Forum: Gesundheit
Ein rätselhafter Patient: Mama, wer bist Du?
Corbis

Mutter und Vater sind plötzlich nicht mehr dieselben: Sie sind Betrüger, die ihr Kind vergiften wollen. Das fühlt ein elfjähriges Mädchen und bringt dadurch sich und das Leben ihrer Eltern ins Wanken. Der Fallbericht zeigt, wie traumatisierend Illusionen sind - und was helfen kann.

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Schizo-Gen 02.12.2012, 17:19
50. Ha, ha,...

Zitat von helbig
Logik ist nicht ihr Ding. Psychiater, Neurologen und Therapeuten verdienen sich unabhängig von den Ergebnissen der Ursachenforschung ihr Einkommen und bei der „Genforschung“ werfen sie auch einiges durcheinander. Es ist bisher in vielen Fällen noch nicht möglich, aber für die Fragestellung auch nicht nötig ein oder mehrere in Frage kommende Gene zu identifizieren. Wichtig ist hier erst einmal, dass es eine genetische Komponente gibt.
Beim "Kotzen" gibt es auch eine genetische Komponente. Nur wird man jemanden der kotzt nicht "behandeln", indem man seinen Brechreiz unterdrückt. Und wer sagt ihnen, ob es "gesünder" ist mit einem empfindlichen oder weniger empfindlichen Magen veranlagt zu sein?
Viel Spaß in ihrer schönen neuen Welt...

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Schizo-Gen 02.12.2012, 17:29
51. Ha, ha,...

Zitat von helbig
Super, einem Artikel von 1960 verdanken sie ihr jetziges Wissen. Hier ein paar neuere Erkenntnisse:
Das ist ja mal toll. Ich warte hier seit 10 Jahren, dass sich jemand meiner Speichelprobe annimmt, damit endlich mal Klarheit in die Sache kommt. Bisher hat sich die Gegenseite einer objektiven Untersuchung strikt verweigert.
Es gibt auch andere Belege, nämlich, dass sog. Schizo-Gene einen Überlebensvorteil bieten.
Schizophrenia genes 'favoured by evolution'

Es wäre ansonsten nicht zu erklären warum es trotz Gehirnamputation, Zwangssterilisation, Neuroleptikavergiftung immer noch dieselbe Auftretenswahrscheinlichkeit gibt. Also interessant wäre es die komplette Bevölkerung genetisch zu untersuchen, um festzustellen, wieviele Menschen mit diesen Genen keinerlei Symptome entwickeln. Es ist dann immer noch ihrem Wahn zuzuschreiben, wenn sie in diesen Genen an sich etwas krankhaftes Erblicken. Man könnte genau so untersuchen, ob ein gewisses moralisches Defizit nicht auch genetisch verursacht sein kann und dieses wiederum bei anderen Menschen ggf. Symptome hervorrufen kann.

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helbig 02.12.2012, 17:33
52.

Zitat von Schizo-Gen
Beim "Kotzen" gibt es auch eine genetische Komponente. Nur wird man jemanden der kotzt nicht "behandeln", indem man seinen Brechreiz unterdrückt. Und wer sagt ihnen, ob es "gesünder" ist mit einem empfindlichen oder weniger empfindlichen Magen veranlagt zu sein? Viel Spaß in ihrer schönen neuen Welt...
Kotzen sie sich nur aus, aber wer sagt ihnen, ob es gesünder ist sich täglich mehrere Stunden zu waschen oder laufend unkontrolliert zu fluchen?
Viel Spaß in einer Welt mit möglichst vielen „ungewöhnlichen Verhaltensweisen“.

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helbig 02.12.2012, 17:41
53.

Zitat von Schizo-Gen
Das ist ja mal toll. Ich warte hier seit 10 Jahren, dass sich jemand meiner Speichelprobe annimmt, damit endlich mal Klarheit in die Sache kommt. Bisher hat sich die Gegenseite einer objektiven Untersuchung strikt verweigert. Es gibt auch andere Belege, nämlich, dass sog. Schizo-Gene einen Überlebensvorteil bieten.
Jetzt wird es ja richtig wirr. Eben noch verlinken sie einen Artikel in dem die genetische Komponente abgestritten wird und nun preisen sie den Überlebensvorteil dieser Veranlagung.

