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Depression im Alter: Oma braucht Hilfe
DPA

Ist die Großmutter depressiv, braucht sie Unterstützung von der Familie. Was können Angehörige tun, wie sollten sie sich am besten verhalten?

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mirage122 20.05.2015, 07:54
20.

wir müssen uns nicht kümmern, sondern sie genau so mit Ritalin oder sonstiges voll pumen wie bei den Kindern. Dann sind alle glücklich und der Rest ist entlastet und die Pharma-Jungs freuen sich!

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!!!Fovea!!! 20.05.2015, 09:16
21. Ooooh, immer diese tollen Vorschläge

von denen, die keine Ahnung von der Materie haben.

Wie will man einen Alten mobilisieren, der sich nicht mobilisieren lassen will.

"Ich bin alt, was soll ich den in meinem Alter noch machen"....

Das sind die Grundargumente.
Das Depressive ihre Aggressionen auf ihre Umwelt projezieren wird hier nicht erwähnt.

Jeder stellt sich das so blumig vor, zu einem Alten hinzugehen und zu sagen, "so jetzt machen wir einen Ausflug" oder "hast ein paar bunte Pillen hier".
Wenn ein alter Mensch depressiv ist, heißt das noch lange nicht, dass er doof ist und deswegen jede Pille isst oder krankheitseinsichtig ist.

Schlecht recherchierter Artikel.

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mongolord 20.05.2015, 10:46
22.

Viele Altersdepressionen sind auch dadurch bedingt, dass die Leute durch schlechte Ernährung nicht ihre Mikronährstoffe gedeckt bekommen und nur noch zu Hause rumhocken und dadurch zu wenig Sonnenlicht abbekommen, was wiederum in einem Vitamin D Mangel mündet.

Dazu kommt noch das viele alten Leute keine Beschäftigung haben und nur vor dem Fernseher dahin wegetieren. Wenn man die Älteren mehr in die Gesellschaft einbinden würde (Vereine, Ehrenämter, Sport etc.) dann käme es unter Garantie nicht zu so einer Häufung psychischer Krankheiten. Braucht man sich nur selbst anschauen: Die fitten und geistig aktiven Älteren wirken vital und lebensfroh. Die die ab paarn 60 ihren Renteneintritt damit beginnen exzessives Couchsurfing zu betreiben, die werden entsprechend lethargisch und unzufrieden.

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mkes 20.05.2015, 11:32
23.

Zitat von Newspeak
Eine Depression ist auch bei Senioren gut behandelbar - etwa mit Medikamenten oder einer Psychotherapie beziehungsweise einer Kombination von beidem. Theoretisch. Praktisch muß erst mal die Diagnose gestellt werden. Und das erscheint nicht ganz so einfach und schnell zu gehen, vor allem, wenn der Arzt den Patienten vielleicht vorher nicht persönlich kennt und sich keine Zeit nimmt bzw. nehmen kann. Und selbst dann, die Therapie wird nicht bezahlt oder der Therapeut hat einen Termin in einem halben Jahr usw. Ganz zu schweigen davon, daß eine permanente Betreuung durch einen Therapeuten, dem der Patient auch vertraut, angebracht wäre. Alles kaum praktisch zu bekommen, in diesem ach-so-tollen, ach-so-wohlhabenden Land.
Zumal die Rückfallrate bei Depressionen nach einem Jahr 99% beträgt.

Nach 3 Monaten sind schon 66% wieder depressiv. Menschen mit Depressionen ziehen sich von ALLEM zurück, weil es einfach zu mühsam ist.

Alleine dieses Verhalten bewirkt den Rückfall, weil es einfacher ist, nichts zu tun, als irgendetwas zu unternehmen. Verwandte sind da auch nur Kontraproduktiv, wiel die etwas verlangen, was man nicht bereit ist zu geben, und somit auf Dauer einfach nur lästig sind. Niemand, der nicht selber depressiv ist, kann sich vorstellen, was im Kopf eines Depressiven vorgeht, und wie er denkt oder empfindet. Somit sind alle Versuche von gutmeinenden, aber falsch handelnden Verwandten und Bekannten vergebens.

Das eigentliche Problem ist allerdings tatsächlich die Wartezeit auf die Psychotherapie. 6 Monate sind mittlerweile normal. Nach 6 Monaten ist man nicht mehr bereit überhaupt dorthin zu gehen. Letztendlich müsste man SOFORT nach der Diagnose oder einem Vorfall in Psychotherapie kommen. Es gibt bei depressiv Erkrankten tatsächlich ein "zu spät". Das scheinen aber Alle zu ignorieren.

Noch schlimmer ist es für intelligente Menschen, die erkennen, das Psychotherapie nur dazu führen soll, wieder ein produktives Mitglied der völlig kaputten Gesellschaft zu werden.

Somit ist Psychotherapie nur Manipulation, die noch nicht mal im Sinne der Patienten ist, sondern hauptsächlich dazu dienen soll, die Leistungsfähigkeit wiederherzustellen. Völlig egal, wie es einem Selber danach geht ...

Wer das erkannt hat, ist "nicht mehr therapierbar".

Den Preis zahlen übrigens die Rentenversicherungen und Kassen, denn die Endstation aller depressiv Erkrankten ist letztendlich die Frührente..

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bonngoldbaer 20.05.2015, 11:37
24.

