Forum: Gesundheit
Diagnose Schütteltraumata: Der Kindesmisshandlung auf der Spur
Corbis

War es ein Unfall, oder haben die Eltern ihr Kind geschlagen? Die Diagnose einer Misshandlung ist für Ärzte oft eine schwierige und heikle Angelegenheit. Eine neue Methode soll ihnen helfen, ein Schütteltrauma bei Säuglingen aufzuspüren. Feingefühl und ein gutes Gespür sind trotzdem gefragt.

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Lorbeerblatt 24.06.2012, 08:02
1. Diagnose Schütteltrauma

Lässt sich bitte die Überschrift ändern? Das tut weh in den Augen. Es ist EIN Schütteltrauma, was diagnostiziert wird. "Diagnose Herzinfarkte" schreibt ja auch keiner. Nur beim Begriff Trauma scheint sehr beliebt zu sein, in den Plural zu gehen.

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Westley 24.06.2012, 09:34
2. Geschüttelt oder geimpft?

Ich empfehle die Stichworte
shaken baby syndrome vaccine
mal in eine Suchmaschine einzugeben. Schon der erste link ist sehr aufschlußreich:
http://www.shirleys-wellness-cafe.com/shakenbabysyndrome.htm#scientist

Leider schaut kaum jemand darauf, was Kindern wirklich schadet.

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Westley 24.06.2012, 09:42
3. Geschüttelt oder geimpft?

Ich empfehle die Stichworte
shaken baby syndrome vaccine
mal in eine Suchmaschine einzugeben. Schon der erste link ist sehr aufschlußreich:
http://www.shirleys-wellness-cafe.com/shakenbabysyndrome.htm#scientist

Leider schaut kaum jemand darauf, was Kindern wirklich schadet.

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roseanna 24.06.2012, 09:59
4. Stillen und Tragen

Wenn Kinder "artgerecht" leben könnten, also nicht in Kinderwägen und Betten abgelegt, sondern in ständigem Körperkontakt mit ihren Eltern, würden sie deutlich weniger bis gar nicht schreien müssen (oftmals ist das Dauerschreien keine Kolik, sondern die totale nervliche Überreizung in der Anpassung an eine fremde Welt ohne jeglichen körperlichen Halt=Streß pur),die Eltern würden im Wortsinne eine Bindung aufbauen können und allen wäre geholfen. Die Hormonausschüttungen beim Stillen arbeiten in die gleiche Richtung, Beziehung zu vertiefen und Entspannung zu geben. Das geht mit schicken Kinderzimmern, Fläschchen mit Pulvernahrung und Distanz des Weglegens natürlich nicht. Kleine Tiere lässt man auch bei ihren Müttern, aber kleine Menschen sollen schick aussehen-kein Wunder, dass unter solchen Bedingungen alle Beteiligten aus dem Ruder laufen. Das sind vermeidbare Streßsituationen für Kind und Eltern. Aber in vielen Kinderarztpraxen kriegt man direkt am Anmeldetresen in dekorativen Körbchen Milchpulver angeboten, das führt nicht in die artgerechte Richtung, sondern in die Vermarktung industrieller Interessen. Woher sollen die Eltern denn etwas über artgerechtes Miteinander erfahren, wenn die betreuenden ÄrztInnen etc. das nicht mal kennen wollen?

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vgruda 24.06.2012, 10:38
5. Gewaltopfer

Gewaltopfer sind in einer schlechten Situation, verlieren Sie ihre Eltern, behalten sie die Eltern, wird es bemerkt, wird es nicht bemerkt. Mein Eindruck ist, dass die Psychologie an der Untersuchung dieser Tatbestände keinen Anteil hat, sondern allenfalls der Pathologe und Arzt, der entsprechende Verletzungen diagnostizieren kann und dann bestenfalls bildlich belegt und erklärt. Mir tun all diese Menschen leid, die Gewalt ausüben, Verantwortung ablehnen, sich dauernd für ihre Übergriffe Ausreden einfallen lassen, lügen und ihre Umgebung dauerhaft in düstere und destruktive Stimmungen tauchen. Leider ist die Psychologie zu solch feinsinnigen Stellungnahmen nicht in der Lage. Meiner Ansicht nach wäre es das einzige, was kleinen Kindern helfen könnte.

