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Downsyndrom: Nun ist es offiziell - Bluttest soll Kassenleistung werden
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Hat mein Baby Trisomie 21? Der Bluttest, der Gewissheit bringt, wird jetzt kostenlose Kassenleistung. Glaubt man Kritikern des Verfahrens, ist das kein Grund zum Jubeln.

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max-mustermann 24.03.2019, 09:28
1.

Krankheiten und Missbildungen frühzeitig erkennen zu können ist immer ein Fortschritt. Die Kritiker zwingt ja niemand diese Tests zu machen wenn sie selber ein Kind erwarten.

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lathea 24.03.2019, 10:03
2. Schließe ich mich Nr.1 an. Kurz und....

.... bündig: die Kritiker dieser Regelung zwingt niemand, diesen Test zu machen, wenn sie selbst ein Kind erwarten. Aber der Test sollte für jeden finanzierbar sein.

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BruceWayne 24.03.2019, 10:05
3. Schon vergessen...?

Jetzt bedeutet also schon die Diagnose eines Downsyndroms zu 90% den Tod des ungeborenen Lebens. Wow! Wo soll das Alles eigentlich noch hinführen. Jeder, der Menschen mit Downsyndrom kennt, weiß, dass sie eine Bereicherung für das Leben sind, wie jedes andere Kind auch. Nichts gegen Bluttests - denn die sind dann nur ein Auslöser für ein sehr bequemes Verhalten von werdenden Eltern. Was nicht passt wird aussortiert. Den Gedanken kann man ja mal weiterspinnen.... Das wird noch bös enden.

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mirage122 24.03.2019, 10:16
4. Statt Freude auf das Baby ...

... sich im Vorwege mit solchen Gedanken zu befassen, finde ich ziemlich absurd. Allein schon durch derartige Ängste können Missbildungen hervor gerufen werden. Wenn man sich im fortgeschrittenen Alter für ein Kind entscheidet, weil man vorher nochmal "richtig leben" wollte, dann muss man sich den Risiken bewusst sein. In Hamburgs eher vornehmen Stadtteil Eppendorf gibt es dafür eine tolle Bezeichnung. Diese Damen werden "die späten Eppendorfer Mütter" genannt. Wie schön, dass gerade diese Gruppe nun einen kostenlosen Test bekommt und bei dem entsprechendem Ergebnis entsprechend reagieren kann.

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mumuwilli1975 24.03.2019, 10:18
5. BruceWayne

Ja weil es alleine meine Entscheidung ist. Ich möchte kein behindertes Kind haben. Denn auch Eltern haben ein Leben und sollten sich nicht aufopfern. Sie müssen den Test ja nicht machen.

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eikone 24.03.2019, 10:29
6. Super!

wir haben 2 gesunde kinder und sind sehr glücklich darüber. ein 3. ist auf dem weg und der Bluttest ist so viel weniger gefährlich als plazenta test Fruchtwasserentnahme etc.
ich bin froh dass es diese Tests gibt. Natürlich liebt man auch sein behindertes Kind, aber für uns ist die Gewissheit, zumindest eine schwere Komplikation ausschliessen zu können unbezahlbar. Als Kassenleistung natürlich noch besser.
Ethisch für uns kein Problem. Aber da kann ja zum Glück jeder für sich entscheiden hier bei uns in Deutschland.
Viele tris21 Kinder landen ja doch in betreutem Wohnen, weil die Eltern die Schwere der Belastung vor allem psychisch unterschätzt haben.
Bitte nicht falsch verstehen, glückliche Familien mit behinderten Kindern sind etwas Tolles, die Realität ist allerdings wohl eher anders. Wie sonst sind Lebenshilfe etc. voll mit Tris21 Kindern und Erwachsenen.

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mumuwilli1975 24.03.2019, 10:39
7. mirage122

Ich bin auch Spätgebärende (38) und vielleicht kommt ja noch eins (jetzt 44). Ich habe keine Ausbildung und Studium gemacht, um dann jung ein Kind zu bekommen. Natürlich habe ich das Leben genossen und tue es immer noch, trotz Kind. Und nochmal, wenn man den Test nicht machen möchte, schön. Ich möchte mir schon aussuchen, ob das Kind behindert zur Welt kommt oder nicht.

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PRAN1974 24.03.2019, 10:39
8.

Also ich sehe jetzt nicht das Problem darin, wenn Eltern unter Rechtfertigungsdruck geraten. Wer den Bluttest bewusst nicht macht und dann über sein Schicksal jammert - natürlich wird man sich dann anhören müssen "Ihr hättet es doch wissen können". Weil genau so ist es.
Anders ist es, wenn werdende Eltern sich bewusst für ein Kind mit Down-Syndrom entscheiden. Diese Menschen haben meine Hochachtung, und warum sollte die Erstattung des Tests daran etwas ändern?

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jinroh 24.03.2019, 10:54
9. wer trägt später die kosten?

Ich höre immer,Eltern sollen selbst entscheiden ob sie ein behindertes Kind bekommen, doch wer trägt die Kosten für dieses Kind-besonders nach dem Tod der Eltern? Dann sollten auch die Kostenträger , sprich die Gesellschaft mit entscheiden!

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