Forum: Gesundheit
Depressionen nach der Geburt: Wenn das Babyglück zum Albtraum wird
Corbis

Etwa jede zehnte Frau leidet nach der Geburt ihres Kindes an Depressionen. Schnelle Hilfe ist dann entscheidend. Doch die Krankheit wird häufig erst gar nicht erkannt - oder klein geredet.

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cindy2009 30.09.2015, 20:15
20. @lisa76

Lisa, Sie sind nicht besser, als der unzufriedene Alleinstehende. Nicht jeder will Kinder, das muss man akzeptieren. Da kann das eigene Leben trotzdem erfüllt sein. Trotzdem War der Beitrag des Foristen voll neben der Spur.

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lisa76 30.09.2015, 21:11
21. @cindy2009

natürlich kann man sich gegen Kinder entscheiden. Muss jeder selber wissen und steht jedem frei. Habe selbst Verwandte die sich bewußt gegen Kinder entschieden, aber so einen Blödsinn wie zufriedener Single zu verzapfen, da fehlt mir einfach jegliches Verständnis und das sage ich dann auch!

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lachina 30.09.2015, 23:44
22. Ich hatte keine Probleme - bei mir

haben schlicht die Neurotransmitter verrückt gespielt: Ich habe grundlos geheult, keiner wußte warum, ich bin nach 6 Wochen zusammengebrochen und in ein Krankenhaus gekommen. Dort diagnostizierte man "Völlige Erschöpfung" . Nach einer Woche kam ich raus, nach ca. 3 Monaten war der ganze Spuk vorbei , wie er gekommen war. Psychotherapie hätte mir nicht geholfen, dann eher eine Haushaltshilfe!

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kika2012 01.10.2015, 06:53
23. @Wheredoyouwanttogotoday?

Genauso erlebe ich es im Freundeskreis (Westen) auch. Hätte ich mir die als Vorbild genommen, hätte ich auch kein Kind bekommen.

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cindy2009 01.10.2015, 08:31
24. Dann sollten Sie nicht pauschalieren

Zitat von lisa76
natürlich kann man sich gegen Kinder entscheiden. Muss jeder selber wissen und steht jedem frei. Habe selbst Verwandte die sich bewußt gegen Kinder entschieden, aber so einen Blödsinn wie zufriedener Single zu verzapfen, da fehlt mir einfach jegliches Verständnis und das sage ich dann auch!
"[...]Jeder Single auf dieser Welt ist einer zuviel. [...]"

Ihnen ist klar, dass Sie damit nicht nur den Foristen meinen? Und solch eine Aussage kommt doch nicht von ungefähr!

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indra.simhan 01.10.2015, 08:48
25. Am Thema vorbei...

erlebe ich hier viele Beiträge. Eine postpartale Depression hat oft wenig mit ungewollter Schwangerschaft oder mangelnder Unterstützung zu tun. Häufig betrifft es Frauen, die sich sehr auf das Kind gefreut haben, die "alles richtig machen" wollen und die von der emotionalen Realität umgehauen werden.

Wenn wir Kinder bekommen, dann werden "alte" Muster aus unserer eigenen frühen Zeit, unserer eigenen Beelterung, wieder wach. Eine Wochenbettdepression kann ein Anlass sein, um zu sichten, was war und wie man selbst als Mutter sein möchte. Ansprüche und Wirklichkeit abzugleichen, sich selbst und das Kind liebevoll anzunehmen.

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Hannes2 01.10.2015, 10:27
26. zufriedener single

dann verlassen sie doch freundlicherweise diesen Planeten und machen Platz für ein Kind. Danke.

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frente99 01.10.2015, 12:02
27. Schrecklichste Zeit meines Lebens

Nach der Geburt meines ersten Kindes (Kaiserschnitt wg. Beckenendlage) war es nur meiner aufmerksamen Hebamme zu verdanken, dass meine postpartale Depression erkannt wurde. Mein Mann war schlicht überfordert, er konnte einfach nichts tun. Sie hat sehr schnell gehandelt, mir unter Vorwand eines anderen Grundes die Kontaktdaten einer Psychiaterin in der Tagesklink unseres Universitätskrankenhauses gegeben. Als meine Leiden nach ein paar Wochen so stark wurden (Halluzinationen, Wahnvorstellungen), dass ich es nicht mehr aushielt, kontaktierte ich die Psychiaterin und bekam sofort einen Termin am gleichen Tag. Ich ging mit der Erwartung dorthin, dass man mir mein Kind wegnimmt, sobald ich von meinen Wahnvorstellungen erzählte. Aber das war mir egal, ich wollte nur nicht meinem Kind oder mir etwas antun. Als ich es endlich geschafft hatte, mit geschlossenen Augen alles zu erzählen fiel ich aus allen Wolken, als die Psychiaterin mich mit einem Lächeln fragte, ob das denn alles sei. Ich hätte eine seelische Erkrankung, die wir aber durch Therapie und Medikamente wieder in den Griff bekommen. Ich war noch nie im Leben so glücklich. Ich wurde sofort behandelt, medikamentös und auch durch Gespräche und Aufklärung. Relativ kurzfristig organisierte man mir eine auf diesem Gebiet erfahrene Psychologin, bei der ich knapp 1,5 Jahre eine Therapie vollzog.
Ich werde diese furchtbare Anfangszeit nie vergessen, diese Schuldgefühle meinem Kind gegenüber, dieses allein sein, weil man sich schämt und nicht so ist, wie es von frischgebackenen Mamas erwartet wird, diese Angst, für immer und ewig verrückt zu sein.
Es gibt so viele Geburtsvorbereitungskurse, Baby-Pflegekurse usw. Warum werden nicht alle werdenden Mütter darüber aufgeklärt, dass es leider nicht immer alles eitel Sonnenschein ist, nach der Geburt? Das es nicht nur den Baby-Blues gibt, den viele belächeln? Ich bin für eine offene Aufklärung aller werdenden Mütter zu diesem Thema und scheue mich auch nicht, meine Geschichte zu erzählen. Nicht zum Angst machen, sondern zum behutsamem Aufklären. Nach der Geburt meines zweiten Kindes hatte ich zum Glück überhaupt keine Beschwerden. ich war nur etwas traurig weil ich gemerkt habe, welches Mutterglück ich nach der ersten Geburt versäumt habe.

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elay 01.10.2015, 12:48
28.

In diesem Thema finde ich mich völlig wieder. Ich war damals sehr unwissend was dieses Thema betrifft und habe mich zwingen müssen mein Kind zu lieben.
Nach vielen Jahren war mir erst klar das ich an Depressionen litt.
Heute kämpfe ich mit dem schlechten Gewissen.

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DerVO 01.10.2015, 13:29
29.

Zitat von Wheredoyouwanttogotoday?
Ich staune, dass es überhaupt glückliche Mütter geben soll. In meinem Umfeld traf die (westdeutsche) Realität diejenigen, die sich nie mit Feminismus und Patriachat beschäftigt haben, wie ein Schock. Anfangs fanden alle das Baby süß und man sah sich noch auf Besuchen, dann hörte alles auf. Keine Arbeit, keine Ausflüge, keine Freizeit, keine Hobbies mehr, das Ende des gesellschaftlichen Lebens für die Mutter. Die Väter hingegen machten weiter, wie bisher, gingen eher mehr weg, arbeiteten länger. ...
Nur kurz zu Ihrer Beschreibung "der Väter". Bestimmt gibt es den von Ihnen beschriebenen Typus. Ich kenne aber keinen. Einzigen.

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