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Downsyndrom: Kostenlose Bluttests könnten zu mehr Abtreibungen führen
Getty Images/ iStockphoto

Schwangere können mit einem Bluttest untersuchen lassen, ob ihr Baby eine Trisomie hat. Krankenkassen sollen die Kosten in bestimmten Fällen übernehmen. Menschen mit Downsyndrom fragen indes: Warum sollen wir nicht leben?

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Dr. Seltsam 20.03.2019, 13:32
1. Dieser Satz ist alles andere als gut formuliert.

"Wir befürchten, dass künftig weniger Kinder mit Downsyndrom zur Welt kommen als bislang"

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c.PAF 20.03.2019, 13:40
2.

" "Auch viele Menschen mit Downsyndrom sind sehr besorgt", sagt Szczebak. Sie fragen: 'Warum sollen wir nicht leben?'" "

Die Sorgen sind unbegründet, es geht um umgeborene Embryonen in einem frühen Stadium, nicht um Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die bereits geboren sind.

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yhz 20.03.2019, 13:57
3. Selbsterhaltungstrieb

Mit der Aussage von Frau Scczebak, "Wir befürchten, dass künftig weniger Kinder mit Downsyndrom zur Welt kommen als bislang", entlarvt sich die gute Dame aus meiner Sicht selbst.
Ich gewinne den Eindruck, dass es ihr nicht darum geht, ein Problem zu lösen, sondern ihren Posten als Geschäftsführerin des Deutschen Downsyndrom InfoCenters zu sichern.
Es geht doch tatsächlich um ein schweres Problem, welches ganze Familien, bis zur zeitlichen "Vernachlässigung" von weiteren Kindern in der Familie, belastet. Dies kann ich aus eigener Beobachtung herleiten. Dies gilt übrigens auch in anderen Fällen behinderter Familienangehöriger.
Man muss also die Frage stellen dürfen, ob man dies will und auf entsprechende Risiken hinweisen dürfen. Die letzte Entscheidung muss natürlich bei den Betroffenen liegen, wobei auch dort noch das Problem bestehen kann, dass die potentiellen Eltern unterschiedliche Entscheidungen treffen würden. Eine äußerst schwierige Situation, welche im Extremfall zum Auseinanderbrechen der Familie führen kann, wie entsprechende Fälle zeigen.
Eine umfassende Aufklärung und Beratung ist aus meiner Sicht in jedem Fall geboten. Die leichtfertigen Personen, die behaupten, dass das Problem lösbar sei, sind nämlich, wie immer im Leben, im Enstfall nicht bereit mit Hilfe zur Seite zu stehen.

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Stealthman 20.03.2019, 13:59
4. Was ist denn...

falsch daran, wenn weniger Menschen mit einer Behinderung geboren werden? Die Belastungen für die Familien Behinderter sind teils schwer zu ertragen, zum Teil leiden auch die Behinderten selber darunter. Schlussendlich müssen die Eltern diese Belastungen und Herausforderungen für sich selbst abwägen und entscheiden ob das Kind ausgetragen wird oder nicht. Die Bluttests helfen bei dieser Entscheidung, nicht mehr und nicht weniger!

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berlin1923fks 20.03.2019, 14:24
5. Weiter denken hilft!

Zitat von c.PAF
" "Auch viele Menschen mit Downsyndrom sind sehr besorgt", sagt Szczebak. Sie fragen: 'Warum sollen wir nicht leben?'" " Die Sorgen sind unbegründet, es geht um umgeborene Embryonen in einem frühen Stadium, nicht um Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die bereits geboren sind.
Hallo c.PAF,
um es direkt zu machen:
bitte etwas weiter denken!
Wenn dieser Test bereits vor ein paar Jahren kostenlos gewesen wären, würden viele Menschen nicht existieren, von daher ist die Frage 'Warum sollen wir nicht leben?' berechtigt, meinen Sie nicht?
BG
Sven

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mrotz 20.03.2019, 14:26
6.

Zitat von Dr. Seltsam
"Wir befürchten, dass künftig weniger Kinder mit Downsyndrom zur Welt kommen als bislang"
"Wir befürchten, dass künftig weniger Kinder mit Downsyndrom zur Welt kommen als bislang"

Das ist doch der Sinn und richtig so.
Fast niemand will ein Kind mit Down-Syndrom. Das ist eine Last fürs Leben, insbesondere auch für die Geschwister.

mfg

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taglöhner 20.03.2019, 14:26
7.

Sache der potentiellen Eltern.

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berlin1923fks 20.03.2019, 14:41
8. Geht's noch?...

Zitat von Stealthman
falsch daran, wenn weniger Menschen mit einer Behinderung geboren werden? Die Belastungen für die Familien Behinderter sind teils schwer zu ertragen, zum Teil leiden auch die Behinderten selber darunter. Schlussendlich müssen die Eltern diese Belastungen und Herausforderungen für sich selbst abwägen und entscheiden ob das Kind ausgetragen wird oder nicht. Die Bluttests helfen bei dieser Entscheidung, nicht mehr und nicht weniger!
... mehr fällt mir dazu fast nicht mehr ein!
Und wenn wir dieses "Problem" behoben haben und keine Menschen mehr mit Downsyndrom existieren, dann setzten wir bei den "Dummen" Menschen an und finden Tests sowas innerhalb einer Schwangerschaft festzustellen.
Ist das der nächste Schritt zu einer Hochleistungsgesellschaft?

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vox veritas 20.03.2019, 14:56
9.

Zitat von berlin1923fks
... mehr fällt mir dazu fast nicht mehr ein! Und wenn wir dieses "Problem" behoben haben und keine Menschen mehr mit Downsyndrom existieren, dann setzten wir bei den "Dummen" Menschen an und finden Tests sowas innerhalb einer Schwangerschaft festzustellen. Ist das der nächste Schritt zu einer Hochleistungsgesellschaft?
Warum überhaupt abtreiben. Auch Kinder ohne Down-Syndrom haben ein Recht auf Leben, oder?

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