Forum: Gesundheit
Ehrgeiziges Ziel: 160-Kilo-Mann will Marathon laufen
Julia Schweineberger

Kann man mit 160 Kilo Marathon laufen? Eher nicht. Deswegen möchte Michael Kotzbier abspecken. Das Ziel: Berlin-Marathon 2016. Der 35-Jährige will sich aber so wenig wie möglich quälen. Abnehmen mit Spaß - geht das?

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movfaltin 22.03.2015, 01:39
30. Wie bitte?

"Und Marathontraining dauert idealerweise ein Jahr."

Und den Weihnachtsmann haben wir nur noch nicht gesehen, weil er sich mit einem Aluhut vor unseren Ortungsstrahlen schützt.

Die Aussage ist schlicht und einfach unwahr. Man sollte mitunter auch wirklich nur über das schreiben, womit man sich wenigstens ein kleines bisschen auskennt. Oder zumindest mal sportwissenschaftlich versierte LA-Trainer befragen, die ein wenig mit Planung und Periodisierung am Hut haben.

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Luke1973 22.03.2015, 07:46
31. Radfahren

Wieviel Kalorien man beim Radeln verbraucht, hängt davon ab wie schnell man fährt und welche Höhendifferenzen man überwindet.
Man kann nicht pauschal sagen, dass man dabei weniger Kalorien verbraucht als beim Laufen!

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ruderrum 22.03.2015, 08:02
32. fdH - mehr sag ich nicht

Herr Klosterbier, bitte mal auflisten, was Sie den Tag über essen. Habe trotz großer Mengen nie mehr als 86 kg auf die Waage gekriegt...
Viel Spaß bei der Vorbereitung, auch bei den langen Läufen >30K....

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Otziotzi 22.03.2015, 09:08
33. das schafft er nie

Bei der WM 2014 hat er beschlossen, Marathon zu laufen und tat seitdem nichts anderes, als weiter zuzunehmen? Und im Januar 2015 kam plötzlich die Einsicht, daß das so nichts wird? So richtig plausibel ist die Angelegenheit nicht, aber Hauptsache, es wurde darüber berichtet.

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trailrunner 22.03.2015, 09:09
34. Viel Erfolg!

...und selbst, wenn er den Marathon dann nicht läuft (was keine Schande wäre): er ist wieder drin im sportlichen, aktiven und bewussten Leben. ich drück Ohm die Daumen, dass er abnimmt, aktiv bleibt und viel Freude mit seinem kleinen Sohn hat!

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doubletrouble2 22.03.2015, 10:20
35. Netter Kerl - aber ohne Durchblick

Der Junge macht sich Illusionen.
Ohne konsequente Ernährungsumstellung wird er die 100 Kg nicht erreichen und- was wichtiger ist - nicht unterschreiten. Schließlich kann man mit 100 Kg zwar etwas traben, doch es ist weder empfehlenswert, noch über die Marathondistanz durchzuhalten.
Kurz und knapp : Ernährungsumstellung auf Atkins - Diät, den Körper in die Ketose schicken.Nach zwei Wochen kann er dann einen Kohlenhydrate Tag pro Woche einbauen - aber nur einen - wo er lange entbehrte Dinge sorglos isst. Dann kehrt er in die Ketose zurück bis zur nächsten Tortenschlacht in sechs Tagen.
Zudem muss er aktives Körpergewebe aufbauen, also Hypertrophie-Training machen. Dazu benötigt er Kenntnisse, die er nicht hat und erst erwerben muss.
Empfehlund : Bompa, Tudor, Serious Strength Training; Human Kinetics. Oder : EXRX.net.
Deutschsprachige Publikationen sind leider selten gut und fundiert, doch wenn er sie findet : Um so besser .
Dann : Unbedingt weiter mit dem Rad zur Arbeit und ein Walking-Training beginnen, dass er auf EXRX.net findet. auf der einfachsten Anfängerstufe, versteht sich.
Dennoch: Vom Marathon ist abzuraten, zum Abnehmen ist unbedingt zu raten. corneliusmaximus@gmx.de

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lirumlarum 22.03.2015, 11:33
36. @Petersbächel