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Schizo-Gen 02.12.2012, 17:45
54. Witzig

Zitat von helbig
Kotzen sie sich nur aus, aber wer sagt ihnen, ob es gesünder ist sich täglich mehrere Stunden zu waschen oder laufend unkontrolliert zu fluchen? Viel Spaß in einer Welt mit möglichst vielen „ungewöhnlichen Verhaltensweisen“.
Ich persönlich kann mich an derlei Symptome meinerseits nicht erinnern. Wer meint Neuroleptika würdem ihm helfen, dem sei es gegönnt. Das Problem liegt eher im Umstand, dass der Psychiatrie eine Machtposition gegeben ist Menschen ihre Sicht und "Behandlung" aufzuzwingen. Bei Kindern finde ich das besonders verwerflich, weil man denen schwerlich unterstellen kann andere ernsthaft zu gefährden.

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Schizo-Gen 02.12.2012, 17:51
55. Studien

Zitat von helbig
Jetzt wird es ja richtig wirr. Eben noch verlinken sie einen Artikel in dem die genetische Komponente abgestritten wird und nun preisen sie den Überlebensvorteil dieser Veranlagung.
Es ist Blödsinn eine "genetische Komponente" abzustreiten, weil alles was im Menschen passiert eine genetische Komponente hat. Was ich bestreite ist, dass diese "genetische Komponente" automatisch Symptome hervorruft und ich bestreite auch, dass man bei diesen Symptomen überhaupt unbedingt etwas krankhaftes erblicken müsste. "Kotzen" an sich ist auch etwas heilsames, indem sie sich von ungesunden Mageninhalten befreien - genauso kann man sich in der Psychose von "wirren Gehirninhalten" befreien und sein Gehirn adäquater neu strukturieren, wenn dies denn nicht von Psychiatern ständig unterbunden würde.

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Frieden ist alles 02.12.2012, 17:53
56.

Zitat von helbig
Sie müssen auch mal neuere „wissenschaftliche“ Literatur zu Kenntnis nehmen. Die Gedächtnisforschung widerspricht Freuds ganzen Hirngespinsten bezüglich der unverrückbaren Speicherung sämtlicher Erlebnisse. Beim Erinnern werden die Inhalte häufig verändert und dann in der veränderten Fassung abgespeichert, so dass die ursprüngliche Version für immer verloren geht. Das ganze Wahnsystem mit verdrängten Erinnerungen die zu allen möglichen psychischen Störungen führen gibt es nur noch in den Pseudowissenschaften (z.B. Psychoanalyse). Machen sie sich doch auch noch die Mühe Zwillings- und Adoptionsstudien zu lesen. Ihr „vorgeburtliches Bewusstsein“ scheint sehr genau zwischen eineiigen und zweieiigen Zwillingen zu unterscheiden. Die Einen bekommen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit beide die gleiche psychische Krankheit und die Anderen nicht.
Würden sie das folgende als neuere wissenschaftliche Literatur akzeptieren?
" Wie groß diese von außen getriggerten Unterschiede bereits im Verlauf der pränatalen Phase der Hirnentwicklung sein können, wie unterschiedlich diese frühe Entwicklungsphase selbst bei eineiigen Zwillingen verlaufen kann und welche Folgen diese frühen Unterschiede für die weitere Entwicklung haben können, ist von René Spitz sehr eindringlich am Beispiel der Zwillingsschwestern Cathy und Rosy beschrieben worden (Spitz 2000)."
Hier nachzulesen:
AGSP - Artikel/Aufsatz
Und vieleicht interessiert sie auch dies:
"Zwischenmenschliche Beziehungserfahrungen formen neuronale Strukturen des Gehirns und legen neuroendokrinologische Reaktionsmuster des Gesamtorganismus fest. "Gene formen die grobe Struktur des Gehirns, doch die Erfahrungen des Kindes sind es, welche die Feinregulierung bei den Nervenverbindungen bestimmen, wovon die Funktionsweise des Gehirn abhängt."
Hier nachzulesen:
Seele und Körper
Herr Bauer ist übrigens Neurobiologe,Psychiater und Psychotherapeut.
Mittlerweile gibt es ein grosses Interesse von beiden Seiten Neurobiologie und Psychoanalyse zu verknüpfen,wie sie hier nachlsen können:
Psychoanalyse Aktuell - Psychoanalyse und Neurowissenschaften
Dies wäre wohl nicht der Fall,wenn die Psychoanalyse aus Sicht von Neurowissenschaftlern eine Pseudowissenschaft wäre.Eher deutet vieles darauf hin das die Neurowissenschaft die psychoanalytischen Erkenntnisse bestätigt.Dazu trägt auch Janovs Buch,das in der englischen Ausgabe 2011 veröffentlicht wurde bei,indem sich viele bestätigende Aussagen aus der Neurowissenschaft nachlesen lassen,unter anderem vom Max-Planck Institut.
Was bedeuten diese Informationen für sie im Bezug auf die von ihnen gemachten Aussagen?

