Forum: Gesundheit
Digitale Revolution: Ärzte dürfen Patienten künftig online behandeln
imago/ Westend61

Der Arzt fragt bei Skype nach den Beschwerden, dann schickt er ein Rezept: Bald soll es in Deutschland Online-Behandlungen geben. Dafür lockern die Ärzte laut SPIEGEL-Informationen das Fernbehandlungsverbot.

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bernd.stromberg 25.02.2018, 17:55
120. Informationen

Zitat von dborrmann
Online-Konsultation bringt ca. 2,50 Euro (pro Quartal). Limitierung auf 150 Patienten pro Quartal. Die erreichten Gebühren sind nicht extrabudgetär. Hardware ca. 2-3000.-€ einmalig. Software nur als Miete möglich, ca. 150.-€ pro Monat. Das bedeutet also eine Einkommenseinbuße ab dem ersten Online-Kontakt. (...)
Ich weiß jetzt nicht was Ihnen da für Daten vorliegen oder woher Sie Ihr Wissen beziehen.

Niemand sagt, dass die Erlaubnis von Online-Konsultationen auch von der GKV gedeckt sein muss.

In GB und anderen Ländern läuft das so ab: eine Onlinekonsultation kostet je nach Dienst etwa 10-50 Britische Pfund und muss privat bezahlt werden.

Die Dienste die es anbieten, haben Ärzte, die das den ganzen Tag machen, also auch darauf spezialisiert sind.
Wenn dem Patienten per Online-Konsultation nicht geholfen und keine Diagnose gestellt werden kann, wird an einen Arzt vor Ort verwiesen bzw. vermittelt.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Verschreibung von kontrollierten/missbräuchlichen Substanzen sind über diese Services nicht erlaubt (was streng kontrolliert wird) und verhindern somit Missbrauch der Dienste.
Die Dienste sind vom NHS zertifiziert und die Ärzte natürlich sowieso.

Somit ist fast ALLEN Argumenten hier der Wind aus den Segeln genommen.

Und zum Thema persönliches erscheinen des Patienten sei wichtig: bei nahezu allen Allgemeinmedizinern bei denen ich war (und ich gehe nicht häufig und nicht wegen Lapalien zum Arzt) wurde ich in 2-3 Minuten abgefertigt. Oft ohne eingehende Untersuchung oder Beratung.

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eSVau 25.02.2018, 19:40
121.

Letzte Woche erst eine Stunde im Wartezimmer ausharren müssen wegen eines grippalen Infektes.
Drei Tage später hatte ich eine echte Grippe.

Und alles nur, weil ab dem ersten Tag eine AU benötigt wird. Jetzt bin ich statt drei Tage krank (was ich auch ohne Arzt gewusst hätte) insgesamt zwei Wochen arbeitsunfähig.

Ich begrüße eine Ferndiagnose für "Lappalien". Noch schöner fände ich aber mehr Vertrauen vom AG, dann könnte ich mir den ganzen Quatsch sparen und einfach das Bett hüten und genesen...

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sven2016 25.02.2018, 20:58
122.

Na, super. In Altersheimen wird das bestimmt zuerst eingeführt. Wer will da schon persönlichen Kontakt?

Schaffen Sie sich ein Notebook an und melden Sie sich bei Skype an.

Dann meldet sich der Doc-Bot und bei Bedarf sogar ein echter Doc.

Mit etwas Übung schafft der auch zwei bis drei Kunden parallel.

Testphase geplant? Echt nicht? Und 3,50 Euro für eine online-Beratung von der Kasse?

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sven2016 25.02.2018, 21:08
123. @EmKay

Gratuliere. Da haben wir einen echten Lindner im Forum: Alles erst mal machen und später darüber nachdenken.

Hat bei seiner Jamaica-rei schon nicht funktioniert.

Im Ernst: Ohne klare Vorgaben wie die erwähnte Erkältungskrankschreibung darf das nicht einfach losgetreten werden.

Beispiele aus dem Ausland sind immer nett. Wenn man dann recherchiert, findet man immer auch starkeKritik und Funktionsmängel. Einfach mal googlen oder duckduckgoen.

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Tobias Claren 25.02.2018, 23:14
124. Wie konnte es ein Verbot DURCH die Ärzte geben?

Wie konnte es ein Verbot DURCH die Ärzte geben?

