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Chronisches Erschöpfungssyndrom: Wenn der Körper nicht mehr will
Corbis

Ständig abgeschlagen, Schlaf bringt keine Erholung: Das chronische Erschöpfungssyndrom kann Menschen zum Pflegefall machen. Ärzte sehen das Leiden oft als psychisches Problem - dabei mehren sich die Hinweise auf körperliche Ursachen.

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janne2109 24.03.2015, 10:12
1. werde ich alt?

wenn ich solche Beiträge lese habe ich das Gefühl ich gehöre nicht mehr in diese Welt.
Was haben unsere Eltern und Großeltern geleistet! Ein mehrfaches von dem was die Menschen heute leisten müssen.
Die haben allerdings auch nicht einhändig gearbeitet weil in der anderen Hand das Handy gehalten werden musste,
sie haben sich nicht jede noch so dumme Sendung im Fernsehen angeschaut sondern sind ins Bett gegangen,
haben sich nicht mir Computerspielen die Nacht vertrieben.

Bleibt doch mal alle auf dem Teppich, versucht zu lernen was Euer Körper wirklich braucht ( kein Handy, keinen Computer, keine Serien im TV).

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vokö¶ 24.03.2015, 10:37
2. Schlecht recherchiert....

....dieser Beitrag macht einen bei Wissenschaftsjournalisten häufigen Fehler: Es wird eine einzige neue Studie zitiert und dabei wird außer Acht gelassen, was zahlreiche andere Studien als Ergebnis hatten. Zur Bedeutung psychosozialer Faktoren und zu den Erfolgen der kognitiven Verhaltenstherapie gibt es zahlreiche aussagekräftige Studien, die hier komplett ignoriert werden. Es geht nicht darum, die Patienten abzustempeln, sondern um die Suche nach dem bisher wirksamsten Behandlungsansatz. Mit einem so einseitigen Beitrag beteiligt sich die Autorin m. E. an der Stigmatisierung psychischer Erkrankungen - das kenne ich von SPON bisher so nicht.

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a.h.h 24.03.2015, 10:40
3. Trugschluss

Zitat von janne2109
wenn ich solche Beiträge lese habe ich das Gefühl ich gehöre nicht mehr in diese Welt. Was haben unsere Eltern und Großeltern geleistet! Ein mehrfaches von dem was die Menschen heute leisten müssen. ....
Ich denke, dass sie da einem Trugschluss unterliegen. Nur weil man sich heute mit solchen Krankheiten (bei Depressionen liest man auch oft so einen Unsinn) auseinandersetzt und versucht diese zu behandeln, heißt das nicht, dass es diese früher nicht gegeben hat. Früher nannte man die Leute einfach faules Gesindel. Diese sind dann halt auf der Strasse gelandet oder einfach gestorben. Das mag ja aus evolutorischer Sicht ganz praktikabel sein, passt aber nicht mehr in unsere moderne Gesellschaft.

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gutgemeint 24.03.2015, 10:46
4.

Zitat von janne2109
wenn ich solche Beiträge lese habe ich das Gefühl ich gehöre nicht mehr in diese Welt. Was haben unsere Eltern und Großeltern geleistet! Ein mehrfaches von dem was die Menschen heute leisten müssen. Die haben allerdings auch nicht einhändig gearbeitet weil in der anderen Hand das Handy gehalten werden musste, sie haben sich nicht jede noch so dumme Sendung im Fernsehen angeschaut sondern sind ins Bett gegangen, haben sich nicht mir Computerspielen die Nacht vertrieben. Bleibt doch mal alle auf dem Teppich, versucht zu lernen was Euer Körper wirklich braucht ( kein Handy, keinen Computer, keine Serien im TV).
Zum Teil gebe ich Ihnen Recht. Viele Probleme sind Hausgemacht und man sollte sich öfter dem "medialen" Wahn entziehen...

Sie vergessen allerdings bei dem Vergleich ihrer Eltern/Großeltern (wobei die Großeltern meist noch fürs großdeutsche Reich mit geschufften haben...), dass es einfach andere Zeiten waren. Es gab damals sowas wie eine Arbeitsplatzgarantie. Mein Vater wurde nach der Ausbildung mit ein paar tausend DM Handgeld gelockt... als Heizungsinstallateur! Und er hat 35 Jahre in ein und dem selben Laden gearbeitet. Das selbe bei meinem Opa...
Wenn man heute einen "niedrig qualifizierte Beruf" erlernt gibt es meist nur schlechte Verträge und keine Sicherheit.

Die fehlende (Planungs-)sicherheit macht die Menschen krank!

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MadDoubleF 24.03.2015, 10:48
5. @janne2109

Teilweise haben Sie Recht. Jedoch gibt es einige Krankheiten, die damals (vor 50 und mehr Jahren) noch nicht bekannt waren. Aber ja. Relativ früh ins Bett gehen kann durchaus helfen. Besonders wenn man das Aufmacherbild sieht. Wenn ich abends um 22:00 noch 5-7-jährige Kinder draußen rumrennen sehe, frag ich mich auch immer wieder wie die den Kindergarten oder die Schule am nächsten Tag überstehen.
Mein Kleiner (5) geht nach Wicki ins Bett, die Große (13) 21:30. Da ist mir egal, ob Voice of Germany oder anderer Schrott kommt.

