelmässigen" Cannabis-Konsumenten, sprich: mindestens 10 mal gekifft haben während der letzten 12 Monate (also im Mittel nach jedem Joint immer 35 Tage abstinent leben), restlos für die Bedeutungslosigkeits-Tonne.

Oder aber die amerikanischen Autoren der hier diskutierten Studie verfügen über Probanden mit einer gegenüber Cannabis-Konsum viel unempfindlicheren Art der Neurobiologie, als unsere bundesdeutsch amtlichen "Drogenexperten"...

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bill_dauterive 10.09.2014, 20:16
33.

Zitat von dr.dax
40% aller Kiffer haben ganz sicher keinen Hochschulabschluss; das steht naemlich so auch nicht im Artikel! Ich gebe ihnen einen kleinen Denkanstoss: In Deutschland haben weniger als 15% der Bevoelkerung einen Hochschulabschluss;
Aber Kiffer sind bei Akademikern überdurchschnittlich hoch vertreten. Ich kenne/kannte eigentlich keinen Studenten der nicht gekifft hätte.

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UweZ+ 10.09.2014, 20:26
34.

Zitat von Achim83
...Habe zu meiner Schulzeit selbst erlebt, wie die "Kiffer-Fraktion", die jeden Tag heftig am Kiffen war, zunehmend antriebslos und desinteressiert wurden und fast alle ihre schulische Ausbildung mehr oder weniger versemmelt haben. Bei den "Wochenend-Komasäufern" war die Quote deutlich geringer.
Na, dann wissen Sie dank der neuen amerikanischen Studie jetzt ja, dass Ihre "fast alle Kiffer sind schulisch gescheitert"-Erfahrung womöglich etwas mit dem schlechten Einfluss der "Wochenend-Komasäufer" zu tun hatte...

Denn amerikanische Jugendliche kommen nachweislich viel, viel schwieriger an Alkohol dran, als bundesdeutsche.
Und ohne die Anwesenheit wochenendlich koma-saufender Altersgenossen scheitern nach der hier diskutierten Studie in den USA keinesfalls "fast alle" juvenilen Täglich-Kiffer, sondern nur grob die Hälfte von denen...

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Mr T 10.09.2014, 20:27
35. akzeptieren

Zitat von darthmax
wer ist von dieser Studie nun überrascht, die ´´Forschung ´´hätte man sich sparen können. Die frage ist doch, warum es die Jugendlichen cool finden , Drogen zu sich zu nehmen obwohl sie über deren Folgen Bescheid wissen.
Offentsichtlich doch eine ganze Menge von Lesern, die versuchen, die Bedeutung der Studie durch Alkoholvergleiche zu verniedlichen. Man kann fuer eine Legalisierung eintreten, sollte aber doch zugeben, dass Cannabis nicht unbedingt gesund ist - wie vieles andere auch nicht.

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Mr T 10.09.2014, 20:30
36.

Zitat von UweZ+
P.S.: Entweder ist die doch hoffentlich bedeutungsschwere, bundesdeutsche Messlatte für die im Artikel bezifferten 1,3 % der juvenil-"regelmässigen" Cannabis-Konsumenten, sprich: mindestens 10 mal gekifft haben während der letzten 12 Monate (also im Mittel nach jedem Joint immer 35 Tage abstinent leben), restlos für die Bedeutungslosigkeits-Tonne.
1.3% konsumieren 10 oder merh pro Jahr - kann diese Zahl wirklich stimmen???

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norman.schnalzger 10.09.2014, 20:42
37. Antrieb?

Das generelle Problem dürfte wohl eher darin liegen, dass nach dem Konsum von Cannabisprodukten sich eine allgemeine Antriebslosigkeit einstellt, das sog. "LmaA-Syndrom".

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derbadener 10.09.2014, 20:42
38. der Vergleich ist nutzlos

Das Problem beider Gruppen ist, wenn sie morgens zur Schule schon prall sind dann geht da halt schulisch nichts. Alkohol lässt sich leichter detektieren und somit kann ich auffällige Schüler wieder früher "einfangen", beim Kiffer sieht das deutlich schlechter aus. Die Kiffer aus meiner Schulzeit sind deutlich hinter ihren Möglichkeiten geblieben. Abends ein Joint die Woche sehe ich nicht als Problem.

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duk2500 10.09.2014, 20:46
39. Schön reden

Schon interessant, wie sich manche wie üblich das Kiffen wieder schön und die Risiken des Drogenkonsums kleinreden. Jeder, der regelmäßig mit kiffenden Jugendlichen zu tun hat, kennt die krassen Veränderungen wie Antriebs- und Motivationslosigkeit, die bei ihnen von einem Tag auf den anderen zu beobachten sind.

Klar gibt es welche, die trotz dauerbekifft sein und trotzdem noch einen Schulabschluss erreichen. Das sind aber die Ausnahmen, für die meisten ist ihre tägliche THC-Dröhnung der Weg in persönliches Scheitern. Manche kriegen halt noch die Kurve, in so einer Art Selbstschutzreflex, viele aber nicht.

Schade um soviel Zukunft und um soviel vergeudetes menschliches Potential.

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