Zitat von Petersbächel
Kann ich nicht beurteilen, das mit der Fettverbrennung. ich kann aber beurteilen, daß Abnehmen und das Ziel, vernünftigen und selbstverständlichen Umgang mit Essen und Trinken zu erreichen umso leichter erreicht wird, je weniger man den Eindruck von Verzicht, Kasteien und absoluter Disziplin hat. Leichter - nicht schneller. Dafür aber nachhaltiger und ohne JoJo. Ich hatte auch mal deutlich zuviel Kilo (interessanterweise auch, nachdem ich das Kicken aufgehört habe) - aber hab das gaaanz langsam durch ganz kleine Drehungen an ein paar Schrauben und immer verbunden mit einem Mehr an Genuss abgebaut. Und jetzt trinke und esse ich, was ich will, wieviel ich will und hab keine Gewichtsprobleme. Weil ich nicht mehr mag, als mir guttut. Der "Rücksturz" in Körperbewusstsein ist die Devise - das erreicht man aber nicht über Verzicht, der als Verzicht im Hirn ankommt. Dann hat man irgendwann mal eben NICHT mehr die Kraft, zu verzichten - und schon gehts in die andere Richtung. Oder man HAT die Kraft, sich ständig zu disziplinieren, dann ist m.M. nach schlicht das Gehirn angegriffen. Solche Zombies will ich nicht im Dunkeln Begegnen. Ich Post hat im übrigen ein bisschen was vom Fernsehzuschauer, der "Quäl Dich" in den Bildschirm brüllt und an seinem Bier nuckelt. Oder von jemand, der sich den Kampf gegen Alkohol auf die Fahnen geschrieben hat. Ist aber auch nicht besser.
@Petersbächel
Ich verneige mich vor Ihrem Post, da ich mir ziemlich sicher bin, dass es nur so funktioniert wie Sie schreiben. Da ich selber schon seit Jahren mit diesem leidigen Thema herumdoktore und schon einiges in Richtung Kampf & Krampf (verschiedene Ernährungsformen, moderater Sport, Extremsport, etc.) hierzu versucht habe würde ich mich sehr über Ihr Wissen darüber freuen. Insbesondere welche "Stellschrauben" hinsichtlich einer Kalorienreduktion ohne Kampf und Mangelgefühl bei Ihnen gute Erfolge brachten bzw. wie Sie Ihren "Genußwirkungsgrad" erhöhen konnten.
Herzlichen Dank schon mal im voraus!

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Sonia 22.03.2015, 12:12
37. Viel Erfolg,

ich sah eine BBC Doku "Für immer dick", wo Wissenschaftler neueste Ergebnisse darstellten: Ein Großteil der Übergewichtigen hat sich nichts angefressen. Es gibt das hormonell bedingte Dicksein genau wie Dünnsein, trotz hochkalorischer Ernährung und Bewegungsarmut. Gehört zur Evolution und nun soll diese Erkenntnis für weitere Forschungen genutzt werden. Das Runterhungern und -laufen ist die eine Seite, die viel problematerische ist, dass der Gewichtsverlust bleibt.

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Petersbächel 22.03.2015, 13:59
38.

Zitat von lirumlarum
@Petersbächel Insbesondere welche "Stellschrauben" hinsichtlich einer Kalorienreduktion ohne Kampf und Mangelgefühl bei Ihnen gute Erfolge brachten bzw. wie Sie Ihren "Genußwirkungsgrad" erhöhen konnten. Herzlichen Dank schon mal im voraus!
Relativ einfach:

Ich hab mir angewohnt, im Umkreis von 10 km mit dem Rad zu fahren. Hab mir dazu erst ein Oldtimerfahrrad hergerichtet, mit dem jeder Meter Spaß macht.

Ich hab wieder ein paar Leute von früher kontaktiert, mit denen wir jetzt am Wochenende -moderate- Wanderungen machen (ohne das als getarnte Einkehr zu missbrauchen).
Ich schwimme sommers ein paar Mal in der Woche im See.
Ich habe die faule Zeit abends in der Wohnhöhle vorm Fernseher reduziert und gehe nach der Arbeit erst ein wenig in den Garten, bastle am Auto rum o.ä.

Essenstechnisch wurde anfangs einfach mal bewusster gegessen, weniger geschlungen und auf den überflüssigen 2ten Nachschlag verzichtet. Zumindest bei mir merkte der Körper relativ schnell, daß ein WENIG weniger auch ausreicht.

Aber das Ergebnis führe ich eher auf die größere Aktivität zurück. Und auf die Verlagerung weg vom Fernseher. Der macht denkfaul - und das Gehirn verbraucht auch ganz schön Kalorien.

Mir macht das Fahrradcruisen Spaß, das Wandern mit den Leuten Spaß, Schwimmen im See Spaß (im Bad nicht, also mach ich das nicht) und Fernsehen vermisse ich eher nicht - beruflich hock ich eh viel am Computer.
Nix Spektakuläres - eher ein Revival der Dinge, die ich in aktiverer Zeit eh schon gemacht habe. Das Schwierigste war eben, aus dem Trott rauszukommen.

Aber ich hatte ja auch nur 12-15 kg zu stemmen - die waren nach 4 Jahren ohne merkbaren Verzicht runter - und die zugewonnenen Tätigkeiten sind rundum ein Mehrgenuß.

Und das nur mit einer Schalterumstellung in Richtung "aktiver werden, Du bist ein fauler Geselle geworden".
Und nicht "Du musst abnehmen".

DAS würde bei mir nie klappen. Ich zähl keine Kalorien, ich bin nicht mit Leuten zusammen, die Kalorien zählen (was- wie ich mutmaße- auch nicht hilfreich ist) und wenn wir unterwegs sind, dann dahin, wo wir was angucken wollen und nicht mit dem Gedanken "3 Steigungen=sind wieder XXXX Kalorien".

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GrinderFX 23.03.2015, 08:34
39.

Nur leider macht er schon wieder nahezu alles falsch was man falsch machen kann.
So schnell abnehmen ist nicht nur extrem ungesund, er wird auch auf Lebzeit schwer entstellt sein, denn das Gewebe und die Haut kann man dem schnellen abnehmen nicht umgehen und er wird große hängende Schürzen haben, die ihm vielleicht sogar so sehr beim Laufen behindern, dass er nicht mehr Marathon laufen können wird. Ein realistischeres Ziel ist da eher 2017/18.
Was man seinem Körper Jahrzehnte angetan hat, kann man nicht in einem Jahr wieder beseitigen!

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