"Eine Depression ist auch bei Senioren gut behandelbar - etwa mit Medikamenten oder einer Psychotherapie beziehungsweise einer Kombination von beidem."

Ob Senior oder nicht: Wenn man Psychotherapie braucht, lautet die Auskunft in der Regel: "Ich habe leider im Augenblick keinen Platz frei. Rufen Sie bitte in einem halben Jahr wieder an."

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exil-berliner 20.05.2015, 11:42
25. Depressiv in jungen Jahren

Wie können Angehörige ihrer depressiven Oma/Opa helfen? Vor diese Frage sollte man den Sachverhalt stellen, dass viele arbeitende Menschen zwischen 30 bis 50 Jahren heute schon depressiv sind. Ein Hoch auf die heutige Rentner Generation, die jetzigen Arbeitnehmer/innen in prekären Arbeitsverhältnissen werden in den Genuss von Depressivität und Rente erst gar nicht mehr kommen: denn bis 2040 heißt es: Rente erst ab 86 (Jahren!).

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KeineIdee100 20.05.2015, 11:49
26. @ InesH.

Liebe InesH!
Kennen wir uns persönlich? Habe ich Sie persönlich angesprochen? Kennen Sie meine Lebensverhältnisse? - Nein, nichts davon!!! Aber das Wort "Sarkasmus", das haben Sie überlesen.
Zur Klarstellung: Ich habe höchsten Respekt vor Menschen, die die Pflege eines Angehörigen übernommen haben. Aus eigener Erfahrung - ich habe zusätzlich zu voller Berufstätigkeit die krebskranken Schwiegereltern bei mir - weiß ich, was für eine Aufgabe das ist. Und bei uns geht es noch, denn die beiden sind sehr geduldig und geistig noch voll da. Bei anderen ist das weitaus dramatischer. Deshalb gibt es in meiner Gemeinde u.a. eine Hospizgruppe, Gesprächsgruppen und Helferkreise für pflegende Angehörige, die es immerhin schaffen, jedem Pflegenden in meiner Gemeinde einen Vor- oder Nachmittag Auszeit zu verschaffen - unentgeltlich. Mir wäre es trotzdem lieber, dass wir den nicht brauchten, denn meines Erachtens wäre das Aufgabe unseres Sozialstaates die Unterstützung zu gewähren, die Pflegebedürftige und Pflegende brauchen.
Ich erlebe aber auch immer wieder, dass alte Menschen die Hilfe brauchen, keine bekommen. Vor allem eben Altgewordene, denen rein körperlich nicht viel fehlt, die aber, nicht mehr mobil sind und weil Nachbarn, Freunde, Partner weggestorben sind, jemanden brauchen würden, der regelmäßig nach ihnen schaut und ihnen Ansprache und Wertschätzung gibt. Die nächsten Angehörigen sind da oft betriebsblind und haben oft auch die Einstellung, dann wenn "Oma" oder "Opa" noch keine Pflegestufe haben, dann brauchen die auch keine Fürsorge. Diese Leute fallen durch alle Raster und haben oft nicht mehr die Kraft etwas für sich zu fordern. Das geht 49 Wochen im Jahr gut. Weil man sich aber nicht rechtzeitig vor dem Urlaub um den Pflegedienst oder einen Kurzzeitpflegeplatz bemühte, muss dann zur Not die Psychiatrie herhalten. Die hat, anders als andere Stationen, den Vorteil, dass da die Diagnosestellung länger dauert, so dass der Strandurlaub ausgekostet werden kann. Und nur so nebenbei - meiner ist mehr als 10 Jahre her. Von daher gilt ihnen mein volles "mit"leid, Ines H.

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rmorg 20.05.2015, 12:22
27. Ist die Lage so, dass ein alter Mensch

z.B. dement und psychisch krank ist, dann ist die Familie auf Dauer immer überfordert. Da gehört professionelle Hilfe geholt. Oder soll unsere Gesellschaft sich so entwickeln, dass unsere Alten zwar immer älter werden, ihre Familienangehörigen immer kränker? Ich spreche aus Erfahrung und auf die sogenannten Experten kann man getrost verzichten, vor allem wenn sie aus der Politik kommen.

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GSYBE 20.05.2015, 12:23
28. Depressionen bei Senioren

Vor ca 3/4 Monaten lief abends ein Bericht über Altenheime in Israel.

Die Damen und Herren der älteren Semester haben sich vollkommen entspannt und legal täglich einen kleinen Joint (oder Pfeifchen) gegönnt.

Denen schien es allen gut zu gehen und sie sprachen nur in den höchsten Tönen davon; jedenfalls war da von Depressionen nichts zu merken.

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exil-berliner 20.05.2015, 12:45
29. Ohne Medikamente..

Zitat von GSYBE
Vor ca 3/4 Monaten lief abends ein Bericht über Altenheime in Israel. Die Damen und Herren der älteren Semester haben sich vollkommen entspannt und legal täglich einen kleinen Joint (oder Pfeifchen) gegönnt. Denen schien es allen gut zu gehen und sie sprachen nur in den höchsten Tönen davon; jedenfalls war da von Depressionen nichts zu merken.
Das Ziel im Leben sollte sein, nüchtern glücklich und ohne Depressionen zu leben. Sonst gibt es da noch eine Menge andere Substanzen mit denen man künstliches Glück erzeugen kann. Das ist jedoch alles nur kurzfristig gedacht.

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