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Digitale Gesundheitsversorgung auf Rezept: Krankenkassen zahlen Gesundheits-Apps
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Vom 2020 an übernehmen Krankenkassen die Kosten für Gesundheits-Apps, wenn ein Arzt sie verschreibt. Es ist der erste Teil des digitalen Versorgungsplans von Gesundheitsminister Spahn - Kritiker warnen vor Hackern.

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keine-#-ahnung 07.11.2019, 20:14
1. Wenn der Jenser glaubt ...

... dass ich auch nur ein Microbit Daten aus den verseuchten Schiebephonen meiner Patienten mit meiner Praxisverwaltung synchronisiere ... ist und bleibt das halt nur Glauben und ein Thema für die Gotteshäuser.

Als hätten wir keine anderen Sorgen im Gesundheitswesen.

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interessierter Laie 07.11.2019, 21:14
2. @keine-#-ahnung

ist halt die Frage, wie lange sich das Gesundheitswesen diese Rückständigkeit noch leisten kann. Erstens werden es immer mehr Patienten mit immer mehr Krankheiten bei irgendwann begrenztem Budget und zweitens haben Google und Apple bald die bessere Diagnose. Die erfassen nämlich bald Vitaldaten rund um die Uhr und haben zusätzlich die Ernährung, die Freizeitgestaltung, die Aufenthaltstorte, den Konsum von Millionen Patienten weltweit als Referenzdaten. Die werden irgendwann soweit sein, das man selbst die Beerdigung noch bequem organisieren kann - so ein bis zwei Jahre bevor man kollabiert. Und das zu einem Preis, für den ein Internist vielleicht ein Ultraschall abgerechnet. Und trotzdem werden sie Milliarden damit umsetzen.

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Freedom of Seech 07.11.2019, 21:16
3. Professionelle Apps für Ärzte haben echten Mehrwert

Professionelle Apps für Ärzte und weitere Mitarbeiter des Gesundheitssystem zur Unterstützung von Diagnostik, Therapie und Versorgung sind in Punkto Mehrwert für den Patienten und Potential bei der Kommerzialisierung eine andere Hausnummer. Das kann man allerdings nicht für 150.000 EUR zusammenbauen (und leicht kopieren). Die Investionskosten liegen eher bei zenh Millionen EUR plus. Das sind echte Medizinprodukte auch für den internationalen Markt. Auch DatenschutzProbleme sind besser beherrschbar. Hier liegt die Zukunft.

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ex-optimist 07.11.2019, 21:25
4. Patientendaten Google/Apple in den Rachen werfen?

Sind denn sämtliche Drogen jetzt frei gegeben? Oder was sonst schluckt der Spahn?

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interessierter Laie 07.11.2019, 22:42
5. @ex-optimist

was denken sie denn!? Nicht Herr Spahn sondern die Betroffenen werden das irgendwann tun und zwar spätestens dann, wenn deren Prädiktion besser funktioniert als eine herkömmliche Diagnose. Und wer das nicht glaubt, sollte sich mal überlegen, was Menschen alles tun, wenn sie sich davon Heilung versprechen. Wenn sie um ihr Leben fürchten werden Menschen sehr pragmatisch. Was nützt Ihnen Ihre Privatsphäre denn noch, wenn Sie tot sind?

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so-long 08.11.2019, 06:22
6. Dann bleibt nur eine

Zitat von interessierter Laie
ist halt die Frage, wie lange sich das Gesundheitswesen diese Rückständigkeit noch leisten kann. Erstens werden es immer mehr Patienten mit immer mehr Krankheiten bei irgendwann begrenztem Budget und zweitens haben Google und Apple bald die bessere Diagnose. Die erfassen nämlich bald Vitaldaten rund um die Uhr und haben zusätzlich die Ernährung, die Freizeitgestaltung, die Aufenthaltstorte, den Konsum von Millionen Patienten weltweit als Referenzdaten. Die werden irgendwann soweit sein, das man selbst die Beerdigung noch bequem organisieren kann - so ein bis zwei Jahre bevor man kollabiert. Und das zu einem Preis, für den ein Internist vielleicht ein Ultraschall abgerechnet. Und trotzdem werden sie Milliarden damit umsetzen.
Schlußfolgerung: keine Gesundheitsapps benutzen und Aktien von GOOG, AAPL, AMZN, evtl. FB kaufen.

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Lisa_can_do 08.11.2019, 08:32
8. toll

gute Aktion, das wird die Zukunft werden. Der Aufschrei des konservativen Deutschlands wird groß sein. Änderung - um Gottes Willen. Datenschutz wird vorgeschoben, aber die zahlreichen und verbreiteten Verstöße gegen den Datenschutz und die Intimsphäre von Patienten die seit Jahrzehnten grassieren, werden klaglos hingenommen. Dass der Widerstand gegen neue IT und Software und überhaupt Änderungen gerade bei Ärzten über 40 Jahre ist, zeigt einmal die hohe Inflexibilität und auch den Stand solcher Ärzte, da auch wissenschaftliche Daten und der medizinische Austausch schon lange digitalisiert sind. Als Patient kann ich nur sagen, dass mir damit noch ein Werkzeug in die Hand gegeben wird, meine Gesundheit und mein Leben selbst zu steuern und dabei bin ich sehr gespannt, was da alles noch kommt, wohlwissend, dass ich selbst und auch die Gesellschaft kritisch damit umgehen und den privaten Schutz von allen respektieren muss.

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damianschnelle 08.11.2019, 09:41
9. So

Solange komplette Datensätze von Bürgern frei verfügbar im Internet kursieren sollte mir niemand etwas zum gut funktionierenden Datenschutz sagen. Und jetzt kann man mir gern erklären Datenschutz wäre nur vorgeschoben.

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