Forum: Gesundheit
Diät-Streit: Ist Low Carb besser als Low Fat?
Corbis

Hauptsache, bei den Kohlenhydraten wird gespart - so das Motto von Low-Carb-Diäten. Schmelzen die Fettpolster tatsächlich schneller als mit fettarmer Kost? Ein rigoroser Test spricht dagegen.

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andreasbln 13.08.2015, 23:40
30. blöde Diskussion - die Mischung machts auf Dauer

natürlich halte ich es auch für Blödsinn, auf Nudeln zu verzichten und mir dafür 20 Oliven reinzupfeifen. Fettreduktion sollte immer sein, per se. Aber ich habe wirklich gute Erfahrungen damit, einfach nur Abend auf Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Nudeln, Brot oder Reis zu verzichten. Insgesamt eine Kaiser, König, Bettler Ernährung, die mir ohne Sport 10 Kilo in 3 Monaten gebracht hat. Mit Sport wäre es natürlich besser und sicher mehr. Aber wichtigster Punkt. Nur Abend wirklich zu verzichten, fühlt sich nicht nach Diät und Hungern an. Dazu natürlich moderat mit Fett und Zucker umgehen und das reicht um mittelfristig Gewicht zu verlieren. Die Kombination aus "von allen Lehren Etwas" ist am besten und ist auch am Leichtesten durchzuhalten und das ist ja auch wichtig.

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perpetuummobile 13.08.2015, 23:42
31.

Also, ich lese die Studie so: Low Carb UND Low Fat. Also Dukan?

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michael.kluppel 13.08.2015, 23:42
32. schwach

Als Wissenschaftler kann ich mir nur an den Kopf greifen wie so ein Unsinn durchgehen kann: erstens, statistisch sind 11 Probanden ja wohl ein Witz. Zweitens, Low carb diets brauchen 2 Wochen mit 20g carbs/Tag um den Stoffwechsel auf Ketose umzustellen - aber da war die Studie aber auch schon vorbei (zu keinem Zeitpunkt waren die Probanten 2 Wochen lang auf 20g carbs/Tag)! Drittens, Carbs wurden nach 5 Tagen reduziert, so das die gesamte Enegiezufuhr 30% reduziert wurde - da carbs am Anfang 50% der Gesamtenergiemenge waren, waren es dann immer noch 20% der Gesamtmenge - was absolut nichts mit low carb zu tun hat! Das ist nicht mal Pseudowissenschaft, sondern schwachsinnige Geldverschwendung hoch drei. Unglaublich das das NIH sich mit solchem Schwachsinn blamiert

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hatshepsut 14.08.2015, 00:53
33. Low-Fat esse ich schon mein Leben lang

und es bringt mir leider garnichts. Ich habe fettiges Essen noch nie gemocht, weder fettiges Fleisch, noch öliges oder ähnliches. Low bzw. No-Carb hingegen funktioniert sehr gut für mich und ich nehme wirklich damit ab. Mein großer Nachteil dabei ist aber, ich habe massive Entzugserscheinungen, so etwas simples wie Nudeln, Kartoffeln oder Brötchen vermisst man ungewöhnlich stark.

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herr_forelle 14.08.2015, 00:57
34. das ist der Zeitgeist...

So geht eben medien- und wirtschaftsgerechte Wissenschaft. Überschaubares Design, prägnante, simple Zahlen, die sich einfach präsentieren lassen, kaum Kosten... Dass dabei nichts praxisrelevantes herauskommt, interessiert niemanden.
Was da gemacht wurde, hat zB mit dem Ansatz von Atkins nichts zu tun, weil der Zustand der Ketose gar nicht angestrebt wird.
Interessant wäre eine Vergleichsstudie über mindestens ein Jahr, mit deutlich mehr Teilnehmern. Und mehr Gruppen: low carb, no carb (Atkins), low fat, allgemeine Kalorienreduktion, intermittierendes Fasten (alle mit gemäßigter Kalorienreduktion)... Und pro Ernährungsweise je eine Gruppe nur Diät, eine mit vorwiegend Ausdauersport, eine mit Krafttraining. Bei low carb/fat müsste man auch differenzieren, womit die fehlenden Kalorien substituiert werden.
Ich sage mal voraus, das eine Gruppe mit low carb, viel Protein und Krafttraining den besten Langzeiterfolg erzielt.
Wobei es dann keinerlei Sinn macht, nur das Gewicht zu vergleichen, man müsste Muskelzuwachs und Fettabbau differenziert betrachten, ebenso die allgemeine Fitness.

