Forum: Gesundheit
Ein rätselhafter Patient: Was hat die Leber so zerstört?
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Ein 38-Jähriger leidet unter einer Leberzirrhose. Ärzte sind sicher: Er ist Alkoholiker. Doch der Mann schwört, abstinent zu sein. Erst als er erzählt, wer ihn zuvor behandelt hat, wird ie Ursache für die Beschwerden klar.

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mirage122 09.06.2019, 21:25
1. Nicht ungewöhnlich

Ich habe nie verstanden, wieso im Hustensaft für kleine Kinder angeblich wegen der Haltbarkeit Alkohol enthalten sein muss. Und so ist es mit vielen Medikamenten. Muss das wirklich sein? Da muss umgehend angesetzt werden - oder will man damit schon Alkoholiker im Kindesalter "züchten"? Geht das nicht anders. Ich finde, das ist ein Thema,zu dem mal eingehend recherchiert werden sollte.

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brocki68 09.06.2019, 22:24
2. Leberzirrhose

Warum die Ärzte bei Leberkrankheiten oder erhöhen Leberwerten immer erst auf Alkohol setzt ist nachvollziehbar aber eben nicht immer so gegeben. Ich kann das aus eigener Erfahrung sagen. Von ein paar Wochen einem Mittel mit 18-19% Alkohol die Leber so zu schädigen halte ich für sehr ambitioniert. Ich denke das hier die Krankheit durch die Krankheit Morbus Meulengracht. Diese wird die Leber so geschädigt haben das der dann zugeführte Alkohol den Tod beschleunigte, für ihn aber nicht Ursächlich verantwortlich war. Bei mir wurden auch alle diese Blut Tests gemacht auf Hepatitis, Viren und Bakterien, auch auf HIV wurde getestet. Alles negativ. Eine Rückenmarks Punktion hatte kein Ergebnis. Erst die Leberpunktion brachte dann bei mir Gewissheit. Letztlich sind Jahre darüber verstrichen bis es bei mir diagnostiziert wurde. Wahrscheinlich sogar nicht weit von 20 Jahren. Letztlich haben Ärzte es ganz schwer. Es können soviel Möglichkeiten bestehen die eine Krankheit auslösen das man praktisch eine Wahrscheinlichkeit Liste abzuarbeiten ist. Bei mir ist es eine seltene Erkrankung die zu 90% Frauen betrifft. Als von seltenen Fällen der noch geringerer Fall mit 10%. Ich finde allen die im Gesundheitssektor arbeiten machen meistens einen super Job und wir können ihnen gar nicht genug danken!!!!

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intercooler61 10.06.2019, 01:23
3. @mirage122: sorry, das ist Stuss!

Zitat von mirage122
Ich habe nie verstanden, wieso im Hustensaft für kleine Kinder angeblich wegen der Haltbarkeit Alkohol enthalten sein muss. Und so ist es mit vielen Medikamenten. Muss das wirklich sein? Da muss umgehend angesetzt werden - oder will man damit schon Alkoholiker im Kindesalter "züchten"? Geht das nicht anders. Ich finde, das ist ein Thema,zu dem mal eingehend recherchiert werden sollte.
1. Arzneimittel für Kinder werden so zusammengesetzt und dosiert, dass die aufgenommene Menge Ethanol unbedenklich ist. Bei meinem Sohn (inzwischen 5) enthielt keine der zahlreichen bisher verabreichten Arzneien überhaupt Ethanol, insbesondere nicht die Hustensäfte.

2. Meines Wissens gibt es auch keine belastbare Evidenz für einen Zusammenhang zwischen ethanol-haltigen Kinderarzneien und späterer Suchterkrankung. Können Sie eine Quelle für Ihre Annahmen benennen?

3. Im Falle einer Überdosierung birgt der eigentliche Wirkstoff ein weitaus größeres Schadpotential als ein u.U. vorhandener Ethanolgehalt.

Was Sie hier verbreiten, ist Esoterik. Und Esoterik tötet, wie nicht zuletzt dieser Bericht belegt.

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arr68 10.06.2019, 02:11
4. dem, der die Mittelchen verschrieben hat,

sollte man sein eigenes Zeug einflößen, bis es zu den Ohren wieder herauskommt.

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Kudu17 10.06.2019, 06:12
5. Fehlerhafte Zusammenfassung

Die Zusammenfassung des Originalartikels im SPIEGEL ist leider fehlerhaft.
Der Veröffentlichung nach hatte der Patient bereits eine Zirrhose bevor er zum Homöopathen ging (...a man...diagnosed with compensated non-alcoholic-fatty-liver-disease related cirrhosis and associated Gilbert’s syndrome was prescribed Homoeopathic-medication...). Die Zirrhose war nicht die Folge des vierwöchigen Alkoholkonsums, wie der SPIEGEL behauptet; dazu wäre der Zeitraum auch zu kurz. Der Alhoholkonsum löste vielmehr eine akute Alkoholhepatitis aus.
Weiterhin steht in der Veröffentlichung, dass sich die Augen des Patienten erst vier Wochen nach Beginn der homöopathischen Behandlung verfärbten, als Folge der Alkoholhepatitis. Dass sie Grund der (unnötigen) Behandlung des Gilbert-Syndroms beim Homöopathen waren, wie der SPIEGEL behauptet, ist zwar möglich, steht aber so nicht im Artikel.
Allerdings bleibt auch im Originalartikel vieles unklar, insbesondere wann und wie das Gilbert-Syndrom diagnostiziert wurde; da die Leberfunktion ja schon geschädigt ist, wäre das nicht offensichtlich. Klar ist nur, dass der Auslöser der (am Ende tödlichen) Alkoholhepatitis die homöopathischen Mittel waren.

