Forum: Gesundheit
Ein rätselhafter Patient: Angst vor Monstern
AP

Halluzinationen, Verfolgungsangst, rasendes Herz: Als ein 36-Jähriger in der Notaufnahme landet, ist er kaum zu verstehen. Leidet der Mann an einer akuten Psychose, oder steht er unter Drogen? Auf die Laborwerte können die Ärzte nicht warten.

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rm.consultant 05.01.2014, 16:09
40. Der Schatten und tiefer

Jeder Mensch hat im Spektrum seines Bewustseins den eigenen Schatten und weiter im Spektrum das kollektive Unterbewußte (Archetypen). Die Bewustseinsschichten enden beim "inneren Selbst" oder dem göttlichen Kern, der gestaltlos und formlos ist. Zum Erkennen benötigt das menschliche Bewusstsein den Gegensatz (Gott > Teufel, Engel > Dämonen, oben > unten, heiss > kalt, Krieg > Frieden, männlich > weiblich........)
Geraten diese Bewußtseinsschichten aus der Balance z.B durch Drogenmisbrauch so ist das oben beschriebene Bild nicht verwunderlich. Es hätte auch sein können, dass er lauter Engel sieht. Man sollte also vorsichtig sein mit Begriffen wie "Abschaum".Ich wünsche dem Kommentator wenn er mal gehen muß als letzten Bewußtseinsreflex einen liebevollen Engel und nicht die Fratze des Teufels.

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Newspeak 05.01.2014, 16:26
41.

Zitat von Alimentator
Wer absichtlich Drogen konsumiert und damit andere gefährdet und der Gesellschaft Kosten verursacht, sollte ein Zwangsentzug zur Bedingung jeglicher drogenbezogener Behandlung gemacht werden.
Wer absichtlich keine Drogen konsumiert und damit andere langweilt, bevormundet, sich für den besseren Menschen hält, anderen Menschen die Freiheit abspricht, mit ihrem Leben zu tun, was sie wollen, wer damit der Gesellschaft Kosten verursacht, weil er 90 wird und ewig Rente bezieht und die Jugend 30 Jahre länger mit seinen Besserwissereien belästigen kann, bei dem sollte ein Zwangstrip mit der niedrigsten Dosis LSD gemacht werden, damit man z.B. mal kapiert, daß die gesamte Gesellschaft ein Konstrukt ist, daß Wirklichkeit ein Konstrukt ist, und daß man demütig sein sollte, seine Mitmenschen in Frieden lassen und einfach nur leben und sich daran freuen, weil es keine allgemeingültige Wahrheit gibt (außer der Mathematik) und man deshalb selber auch nicht im Besitz von Wahrheit sein kann.

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a.vomberg 05.01.2014, 16:50
42. »ist ein Junkie

Nein, Junkies haben auch nicht solche Symptome.
Die Ärzte sprechen mittlerweile schon von den ›guten alten Zeiten‹, als die Leute noch Heroin und Kokain nahmen.
Der ganze 'Erfolg' der repressiven Drogenpolitik ist, dass immer mehr Konsumenten auf billige chemische Drogen umsteigen.
Die sind aber erheblich schädlicher.
Bei den Legal Highs kommt hinzu, dass es sich dabei um ständig neu entwickelte Substanzen handelt.
Da sie neu sind, sind sie eben noch legal.
Keiner kennt ihre, teilweise verheerende Wirkung.
Das gilt besonders für selten auftretende, extreme Nebenwirkungen.

Aufgrund dieser Entwicklung wird der Preis, den unsere Gesellschaft für unser, erwiesenermaßen kontraproduktive Drogenpolitik immer höher.
Daher ist eine Legalisierung von Cannabis überfällig.
Cannabis hat von allen Drogen die wenigsten negativen Nebeneffekte.
Daher ist es noch um einiges harmloser als Alkohol, auch wenn man es nicht als völlig ungefährlich bezeichnen kann.

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malanda 05.01.2014, 17:12
43. Sie sehen's ein bißchen sehr einseitig, nicht wahr?

