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Digitale Revolution: Ärzte dürfen Patienten künftig online behandeln
imago/ Westend61

Der Arzt fragt bei Skype nach den Beschwerden, dann schickt er ein Rezept: Bald soll es in Deutschland Online-Behandlungen geben. Dafür lockern die Ärzte laut SPIEGEL-Informationen das Fernbehandlungsverbot.

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C-Hochwald 23.02.2018, 13:15
1. Wo ein Wille ist,...

Was im australischen Outback funktioniert, ist auch hierzulande machbar. Es ist ein Umdenken in den Köpfen, das zum Erfolg führt.
Wenn ich mit einer akuten Erkältung nicht arbeitsfähig bin, brauche ich nicht noch 2 Stunden meine Bakterien und / oder Viren ins Wartezimmer zu streuen.
Im Zeitalter aller möglichen Fitnesstrackern und Gesundheits-Apps hat man sogar die technische Basis, dem Arzt die Daten zu senden, zwecks genaueren Diagnosen.
Ich sehe hier ein äußerst vielversprechendes Zukunfstpotential.
Wird man krankgeschrieben, gibt es die Meldung online und dokumentensicher, sodaß man sich auch die Briefmarke für die Zusendung zum Arbeitgeber sparen kann.
Wenn Patient und / oder Arzt der Meinung sind, man solle sich in der Praxis treffen, kann man das ja vereinbaren. Eine Gefahr, etwa daß
man gesundheitliche Probleme beim Online Verfahren übersieht, bewerte ich hier nicht höher als bei der klassischen Vor-Ort Konsultation.

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m.m.s. 23.02.2018, 13:16
2. Uii!

Da wird es aber viele Fehldiagnosen geben. Geradezu die Nr. 1-Priorität und - Domäne von Ärzten ist die physische Untersuchung. Wie soll das virtuell gehen. Als Leidender hat man Symptome. Die muss der Arzt mit den (physischen) Zeichen abstimmen. Erst dann ist eine Diagnose möglich. Und erst dann eine Behandlung.

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DrPhysik 23.02.2018, 13:17
3. Super Sache!

Wohne in der Schweiz und nutze das schon seit Jahren - super Sache! Bei Erkältung gibts Arztzeugnis per Mail,
wo man sich sonst ins volle Wartezimmer schleppen und alle anstecken müsste. Viele Bagatellfälle können so behandelt werden. Folge: keine übervollen Wartezimmer beim Arzt. Und es ist oft umsonst bzw. durch Krankenkasse bezahlt. Das ist ein weiterer Vorteil, da man in CH, im Gegensatz zu D, keine "Arztflatrate" hat, sondern einen Teil der Kosten - proportional zur Anzahl der Arztbesuche - immer selbst trägt. Die Preise für medizinische Leistungen sind übrigens für alle gleich (Keine Privat/Kassenpatienten 2 Klassengesellschaft)

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chalchiuhtlicue 23.02.2018, 13:19
4. Und wieder nur ein Notbehelf, ...

... der das eigentliche Problem weder adressiert noch löst. So wie schon der Mangel an Notärzten zur "Entwicklung" des sog. Notfallsanitäters geführt hat, der in der Vorstellung von Schreibtischfachleuten den Mangel an Notärzten abmildern soll. Da wird es dann plötzlich möglich, dass auch nicht-studierte Kräfte Dinge tun dürfen, die vorher nur Ärzten mit Zusatzausbildung erlaubt waren. Auch dies war nur ein kleines Pflaster auf einer heftig blutenden Wunde, um eine medizinische Metapher zu bemühen. In unserem Land wird nur noch der Mangel verwaltet und es werden keine Probleme mehr gelöst ...

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aMUSEdTOdeath 23.02.2018, 13:22
5. Nicht nur in der Schweiz...

... auch in Schweden kann ich seit letztem Jahr darauf zugreifen, super einfach via App. Dort wird dann auch klar erklaert, was so ein Arzt diagnostizieren darf, und was nicht (wofuer man sich einen Termin beim Spezialisten holen muss). Inzwischen gibt es sogar Psychologen. Ist ein tolles System, mit dem ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht habe (im Gegensatz zum schwedischen Gesundheitssystem generell).

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its174 23.02.2018, 13:23
6. Skype ????

Skype WIRKLICH? Wie will der Arzt da seine Schweigepflicht gewährleisten können. Microsoft wird sich freuen so viele intime Informationen zu bekommen und diese auswerten zu dürfen.

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kmb41259 23.02.2018, 13:23
7. Längst ūberfällig, gut so.

manche hätten es ja gerne aber nicht die Ärzte lockern das Fernbehandlngsverbot, sondern der Gesetzgeber tut dies.

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le.toubib 23.02.2018, 13:37
8. Stimmt!

Zitat von m.m.s.
Da wird es aber viele Fehldiagnosen geben. Geradezu die Nr. 1-Priorität und - Domäne von Ärzten ist die physische Untersuchung. Wie soll das virtuell gehen. Als Leidender hat man Symptome. Die muss der Arzt mit den (physischen) Zeichen abstimmen. Erst dann ist eine Diagnose möglich. Und erst dann eine Behandlung.
Ich dachte sofort an den uns immer wieder eingebleuten Spruch:
Keine Diagnose durch die Hose!

Also auch keine Diagnose durch's Kabel. Für Krankschreibungen und Folgerezepte mag das dennoch ganz probat sein ...

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C-Hochwald 23.02.2018, 13:41
9. Zu spät

Zitat von its174
Skype WIRKLICH? Wie will der Arzt da seine Schweigepflicht gewährleisten können. Microsoft wird sich freuen so viele intime Informationen zu bekommen und diese auswerten zu dürfen.
Im Zeitalter von Alexa, Siri usw. brauchen Sie sich keine Gedanken mehr zum Datenschutz zu machen. Machen in aller Welt zig Millionen Menschen freiwillig mit. Diese Erosion von Datenschutz ist nicht mehr aufzuhalten. Gehen Sie halt weiter zum Arzt, und gönnen anderen Menschen ihre Entscheidung, per Skype mit ihrem Arzt zu reden.

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