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kryptozoon_politikon 24.06.2012, 11:56
6. Stillpropaganda

Zitat von roseanna
Wenn Kinder "artgerecht" leben könnten, also nicht in Kinderwägen und Betten abgelegt, sondern in ständigem Körperkontakt mit ihren Eltern, würden sie deutlich weniger bis gar nicht schreien müssen (oftmals ist das Dauerschreien keine Kolik, sondern die totale nervliche Überreizung in der Anpassung an eine fremde Welt ohne jeglichen körperlichen Halt=Streß pur),die Eltern würden im Wortsinne eine Bindung aufbauen können und allen wäre geholfen. Die Hormonausschüttungen beim Stillen arbeiten in die gleiche Richtung, Beziehung zu vertiefen und Entspannung zu geben. Das geht mit schicken Kinderzimmern, Fläschchen mit Pulvernahrung und Distanz des Weglegens natürlich nicht. Kleine Tiere lässt man auch bei ihren Müttern, aber kleine Menschen sollen schick aussehen-kein Wunder, dass unter solchen Bedingungen alle Beteiligten aus dem Ruder laufen. Das sind vermeidbare Streßsituationen für Kind und Eltern. Aber in vielen Kinderarztpraxen kriegt man direkt am Anmeldetresen in dekorativen Körbchen Milchpulver angeboten, das führt nicht in die artgerechte Richtung, sondern in die Vermarktung industrieller Interessen. Woher sollen die Eltern denn etwas über artgerechtes Miteinander erfahren, wenn die betreuenden ÄrztInnen etc. das nicht mal kennen wollen?
Derlei ideologisch geprägte Besserwissereien sind leider kein Beitrag zur Lösung, sondern Teil des Problems. Solange Eltern in der hier gezeigten Weise eingetrichtert wird, dass sie selbst schuld sind, wenn das schreiende Kind sie an den Rand des Wahnsinns treibt, sorgt das genau für den Stress, der doch eigentlich zu vermeiden wäre.

Nur noch komisch ist es, wenn hier wieder mal das Underdog-Image des Stillens gepflegt wird, das angeblich von bösen Milchpulver-Industrie-Interessen gefährdet wird. Kein Mensch - auch nicht die Hersteller, vielleich einfach mal die Packungsaufschrift lesen ! - empfiehlt heute Milchpulver, sondern es steht überall, dass Muttermilch natürlich das allerbeste ist !

Ein massiver Stressfaktor ist m.E. vielmehr die immer extremer werdende Stillpropaganda: Wenn den Müttern gepredigt wird, dass jede Frau stillen kann und muss, wie sollen sich dann die Mütter fühlen, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht stillen können Hier werden massive und sicherlich kontraproduktive Schuldgefühle erzeugt.

Außerdem: Elternschaft ist immer stressig. Auch vollgestillte und tuchgetragene Säuglinge schreien und schauen keineswegs immer soverzückt wie die Babys in der Werbung der Tragetuch-Hersteller (die Ihre Ware wahrlich auch nicht für Gotteslohn anbieten).

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shanabanana 24.06.2012, 13:38
7.

Zitat von kryptozoon_politikon
Ein massiver Stressfaktor ist m.E. vielmehr die immer extremer werdende Stillpropaganda: Wenn den Müttern gepredigt wird, dass jede Frau stillen kann und muss, wie sollen sich dann die Mütter fühlen, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht stillen können Hier werden massive und sicherlich kontraproduktive Schuldgefühle erzeugt. Außerdem: Elternschaft ist immer stressig. Auch vollgestillte und tuchgetragene Säuglinge schreien und schauen keineswegs immer soverzückt wie die Babys in der Werbung der Tragetuch-Hersteller (die Ihre Ware wahrlich auch nicht für Gotteslohn anbieten).
Ich muss mich da anschliessen. Meinen Sohn konnte ich ohne grössere Probleme stillen, nur bei meiner Tochter klappte das nicht. Ich dachte früher auch oft, die Mütter mit Problemen geben sich nur nicht genug Mühe. Schlussendlich klappte es dann nach 3 (!) Monaten, in denen ich wirklich auf dem Zahnfleisch kroch. Ich habe vollstes Verständnis für Frauen, die sich so etwas nicht antun wollen.
Ausserdem hat meine Kleine trotz stillen, pucken und tragen von der 5. bis zur 12. Woche geschrien ;)

Und ich rechne es meinem Kinderarzt heute noch sehr hoch an, dass er mir schon beim meinem zweiten Besuch in der Praxis Unterstützung angeboten hat. Die war in unserem Fall nicht nötig, aber es wäre für einige, die keine Nerven wie Drahtseile haben, ein Schritt in die richtige Richtung.