Zitat von Newspeak
Wer absichtlich keine Drogen konsumiert und damit andere langweilt, bevormundet, sich für den besseren Menschen hält, anderen Menschen die Freiheit abspricht, mit ihrem Leben zu tun, was sie wollen, wer damit der Gesellschaft Kosten verursacht, weil er 90 wird und ewig Rente bezieht und die Jugend 30 Jahre länger mit seinen Besserwissereien belästigen kann, bei dem sollte ein Zwangstrip mit der niedrig.....
Wenn sich jemand durch den Konsum von Drogen, was auch immer, eine Paranoia eingefangen hat und meint, er muss davon nicht ablassen, dann soll er weitermachen. Wenn er Tischbeine quer in den Türbalken schraubt, um die ihn jagende "Mafia" am Betreten der Wohnung zu behindern, soll er das tun.

Wenn ein Mushroom-Konsument Kot in seiner Wohnung zu Türmchen baut und Indianertänze darum aufführt, mag das für ihn harmlos sein. Seine Nachbarn werden sich bedanken, wenn sie im Hausgang einen bestialischen Gestank haben.

Wenn ein Konsument kein Erinnerungsvermögen an die letzten drei Tage hat, mag das für ihn nett sein. Wenn er in dieser Zeit aggressiv gegen seine Mitmenschen auftritt, dann hat sein Spaß ein Ende zu haben. Die Polizei wird ihn dann - meiner Meinung nach völlig zu Recht - ins nächstgelegene Bezirkskrankenhaus bringen.
Ihre Anschauung, die "gesamte Gesellschaft" sei ein Konstrukt - nun ja, leben Sie damit. Aber diese Gesellschaft muss sich arrangieren, um sich über die Runden zu bringen. Sie wissen, dass Badesalze, Crystal, natürlich auch übermäßiger Alkohol-Konsum und was noch alles schnell dazu führen können, sein Leben nicht mehr auf die Reihe zu kriegen.

Dass man Termine nicht mehr einhalten kann, aus der Arbeit fliegt und viele Annehmlichkeiten mehr. Ist dann dieses "Konstrukt Gesellschaft" gut genug, die Reste aufzukehren?
Ihre Ansage, man müsse Rentner einem "LSD-Zwangstrip" ist einfach nur noch anstößig. Nun ja, mit der Zeit vereinfachen sich die Weltbilder.

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zirbeldrüse 05.01.2014, 17:51
44. Psychose?

@misanthropica: Viele Psychotiker stürzen sich aus dem Fenster, nicht nur auf MPDV, ich kenne allein zwei und der eine hat sich die Hüfte gebrochen, bei der Landung auf einem Auto und der andere wurde gerade in die Psychatrie gebracht, als seine Mutter die Klinik verließ, schlug der psychotische Sohn auf den Asphalt und war tot und das war alles nur wegen Cannabis. Ich denke die Handlungen die man da vollzieht sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich es ist ja meist nicht nur eine Störung die vorliegt.
Iin echt froh, dass Crystal Meth und Badesalz hier im Westen noch nicht so populär sind wie im Osten, die Kliniken sind voll von Crystal-Meth Süchtigen, die paranoid-schizophren davon geworden sind. Tragisch ist eben, dass das "High" recht stark sein muss und man dementsprechend extrem schnell abhängig wird, fast so schnell wie die Drogenaufklärer in der Schule das immer erzählen. So kann ein ganzes Leben innerhalb weniger Wochen verwirkt sein.

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Newspeak 05.01.2014, 18:35
45. ...

