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Debatte über Organvergabe: "Wir warten unsere Patienten zu Tode"
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Wie verteilt man Organe gerecht an Kranke? Nach den Organspendeskandalen steht das deutsche Vergabesystem in der Kritik. Der Ethikrat fordert eine Änderung des Transplantationsgesetzes. Doch die Optionen sind ethisch heikel.

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Spiegelleserin57 27.09.2013, 13:57
30. es gibt Leberersatzverfahren!

Zitat von georgia.k
ich habe es hier erlebt. Ein Schwerstkranker bekam eine Leber, die jedoch abgestossen wurde. Mit der nächsten Leber hat er dann noch knapp zwei Jahre gelebt, wobei er eigentlich nur so dahinsiechte. Dass er letztlich eine neue Leber brauchte, war ihm lange Zeit vorher bekannt. Eine rechtzeitige Zuteilung und ein vielleicht besser geeignetes Organ hätte ja Sinn gemacht, sein Leben wirklich verlängert und auch mehr Lebensqualität gebracht.
Leider wird das oft dem Patienten verschwiegen. Es gibt Leberersatzverfahren " z.B. MARS und Proteus" aber die kosten ca. 500€ pro Tag und welcher Patient weiß das ? Diese Verfahren können nur filtrieren aber nicht synthetisieren. Sie schwemmen die Giftstoffe aus.
Vor der OP sorgen sie dafür dass Ptienten deutlich gestärkt in die OP gehen und somit eine bessere Chance haben ABER hier ist mal wieder das Thema Geld! Es kostet eben die Klinik viel Geld.
Weiteres kann man sich leicht ausrechnen!

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wschwarz 27.09.2013, 13:59
31. >Arrogant und anmaßend

Zitat von süßnase
DANKE fürs Urteilen mit pumperl gesunden Organen. Ich bin totkrank, eine seltene wahrscheinlich ererbte krankheit...ich hätte gerne noch ein paar Jahre an der Seite meiner Lieben.... SIE würden das auch wollen, wenn sie wirklich krank sind...aus gesunder Sicht ist es einfach zu sagen "Pech gehabt, Organe versagen nunmal." Wie arrogant und anmaßend
aber die Wahrheit! jedes Schaf auf der Wiese würde gerne bis in alle Ewigkeit grasen.

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gesundheitsethiker 27.09.2013, 14:01
32. Gesellschaftliche Akzeptanz muss stimmen

Organspende und Organtransplantation sind noch nicht in der Gesellschaft angekommen. Jeder muss frei entscheiden können, ob er Organspender wird oder nicht.
Was mit den zu knappen Spenderorganen geschieht, muss in einer demokratisch verfassten Gesellschaft auch demokratisch entschieden erden. Da ist kein Raum für die Selbstverwaltung bei der Regelsetzung, Wohl aber für die medizinische Expertise. Natürlich soll der Arzt weiter darüber entscheiden, ob ein Spenderorgan zur Transplantation geeignet ist Und der Arzt soll transplantieren.. Aber die Regelsetzung g muss gesellschaftlich legitimiert und rechtlich überprüfbar sein. So steht's auch in usnrer Verfassung. Über Einzelheiten kann man diskuieren. Aber so, wie das Transplantationswesen derzeit organisiert ist, kann's nicht weitergehen.

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Patanjali 27.09.2013, 14:02
33. Erst über den Veggi-Day aufregen...

Zitat von sysop
Wie verteilt man Organe gerecht an Kranke? Nach den Organspendeskandalen steht das deutsche Vergabesystem in der Kritik. Der Ethikrat fordert eine Änderung des Transplantationsgesetzes. Doch die Optionen sind ethisch heikel.
und dann so etwas.

Wieviel Zwang will man denn noch ausüben?
Wo sollen nur die ganzen Toten herkommen, die man braucht?
Vielleicht auf allen Straßen die Geschwindigkeitsbegrenzung abschaffen?
Oder wie in vielen anderen Ländern nicht den Hirntod, sondern den Herztod als Transplantationszeitpunkt wählen?
Oder soll es schließlich nur vom Jahresbruttogehalt abhängen?

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Spiegelleserin57 27.09.2013, 14:02
34. es hängt auch heute immer davon ab...