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Frieden ist alles 02.12.2012, 18:20
57.

Zitat von helbig
Super, einem Artikel von 1960 verdanken sie ihr jetziges Wissen. Hier ein paar neuere Erkenntnisse:
Ich kann in dem von ihnen eingestellten Link keinen direkten Nachweis genetischer Ursachen finden.Dort wird lediglich behauptet das es Studien über Familien und Zwillingsforschung gibt die dies belegen würden.Diese Annahme kann man teilen oder nicht,aber ich kann darin keinen direkten Beweis erkennen.
Im Zusammenhang mit dem was ich an anderslautenden Informationen kenne,kommt erscheint mir die Annahme genetischer Ursachen als extrem unrealistisch.Entsprechende Informationen dazu hatte ich bereits in hoher Zahl eingestellt und würde mich freuen wenn sie diese zur Kenntnis nehmen.

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felisconcolor 02.12.2012, 19:11
58. Es ist erschreckend

Zitat von sysop
Mutter und Vater sind plötzlich nicht mehr dieselben: Sie sind Betrüger, die ihr Kind vergiften wollen. Das fühlt ein elfjähriges Mädchen und bringt dadurch sich und das Leben ihrer Eltern ins Wanken. Der Fallbericht zeigt, wie traumatisierend Illusionen sind - und was helfen kann.
wie schnell Eltern als die wahren Schuldigen abgetan werden.
Gerade Frauen wie Alice Miller die hinter jedem eingebildeten Trauma ein reales vermuten haben schon viele menschen ins Unglück gestürzt.
"Da muss ja jemand was mit dem Kind gemacht haben"

Ich lasse das hier einfach mal so stehen.
Denn der geäusserte Verdacht ohne Beweise ist schon ungeheuerlich genug.

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reuanmuc 02.12.2012, 19:17
59.

Zitat von Frieden ist alles
Dazu trägt auch Janovs Buch,das in der englischen Ausgabe 2011 veröffentlicht wurde bei,indem sich viele bestätigende Aussagen aus der Neurowissenschaft nachlesen lassen,unter anderem vom Max-Planck Institut.
Dazu noch eine Ergänzung und Empfehlung: Eric Kandel, Psychiatrie, Psychoanalyse und die neue Biologie des Geistes (Suhrkamp 2008).

Die Psychoanalyse hat nach wie vor ihre Gültigkeit. Selbstverständlich darf man nicht unkritisch alles übernehmen, aber das tut heute kein vernünftiger Mensch mehr, die Irrtümer von Freud sind längst bekannt.

Es gibt psychologische Experimente schon in den 1930er Jahren zur perinatalen Prägung von Katzen, von Zing-Yang Kuo, andere von Gilbert Gottlieb zum Vogelgesang. Es zeigt sich, dass vieles nicht angeboren, sondern angelernt ist in der späten Schwangerschaft/Brut schon oder in der frühen Kindheit. Es erinnert unweigerlich an die Prägung, wie sie von Konrad Lorenz bekannt ist.

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