Ein solches System erscheint mir illegitim.
Dieser "Zunft"-artige Mief mit der selbsternannte Standesvertretungen Ärzten vorschreiben was sie dürfen, und was nicht.
Das war scheinbar nicht mal ein echtes gesetzliches Verbot.
Da hätten längst Ärzte in der EU aus dem Ausland Angebote machen können.
Wenn der Ort der Praxis das bestimmt, Online gilt dann ja ausländisches Recht.
Ist die Frage ob man die Krankenkassen dazu zwingen könnte solche Ärzte zu bezahlen.

Kennt man in der Realität schon aus sen USA, wo ein Arzt aus Indien über Internet Diagnosen stellt, und Rezepte ausstellt.
Oft in Sitcoms etc. als Gag, aber die Autoren haben das nicht erfunden.
Wie wäre es mal mit einem in der Gesundheitskarte hinterlegten Dauerrezept bis auf Widerruf.
Warum muss man für Mittel für die man absehbar immern wieder ein Rezept braucht jedes mal zum Arzt?
Wer z.B. eine Schilddrüsenunterfunktion hat (Ich nicht), muss wohl "Lebenslänglich" Rezepte abholen. Bei einer Überfunktion auch auf Monate bis Jahre (dann evtl. das andere Mittel). Und wer will sich z.B. dieses Überfunktions-Mittel grundlos verschaffen? Es würde fett und langsam machen, und evtl. einen Kropf verursachen...
Außerdem halte Ich nichts vom "Hausarzt"-Prinzip, diese fast vorgegebene "Bindung".
Ich will alle meine Diagnosen etc. in einem Speicher, z.B. auf der Karte oder über die Karte einem sicheren Onlinespeicher, und Ärzte beliebig aufsuchen.
Ich will keine "Beziehung" (@dbormann). Die habe Ich auch Privat nicht!!!
Und das ist GUT so! Noch extremer die Heuchlerei wenn Pflegedrohnen ihre Arbeit wegen dem "sozialen", dem Kontakt mit Menschen als "unersetzlich durch Roboter betrachten! Und Politiker-Schabracken (Ich weiß, das ist eine Satteldecke) in Hart aber Fair zur Roboterpflege meinen dass sich dann ja die Reichen menschliche Pfleger leisten, während die Armen Roboter nehmen "müssen".
Da fasse Ich mir doch an den Kopf. Nach Möglichkeit fasst mich KEIN Mensch jemals an! Da wäre Ich evtl. lieber tot. Aber rein vom Alter habe Ich noch Chancen vollautonome Pflege/Haushaltsroboter zu erleben, falls es bei mir mal soweit kommen sollte.
Und wenn nicht, ist Suizid eine Option..... Für jeden.
Falls das jemand tröstet, bitte Sternstunde VTF googlen...


Und auch Apotheken sollten diese Daten auslesen können. Über das Internet per Kartenleser.
Müssen Medikamente eigentlich "Versichert" versendet werden?
Warum kostet das Porto 3-4 Euro? Das sollte zum Briefporto oder "Warensendung" gehen.
Und was soll der Blödsinn mit der Pflicht einer Umverpackung für jede Pille?
Ich will die Teile lose in der Dose, statt diesen "Briefchen" wo man jede Tablette rausdrücken muss.
Das ist ja wohl MEINE Entscheidung. Ich sollte so eine Packung nehmen, umfüllen, und dann in einem YouTube-Video "provokant" daraus einnehmen ;-) .

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Tobias Claren 25.02.2018, 23:15
125. @ j.vantast

@ j.vantast
"Ich denke die Befürworter versprechen sich lediglich eine sehr bequeme Art und Weise sich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beschaffen zu können."

Tja, Ich bin Befürworter, und stehe außerhalb jedes Verdachtes, weil Ich das noch NIE brauchte, und hoffentlich auch nie brauchen werde. Und den Vorworf gebraucht j.vantast dann mehrfach.
Ich vermute mal, selbst abhängig beschäftigte Drohne die sich eher nicht "Freitag Abend auf Montag Morgen freut".
Zum Glück habe Ich mir noch nie eine "Entschuldigung" von einem Arzt geholt. Irgendwie erscheint mir das "erniedrigend"...
Aber das gilt auch generell, und noch viel stärker für das "kuschen" und Nicht-Die-Meinung-sagen von Angestellten gegenüber Vorgesetzten. Evtl. den 90% die nicht wirklich "auf Augenhöhe" stehen.
Wo der Chef/Vorgesetzte die Person nicht einfach ersetzen kann...
Und zum Arzt gehe Ich auch erst, wenn es nicht von selbst verschwindet oder es offensichtlich etwas ist dass nicht von selbst verschwinden wird...
Und wenn endlich Vollautomatisierung herrscht, endlich 95% "Arbeitslosigkeit" herrscht (bewusst provokant ausgedrückt, aber auch absolut positiv gemeint) können auch alle Anderen darüber nachdenken, ob es notwendig ist zum Arzt zu gehen, nur weil, man nicht arbeiten kann.
Was zugegeben ein GRUND ist, um daheim bleiben zu können, wenn man abhängig beschäftigt ist...
Trotzdem hat es was erniedrigendes. Aber das gilt für jedes Arbeitsverhältnis ohne Augenhöhe, ist nun mal die Realität...
Es sollen nur 15% mit ihrer Arbeit zurfrieden sein.
Evtl. sind das wirklich die, die wenn sie zu sagen wir, 30Mio kommen, trotzdem weiter arbeiten. Der €8000/Monat-Beamte eher nicht, der €2500/Monat-Uni-Physiker schon eher...