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dbeck90 24.03.2015, 10:50
6.

Ich habe adhs und asperger Autismus, bei mir ist das der Normalfall.
Laut Arbeitsamt und Neurologen bin ich offiziell arbeitsunfähig. Würde ich nicht hohe Dosen ritalin/elontril bekommen. So arbeite ich nun in der Netzwerktechnik und studiere. Ohne schlafe ich bis zu 18 Stunden am Tag, den Rest des Tages bekomme ich kaum die Umwelt mit.

In der Kindheit/Jugend war es nicht da, dann kam ein Ereignis in der Mutter/Kind Kur, an das ich mich nicht mehr erinnern kann. Seitdem habe ich es. Die chronische Müdigkeit/Verschlimmerung der Symptomatik kam ab dem 21. Lebensjahr.

Anstatt vor sich hin zu vegetieren einfach mal den Neurologen aufsuchen. Ich finde es befriedigender in der Gesellschaft noch einen Platz zu haben statt lebenslang harz4. Das einzige Problem ist die Ignoranz vieler Menschen. Die Meisten sehen in der Unfähigkeit der affektiven Kommunikation ein leichtes Opfer und Mobbing steht an der Tagesordnung :)

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biber01 24.03.2015, 10:51
7. @janne2109

Ja, sie werden alt, denn sie unterschaetzen die Jungen. Mein Sohn hat gerade eine sehr solide Ausbildung bei Mercedes abgeschlossen
Dreieinhalb Jahre Druck u. Leistungsabforferung. Wesentlich mehr Druck als ich jemals in meiner Ausbildung erfahren habe. Seine Freunde haben aehnliche Erfahrungen gemacht. Einer ist jetzt fertiger Industriemechatroniker und faehrt sofort nach der Lehre fuer die Fa. ins aussereuropaeische Aussland. Ein weiterer Freund ist europaweit unterwegs um mit Spezialmaschinen Praezisionsoeffnungen, Loecher, Bohrungen in Beton vorzunehmen. "Wir gehen durch jede Wand" ist das Firmenmotto...Also nix mit Handy- u. Fernsehjugend!!! Mann, kotzen mich solche Pauschalisierungen an!!@

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to78ha 24.03.2015, 11:04
8. Heute ist es schon anders,

wir folgen dem Takt den uns die moderne Gesellschaft vorgiebt. Man kann prinzipiell immer und überall alles machen und ist auch immer und überall für alle erreichbar. Wir sind eine Gesellschaft im chronischen Stress ob wir wollen oder nicht. Und chronischer Stress belastet das Immunsystem zudätzlich. Was dann kommt kann ein Kaskadenefekt sein. Fakt ist das sollche Autoimunkrankheiten heute sicher in der westlichen Welt häufiger sind. Viele denken man kann das mit gesunder Lebensweise ändern. Doch das ist in gewisser Hinsicht rin Trugschluss. Es kommt auf die richtige Kombination an. Was nützt einem gesunde Etnährung wenn wichtige Stoffe fehlen die man dann mit Nahrungsergänzungsmitteln zuführen muss (siehe vegane Ernährung). Was nützt einem Sport wenn man ihn in einen vollen Terminplan quetscht und abends gestresst ins Fitnesstudio rennt. Ich glaube wir sollten wirklich alle mal bisschen runter kommen. Auf Gewinn verzichten lernen und vielleicht dollte unsere Gesellschaft auch dieses ewige Wirtschaftswachstum mal nicht immer so zum Maß der Dinge machen. Treibt man es auf die Spitze, dann würden wir wie die Indianer, aber dafür zufriedener und gesünder leben.

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zursachet 24.03.2015, 11:17
9.

Zitat von janne2109
wenn ich solche Beiträge lese habe ich das Gefühl ich gehöre nicht mehr in diese Welt. Was haben unsere Eltern und Großeltern geleistet! Ein mehrfaches von dem was die Menschen heute leisten müssen. Die haben allerdings auch nicht einhändig gearbeitet weil in der anderen Hand das Handy gehalten werden musste, sie haben sich nicht jede noch so dumme Sendung im Fernsehen angeschaut sondern sind ins Bett gegangen, haben sich nicht mir Computerspielen die Nacht vertrieben. Bleibt doch mal alle auf dem Teppich, versucht zu lernen was Euer Körper wirklich braucht ( kein Handy, keinen Computer, keine Serien im TV).
Es war ja klar dass die ersten Troll Kommentare nicht lange dauern. Aber gleich der erste - hey meinen Glückwunsch. Wer es nicht kapieren will, dass es sich um einen ernste Krankheit handelt, der soll es eben lassen. Die gab es früher auch schon wurde aber nicht diagnostiziert. Da waren die Menschen dann wahlweise "Bettlägerig", "Depressiv", "Geisteskrank", "Schlaftkrank" usw.
DAS HAT NICHTS MIT LEISTUNG ODER LEBENSTIL ZU TUN! Oder wollen Sie das einem 6 jährigen Patienten auch schon unterstellen?

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