Forum: Gesundheit
E-Mountainbike-Weltmeister: "Ich bin ein Adrenalinjunkie"
Klaus Ketterer

E-Mountainbikes sind vor allem eins: schnell. Weltmeister Yves Ketterer erklärt, warum das Fahren trotz Motor viel mit Sport zu tun hat - und was ein E-Rennen von einem normalen unterscheidet.

Seite 1 von 5
nobuemi 20.06.2016, 18:32
1. Viele haben Angst wenn sie merken, dass es schneller vorwärts geht

Hier in den Oberbayerischen Alpen finde ich die E-Bikes nicht so gut. Man kann sehr wohl mit einem ordentlichen Mountainbike viele Höhenmeter bergauf und bergab fahren auf großteils, manchmal ausgewaschenen Schotterwegen und auch auf schwierigen Pfaden. Wer hochkommt ohne Motor, der schafft in der Regel auch die Abfahrt in schwierigem, steilen Gelände. Es gibt viele Verleiher die natürlich gerne das Geschäft machen, aber es gibt auch sehr viele Touristen die dann leider verängstigt auf ihren geliehen E-Bikes sitzen.
Mein Fazit: wer kein Mountainbike fahren kann in dem gewünschten Gelände sollte die Finger vom E-Bike lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HansPa 20.06.2016, 19:28
2. Jetzt geht's los

Jetzt kommen sie wieder ins Forum: die e-Bike Hasser! Ein Motor im Fahrrad ist für die meisten Radfahrer das allerletzte! Wird da geschimpft und gemosert etwa wie: die wollen nur angeben. Oder: das ist nur was für alte, etc. Meistens sind es die Schimpfer nur Leute die grüne wählen und mit dem SUV zum 800m entfernten BIO Store fahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MatthiasPetersbach 20.06.2016, 20:31
3.

Zitat von nobuemi
Wer hochkommt ohne Motor, der schafft in der Regel auch die Abfahrt in schwierigem, steilen Gelände. Es gibt viele Verleiher die natürlich gerne das Geschäft machen, aber es gibt auch sehr viele Touristen die dann leider verängstigt auf ihren geliehen E-Bikes sitzen….
Mal abgesehen davon, daß Ihr Beitrag völlig am Thema vorbeigeht: Wer verbietet einem, verängstigt auf dem E-Bike zu sitzen? Besser als mit Unrecht selbstbewusst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gaztelupe 20.06.2016, 20:35
4.

Zitat von HansPa
Jetzt kommen sie wieder ins Forum: die e-Bike Hasser! [...] Meistens sind es die Schimpfer nur Leute die grüne wählen und mit dem SUV zum 800m entfernten BIO Store fahren.
Weder noch: Ich habe mein Kreuzchen zuletzt im letzten Jahrtausend bei der Dagegen-Partei gemacht. SUV fahre ich auch nicht. Sondern Rad. Im Sommer, bis es mir zu feucht und zu kalt wird. Ich bin ein echt unüberzeugter Saison-Radler.

E-Bikes wollen mir trotzdem nicht gefallen. Auf dem Berg schon gar nicht. Das liegt wohl daran, dass ich an klassisch betriebenen Fahrrädern die solide, überschaubare, den Prinzipien nach seit 100 Jahren praktisch unveränderte Technik so schätze. Ich fahre gemuffte Stahlrahmen und bewahre mir höchst borniert eine herablassende Haltung gegenüber irgendwelchem Alu-, Karbon- oder sogar Bambus-Schnickschnack. Alles Kuriosa, die nicht neu erfinden können, was längst bewährt ist. Der Rest ist flüchtige Mode.

Schön am Rad finde ich die Muskelkraft, mit der es betrieben wird. Nicht, dass ich davon überragend viel hätte, aber die unmittelbare Interaktion zwischen dem Drahtesel, meinem Arsch, meinen Armen und meinen Beinen ist tatsächlich ... tröstlich.

Bei E-Bikes stört mich die Übertechnisierung. Abgesehen von den neuesten, zum Teil fabelhaften Beleuchtungskonzepten ist das Elektrische, Digitale, eine Ohrfeige gegen einfache, unschuldige Bewegungslust. Und wenn der Akku dann mal leer ist: Wieso soll ich den durch die Gegend karren? Das Zeug wiegt zu viel, macht die Rahmengeometrie kaputt und schleppt sich zudem mit Hipster- und Nerd-Ballast ab. Nicht mein Fall.

