Forum: Gesundheit
Ebola: Weltgesundheitsorganisation korrigiert die Fallzahlen
AFP

Die Weltgesundheitsorganisation nennt in ihrem neuesten Report zur Lage in den Ebola-Ländern niedrigere Fallzahlen als in der Vorwoche. Die Krankheit breitet sich in Guinea, Sierra Leone und Liberia dennoch weiter aus.

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JaguarCat 06.11.2014, 15:35
1. Zum Glück insgesamt stabil

Etwas über 600 neue Ebola-Fälle pro Woche. So schrecklich das für die Betroffenen ist: Diese Zahlen sind weit entfernt von den befürchteten Zahlen! Hätte sich die Seuche seit September weiter exponentiell ausgebreitet - also Verdopplung der Fallzahlen jeden Monat - wir wären bei 4000 neuen Fällen pro Woche, nicht bei 600. Denn 1000 pro Woche hatten wir schon Anfang September. Auch die Sterblichkeit scheint zurück zu gehen, es sind definitiv keine 70% mehr, die die WHO anfangs schätzte.

Sieht so aus, als ob die Seuchenschutzmaßnahmen anfangen zu wirken!

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hansulrich47 06.11.2014, 16:07
2. Ein Witz!

Es wird immer deutlicher, hier wird die Öffentlichkeit mit Absicht veräppelt! Es sterben täglich >4.000 Menschen an TB, es sterben jährlich 750.000 Kinder durch dreckiges Trinkwasser und dessen Folgen. Aber ein aus den Körperöffnungen Blutender macht wohl mehr her. Schade, dass die Leute mit Helfersyndrom und Verkäufer von Schutzkleidung glauben die Menschheit so verladen zu müssen!

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mats73 06.11.2014, 16:33
3. zum einen...

...handelt es sich um eine Krankheit, gegen die man sich nach heutigem Stand nicht bzw. kaum schützen kann, die kaum behandelbar ist - die aber gleichzeitig bisher nur lokal verbreitet ist.

Es besteht also nach wie vor die realistische Chance, dass das Virus wieder zurückgedrängt werden kann.

Angesichts einer Sterblichkeit von > 50% und einem Potenzial zum Massenmörder bei entsprechender Ausbreitung lohnt sich der aktuelle Aufwand durchaus!

Dass an anderer Stelle mehr gemacht werden könnte und müsste und mit wenigen finanziellen Mitteln viele Menschen vor dem Tod gerettet werden können, sehe ich genauso. Das ist aber kein Grund hier auch nachlässig zu sein....

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Tschirio 06.11.2014, 17:10
4.

Zitat von hansulrich47
Es wird immer deutlicher, hier wird die Öffentlichkeit mit Absicht veräppelt! Es sterben täglich >4.000 Menschen an TB, es sterben jährlich 750.000 Kinder durch dreckiges Trinkwasser und dessen Folgen. Aber ein aus den Körperöffnungen Blutender macht wohl mehr her. Schade, dass die Leute mit Helfersyndrom und Verkäufer von Schutzkleidung glauben die Menschheit so verladen zu müssen!
Ein Witz ist ihre Trivialisierung des Sachverhalts.

Dreckiges Tringkwasser ist nicht ansteckend und hat keine Sterberate von >50% bzw. ist die Sterberate vergleichbar, dann würde auch lokal gehandelt werden.
Gerade (sehr zynisch) die niedrige Sterberate entzieht das Thema der Öfffentlichkeit.

Aber, ebenso ist TBC halbwegs unter Kontrolle, wenn man einige Regeln einhält.

Das ganze ist bei Ebola nicht wirklich der Fall.
Der Aufwand mit der Schutzbekleidung ist vor Ort definitv notwendig.

Wenn sie natürlich jemand sind, der hier in DLand schon seinen Schutzraum aufgebaut haben, dann ist klar, dass sie sich veräppelt fühlen

Vielleicht hilft es aber auch die persönlich Mediengläubigkeit zu überdenken. Dann ist man auch nicht so hysterisch, jeden Medienscheiß als Grundlage für das eigene Handeln oder Denken zu nehmen.

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kraichgau12 06.11.2014, 18:28
5. gib mir eine statistik und ein motiv..und ich gebe dir zahlen nach wunsch...

es sollte klügeren köpfen seit 2 wochen bekannt sein,das in sierra leone nicht mal mehr die regionen kontrolliert werden,liberia eh jeden ver.....t,der zahlen möchte(da sie denken,das immer noch runterspielen zu können) und der allgemeine konsens seit der panik in den USA ist,das erstmal runter zu kochen
in 2-3 wochen wird es wieder explodieren,wie schon damals im mai,als im april gemeint wurde,die seuche waere schon im ausbrennen
ein paar tips für alternative news: MSF,ebola deeply,guardian/telegraph,reuters etc

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kraichgau12 06.11.2014, 18:32
6. oh mann,mediensperre mal anders..

60 tote in freetown jeden Tag laut MSF,ganze regionen seit wochen schon nicht mal mehr im ansatz unter irgendeiner organisatorischen kontrolle(ärzte eh fehlanzeige), ganze dörfer ausgelöscht(alles nachlesbar bei MSF zb),aber die who afrika korrigiert die zahlen....
es gilt schlicht,eine brandmauer zwischen öffentliche meinung und realität zu ziehen,zumindest solange,bis die "erwartete" reaktion der weltgemeinschaft eintrifft

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kraichgau12 06.11.2014, 18:35
7. einfach einmal gaaanz tief einatmen...

wer das Ganze länger verfolgt,weiss ziemlich genau,das den who zahlen,zumal aus der afrika-regionalzentrale,so sehr geglaubt werden kann wie den 5 jahresplänen von honnecker....dort ist alles politik
es gibt genug bessere mediale news,auch der spon schreibt davon weitesgehend nur ab...das hier zb ist vom letzten who bericht übernommen,ohne auch nur gegen zu checken,was MSF etc zb die britischen serioesen medien zu melden haben,da sieht das ganze naemlich völlig anders aus
was solls,gibts halt anfang dezember die naechste völlig unerwartete welle

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eulenspiegel1979 07.11.2014, 15:19
8. Das Thema hat einen Bart

Der Drops ist doch gelutscht. Statt das Thema Ebola immer wieder aus dem Keller zu holen, würde mich vielmehr interessieren, wer denn nun die 300 Passagiere in der Ukraine abgeschossen hat.

Ebola ist eingedämmt und wird verschwinden, so wie jedes Mal. Die Panikmache hat nicht gefruchtet und wird auch nicht mehr fruchten.

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messwert 08.11.2014, 19:18
9.

Da Ebola ja bekanntlich durch den Verzehr von Flughunden verursacht wird frage ich mich, ob die gebotene Aufklärung in den Entstehungsländern ebenso intensiv erfolgt wie die Bekämpfung dieser Seuche. Im Übrigen werden wir uns auch hierzulande, aufgrund der Globalisierung und Reisetätigkeit, auf Seuchenübertragung schlechthin, einzustellen haben. Im Fall Ebola war jedenfalls zu lernen, dass auf rechtzeitige Hinweise, Art und Umfang bei derlei, durch die die WHO kein Verlass ist.

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