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chlorid 14.08.2015, 01:18
35.

Zitat von h4ush3rr
Ich hab' durch das Weglassen von Kohlenhydraten 37 kg verloren (in knapp unter einem Jahr von ~117 auf nun ~80 kg. Kein Zucker, keine Stärke, viel Fleisch, Käse, Fisch und Gemüse. Klappt super. Studie ist für'n.. (naja..)
Ich habe in fünf Monaten 20 kg abgenommen. Low Fat, 1800 kcal pro Tag, viel Bewegung, sonst alles essen, besonders gerne Kohlenhydrate. Laut Messungen ist mein Körperfettanteil dabei erheblich gesunken. Die Studie stimmt.

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movfaltin 14.08.2015, 01:21
36. Interessant

Ich halte die Erfahrungsberichte hier für wertvoller als die zugrundeliegende Studie. Warum?
Defizite der Studie, soweit ersichtlich:
(1) Die Populationen sind viel zu klein, als dass man irgendwelche gültigen, reliablen Schlüsse ziehen könnte.
(2) Es wurde zu wenig differenziert: Kohlenhydrate z.B. können einfach oder komplex sein, oder die weiteren Makronährstoffe (Proteine) scheinen mir kaum unabhängig regelbar von Lipiden und KH.
(3) Es wird nach der Studie behauptet, man habe mit seinen vor Datenerhebung getätigten Prognosen recht gehabt. Auch dies ist in Zweifel zu ziehen, so die Prognosen nicht unter wissenschaftlichen Standards offen publiziert worden waren.
Hier im Form sehe ich viele Verfechter von Fett-Eiweiß-Diäten. Mich würde ernsthaft interessieren, ob es (wie ich vermute) Auswirkungen auf die körperliche oder kognitive/koordinative oder psychische Leistungsfähigkeit gab - und falls ja, welcher Natur die waren und in welchem Rahmen die vonstatten ging(en). Hat irgendwer da was halbwegs Objektives?

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lapetrovna 14.08.2015, 02:10
37. Mein Motto..

Push your chair back....!!! Egal was ich gekocht hatte, all die Jahre.. UND jeden Abend gab es Fleisch, Fisch, Kartoffelrezept , Gemuese aus dem Garten, Salate, . OHNE Speckzusatz, irgendwo....... Mensch ist keine Muellabfuhr, .Was frueher mal eine Suende war, wenn der Teller nicht leer wurde....

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debreczen 14.08.2015, 02:17
38. Da fehlt was...

Die Versuchsanordnung vernachlässigt einen wichtigen Aspekt der Gluten-u-Kh-armen Ernährung: nämlich daß man bei konsequenter Ketose (die 30 vH im Versuch sind noch lange kein LowCarb) sich nichr mehr ständig überfrißt. Die Studie überzeugt insoweit, als bei gleicher Kalorienzahl ähnlich abgenommen wird. Der Abnehmeffekt beim realen LowCarb kommt aber nach meiner Erfahrunf vor allem daher, daß ich ohne das glyxkurvige Rauf und Runter im Blutzucker auch keine Unterzuckerungsjieper mehr habe. Nur wer sich morgens diese "Frühstücksflockenarie" gibt, ist um halb zehn in Deutschland schon wieder naschig. Wer proteine gegessen hat, freut sich biszur Mittagszeit an gleichmäßiger Energie und läßt die leeren Fertigfraß Kalorienbomben aus der Werbung einfach weg. Seit ich morgens keine KH mehr esse, läßt mich die Riesen-Süßkramschale auf Arbeit völlig kalt.

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gribofsky 14.08.2015, 02:21
39. Allergiegeschwafel

Ich bin/war Koch, 15 Jahre lang. Als die Low-Carb Diäten in Europa ankamen (in Italien waren sie zwei Jahre früher modern) ging die Zahl der Glutenunverträglichen um mehrere 1000% nach oben.
Ich war damals in einem österreichischem Skigebiet während der Sommersaison.
Im Vorjahr hatten wir vielleicht über die ganze Saison (4,5 Monate) 5 Menschen die auf Grund ihrer Zöliakie speziel zubereitetes Essen brauchten.

2004 hatten wir PRO WOCHE mindestens 5 Kunden (alles Frauen, es war eine Showküche, wir haben die Kunden gesehen) die "so krank sind das auf gar keinen Fall Kohlenhydrate auf ihren Teller kommen dürfen".

Und ihr wundert euch, warum kein Koch mehr Allergiker ernst nimmt.
Wenn ihr auf Diät seit, sagt es einfach!

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