Solange die Beine und das Herz mitmachen, werde ich auf so etwas verzichten. Schön isses für Rentner, die sich sonst kaum noch aufs Rad trauen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eschi81 20.06.2016, 20:56
5.

Mir erscheint so ein E-Bike Rennen irgendwie so wie ein Marathon bei dem man die Hälfte der Strecke mit dem Bus zurücklegt. Zu dem durchschnittlichen E-Bikern und -innen im Wald: wacklig den Berg hoch, noch unsicherer wieder runter. Noch mehr Menschen in der Natur. E-Bikes sind gedacht für Frauen die mit zwei Kindern im Anhänger einkaufen gehen, der Typ aus dem Beitrag soll Motorrad fahren, meinetwegen mit E-Motor...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ad2 20.06.2016, 21:11
6. E-Bikes sind eine gute Entwicklung

Alles was vom Auto wegführt. ist gut und wünschenswert. Natürlich ist E-Biking Sport, mindestens hundert mal mehr als Formel eins oder Motorrad... Aber klar gibt es immer Mosertaschen, die alles was neu ist erstmal doof finden. Wie Skateboarder gegen Inlineskater... Das Gute am Leistungssport ist aber, das hier Innovationen vorangetrieben werden, die später für die breite Masse zur Verfügung stehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
krypton8310 20.06.2016, 21:15
7. Völlig Recht hat er!

Ich habe auch die Erfahrung, dass viele Menschen (wie z.B. Herr Bedürftig) den Motor am E-Bike nur als Mittel zur Substitution eigener Körperkraft sehen. Aus welchen Gründen auch immer sehen sie nicht die Möglichkeit die 250W einfach on top zur eigenen Körperkraft nehmen um damit höhere Geschwindigeiten zu erreichen. Das hat 3 Effekte: 1. Der Radius in dem das Rad zeitlich konkurrenzfähig zu anderen Verkehrsmitteln ist steigt. 2. Weniger schwitzen weil der stärkere Fahrtwind zum Teil nicht aus Körperkraft erzeugt werden muss (wichtig, wenn man mit dem Rad zur Arbeit fährt). 3. Spaß.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mose123 20.06.2016, 21:41
8. Spaß

muss Sport machen. Und e-bike fahren ist Sport und ersetzt mir das Auto! Ist doch geil:-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Maverlized 20.06.2016, 21:59
9. Holz ...

Zitat von Gaztelupe
E-Bikes wollen mir trotzdem nicht gefallen. Auf dem Berg schon gar nicht. Das liegt wohl daran, dass ich an klassisch betriebenen Fahrrädern die solide, überschaubare, den Prinzipien nach seit 100 Jahren praktisch unveränderte Technik so schätze. Ich fahre gemuffte Stahlrahmen und bewahre mir höchst borniert eine herablassende Haltung gegenüber irgendwelchem Alu-, Karbon- oder sogar Bambus-Schnickschnack. Alles Kuriosa, die nicht neu erfinden können, was längst bewährt ist. Der Rest ist flüchtige Mode. Schön am Rad finde ich die Muskelkraft, mit der es betrieben wird. Nicht, dass ich davon überragend viel hätte, aber die unmittelbare Interaktion zwischen dem Drahtesel, meinem Arsch, meinen Armen und meinen Beinen ist tatsächlich ... tröstlich. Bei E-Bikes stört mich die Übertechnisierung. Abgesehen von den neuesten, zum Teil fabelhaften Beleuchtungskonzepten ist das Elektrische, Digitale, eine Ohrfeige gegen einfache, unschuldige Bewegungslust.
... war das erste Rahmenmaterial, lieber Gaztelupe - und nicht Stahl. Sie müssen also ein Holzrad fahren!
Und Gangschaltung, Felgenbremsen (geschweige denn Scheibenbremsen), Dynamo, Schlauchreifen (geschweige denn schlauchlos) gab's ebenso wenig.
Sie bauen sich Ihren eigenen Standard, über dem - aber wohl auch unter dem - Sie andere für keine richtigen Radler halten?!
Wieso darf ein Fahrrad per (ihrer) Definition keine E-Unterstützung haben? Die Entwicklung geht weiter.
Ach ja - Sie haben ein Auto!? Ohje. Ich stelle mirs gerade vor. Mit Damofmaschinenantrieb, wie das erste Selbstfahrgefährt (nix anderes heißt "Automobil"). Da gab es auch Leute, die Kutschen ohne Pferde für übertechnisierten Schnickschnack gehalten haben - oder gar schlimmeres.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5