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transsib_reisen 10.06.2019, 08:09
6. viel häufigerer Leberschaden: Hepatitis C

Geschätzt Hunderttausende alleine in Dland laufen seit x-Jahren mit Hepatitis C herum, ohne etwas zu merken.

Das haben wir in erster Linie Blutkonserven aus den 60s, 70s zu verdanken, die nicht hinreichend getestet wurden.

Zwar war damals Hepatitis C noch nicht benannt, aber man wusste, dass es eine Non-A-non-B-Hepatitis sein muss.

Hepatitis C führt zuerst zur Fibrose und dann zur Zirrhose. Ab da ohne Lebertransplantation zu Siechtum und einem elenden Tod.

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7eggert 10.06.2019, 08:17
7.

Bei seltenen Krankheiten spät diagnostiziert werden zu können ist an sich schon schlimm genug. Dann kommt noch die Diagnose Hypochonder, Googler, im Artikel Lügner hinzu, der ganz intensiv nachgegangen wird - statt anzunehmen, daß ein Patienten vielleicht doch zumindest aus der eigenen Sicht die Wahrheit sagen könnte. Vertane Zeit, vertane Chance, ein Leben zu retten.

Schulmedizin 2019

Ps, den Beiträgen 1 und 2 stimme ich zu.

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Clemens B. 10.06.2019, 08:35
8. Viele, viele Flaschen

Ich dachte, Homöopathen seien die mit wirkstofffreien Zuckerkügelchen. Und so einer hat jetzt viele, viele Flaschen und Tabletten verordnet? Kann es sein, dass auch unter Journalisten Flaschen vorkommen, die hirnfreie Artikel veröffentlichen?

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tobilechat 10.06.2019, 09:13
9.

Zitat von Clemens B.
Ich dachte, Homöopathen seien die mit wirkstofffreien Zuckerkügelchen. Und so einer hat jetzt viele, viele Flaschen und Tabletten verordnet? Kann es sein, dass auch unter Journalisten Flaschen vorkommen, die hirnfreie Artikel veröffentlichen?
Ich hatte mal Krebs und da gab es auch Fläschchen mit Mistelextrakt, die ich mir spritzte. Ich weiß nicht, ob es was genützt hat, aber immerhin kam der Krebs nicht wieder und ich lebe noch. Das Präparat hat mir allerdings ein Schulmediziner empfohlen.

Jeder kann sich ja von dem Menschen seines Vertrauens behandeln lassen. Der springende Punkt ist nur das Vertrauen. Ich habe inzwischen schon so viele falsche Vorschläge von Ärzten bekommen, dass es mir inzwischen schwerfällt, einen ärztlichen Rat nicht unter die Lupe zu nehmen.

Ich weiß aber auch nicht genau, ob und wenn ja, wie ich heute hier sitzen würde, hätte ich alles von (Ober-) Ärzten Vorgeschlagene gemacht oder geschluckt.

Mein Vermutung ist sogar, dass ich heute nicht mehr hier sitzen würde.

Wer beispielsweise an einer chronischen Krankheit leidet fährt immer gut damit, wenn er "Experte in eigener Sache" wird und sich für seine Krankheit interessiert und durchaus mal auf einen Ärztekongress geht.

Denn man sollte auch nicht meinen, dass selbst ein Oberarzt mehr Ahnung hat als man selbst, weil man selbst sich ganz genau in seiner spezifischen Krankheit auskennt, der Oberarzt kennt allenfalls das Gebiet allgemein, aber nicht die Krankheit im Besonderen. Und es kommt auch der Tag der Routine bei einem Arzt, manchmal ist sie von Nutzen, oft aber auch nicht.

Zudem existieren zu vielen Krankheiten Behandlungspläne, die eigentlich jeder versteht, der des Lesens mächtig ist. Letztenendes kann man zwar denken, der Arzt übernimmt die Verantwortung, tut er aber selten, bei Behandlungsfehlern werden sich die meistens Ärzte rausreden und rausklagen bis zum geht nicht mehr.

Ich bin dafür, dass man das Handeln seines Arztes überprüft und sich nicht blind auf seine Behandlungsvorschläge einlässt.

Es ist mein Leben und immer bin ich es, der die Nebenwirkungen einer Therapie ertragen muss, es geht nicht um das Leben des Arztes, finanziell gesehen zwar schon und er muss die Nebenwirkungen nicht ertragen, zudem spürt er nicht, was ich spüre, sondern muss sich auf meine Schilderung verlassen.

Es geht im Prinzip um eine Diskussion zwischen mir und dem Arzt.

Der Arzt hat nicht das alleinige Wissen, da es um mich geht, habe ich auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Und ich bin immer derjenige, der letztlich die endgültige Entscheidung trift. Das ist manchmal schwer für Ärzte, denn wer wäre nicht gerne Gott?,

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