Zitat von malanda
Wenn sich jemand durch den Konsum von Drogen, was auch immer, eine Paranoia eingefangen hat und meint, er muss davon nicht ablassen, dann soll er weitermachen. Wenn er Tischbeine quer in den Türbalken schraubt, um die ihn jagende "Mafia" am Betreten der Wohnung zu behindern, soll er das tun. Wenn ein Mushroom-Konsument Kot in seiner Wohnung zu Türmchen baut und Indianertänze darum aufführt, mag das für ihn harmlos sein......
Gut, daß ihre so hervorragend funktionierende Gesellschaft aus drogenfreien Gutmenschen regelmäßig Dinge wie den Zweiten Weltkrieg produziert, rein logischen Interessen folgend. Diese Gesellschaft ist es dann auch, die definiert, was "anständiges Verhalten" ist, wonach man schon mal Minderheiten diskriminieren, deportieren oder umbringen kann, ohne sich als schlechter Mensch fühlen zu müssen. Ich bin sicher, die ganzen deutschen Maschinenbauer, die Rüstungsgüter für die halbe Welt zusammenschrauben sind gute Familienväter und bibeltreue Christen, nicht so asoziales Junkiepack, das am Bahnhof bettelt, sein Leben wirklich nicht auf die Reihe kriegt, aber eben meisten auch keine Weltkriege anzettelt, sondern mit sich zufrieden ist. Und wenn der Weltkrieg für sie zu altmodisch ist und Nazikeule und überhaupt, dann ersetzen sie Weltkrieg mit Finanzkrise. Derselbe alte Wein in neuen Schläuchen.

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mrsfish 05.01.2014, 20:07
46. @ Newspeak

Zitat von Newspeak
Gut, daß ihre so hervorragend funktionierende Gesellschaft aus drogenfreien Gutmenschen regelmäßig Dinge wie den Zweiten Weltkrieg produziert, rein logischen Interessen folgend. Derselbe alte Wein in neuen Schläuchen.
Ganz so einfach ist es leider nicht. Wenn diejenigen, die Drogen nehmen die Guten sind und die "Normalos" die Bösen, könnten wir wirklich klar die Linie ziehen, das widerspricht sich aber mit sämtlichen Untersuchungen in diesem Bereich. Da findet man nämlich nicht diese beiden Kategorien als ausschlaggebend, sondern zwei ganz andere Kategorien: die eine bezieht sich auf die Menschen, die in ihrer Kindheit Empathie erfahren haben und eine recht gewaltfreie Kindheit erlebt haben, in der die Eltern hinter ihnen standen und die anderen, naja, das sind die, die gut diszipliniert wurden und Empathie Mangelware war und Gewalt vielleicht sogar an der Tagesordnung, also tendenziell solche die eine schei* Kindheit hatten.

Nachzulesen bei Arno Gruen* (einfach mal googlen) und noch viel eindeutiger bei Bruce Perry.

Naja und wenn wir diese beiden Kategorien anschauen, dann ist die Tendenz doch auch eher so, dass Menschen mit einer vernichtenden Kindheit zu Drogen tendieren und deren Mitgefühl meist auch nicht sonderlich hoch ist, weil sie es selbst auch nie erlebt haben. Und was sich daraus auch noch lesen lässt ist, dass Menschen die in autodestruktiver Form Drogen konsumieren auch leider in dem Fall eher zu den Normalos gehören, weil sie eben keine Empathie empfinden für die "Feinde", wer auch immer das sein mag.

Es gibt da diese schöne Untersuchung, die schaut, was Deutsche-Nicht-Juden im zweiten Weltkrieg gemein haben, die Juden bei sich versteckt haben, um sie zu schützen und das ist in keinster Weise der soziale Status, sondern wirklich die eigene Kindheit und das was sie mit dem schönen Begriff Empathie eben erlebt haben.

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malanda 06.01.2014, 11:21
47. Werte(r) Newspeak,