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konrat-kommunikator 24.06.2012, 15:53
8. Geschüttelt, nicht gerührt

Die Zeichnung ist falsch: Das Gehirn stößt nicht vorne und hinten an.
Da gibt es massenhaft Ärzte die sich nicht auskennen und behaupten: Wild geschüttelt mit einem Herz Schüttelfrequenz, - der Kopf wie an einem Gummiband hin und herpendelnd. Wien, SMZOst.
Lesen Sie die Arbeiten der Professoren Unterharnscheidt und Sallier über Beschleunigungsverletzungen des Zentralnervensystems.
Richtig ist: Die Schüttelfrequenz liegt über acht Herz. Dabei wird, fast liebevoll, der Körper des Kindes unter dem Kopf hin und her bewegt. Der Kopf bleibt dabei fast am selben Ort. Dadurch wird der Kopf um eine Achse die durch den Kopf, das Gehirn geht gedreht. Durch diese wechselhafte Rotation kommt es zwischen Gehirn und Schädelkarlotte zu starken Schäkräften. Besonders bei hervortretenden Knochenstrukturen kommt es dann zu blutigen Verletzungen. Schon der geringste Kontakt der Neuronen mit Blut läßt die Nervenzellen absterben. Aus diesem Grund gibt es die Blut-Gehirn-Schranke. Das eigene Immunsystem tötet die eigenen Neuronen. Sogenannte Flohstichblutungen genügen um dauerhafte, schwere Schäden zu generieren. Im MR nicht nachweisbar. Hier gelten die selben Mechanismen wie beim Auffahrunfall, dem Schleudertrauma oder dem Boxsport.
Stößt der Kopf geradlinig gegen ein Hindernis so treten zwar hohe Beschleunigungswerte auf aber da das Gehirn hauptsächlich aus Wasser besteht kommt es zu keinen Schärkräften zwischen den einzelnen Strukturen. Daher, der Faußtschlag der den Kopf rotieren ließ war tötlich nicht der Aufprall am Gehsteig der die Platzwunde verursachte.
Es können auch an den Axonen überdehnungen auftreten die zur Lösung der Myelinscheide führt. Funktional ähnliche Ausfälle wie bei MS.
Darum: Seid nicht angerührt wenn euer Kind schreit und schüttelt es nicht, auch nicht sanft.

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inci2 24.06.2012, 16:41
9.

Zitat von roseanna
Wenn Kinder "artgerecht" leben könnten, also nicht in Kinderwägen und Betten abgelegt, sondern in ständigem Körperkontakt mit ihren Eltern, würden sie deutlich weniger bis gar nicht schreien müssen (oftmals ist das Dauerschreien keine Kolik, sondern die totale nervliche Überreizung in der Anpassung an eine fremde Welt ohne jeglichen körperlichen Halt=Streß pur),die Eltern würden im Wortsinne eine Bindung aufbauen können und allen wäre geholfen. Die Hormonausschüttungen beim Stillen arbeiten in die gleiche Richtung, Beziehung zu vertiefen und Entspannung zu geben. Das geht mit schicken Kinderzimmern, Fläschchen mit Pulvernahrung und Distanz des Weglegens natürlich nicht. Kleine Tiere lässt man auch bei ihren Müttern, aber kleine Menschen sollen schick aussehen-kein Wunder, dass unter solchen Bedingungen alle Beteiligten aus dem Ruder laufen. Das sind vermeidbare Streßsituationen für Kind und Eltern. Aber in vielen Kinderarztpraxen kriegt man direkt am Anmeldetresen in dekorativen Körbchen Milchpulver angeboten, das führt nicht in die artgerechte Richtung, sondern in die Vermarktung industrieller Interessen. Woher sollen die Eltern denn etwas über artgerechtes Miteinander erfahren, wenn die betreuenden ÄrztInnen etc. das nicht mal kennen wollen?
ich finde sie tragen ein bißchen dick auf. ein kind lebt "artgerecht", wenn man es zum schlafen in sein bettchen legt. das habe ich mit meinem kind genau so gemacht.

auf der anderen seite hatte ich bis zum 10. lebensmonat meiner tochter keinen kinderwagen, weil mir das viel zu mühselig vorkam, mit so einem gerät in die u-bahn oder den bus zu steigen.

ich hatte ein tragegeschirr, das habe ich erst dann abgelegt, als sie mir mit 10 monaten zu schwer wurde. auf den arm kam sie aber noch bis zum 4. lebensjahr, danach in den arm.

interessant finde ich ihren kommentar deshalb, weil nun ja propagiert wird, nur der frühe gang zur krippe oder kita sei das non-plus-ultra fürs kind. am besten gleich nach dem mutterschutz.

der dauerte bei mir noch nur 6 monate bis nach der geburt, und hätte mein mann zu der zeit nicht noch studiert, hätte ich sie auch so früh in eine krippe geben müssen, weil es sonst eng mit dem geld geworden wäre.

so aber kam sie mit etwa zweieinhalb jahren in die kita, und es hat ihr vom ersten tag an gut gefallen, wie auch später in der vorschule. noch aus der kita- und vorschulzeit hat sie heute freunde, die teilweise mit durch unseren haushalt als "leihgeschwister" durchgelaufen sind.

und zu ihren "leihgeschwistern" hat sie heute noch freundschaftlichen kontakt. das ist doch auch was schönes.

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