Zitat von marika
Abfinden, dass Menschen sterblich sind? An Organversagen sterben viele Kinder, junge Mütter und Väter, die mit einem Spenderorgan ein normales Leben führen könnten. Ich kenne so viele Betroffene, die sehnlichst auf ein Organ warten und zusehen müssen, wie Leute wegen des Vergabeskandals ihre Ausweise zerreißen. Ist es also besser, die Organe verwesen zu lassen, als einem Menschen das Leben zu retten? Die "reichen Pfeffersäcke" können sich ihre Organe im Ausland besorgen, wer auf der Strecke bleibt sind ganz Andere !
welchen Arzt Sie haben und genau deswegen weigern sich viele Menschen darunter auch Ärzte ihre Organe zu spenden. Sie haben ihren Grund. Es ist auch Sache der Betroffenen endlich mal offiziell sich zu wehren anstatt immer nur anonym zu posten. Die Leute die die Organe verweigern tun dies auch aus Protest!
Informieren Sie sich mal genau über den Ablauf wie Organenspender ausgesucht werden und über das Vergabeschema. Sie werden dann mehr verstehen!

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Medienkenner 27.09.2013, 14:03
35. optional

Ich finde es nicht korrekt, wenn Medien Werbung für diese unselige Organspende machen. Der menschliche Körper ist nun mal kein Ersatzteillager, an dem man sich je nach Bedarf der Transplantationsindustrie bedienen sollte.

Und es darf auch nicht sein, dass ein Mensch die uneingeschränkte Verfügung über seine Organe und seine körperliche Integrität aktiv einfordern muss.

Und jedem halbwegs intelligenten Menschen ist doch klar, dass Organe nur einem Sterbenden, nicht einem Toten entnommen werden können. Das Hirntodkriterium ist ein juristisches Hilfskonstrukt um die Entnahme abzusichern. Biologisch gesehen handelt es sich um einen Sterbenden. In Schweden haben sich übrigens 2011 48 Prozent von 1.100 Intensivschwestern kritisch zur klinischen Hirntoddiagnostik geäußert, nachzulesen unter: Pressemitteilung der Universität Gothenburg, Information Office, Helena Aaberg.

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Spiegelleserin57 27.09.2013, 14:05
36. zu einfach!

Zitat von freiheitsglocke
Lasse wir die Menschehn doch einfach selbst entscheiden! Wer spenden will, bekommt auch Spenden. Und wer, wie Sie, kleine Kinder sterben lassen will, hat Pech gehabt.
So kommt niemand zum Ziel. Sie sollten ergründen WARUM sich Menschen dagegen entscheiden. JEDER hat seinen Grund und der wäre WICHTIG anstatt so eine oberflächliche Entscheidung zu posten.

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sunnycinderella 27.09.2013, 14:12
37. Nicht alles über einen Kamm!

Absolut richtig ist, dass es trotz des europäischen Verbunds EUROTRANSPLANT in Deutschland zu wenig Spenderorgane gibt. Man sollte jedoch differenzieren zwischen lebensnotwendigen Ersatzorganen und solchen, die nicht lebensnotwendig sind, wie z.B. Niere. An zuviel Dialyse ist noch einer gestorben, eher an zu wenig. Und eine Augenlinse ist nicht überlebensnotwendig, also: Erzählt NICHT PAUSCHALE SCHEI... Und ob in unserem Land das österreichische Modell akzeptiert würde ist fraglich. Letzten Endes muss jeder Empfänger (JA, die auch!!) und jeder potentielle Spender es mit sich selbst ausmachen.

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gesundheitsethiker 27.09.2013, 14:12
38. Leberersatzverfahren müssen "serienreif" entwickelt werden

Zitat von Spiegelleserin57
Leider wird das oft dem Patienten verschwiegen. Es gibt Leberersatzverfahren " z.B. MARS und Proteus" aber die kosten ca. 500€ pro Tag und welcher Patient weiß das ? Diese Verfahren können nur filtrieren aber nicht synthetisieren. Sie schwemmen die Giftstoffe aus. Vor der OP sorgen sie dafür dass Ptienten deutlich gestärkt in die OP gehen und somit eine bessere Chance haben ABER hier ist mal wieder das Thema Geld! Es kostet eben die Klinik viel Geld. Weiteres kann man sich leicht ausrechnen!
Jeder Arzt, der eine solche echte Alternative verschweigt, macht sich schadensersatzpflichtig und begeht Körperverletzung wegen unterlassener Aufklärung. Allerdings streiten sich die Experten noch über den dauerhaften Erfolg. Da muss unbedingt weitergeforscht werden. Die Leberersatzverfahren gibt's schon lange, richtig zum erfolg gekommen sind sie trotz Organmangel bis heute nicht.

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lari-fari-i 27.09.2013, 14:13
39. Organe spenden!

Gerade vom Skandal und den rückläufigen Zahlen an Spendern habe ich mich motivieren lassen und erst vor ein paar Wochen meinen Ausweis ausgefüllt!

Wenn genug Spenderorgane für alle da wären, müsste niemand lange warten oder dafür Bestechungsgelder Zahlen....

Wenn ich morgen von einem Ast erschlagen werde, retten wenigstens meine Organe vielleicht noch Leben. Das empfinde ich als beruhigend!

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