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Downsyndrom: Kostenlose Bluttests könnten zu mehr Abtreibungen führen
Getty Images/ iStockphoto

Schwangere können mit einem Bluttest untersuchen lassen, ob ihr Baby eine Trisomie hat. Krankenkassen sollen die Kosten in bestimmten Fällen übernehmen. Menschen mit Downsyndrom fragen indes: Warum sollen wir nicht leben?

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Stealthman 20.03.2019, 15:03
10. @ berlin1923fks

Ihnen ist hoffentlich schon der Unterschied zwischen "Problem" und Behinderung bekannt? Sie wünschen sich tatsächlich die Geburt behinderter Menschen? Ich hoffe bei allen Kindern die geboren werden, dass sie gesund zur Welt kommen und ein glückliches Leben haben werden. Dies beinhaltet aber schlussendlich auch, dass die Familien mit dieser Behinderung und den daraus resultierenden Folgen klar kommen und dadurch nicht überfordert werden. Außerdem: Warum denken Sie das sich irgendwann alle Eltern gegen die Geburt eines behinderten Kindes entscheiden werden?

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unglaeubig 20.03.2019, 15:20
11. Kostenlos?

Entschuldigung, aber wie naiv sind die Journalisten bei SPON? Wenn die Kosten von der Krankenkasse getragen werden, dann wird der Test davon doch nicht "kostenlos".

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berlin1923fks 20.03.2019, 15:36
12.

Zitat von Stealthman
Ihnen ist hoffentlich schon der Unterschied zwischen "Problem" und Behinderung bekannt? Sie wünschen sich tatsächlich die Geburt behinderter Menschen? Ich hoffe bei allen Kindern die geboren werden, dass sie gesund zur Welt kommen und ein glückliches Leben haben werden. Dies beinhaltet aber schlussendlich auch, dass die Familien mit dieser Behinderung und den daraus resultierenden Folgen klar kommen und dadurch nicht überfordert werden. Außerdem: Warum denken Sie das sich irgendwann alle Eltern gegen die Geburt eines behinderten Kindes entscheiden werden?
Um es mal plakativ zu sagen:
eine Behinderung ist auch, einen Finger weniger/mehr an der Hand zu haben !
Trotzdem kann das Kind / der Mensch ein erfülltes, glückliches Leben führen.
Von daher, wenn Sie eine Pauschalaussage haben möchten:
"Ja, ich bin für die Geburt behinderter Menschen"
Denn:
Eine Behinderung zu haben und gesund zu sein schließt sich nicht aus!
Zudem:
Wo zieht man die Grenze die Menschen auszusortieren?
Kommen wir hier langsam aber sicher wieder bei einer Gesellschaft an,
die anfängt nicht perfekte Menschen auszusortieren!

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kzs.games 20.03.2019, 15:56
13. unnötig

naja, ich will auch kein Kind mit Down-Syndrom. meines Erachtens sind alle Ressourcen (Zeit, geld, Medikamente, Nerven) in diesem Fall einfach verschwendet und wären lieber anderswo (Forschung, in die anderen Kinder etc) investiert. also ja! zu Bluttests!

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rst2010 20.03.2019, 16:05
14. wenn man sieht, was aus trisomie21 kindern werden kann,

dass sie völlig normal leben und alt werden können, dann gibt es keinen vertretbaren grund mehr, embryonen mit diesem genomfehler zu töten aka abzutreiben. dann wird abtreibung von trisomiekindern zur euthanasie.

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Crom 20.03.2019, 16:10
15.

Das ist eine Entscheidung, welches jedes Elternpaar für sich treffen muss. Ein behindertes Kind ist eine große Verantwortung, nicht jeder kann dieser nachkommen. Wollen wir diese Eltern in solche Situationen zwingen?

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DerLaunige 20.03.2019, 16:16
16. Betreffend des Rechtfertigungsdrucks

Es ist nachvollziehbar, dass betreffend der Down-Syndrom Organisationen Angst besteht, dass dies zu einem Rechtfertigungsdruck beim Behalten der Kinder führen kann. Dies aber mittels einer Einschränkung oder gar eines Verbots des Tests und / oder einem Schwangerschaftsabruch bei Down Syndrom bekämpfen zu wollen ist moralisch höchst fragwürdig! Zum einen da hier das Selbstbestimmungsrecht der Frau eklatant missachtet wird und somit diese Organisationen ein Mitverfügungsrecht über den weibl. Uterus bekommen würden, zum anderen aber auch dadurch, dass die Schuld/Verantwortung an möglichen Diskriminierungen einfach so auf die Schwangeren abgewälzt wird, den selbst wenn ab morgen kein einziges Down Syndrom Kind mehr auf die Welt käme, würde dadurch niemand gezwungen werden die vorhanden Menschen mit Down Syndrom zu diskriminieren. Die Leute, bzw. die Institutionen die das dann zum Anlass nehmen würden (hypothetisch natürlich, denn momentan ist dass alles Spekulatius um Angst vor dem Test zu schüren), die müssten dann zur Verantwortung gezogen werden. Diese Organisationen betreiben hier nichts anderes als Shaming, und das ist unabhängig von den Motiven ziemlich unterste Schublade.

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Stealthman 20.03.2019, 16:25
17. Nochmal die Frage:

Zitat von berlin1923fks
Um es mal plakativ zu sagen: eine Behinderung ist auch, einen Finger weniger/mehr an der Hand zu haben ! Trotzdem kann das Kind / der Mensch ein erfülltes, glückliches Leben führen. Von daher, wenn Sie eine Pauschalaussage haben möchten: "Ja, ich bin für die Geburt behinderter Menschen" Denn: Eine Behinderung zu haben und gesund zu sein schließt sich nicht aus! Zudem: Wo zieht man die Grenze die Menschen auszusortieren? Kommen wir hier langsam aber sicher wieder bei einer Gesellschaft an, die anfängt nicht perfekte Menschen auszusortieren!
Warum denken Sie das sich irgendwann alle Eltern gegen die Geburt eines behinderten Kindes entscheiden werden?
können Sie die Frage nicht beantworten oder wollen Sie nicht?
Die Entscheidung liegt weder bei Ihnen noch bei mir - zum Glück! Dennoch müssen Eltern aus genannten Gründen diese Entscheidung treffen. Daher sollten sie auch alle Informationen bekommen die möglich sind, diese Entscheidung zu treffen.
Außerdem, stimme ich mit Ihnen überein: "Trotzdem kann das Kind / der Mensch ein erfülltes, glückliches Leben führen." Eben "kann"... aber nicht ..."wird auf jeden Fall", daher die Abwägungen der Eltern!

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