Zitat von Newspeak
Gut, daß ihre so hervorragend funktionierende Gesellschaft aus drogenfreien Gutmenschen regelmäßig Dinge wie den Zweiten Weltkrieg produziert, rein logischen Interessen folgend. Diese Gesellschaft ist es dann auch, die definiert, was "anständiges Verhalten" ist, wonach man schon mal Minderheiten diskriminieren, deportieren oder umbringen kann, ohne sich als schlechter Mensch fühlen zu müssen. Ich bin sicher, die ganzen deutschen Maschinenbauer, die Rüstungsgüter für die halbe Welt zusammenschrauben sind gute Familienväter und bibeltreue Christen, nicht so asoziales Junkiepack, das am Bahnhof bettelt, sein Leben wirklich nicht auf die Reihe kriegt, aber eben meisten auch keine Weltkriege anzettelt, sondern mit sich zufrieden ist. Und wenn der Weltkrieg für sie zu altmodisch ist und Nazikeule und überhaupt, dann ersetzen sie Weltkrieg mit Finanzkrise. Derselbe alte Wein in neuen Schläuchen.
... nach Ihrem Verständnis sind "drogenfreie Gutmenschen" Personen, die "schon mal" deportieren, Minderheiten diskriminieren und umbringen.
Über so viel einfache Weltsicht muss ich schon den Kopf schütteln.
Zum einen: Sie sollten sich den Begriff "Gutmensch" abgewöhnen - der wird ausnehmend gern von Neo-Nazis verwendet.

Zum anderen: Es ist schon bodenlos frech, die drogenfreien Menschen in die Nazi-Ecke zu stellen. Stellen Sie sich mal eine Welt vor, in der alle nur im Rausch umherlaufen - das führt die Menschen noch hinter's Mittelalter zurück. Sie werden dieser bösen Gesellschaft zugute halten müssen, dass sie die Lebensspanne deutlich verlängert hat.

Selbst Sie werden zugeben müssen, dass mit höherem Zivilisationsgrad die Kriege weniger werden. Bekiffte Religionskrieger sind leichter geneigt, auf andere Menschen zu schießen.

Stellen Sie sich mal eine Welt vor, die ausschließlich aus Drogenkonsumenten besteht - wer bestellt die Felder? Wer sorgt für Heizung? Wer für die Wohnung? (Nebenbei: Schon mal Wohnungen von nicht mehr steuerungsfähigen Drogensüchtigen angeschaut? Ein wirklich liebreizender Zustand kann das sein, den man keinem Menschen zumuten möchte).

Und die Friedlichkeit so manchen Drogensüchtigen? Schauen Sie sich z.B. Crystal-Süchtige an - da ist Aggressivität sehr wohl schnell bei der Hand. Das ganze bei herabgesetzter Schmerz-Empfindlichkeit - sowas sind Zeitbomben für andere Menschen. Selbst Süchtige brauchen Geld (aha!) für ihre Drogen - so mancher kann es aufgrund der Sucht nicht mehr verdienen. Schon mal drüber nachgedacht, wie er seine Sucht finanziert? Lügen, bei Verwandten betteln, Betrügen, Stehlen ist da nicht ausgeschlossen.

Nun ja - jetzt muss ich aber erst mal was Sinnvolles machen.

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salmo 06.01.2014, 13:21
48. Ein gutes Beispiel für Legalisierung

Drogen muss man in der Apotheke kaufen können, legal und problemlos.
2-5 % der Menschheit SIND nun mal anfällig für Drogen (Alkohol noch weit mehr) : sollen wir die alle an gepanschtem Dreck sterben lassen?

Ein Experiment auf riesiger Skala hat in den dreissiger Jahren gezeigt was geschieht wenn man eine Droge verbietet: neue Kriminalität in ungeahntem Ausmass, Tote durch Vergiftungen, Destabilisierung der Gesellschaft usw usw, kurz: es funktionierte nicht! Und es hattte extreme negative Auswirkungen, weswegen das Experiment denn auch nach ein paar Jahren abgebrochen wurde.
(Ach ja : das Experiment hiess Prohibition..)

Welchen Beweis braucht es denn noch dass Legalisierung die einzig mögliche Antwort ist ?

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deus-Lo-vult 06.01.2014, 13:42
49.

Zitat von studiumgenerale
Ein "raetselhafter Patient" ist dieser sicherlich NICHT. Einen Menschen als "Abschaum", auch wenn dieser Drogen konsumiert, zu bezeichnen, zeigt an Empathielosigkeit und Intoleranz. Man sollte sich in diesem Fall mehr ueber sich selber Gedanken machen.
Ob Sie auch so reden, wenn einer dieser empathischen und toleranten Menschen eines Ihrer Kinder zum Junkie macht?

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