Ja, wenn möglich, brauche Ich j.vantast-O-Ton "überhaupt keinen Arzt".
Sollte Ich für jedes "Erkältungssymptom" sofort zum Arzt gehen? Wenn die gleich alles abstreichen und untersuchen lassen, OK.
Aber das machen die nicht. Nicht mal, wenn einem z.B. seit einem Jahr die Nebenhöhle durchfault... Dann gibt es das normale Nasenpray verordnet...
Evtl. noch mehr oder weniger unterstellt man bilde sich den Geruch ein....
Bekommt ein Privatpatient gleich einen Abstrich auf den kleineren Anteil bakterieller Infektion und dann evtl. Antibiotika?
Und beim Nuklearmediziner muss man Monate auf einen Termin warten, während der Person evtl. in der Zwischenzeit evtl. der Ruhepuls steigt, 80, 100, 120, obwohl für Medikamente schon evtl. vorher vorhandene Blutwerte reichen.

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CancunMM 25.02.2018, 23:24
126.

Es ist auch heute schon möglich Onlinekonsultationen durchzuführen. 1. Ist es an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. 2. ist es so schlecht honoriert und die Kosten für die Softwarebetreuung so hoch, dass es sich nicht lohnt.3. Gerade für die Patienten wo es sich lohnen würde, die benutzen selten Computer.
Außerdem: Wenn es so läuft wie bei der Telematikumsetzung... dann gute Nacht. Technik funktioniert nicht. Arzt bleibt auf den Kosten sitzen. Mich würde mal interessieren was die KBV Bosse dafür von der Industrie erhalten haben ? Die Firmen, die sich darauf spezialisiert haben sind doch schon am Markt. Mit angestellten Ärzten, für wenig Geld, sterben dann auch die restlichen Landarztpraxen aus und die Oma ohne Computer wird dann auch nicht mehr vom Hausarzt besucht.

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tallinn1960 26.02.2018, 08:39
127. WTF - Skype?

Ist den Ärzten und den Patienten eigentlich bewusst, dass Skype keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hat? Die ist zwar vor kurzem angekündigt worden, aber deshalb noch lange nicht umgesetzt. Weshalb auf den Servern von Microsoft jeder mithören und -sehen kann. Skype ist (noch) keine adäquate Lösung als Vehikel für ein Arzt-Patienten-Gespräch. Da ist das Telefon noch besser, kann zwar auch abgehört werden, aber nur innerhalb Deutschlands. Wo die Microsoft-Servern stehen, weiss nur Microsoft und man muss davon ausgehen, dass hier gegen das Abhören noch nicht mal ein Rechtsschutz besteht.

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7eggert 26.02.2018, 10:14
128.

Zitat von m.m.s.
Da wird es aber viele Fehldiagnosen geben. Geradezu die Nr. 1-Priorität und - Domäne von Ärzten ist die physische Untersuchung. Wie soll das virtuell gehen. Als Leidender hat man Symptome. Die muss der Arzt mit den (physischen) Zeichen abstimmen. Erst dann ist eine Diagnose möglich. Und erst dann eine Behandlung.
Das geht wie immer:
"Ich habe Schmerzen im Arm"
"Uund was soll ich da machen?"
.oO(Ich Patient, Du Arzt. Du machen Schmerzen weg, Du fragen, wo seien Schmerz! Dafür ich bezahlen! Ich nix seien auf Behörde.)

…
"Die Schmerzen sind da und da und hier am Ellenbogen."
(guckt sich die Hand an und nicht die besagten Stellen)
"Ist doch noch dran."

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hinz.und.kunz 26.02.2018, 10:53
129. Ich wünsche mir dasselbe ...

... auch bei meiner KFZ-Werkstatt.

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